Sonntag, 2. Juli 2017

#granfondo_2017_11 Excursion en Lorraine



Elfter Hunderter 2017


Ausflug ins Lothringen - immer wieder schön!

Blick ins herrliche Lothringen kurz vor Théding an der D30

Ich werd ja oft gefragt: "Wo nimmst Du eigentlich in diesem Amt die Zeit her, so lange Ausdauersport-Einheiten zu machen?"

Die Frage wird oft nicht aus Interesse gestellt, sondern impliziert einen kleinen, gemeinen Vorwurf: "Während andere arbeiten und ihren repräsentativen Verpflichtungen nachgehen, fährst Du Rad!" - oder so ähnlich.

Das ist mit ein Grund, warum ich so offen darüber blogge - jeder kann sehen, wie ich mir die Zeit mache. Zum Beispiel so wie heute - man kann Sonntagsmorgens vier Stunden Radfahren und trotzdem ab 10 Uhr Kirchgänge, Repräsentanztermine und ähnliches machen. Wenn man um 05:30 Uhr losfährt, haut das hin.

Das macht natürlich im Sommer mehr Spaß, aber auch im Herbst und Winter geht das. Dann wird halt mehr gelaufen, das geht auch mit Kopflampe auf verkehrsarmen Strecken, z.B. rund um die Redener Halde.

Heute ging's ins schöne Lothringen. ich wollte mal in der Nähe von Spicheren eine neue Route austesten und im Bereich der "Ligne Maginot aquatique" die Strecke über Cappel bis Hellimer fahren, von dort dann über Puttelange-aux-Lacs zurück.

Der Anstieg raus aus Spicheren direkt nach Etzling
Das Rohrbachtal hinunter, dann über Güdingen und Alsting gelangte ich nach Spicheren, und dann kam gleich mal der erste "Klopper": Der Anstieg die rue d'etzling hoch zum Chemin du Chateau d'eau: Fast 50 hm auf 600m. Aua!

Über Etzling ging's dann nach Gaubiving, Folkling, Théding nach Farébersviller und dann über die A4 drüber nach Cappel, vorbei am Forét de Farschviller, an dessen Westseite die "deutsche Nied" entspringt.

Ab hier rollte es richtig gut, ich war nun auch so richtig auf Betriebstemperatur und trat ab der Querung der A4 in Richtung Süden bis zur erneuten Querung auf dem Rückweg eine NP ("Normalized Power" ist der Leistungsdurchschnitt, gemessen in Watt, der die Änderungen in den Fahrbedingungen berücksichtigt -Wind, viele Antritte und Veränderungen in der Höhe werden hier mit einberechnet) von 250 Watt bei einem Schnitt von 31,3 km/h.

Zurück an der Saar bei Grossbliederstroff
In Sarreguemines leitete mich meine auf gpsies.com erstellte Route übrigens auf dem Weg ins Saartal die Rue des Haagwald bis zum Ende runter - da stand ich dann vor einem Waldweg, aber es ging leidlich mit dem Rennrad, ehe ich wieder auf der mir bekannten Rue de Woustviller war, die mich dann sicher runter an die Saar führte.

Der Rest war locker - über Güdingen und das Rohrbachtal hinauf ging's heimwärts, diesmal aber durch Spiesen und nicht über Elversberg. Die Spieser Hohl am Ende tat dann zwar ein bißchen weh, aber von den 3:36 war ich angenehm überrascht - nur 14 sec. hinter meiner Bestzeit.




Samstag, 1. Juli 2017

Stadtradeln-Siegerehrung




Auch bei Regen - das war schön!

Die Siegerehrungsfeier fürs Stadtradeln 2017 - klein, aber fein!

Heute ging's zur Siegerehrungsfeier der Stadtradeln-Kampagne 2017 - da gab's für Neunkirchen einiges zu feiern.

Die "Neinkeijer" vom RC Mistral und ich auf dem Hinweg
Bei den radelnden Rathauschefs war ich immerhin Zweiter (Glückwunsch an den Kollegen Klaus-Peter Brill aus Lebach zum Gesamtsieg und den Kollegen Hans Wagner aus St. Ingbert zu Platz drei!).

Der RC Mistral, die Grundschule Wiebelskirchen und die Kreisstadt Neunkirchen insgesamt heimsten ebenfalls Preise ein.

Ich durfte dann noch an einer interessanten Talkrunde mit Repräsentanten anderer Kommunen, Astrid Klug aus dem Wirtschaftsministerium und Thomas Fläschner vom ADFC teilnehmen, die von Sonja Marx vom SR moderiert wurde.

Mit dem Kollegen Klauspeter Brill aus Lebach
Hin ging's über das Spießer Mühlenbachtal, an dessen Ende ich die anderen Neunkircher Teilnehmer traf, die mit dem Rad zur Ehrung fuhren, und dann gemeinsam den Rohrbach runter, vorbei am Wombacher Weiher und mit einigen Extrarunden im Stadtpark und über die dortige Trailstrecke.

Zurück fuhr ich allein, weil ich noch einen Anschlußtermin hatte, vorbei am Friedhof, dann hoch Richtung Elversberg und über Spiesen und die Spieser Höhe.

Donnerstag, 29. Juni 2017

B2Run Firmenlauf Dillingen 2017




Endlich mal wieder Firmenlauf!

Aber "B2Run" muss noch ein bisschen lernen...


Nach vier (!) Jahren Pause nahm ich erstmals wieder am Firmenlauf in Dillingen teil, wo ich 2013 bei meinem letzten Auftritt mit 18:21 für die 5,3 km meine 1989 gelaufene Bestzeit über 5 km von 18:23 trotz 300m mehr endlich mal getoppt hatte (irgendwann muss ich doch mal wieder wie 1989 auf der Bahn laufen und dort sehen, was geht...).

Irgendwo auf der Strecke...
Nach dem Wechsel des Veranstalters 2016 war ich gespannt, wie der neue Ausrichter die tolle Arbeit von Ralf Niedermeier und seinem Team fortsetzen würde. Fazit: Vielversprechende Ansätze und neue Ideen, aber handwerklich noch arg holprig...

Wir hatten eine tolle Truppe der Kreisstadt Neunkirchen mit vielen lieben Kolleginnen und Kollegen zusammen, und auch ein drohendes Gewitter, das den Start verzögerte, hielt uns nicht zurück.

Leider waren wir nicht in der ersten Startgruppe, und als Martin Stauch und ich (wir hatten schon den Anspruch, unter 20 Minuten zu laufen) uns dann nach dem Start der ersten Gruppe vorne aufstellten, wurden wir schon nach zwei Minuten Wartezeit auf die Strecke geschickt.

Unsere beiden tollen Teams - hat Spaß gemacht!
Was dann passierte, kann man sich denken: Bereits nach einem Kilometer liefen wir auf die langsamen Läufer der ersten Gruppe auf, und das Feld wurde immer dichter. Wir mussten Slalom laufen, und das wirkte sich natürlich auf die Zeit aus.

Trotzdem - oder deswegen - bin ich mit den 20:26 unter diesen Umständen recht zufrieden. Immerhin locker unter 4:00/km.

Und in der Wertung des "besten Chefs" Platz sechs, 21 Sekunden am Podium vorbei und innerhalb einer Minute der Bestzeit. Nächstes Jahr greif ich da mal an, denke ich, aber mit einem Startplatz vorne im Pulk in der ersten Gruppe. Die Minute ist locker drin... ;-)

Danke an meine Kolleginnen und Kollegen aus der Verwaltung der Kreisstadt Neunkirchen, besonders an Corinna Fortunato und Sabine Pfiffi für die ganze Organisation! Mit den beiden Mixed-Teams haben wir immerhin Platz 77 und 569 von 892 Teams belegt!



Sonntag, 25. Juni 2017

Biking with the Consul General





Schöne Runde mit dem Repräsentanten der Vereinigten Staaten in Südwestdeutschland

Gemeinsam mit James W. Herman durch die Biosphäre und das Ruhbachtal

Eine "Doppelschicht" Rennrad und MTB mache ich ja eher selten - heute war so ein Tag!

Nachdem ich heute morgen noch einen "Granfondo", also eine Runde von mehr als 100 km, nach Überherrn und zurück mit dem Rennrad absolviert hatte, packte ich mein Mountainbike ins Auto und fuhr nach Saarbrücken, um eine Runde zu fahren, auf die ich mich seit Tagen freute und die ich am vergangenen Freitag auch schon vorgefahren hatte.

Vorm Start in Saarbrücken
Mein Partner dabei war der Generalkonsul der Vereinigten Staaten James W. Herman, er leitet eine von insgesamt sechs US-Vertretungen in Deutschland. Der Konsularbezirk umfasst neben Hessen die Länder Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland. Das Generalkonsulat ist für die in der Region lebenden Amerikaner zuständig, vor allem die vielen in der Region stationierten Angestellten der amerikanischen Streitkräfte und ihre Familien.

Generalkonsul James W. Herman ist seit Mitte August 2015 US-Generalkonsul in Frankfurt am Main; er ist der Nachfolger von Kevin C. Milas. Das Konsulat ist sowohl in Bezug auf Gebäude als auch der Anzahl der Mitarbeiter das größte amerikanische Konsulat und eine der größten Auslandsvertretungen weltweit. Insgesamt werden rund 900 Mitarbeiter beschäftigt.

Wir hatten die Tour schon länger verabredet, begleitet wurden wir von der Leiterin der Presse- und Kulturabteilung, Carrie K. Lee, seiner Mitarbeiterin Miriam Jaster und einem Stab an Sicherheitsleuten.

Von Beginn an war klar, das wird eine lustig-entspannte Fahrt. Und so war es dann auch. Zuerst mal an der Saar entlang, ging's bei Güdingen über dieselbe und dann entlang der A6 ins Saarbachtal.

Wasser fassen in Ommersheim
Wir meisterten den heftigen Anstieg über das Kopfsteinpflaster in Fechingen und genossen den herrlichen Ausblick in Richtung Birzberg/Ransbacher Berg, ehe wir wieder nach Eschringen abfuhren und weiter dem Lauf des Saarbachs nun auf das Gebiet der Gemeinde Mandelbachtal folgten.

Erst Ormesheim, dann Ommersheim - hier wurde dann Pause gemacht.

Danach ging's nochmal hoch auf den Römerweg, wir genossen die Kirschen in den Streuobstwiesenbäumen, ehe es dann nach der Überwindung des höchsten Punktes runter ging in Richtung Grumbachtal und wieder zurück zum Startpunkt.

Das war eine richtig tolle Runde, und der Generalkonsul war von der Schönheit der Landschaft sehr begeistert.

Wir waren uns einig, so was nochmal zu machen - dann geht's durch den Landkreis Neunkirchen und das Sankt Wendeler Land!

#granfondo_2017_10 Sternfahrt RTF Überherrn




Schnelle Runde zu den Freunden vom RSC

Leider war nicht mehr drin bei einer meiner liebsten RTF-Veranstaltungen...

Manchmal (eigentlich eher meistens) steckt in einem Bürgermeisterleben auch der Sonntag voller Termine. So auch heute. Das ermöglichte mir leider nicht, an der RTF in Überherrn durch das Absolvieren einer der vielen angebotenen Strecken durchs schöne Lothringen teilzunehmen, aber immerhin eine Sternfahrt am Morgen war drin.

Staustufe Burbach bei Sonnenaufgang
Um 05:00 Uhr morgens ging's also los in Richtung Überherrn. Ich fuhr über Elversberg und dann das Sulzbachtal runter nach Saarbrücken, von dort dann entlang der Saar und über Velsen (der Berg, der nie endet...) ins Rosseltal.

Bis dahin hielt ich den 30er Schnitt sogar, allerdings kostete mich der brutale Anstieg in Ludweiler (Grubenstraße) zunächst mal die "3" vorne. Durchs Lauterbachtal und dann Richtung Friedrichweiler ging's zum Start nach Überherrn, wo ich gegen 7 Uhr eintraf - Schnitt 29,9... ;-)

Ich plauderte eine Zeitlang mit den Organisatoren, die größtenteils gute Bekannte, ja sogar Freunde sind, manche schon jahrelang. Das hat Spaß gemacht!

Hier wohnt die deutsche Meisterin! Glückwunsch, Lisa!
Dann ging's aber heimwärts, über Merten und Creutzwald wieder nach Deutschland, wo ich in Lauterbach rauskam, dem Heimatort der frisch gebackenen deutschen Meisterin Lisa Klein. Wir vom Saarländischen Radfahrerbund sind total stolz auf sie! Ihr zu Ehren nahm ich mir vor, nicht nur die 100 km vollzumachen, sondern auch den 30er-Schnitt heimzuretten. Alors, allez, les jambes!

Der Warndt ist wirklich wunderschön - ich war schon viel zu lange nicht mehr dort. Über Karlsbrunn und St. Nikolaus ging's nach Emmersweiler und dann wieder ein Stück durch Frankreich (Forbach), wo ich mich einmal noch kurz verfuhr, ehe ich im Deutschmühlental rauskam. Danach nur noch vorwärts!

Am Ende machte ich noch einen "Schlenker" über den Stand der SPD Stadtmitte beim Stadtfest, ehe ich ziemlich platt zu Hause ankam. Das Tacho zeigte 30,1 km/h - Mission erfüllt! Immerhin mein zehnter "Hunderter" in 2017 - es läuft!




Samstag, 24. Juni 2017

Saarbachtalrunde von Brebach aus



Endlich mal wieder MTB!

Erkundungsfahrt zur Vermeidung unliebsamer Überraschungen

In einigen Tagen will ich, der Bitte des amerikanischen Generalkonsuls James W. Herman folgend, mit diesem eine Mountainbiketour durchs Tal des Saarbachs und über die Höhen des Nordens der Biosphäre Bliesgau, dann durchs Grumbachtal zurück nach Saarbrücken machen.

Blick aufs Fechinger Schwimmbad
Heute hab ich das Terrain mal vorsondiert und dabei einige Strecken befahren, die ich bisher noch nicht kannte.

Los ging's in Brebach, von dort entlang der A6 rüber ins Saarbachtal und dann in Halberg auf einen steilen, mit Kopfsteinpflaster belegten Weg hoch übers Saarbachtal mit tollen Aussichten. Bisschen steil vielleicht, aber James W. Herman liebt "challenges", also wieso nicht?

Dort oben entschädigen einen auch tolle Panoramen, und dann geht's gemütlich runter nach Eschringen, von da über die Straße um Ormesheim bis Ommersheim.

In Ommersheim wird's dann ein letztes Mal steil, hoch auf den Römerweg und oberhalb von Heckendalheim in den Quellwald von Wogbach und Grumbach, dann über die A6 und das Grumbachtal zurück zum Start.

Die ersten 15 km sind anstrengend, aber der Rest ein Klacks. Das wird 'ne schöne Tour!

Freitag, 23. Juni 2017

Lemberg - Melch - Lichtenberg - Waldeck



Ausflug ins Bitcher Land

Ein gelungener Freitagnachmittag!

Die Zeit zwischen Dienstschluß im Rathaus und den abendlichen Repräsentanzterminen nutzte ich heute optimal für einen knackigen Ritt entlang und über die Wasserscheide Saar/Rhein südlich von Bitche.

Mouterhouse im Tal der nördlichen Zinsel (Baerenthal)
Dort, wo auf der einen Seite Hornbach, Schwalb und Thalbach (auch als Spielersbach bekannt) entspringen, die in Blies und Eichel, zwei Nebenflüsse der Saar, münden, und auf der anderen Seite sich der Falkensteiner Bach, die nördliche Zinsel und die Moder auf den Weg zueinander bzw. in Richtung Rhein machen, wollte ich eine schöne 60-km-Runde in etwas mehr als zwei Stunden drehen, bevor ich im Intermarché in Bitche noch einige Dinge kaufen wollte, die man so in Deutschland einfach schlecht bekommt. Kleiner Tipp: Ausschließlich Speisen und Getränke...

Ich parkte das voiture am Étang d'Hasselfurth, der erste See, den der Hornbach durchfließt, und fuhr erstmal auf dem toll ausgebauten Radweg in Richtung Lemberg, dann runter ins Tal der nördlichen Zinsel nach Mouterhouse. Dort bog ich nach rechts ab in die Auffahrt in Richtung Goetzenbruck/Althorn - um kurz danach nochmal links abzubiegen und eine neue Strecke zu erkunden, die ich noch nie zuvor gefahren war: Die Auffahrt nach Melch in eines der Quelltäler des Rothbachs, des ersten größeren linken Nebenbachs der Moder.

Oben auf dem Col du Kammbuhl
Von dort ging's runter in Richtung Modertal mit einem kleinen Zwischenanstieg durch Wildenguth, dann kurz vor Wimmenau im Modertal wieder bergan in Richtung Lichtenberg. Ich umfuhr den Ort mit seiner wunderschönen Burg und machte mich dann wieder auf in Richtung Reipertsviller, wäre aber am Ende der Rue Jacques Le Barbu von der Kirche in Lichtenberg kommend fast gestürzt: Die Straße ist dort extrem steil, geschätzt 20%, und wird dann plötzlich sehr rau. Meine ohnehin schon gequälten Bremsen hätten da fast versagt. Schrecksekunde überstanden, durchschnaufen - und weiter geht's!

Ich fuhr hinab ins Rohrbachtal und dann rüber über den Col du Kammbuhl über die Route forestiere de la Kundschaft runter ins Tal der nördlichen Zinsel, von dort dann durchs Schmalenthal über die Route Communale du Hammerschless rüber ins Falkensteinerbachtal.

Der letzte Anstieg kam kurz danach: Vorbei am Schloß Waldeck ging's aus dem Tal hinaus wieder hoch in den Einzugsbereich des Hornbachs, zurück zum Start.

Tolle Runde, einiges Neues kennengelernt und was für die Kopfkarte getan. Hoffentlich bald wieder!