Sonntag, 22. Oktober 2017

#granfondo_2017_23 Donon mit Zorn


Schöne Viererrunde durchs Zorntal und auf den Donon

Endlich mal wieder mit den beiden Peters unterwegs

 

Diese Woche kam ich kaum zum Radfahren oder generell zum Sport - die Terminlage war dazu einfach zu komplex. Aber das war nicht so schlimm, denn ab und an sind ein paar Tage Pause auch mal nicht schlecht, und außerdem zehrte ich noch von dem tollen Erlebnis der Pässefahrt in den Vogesen rund um den Donon vom vergangenen Wochenende.

Am Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller
Daraus reifte auch der Wunsch, möglichst schnell wieder dorthin zu fahren. Besonders das Tal der Zorn reizte mich, vor Jahren war ich dort schonmal mit meinem Sohn von Saverne bis Schaeferhof unterwegs gewesen, letzte Woche dann von der Quelle der gelben Zorn bis zum Beginn des Col du Brechpunkt gefahren, und das Stück dazwischen, das ich bis jetzt noch nicht kannte, wollte ich unbedingt auch mal sehen.

Der Plan war also: Um die 100 km, Start in Phalsbourg, dann das Zorntal hoch und über den Col du Brechpunkt nach Abreschviller, rote Saar rauf zum Col du Donon, weiße Saar runter und dann irgendwie zurück zum Start.

Peter Jung, Peter Schmitt und Mark Neufang waren direkt dafür zu begeistern. Früh morgens ging's mit dem Auto los, in ca. 70 Minuten waren wir da, und um 09:40 Uhr rollte der Express aus Phalsbourg raus zunächst mal vier Kilometer bergab ins Tal der Zorn. Das Wetter war so lala, ab und an schaute sogar die Sonne durch, und die Wolken sahen (noch) ungefährlich aus.

Wir passierten das Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller und fuhren weiter die Zorn hinauf, nach 12,5 km kamen wir an den Punkt, an dem wir von der Hauptstraße rechts abbogen und dem Lauf der Zorn flußaufwärts über die Route forestière weiter nach Süden folgten.

Die Straße ist sehr gut ausgebaut, schöner Asphalt, nur ab und an ein wenig "verschammeriert", aber super zu fahren. Die Landschaft ist auch sehr pitoresk, die Zorn plätschert über viele Mini-Wasserfälle, wo der Buntsandstein tausendfach kleine Brüche ins Flußbett gezaubert hat, talabwärts, wodurch das Gewässer äußerst lebendig wirkt.

Irgendwann kamen wir dann an der Einmündung der "weißen Zorn" vorbei, wo auch eine route forestière in Richtung Hohwalschplatz abgeht (wo die endet, kamen wir später noch vorbei) und folgten weiter unbeirrt, auch von Dutzenden Mitgliedern einer Jagdgesellschaft, dem Flußlauf. Kurz danach waren wir dann wieder ganz allein, war auch besser so. Vorher war einem schon ein wenig mulmig bei den ganzen Gewehren...
Nicht zu wörtlich nehmen, Peter!
Wenige Kilometer später waren wir dann am Fuße des Col du Brechpunkt, wo wir eine kurzfristige Trennung der Gruppe vereinbarten: Mark und ich wollten eine kleine Extraschleife über Walscheid und Eigenthal fahren, die Peters aber lieber über Grand Soldat direkt nach Abreschviller.

Mark und ich stiefelten also los, und oben nahe des Col de Brechpunkt passierte, was ich schon einige Kilometer vorher befürchtet hatte: "Pft-Pft-Pft-Pft!" machte mein augenscheinlich leckgeschlagener Vorderreifen, und die Dichtmilch verschönte meinen Radrahmen. "So ein Mist!" dachte ich, aber glücklicherweise dichtete der Reifen sich von selbst ab, und ich konnte, wenn auch mit leicht vermindertem Druck, glücklicherweise weiterfahren.

Mark und ich kamen dann nach Walscheid ins Tal der Bievre, eines Nebenflußes der roten Saar, der hier noch jung ist, später aber den Rhein-Marne-Kanal unterquert und um Sarrebourg herum durch ein Industriegebiet fließt, ehe er nach 25 km der Saar zufließt.

Der Beginn des Anstiegs nach Saint-Léon
Aus diesem ging es auch gleich wieder hinaus - der Anstieg in den Ortsteil Saint-Léon, benannt nach dem dort geborenen späteren Papst Leo IX. (man sieht also, es gab schon einen "deutschen Papst" lange vor Ratzinger, und der kam natürlich von der Saar!) hatte es in sich. Dann kam aber auch als Ausgleich eine schöne lange Abfahrt durch Eigenthal ins Saartal nach Abreschviller, und wir machten uns auf die "Verfolgung" der beiden Peters, die wir wenige Kilometer später auch tatsächlich auffuhren.

Entspannt fuhren wir dann zu viert hoch in Richtung Donon, leider hatte sich das Wetter verschlechtert, und ab und an fielen ein paar Tropfen. Rechts der roten Saar sahen wir einige "Cosplayer" in spätmittelalterlichen Gewändern nahe einer Hütte entweder proben oder spielen - was es nicht alles gibt!

Blick zurück aus dem Departement Bas-Rhin
Dann begann der Anstieg richtig - ab dem Maison Forestière Marcairie wird's steiler, und nun begann es auch zu regnen. Wir einigten uns darauf, dass jeder sein Tempo fahren solle und wir uns oben am Soldatenfriedhof an der Departementgrenze, dem höchsten Punkt der Strecke, sammeln würden. Vorbei an der Quelle der roten Saar fuhren Mark und ich - schon im Regen - bis ganz nach oben und zogen uns das wenige, was wir hatten (also eigentlich nur eine Regenjacke) an. Kurz danach kamen Peter und Peter, die alten Profis hatten natürlich Vollkörperregenbekleidung dabei, und angesichts 3°C Außentemperatur machten wir uns schleunigst in die Abfahrt, die ich einige Tage vorher noch hochgekommen war.

Mark und ich setzten uns ein bisschen ab, entschieden dann aber, nicht zu warten - wir zitterten, und um in so einem Fall warm zu bekommen, hilft nur voll zu fahren. Weiter unten im Tal der weißen Saar, wo es dann Gott sei Dank ein paar Gard wärmer war, aber immer noch regnete, suchten wir dann den kürzesten Weg zum Auto. Über die Höhe bei Saint-Quirin ging's ab in Richtung Hermelange, noch 40 km lagen vor uns, und wir fuhren einen Schnitt gut über 30 km/h - also noch etwas mehr als eine Stunde! 


Wir trieben uns gegenseitig an, und über Imling (unter dem Rhein-Marne-Kanal durch), Sarrebourg, Brouviller, Bourscheid und Mittelbronn kamen wir zurück ans Auto, verpackten alles, zogen uns frische Klamotten an und machten uns sofort auf die Suche nach Peter und Peter, die wir einige Kilometer weiter aufgabelten und ihnen so zumindest den Schlußanstie nach Phalsbourg ersparten.

Dann ging's "hemm"! Tolle Tour war das!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

#granfondo_2017_22 Festival des Cols des Vosges (nord et sud du Bruche)


Grandioser Vogesentag!

Donon, Champ du Feu, Rocher de Mutzig, Grossmann - Berge, Berge, Berge!


Für den heutigen Samstag hatte ich mir die Vogesentour vorgenommen, die ich schon seit Jahren fahren wollte - nördlich und südlich des Tals der Bruche, die auf 77 km die Vogesen durchfließt, ja teilt, bevor sie in die Ill fließt.

Startort war Hesse
Startort war Hesse, nah am Zusammenfluss der beiden Saar-Quellflüsse, von wo aus ich gegen 09:45 Uhr losfuhr. Das Auto hatte ich in der "Rue de la Vielle Porte", wenige Meter hinter dem wunderschönen alten Stadttor, geparkt. Die ersten Kilometer waren noch recht flach, erst kurz vor Abreschviller, als es aus dem Tal der roten Saar rüber in das der weißen ging,wurde es ein wenig wellig, aber auch sehr schön: Über Vasperviller kam ich nach Saint-Quirin, ausgezeichnet als eines der schönsten Dörfer Frankreichs.

Von dort war ich schnell im Tal der weißen Saar, dieses fuhr ich nun bergan - zum ersten Mal, bisher war ich hier nur mit dem Auto unterwegs gewesen.

Saint-Quirin
Die weiße Saar fließt hier mit geringem Gefälle durch ein nicht besonders breites, aber sehr schönes Tal, auf dessen Wiesen viele schottische Hochlandrinder stehen - die älteste registrierte Viehrasse, die sich besonders für extensive Weidebewirtschaftung eignet und vielfach auch in Beweidungsprojekten eingesetzt wird. So wohl auch hier.

Über Turquestein-Blancrupt ging's dann langsam in den spürbaren Anstieg hoch zum Col du Donon. Man hat die ganze Zeit die weiße Saar rechts neben der Straße im Auge, irgendwann sieht man auch den Gipfel des Donon mit dem keltischen Tempel auf der Spitze richtig gut - ein toller Anblick.

Dann, spätestens nachdem die weiße Saar im Wald verschwindet (die Quelle liegt schwer zugänglich abseits der Straße) wird's dann auch richtig steil. Aber quälen muss man sich nie, und nach 31 km insgesamt, davon 14 im Tal der weißen Saar war ich dann auch schon oben und der erste von vier Anstiegen, die mir heute bevorstanden, war geschafft. Insgesamt brauchte ich exakt 50 Minuten für die 16,4 km, wobei ich recht sparsam 250 Watt im Schnitt verbrauchte (19,7 km/h).


Auf dem Weg zum Donon
Nun begann die Abfahrt in Richtung des Tals der Bruche über Grandfontaine. Mit dem Rad war das für mich einen Premiere, und ich genoss die schöne "descente" bei herrlichem Sonnenschein und trockener Straße. Auf dem KOM (eigentlich halte ich nichts von Abwärts-KOMs) lag ich mit 50,2 km/h über die 5 km irgendwo im Mittelfeld der 960 Fahrer, Sebastian Giffhorn, mein Kumpel vom RSC Überherrn, liegt hier auf Platz 2 - sein jugendlicher Todesmut fehlt mir hingegen völlig.

Unten in Schirmeck wendete ich mich nach rechts und fuhr die Bruche hinauf, kurz vor Rothau machte ich meine erste Pause, aß, trank und unterhielt mich mit zwei Jungs, die mein Rad bewunderten und mich richtig zu der Di2-Schaltung ausquetschten. Danach ging's über die Bruche, weiter flussaufwärts bis Fouday, dann links ab ins Tal der Chirrgoutte über die D57 hoch in Richtung Champ du Feu bzw. erstmal Col de la Charbonnière.


Im Anstieg hinter Waldersbach
Dieser Anstieg hat es wirklich in sich. Hinter Waldersbach beginnen 5,5 km Steigung mit ca. 8% im Schnitt und einem Spitzenstich von 20%. Ich teilte mich aber gut ein und genoß die waldreiche Auffahrt, dann ging's gleich links ab in Richtung Champ du Feu, welches ich kurz danach erreichte - der höchste Punkt der Runde, 1099m über N.N.. Kurz vor dem Erreichen des 20 m hohen Aussichtsturm eröffnet sich rechterhand ein toller Blick in die elsässische Ebene, leider schaffte ich es nicht, ein Foto zu machen - es musste ja weitergehen!

Als die Gegend noch deutsch war, hieß der Berg "Hochfeld" - und der Name charakterisiert ihn auch recht gut. Der Champ du Feu ist die höchste Erhebung der Mittelvogesen wie auch des Départements. Das Gipfelplateau ist von weitläufigen Heide- und Moorflächen geprägt, deren Vegetation subalpine Züge trägt (u. a. Bergkiefern).


Am Col de la Charbonnière


Der Turm wurde 1898 vom Vogesenclub errichtet, der Zugang ist allerdings nicht gestattet, da sich dieser in einem verfallenen Zustand befindet. Wegen seiner guten Sichtbedingungen ist der Berg auch bei Amateurastronomen beliebt. Im Winter ist der Champ du Feu ein viel besuchtes Skigebiet mit dem Mittelpunkt Le Hohwald (Quelle: Wikipedia).

Nach meiner zweiten Pause ging's dann weiter Richtung Natzwiller-Struthof, vorbei an der dortigen Gedenkstätte mit dem ehemaligen Konzentrationslager.

Das weithin sichtbare flammenförmige Mahnmal für die Deportierten jagte mir wie immer einen Schauer der Scham und Wut über den Rücken. Nie wieder Faschismus, kein Fußbreit den Nazis! Man wünschte sich, viel mehr Menschen als ohnehin kämen regelmäßig hierher.

Wieder zurück im Tal der Bruche füllte ich erstmal meine Flasche auf, dann ging's flußabwärts bis fast raus aus den Vogesen: Durch Lutzelhouse und Urmatt merkt man schon gar nichts mehr von den Bergen, und nach dem Abbiegen nach links die Hasel hoch dauert es auch einige Kilometer, bis man hinter Nieder- und Oberhaslach wieder Steigungen spürt.


Oben auf dem Champ du Feu (1.099m)
Ich machte meine dritte Pause und startete den dritten und harmlosesten Anstieg des Tages den Breitberg hoch, vorbei an der Burg Nideck und den berühmten 25m hohen Wasserfällen - dafür hatte ich heute leider keine Zeit.

662m über N.N. liegt der "Col des Pandours", den ich kurz darauf nahm und mich ins Tal in Richtung Wofsthal und schließlich Wangenbourg-Engenthal.

Der Ort ist unter Radfahrern eher bekannt als Beginn des Anstiegs in Richtung Dabo (Col de Valsberg), aber von hier aus ist auch ein anderer Anstieg sehr interessant: Die Mossig tritt hier aus dem Gebirgsmassiv hervor, und ihr folgte ich in Richtung Windsbourg hoch zum Hengst (888m). Der Hengst ist mit 888 Metern der höchste Punkt und somit Passübergang eines der vielen Forststräßchen in den unendlichen Wäldern der mittleren Vogesen zwischen Abreschviller und dem Unterelsass. Das darüber führende Forststräßchen ist durchgehend asphaltiert, wobei der Belag sogar meist besser ist als auf vielen klassifizierten D-Straßen.

Die Quelle der gelben Zorn, 830m über N.N.
Mitten im Anstieg an der Mossig machte ich nochmal kurz Pause und futterte den Rest meiner Vorräte bzw. füllte meine Trinkflaschen ein letztes Mal auf. Dann ging's weiter bergan - in Windsbourg dachte ich schon, ich hätte es geschafft, aber weit gefehlt, von da sind es noch gute drei Kilometer, ehe man am Maison forestière du Hengst vorbeikommt und die Abfahrt in Richtung Quelle der "gelben Zorn" beginnt.

Diese erreichte ich dann nach ca. vier Kilometern und von da an ging die Abfahrt richtig ab. Vorsicht war geboten, da der Asphalt nicht besonders gut war. Aber recht schnell war ich unten an der Abzweigung, wo die Route forestière de Wellerst das Zorntal verlässt und zum Col du Brechpunkt ansteigt (den zähl ich jetzt mal nicht als einen der Anstiege, sonst wären es ja deren fünf). Nun ging's endgültig nur noch bergab Richtung Abreschviller - die Route forestière Richtung Grand Soldat war neu gemacht, aber noch voller Granulat, da hieß es vorsichtig sein.

In Abrschviller dann suchte ich den schnellsten Weg zurück nach Hesse, meine Akkus waren leer. Über Voyer und Harzviller gings an die Bievre, und der Rest war flach.

Nach fast 160 km und deutlich mehr als 3.000 hm war ich voller Adrenalin und Dopamin. So eine schöne Tour hatte ich schon lange nicht mehr!

Dienstag, 17. Oktober 2017

Techniktestfahrt


Garmin Vector, upgraded


Ob's bei der Trainingssteuerung hilft?


Seit nunmehr 14 Monaten fahre und trainiere ich mit einem Wattmesser, dem Garmin Vector. Mit diesem maß ich die Kraft, die ich mit dem linken Bein aufs Pedal brachte.

Die Vorteile einer Steuerung der Trainingsintensitäten per Watt hat gegenüber der pulsgesteuerten Variante mehrere große Vorteile. Zum einen bildet die Wattzahl die aktuell erbrachte physische Leistung ab, während der Puls reaktiv ist und somit zeitverzögert agiert. Heißt konkret: bei kurzen Intervallen kann die Herzfrequenz gar nicht so schnell in den entsprechenden Bereich steigen und ist somit ohne Aussagekraft. Zudem ist die Herzfrequenz von vielen Variablen wie der Tageszeit und Temperatur abhängig und unterliegt natürlichen Schwankungen.
 
Warmgefahren wurde sich über Elversberg nach St. Ingbert
Für wen lohnt sich der Einsatz von Wattwerten? Grundsätzlich verspricht diese Form der Trainingssteuerung eine Leistungssteigerung sofern die Wattwerte der einzelnen Trainingsbereiche bekannt und das Training sinnvoll aufgebaut und durchgeführt wird. Durch einen strukturierten Einsatz der Werte werden „Junk Miles“ - also Trainingskilometer in zu niedrigen Intensitäten - genauso vermieden wie zu harte Intervalle, die den Sportler in ein Übertraining bringen können.

Im Laufe einer Saison können die gesammelten Daten dem Sportler Feedback über seine Leistungsentwicklung geben und helfen damit, die kommenden Trainingsmonate zu planen.

Wenn man aber wirklich aussagekräftige Werte haben will - und auch besser darin werden will, die Kraft tatsächlich gleichmäßig und  richtig auf beide Pedale zu bringen und sie nicht "verpuffen" zu lassen - hilft einem eigentlich nur eine Messung beider Pedale und der Korrelation weiter.

Deshalb leistete ich mir die Erweiterung des Vector-Systems auch fürs rechte Bein.

Nun ist es auch möglich, genau zu analysieren, ob man mit dem Fuß und der Pedalplatte eine effektive Verbindung hat oder aber ob z.B. die platte zu weit rechts oder links sitzt. Man kann dann korrigieren, entweder indem man die an der Sohle des Schuhs befestigte Platte verschiebt oder aber seine Haltung auf dem Rad konsequent anpasst.

Die beidseitige Messung bietet also im Vergleich zur einseitigen Variante (Vector 2s) eine differenzierte Betrachtung der Wattwerte beider Seiten. Dysbalancen können somit erkannt und ausgeglichen werden. Zusätzlich kann das beidseitige Pedalsystem Werte für die einzelnen Zug- und Druckphasen einer Pedalumdrehung ermitteln. Bei einer detaillierten Analyse kann der Athlet somit seine Ökonomie verbessern. Das System misst so auch die Zeit, die man sitzend bzw. stehend verbringt - gerade für die Trainingsanalyse von Anstiegen ein sinnvolles Hilfsmittel.

Klar gibt es viele, die solche "technischen Spielereien" aus grundsätzlichen Erwägungen ablehnen und meinen, man solle einfach fahren, das komme schon alles von alleine. Ich sehe das nicht so. Jahrelang fuhr ich z.B. mit viel zu niedriger Trittfrequenz und viel zu viel "Leerlauf", was zu "dicken Beinen" und vor allem längeren Fahrten gegen Ende zu Leistungseinbrüchen, teilweise auch Krämpfen, führte. Erst seitdem ich mir einen TF-Messer zugelegt habe und auch darauf achte, immer mit mindestens 80 Umdrehungen pro Minute zu fahren, hat sich meine Ausdauerleistung spürbar verbessert. Und z.B. bei meiner 380-km-Fahrt nach Verdun-sur-le-Doubs diesen Juni war mir der Wattmesser eine echte Hilfe - durch ihn beschränkte ich in der ersten Hälfte der Fahrt harte Antritte und das Hochstiefeln bei Anstiegen auf das allernötigste, was mir ab km 300 echt half - denn da hatte ich dann noch Körner.

Meine Leistungsdaten auf den 800m der "Spieser Hohl"
Heute testete ich erstmal, dazu reichte eine kleine Runde mit Warmfahren über Spiesen und Elversberg nach St. Ingbert mit Rückfahrt über Rohrbach und das Spieser Mühlental. Die Krönung sollte dann der "Härtetest" die Spieser Hohl hoch werden. Dort knallte ich wirklich richtig voll hoch, das reichte zu meiner freudigen Überraschung zu Platz 5 von 103 auf der STRAVA-KOM, nur 22 Sekunden hinter Paul Voss (und der ist immerhin schon die Tour de France gefahren...). Wäre ich ein paar Kilo leichter, wäre vielleicht sogar eine Zeit unter drei Minuten drin gewesen. Interessant unf aufschlussreich sind die dabei ermittelten Daten in jedem Fall!

Mit dem Vector bzw. der Erweiterung bin ich auch sehr zufrieden. Hoffentlich trägt die Auswertung und die Konsequenzen, die ich daraus ziehe, auch Früchte!

Sonntag, 15. Oktober 2017

#granfondo_2017_21 Fake-Saarlandschwein mit Steinalbtal

Kurzweiliger Ausflug in die Westpfalz

Und mal richtig Druck auf dem Pedal gehabt! 


Heute wollte ich mal einen etwas längeren Sonntagsausflug machen: Mein Tagesziel war das Steinalbtal, den Nebenbach der Moosalbe wollte ich von Pirmasens über Hornbach- und Felsalbtal kommend ab der Einmündung in dieselbe bei Steinalben komplett hochfahren und dann über Bann, Landstuhl und dann entlang der A6 wieder zurück. Nicht ohne bei den RF Homburg und ihrer CTF vorbeizuschauen - eine etwas längere Sternfahrt.

Zu Beginn noch Nebel in Furpach
Los ging's recht normal: Über Furpach, wo's noch neblig und kühl war, Limbach, Wörschweiler, Ingweiler, Einöd und Bubenhausen kam ich über Althornbach nach genau einer Stunde in Hornbach an - dort ging's dann immer den Hornbach hoch. Mittlerweile schien die Sonne!

In Windsberg kam eigentlich die erste ernsthafte Steigung der ganzen bisherigen Fahrt - nach fast 50 fast immer flachen oder abschüssigen Kilometern mit einem Schnitt knapp unter 32 km/h. Ich kam besser hoch, als ich mir das gedacht hätte. Dann ging's über Winzeln und Pirmasens, wo ich am Bahnhof kurz Pause machte, wieder runter ins Schwarzbachtal und über Waldfischbach-Burgalben an den schönen Radweg durch den Wald entlang der Moosalbe.

Im Hornbachtal
Das war mit der schönste Teil der Fahrt. Der Wald ist märchenhaft, und die Moosalbe glitzerte im Schein der durch die Baumwipfel brechenden Sonnenstrahlen.

Ich war so fasziniert, dass ich bei der Brücke kurz vor Steinalben ganz vergaß, wie feucht - und damit glitschig - solche Holzbrücken bei diesen Wetterlagen bzw. in diesen Jahreszeiten sind.

Kurve zu eng genommen und - flatsch! Weggerutscht, auf den rechten Oberschenkel geknallt, aber außer einer fetten Prellung nix passiert. Gleich wieder aufs Rad und weiter!

In Steinalben selbst war ich ein wenig irritiert, fuhr am Ortsausgang zur Sicherheit nochmal zurück, fand dann aber den Radweg entlang der Steinalbe (die auch Queidersbach genannt wird) und fuhr bachaufwärts in Richtung Horbach.

Der Radweg entlang der Moosalbe kurz vor Steinalben
Ab Linden kannte ich auch die Straße, die dann nach Queidersbach und schließlich nach Bann führte. Unzählige Straßenrennen hatte ich hier schon während der Rennfahrerkarriere meines Juniors erleben dürfen.

Hinter Bann begann dann der Anstieg über die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten der Blies (Schwarzbach/Moosalbe/Steinalbe) und dem Glan.

Unterhalb des Kahlenbergs gings über die L363 und dann runter in die Stadt, danach über Hauptstuhl, Bruchmühlbach-Miesau und Vogelbach nach Bruchhof.

Schon war ich wieder aus dem Glan-Einzugsgebiet draußen: In Erbach war Rast angesagt, und ich führte noch einige nette Gespräche mit den Sportfreunden der RF Homburg.

Viel los war auf der CTF in Homburg
Danach ging's über Bexbach und Wellesweiler nach Hause. Am Ende fast 130 km in weniger als 4 1/4 Stunden.

Mit 245 Watt (262 normalisiert) bei immerhin 1.400 hm eine akzeptable Leistung - und schön war's sowieso.

Nachmittags ging's noch auf die Seniorenfeier nach Kohlhof, und zum Abschluss des Tages ging ich auch noch mit Frau und Hund spazieren. Mehr Aktivität am Sonntag geht echt nicht!




Freitag, 13. Oktober 2017

#granfondo_2017_20 Tour de Ligne Maginot Aquatique


Endlich mal wieder Lothringen!


Die 5.000 Rennrad-Kilometer für 2017 standesgemäß vollendet


Heute verband ich eine Einkaufsfahrt nach Grossbliederstroff mit einer schönen Radrunde nach Lothringen in die Gegend um die Ligne Maginot Aquatique und das dahinter liegende Tal bzw. Einzugsgebiet der Albe.

Zunächst mal ging's das Lixinger Bachtal hoch
Einige Infos zur "Ligne Maginot Aquatique":  Auf Betreiben von André Maginot, des damaligen französischen Kriegsministers, wurde im Januar 1930 das französische Finanzierungsgesetz zur Organisation der Verteidigung der Landesgrenzen erlassen.

Dieses beschloss die flächendeckende Befestigung zweier Regionen, die den gesamten Nordosten Frankreichs abdecken: die befestigte Region von Metz und des Lautertals.

Zwischen beiden Regionen erstreckt sich über rund vierzig Kilometer das so genannte Einfallstor an der Saar gegenüber dem heutigen Saarland, damals ein von Deutschland aufgrund des Versailler Vertrags von 1919 getrenntes Gebiet. Anfang 1935 wurde die Saar wieder an Deutschland angegliedert und der offene Landstrich an der Saar wurde somit zum potenziellen „Einfallstor“ für den Feind.

Um dem abzuhelfen, wurden bereits 1927 Untersuchungen angestellt, um das zwischen den Quellen der Nied in Deutschland und der Saar gelegene „Einfallstor an der Saar“ durch ein natürliches Hindernis zu blockieren: das Wasser.
So hätte die "Ligne maginot aquatique" geflutet ausgesehen

Das Projekt einer Verteidigungslinie in dieser Region beruht auf einem raffinierten System defensiver Flutungen. Anfang 1931 wird das Projekt durch André Maginot abgesegnet, und das Flutungssystem wird von 1932 bis 1934 zwischen Hoste und Wittring errichtet. Da sich die Wasserversorgung im Westen schwieriger darstellte, wurden dort die Wasserläufe zu Panzersperren umgebaut.

Um ihre Wirkung vollständig zu entfalten, mussten die defensiven Flutungsanlagen von der Artillerie beschützt und unter Beschuss gehalten werden können; die Artillerieposten wurden unweit der Hauptverteidigungslinie angeordnet. Entsprechend wurde die Region mit einer Reihe von Kasematten, Bunkern und weiteren Befestigungen versehen. (Quelle: https://www.sarreguemines-tourisme.com/images/Brochures/LaligneMaginotaquatique.pdf).

Zunächst ging's mal durch Grossbliederstroff den Lixinger Bach hoch und über Bousbach und die Höhe von Tenteling ins daneben gelegene Strichbachtal, dann gleich über Dietzling und Metzing wieder hoch nach Guebenhouse, raus aus dem Einzugsgebiet der Saar hin in Richtung des Mutterbachs, eines Nebenbachs der Albe.

Hier wollte ich mal was Neues ausprobieren und mir den Étang de Welschhof ansehen, den ich bisher immer nur aus der Entfernung gesehen hatte.Also bog ich auf die D674 nicht wie gewohnt nach rechts in Richtung Puttelange-aux-Lacs ab, sondern nach links in Richtung Ernestviller/Woustviller, dann rechts auf die Brücke über die A4.

Erste, nicht so schöne Überraschung dabei: Die Straße ist offenbar zurückgebaut und von sehr schlechter Qualität, mit dem Rennrad kaum zu bewältigen. Auch hinter der Brücke wird's nicht besser, und zu allem Überfluß ist die Abfahrt in Richtung See auch noch mit Bremssschwellen überzogen, die mich mächtig durchschüttelten.


Die Brücke über den Étang de Welschhof

Dann aber ist man auf der Brücke über den See, und der Anblick ist traumhaft. Dutzende kleine Fischerhütten im Wasser bieten ein einmaliges Bild. Und noch dazu schien die Sonne bei klarstem Himmel, nur geschmückt von einige Wattewölkchen. Klasse!

Man merkt schon, dass die Gegend mal deutsch war...
Mit dem Rennrad kommt man dann super am Rande des Sees vorbei, überfährt den Deich und landet am Ende in Grundviller (natürlich in der Rue de l'Ètang).

Von dort ging's rüber quer über die D656 nach Rémering-lès-Puttelange und weiter nach Diefenbach, wo ich mir - auch zum ersten Mal - den dortigen Étang de Diefenbach besah (auch hier parkten vor den Häusern rund um den See jede Menge Autos mit saarländischen Kennzeichen).

Danach fuhr ich durch den Wald Richtung Hoste, mittendurch zwischen den beiden Seen "Étang de Hoste-Haut" und "Étang de Hoste-Bas", letzterer ebenfalls ein Fischersee.

Kurz vor Altrippe nah der Wasserscheide Albe/Nied
All diese Seen waren Teil der "Ligne maginot aquatique" - ich fuhr dann weiter über Leyviller, Altrippe und Maxstadt, ehe ich hinter Laning zum höchsten Punkt der Rundfahrt kam, ein Wasserbunker kurz vor Frémestroff.

Nach einer schönen Abfahrt durch Freybouse hinunter auf die D674 ging's dann raus aus dem Einzugsbereich der "deutschen Nied" wieder rüber in Richtung Albetal.

In Hellimer überquerte ich die Zelle, einen Nebenfluß der Albe, und dieselbe kurz danach erstmal in Nelling, dann ging's hoch nach Insming und wieder runter über die Albe zwischen Kappelkinger und Überkinger.

Das Schöne an der Gegend: Richtig flach ist's nicht, es gibt schon Wellen und sogar einige kurze, knackige Anstiege, aber insgesamt rollt es richtig gut. Ich hatte einen Schnitt von über 29 km/h.

Langsam nahte der Abend kurz vor Hirbach
Nun ging es langsam zurück in Richtung Mutterbach, ich wollte dann über den Radweg zwischen Grundviller und Hambach. Es wurde auch langsam dunkel, aber nicht schlimm - Beleuchtung hatte ich ja dabei. So ging's dann über die Rue principale entlang des Étang de Hirbach durch den gleichnamigen Weiler und weiter nach Rémering-lès-Puttelange, wo ich wieder auf den Hinweg traf und diesem bis nach Grundviller folgte, dann ging's über den Radweg entlang und unter der A4 durch nach Hambach, wo ich kurz Pause machte und die Lampen montierte.

Der Rest war einfach: Hambach, Roth, die Rue de la Montagne runter nach Sarreguemines und dann immer entlang der Haupstraße (an den Leinpfad fuhr ich nicht mehr) in Richtung Record.

Am Ende schöne 102,3 km in 3:30h. Mit 242 Watt im Schnitt (257 normalisiert) hab ich mich schon schön ausgepowert, aber nicht entleibt. Wie immer ein sehr befriedigendes Erlebnis! Und endlich die 5.000 km mit dem Rennrad für 2017 voll. Insgesamt (mit Laufen und MTB) sind's noch 150 bis zu den 7.000!











Dienstag, 10. Oktober 2017

Wollte ich immer schon mal machen... #NonnweilerTalsperre


Been there, done that


Endlich mal um die Nonnweiler Talsperre gelaufen


Heute hab ich endlich mal was gemacht, was ich schon lange vorhatte: Einmal rund um die Nonnweiler Primstalsperre laufen.

Bei km 1,5: Toller Blick auf den Stausee
Die Nonnweiler Talsperre bei Nonnweiler bzw. Züsch/Neuhütten (Landkreis Trier-Saarburg) entstand durch die Stauung von Prims und Allbach.

Das Wasservolumen des Stausees beträgt etwa 20 Mio m³, die Oberfläche ca. 1 km².

Damit ist sie der größte Wasserspeicher im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Der Rundweg um die Talsperre hat eine Länge von 12 km.

1996 wurde auf diesem Rundweg von einer Arbeitsgruppe des Gymnasiums Birkenfeld (Nahe) ein Planetenwanderweg angelegt.


Der Blick von oben (Quelle: Saarbrücker Zeitung)
Unser Sonnensystem ist dort im Maßstab von 1:1-Milliarde abgebildet.

Mit etwa vierfacher Lichtgeschwindigkeit kann man vom Modell der Sonne zu den Planeten Merkur, Venus, Erde, Mars usw. bis zum Zwergplaneten Pluto wandern, der sich in einer Entfernung von 5,9 km vom Ausgangspunkt am Staudamm befindet.

An beiden Zuläufen gibt es Vorsperren mit Gewichtsstaumauern aus Beton.


Die Nonnweiler Talsperre liegt im Gebiet des Naturparks Saar-Hunsrück.

Ganz in der Nähe befindet sich auch der Ringwall von Otzenhausen.

Seit 2014 grenzt im Osten auch der Nationalpark Hunsrück-Hochwald an die Talsperre. (Quelle: Wikipedia)
Der Primsarm oberhalb der Vorsperre

Ich parkte das Auto etwas unterhalb des Wasserniveaus der Sperre und hatte daher erstmal ca. 500m bergauf zu laufen.

Daher ließ ich es ruhig angehen. Oben auf der Krone ging's ne Zeitlang flach, aber dann folgte bis zum Ende des ersten Kilometers wieder ein Anstieg.

Von daher waren die knapp unter 6 min auf den ersten Kilometer ok. Die beiden nächsten Kilometer, auf denen es leicht bergab ging, bis ich wieder auf Seeniveau war, liefen beide unter 5 min.

Auf diesem Teil der Strecke ist die Aussicht auf den See phänomenal. Man erkennt gut die beiden Arme der Prims bzw. des Allbachs. Danach geht's weiter, aber nicht flach, wie man vielleicht glauben könnte. Die Strecke ist die ganze Zeit mehr oder weniger wellig.

Die letzte Wende am Einlauf des Allbachs in die Talsperre
Ich kam aber überraschend gut voran und lief mehr oder weniger regelmäßig um die 5:15/km, ohne mich großartig anzustrengen. Bei km 4,5 ging's über die erste Vorsperre am Primsarm, dann zurück zur "Zunge" des Stausees. Auch hier ist die Aussicht toll!

Bei km 8,3 lief ich an der zweiten Vorsperre vorbei, es ging aber noch ein wenig weiter nach Norden bis zum Einlauf des Allbachs, die Wende ist ohne Brücke ausgestaltet. Nun war ich auch schon mehr oder weniger auf der "Zielgeraden", es blieb nichtsdestotrotz wellig. Nachdem ich zwischenzeitlich ein wenig Tempo rausgenommen hatte, wurde ich auf den letzten drei Kilometern wieder etwas schneller und vollendete die Runde bei km 13, danach ging's auf den letzten 500m nur noch bergab zum Auto, da konnte ich mich schon gut erholen.

Eine tolle Runde! Die lauf ich irgendwann mal wieder!





Samstag, 7. Oktober 2017

Henschtalrunde mit viel Wind


Berge, Wind, und wenig Lust - Herbst halt...

Trotzdem am Ende eine manierliche Runde!

 

Aus dem Henschtal hoch
Heute hatte ich wirklich sowas von keine Lust, aber zwang mich regelrecht zum Radfahren. Ich nahm's daher auch relativ locker und fuhr ohne große Anstrengung zunächst mal das Oster- und dann das Schönbachtal hoch, bis ich hinter Breitenbach Richtung Altenkirchen abbog und dann das Kohlbachtal hinab bis kurz vor Paulengrund fuhr. Mittlerweile war ich ordentlich warmgefahren und ein wenig angriffslustig.

Der Brücker Stich - eine 700m lange Steigung mit 5% im Schnitt, allerdings zum Ende hin immer steiler werdend - hatte es mir schon lange angetan. Meine Bestzeit dort war eine eher mickrige 2:09, heute wollte ich mal voll attackieren und nach Möglichkeit unter 1:30 fahren. Klappte sogar! Mit 1:27 und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h (bei fast 550 Watt Leistung im Schnitt) schaffte ich es bis auf Platz 3 (von bisher 111 Fahrern) der KOM dort. Holla!

Blick von der Höhe über Henschtal Richtung Martinshöhe
Oben gönnte ich mir eine kleine Pause, dann ging's weiter durch Brücken und rüber nach Steinbach am Glan ins Henschbachtal. Dort fuhr ich (erstmals) den Anstieg in der Grubenstraße hoch, wodurch ich auf den Höhenweg zwischen Bösborn und Glan-Münchweiler kam, der das Henschbachtal vom Glantal trennt.

In Richtung Henschtal fuhr ich dann die Abfahrt, die ich wohl auch unbedingt mal andersherum werde fahren müssen - das ist gewiss ein toller, fordernder Anstieg, 1,4 km mit 8-9% im Schnitt.

Dann ging's recht unspektakulär über Glan-Münchweiler, Nanzdietschweiler und Elschbach den "Standardheimweg" entlang, so dass ich über Schönenberg-Kübelberg, Waldmohr und Kleinottweiler sowie Bexbach und Wellesweiler nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden wieder zuhause war.

Auf meiner "Uhr" für 2017 standen somit 200 Radstunden, davon fast 174 auf dem Rennrad, in denen ich nun fast 5000 Kilometer in 60 Aktivitäten zurückgelegt habe. Die nächste Tour wird also Jubiläum sein - da muss dann schon ein Granfondo her. Ich hab da so eine Idee mit der Ligne maginot aquatique - mal sehen...