Dienstag, 19. Mai 2015

Morgenlauf auf teils neuen Pfaden

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Morgenlauf auf teils neuen Pfaden


Heute morgen probierte ich mal was aus, was ich schon immer wollte - ein kleines Pfädchen im Wald bei Menschenhaus, das mich dann doch an einen bekannten Ort führte. Ansonsten: Der typische Leistungsabfall, der mit der Regenerationspause so einhergeht (seit dem Marathon am 20.04. war ich nur viermal, insgesamt 38 km, laufen gewesen), aber den ich gern in Kauf nehme

An der Quelle des Erlenbrunnenbachs (km 3,2)
Von daheim lief ich in den Beckerwald, dann Richtung Furpach auf der Kirschenallee und runter an die Quelle des Erlenbrunnenbaches.

Danach ging's hoch auf der Strecke des Ferraro-Gutsweiherlaufes bis zur L113 und darüber, ehe ich eine neue Strecke ausprobierte, die ich bisher noch nie gelaufen war: Ab km 4,3 ging's nicht wie gewohnt parallel zur L113 nahe des Waldrandes vorbei, sondern runter ins Tal des Kleberbaches.

Ich kam an einer der beiden Quellen raus, brauchte einen kurzen Moment, um mich zu orientieren, ehe ich den Pfad erkannte, auf dem ich war, und lief dann den Kleberbach hoch in Richtung Holzlager.

Von da an ging's auf demselben Weg zurück, wie ich gekommen war. Mein Puls war doch ein paar Schläge höher, als ich mir das vorgestellt hatte, da ich "nur" einen Schnitt von 5:50/km lief.

Mein VO²Max ist seit Boston von 54 auf 51 gefallen, damit rutsche ich aus der Kategorie 2 in die 3 ab (von 6), aber damit kann ich im Moment gut leben. Mein Knie erholt sich jedenfalls und ist mir für das Wenigerlaufen auch dankbar.

In den nächsten Wochen wird's laufmäßig eher locker weitergehen, lieber fahr ich etwas mehr Rad. Mal sehen, was das zweite Halbjahr noch so bringt...



Sonntag, 17. Mai 2015

Vater-Tochter-Lauf im Kohlhöfer Wald

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Auf alten Pfaden unterwegs


Heute morgen hat mich meine Tochter Annabelle zum gemeinsamen Laufen überredet - eine gute Entscheidung!

Kurz vorm Bielersweiher nach 5,7 km
Wir liefen ab dem Parkplatz am Ortsausgang Kohlhof, auf Pfaden, die ich früher, als wir noch auf dem Kohlhof wohnten, fast täglich gelaufen war. Das war richtig klasse.

Es ging den Grenzsteinweg hoch, bis an die L113, dann zurück ins Tal des Bielersweihers und vorbei an der Klinik Kohlhof zurück zum Start.

Annabelle machte eine gute Figur, wir liefen um die 6:30/km, sie konnte das Tempo, das sie ja auch selbst bestimmte, gut gehen und nach dem Motto: "Laufen, ohne zu schnaufen" durchziehen.

Das haben wir sicher nicht zum letzten Mal gemacht!


Samstag, 16. Mai 2015

In Mantes-La-Ville bei Freunden: Randonnée des Coteaux de la Seine





205 km und noch viel mehr


Auf Einladung der Freunde der Radsportabteilung vom Club Athletisme de Mantes-La-Ville (CAMV), dem Mehrspartensportverein unserer Partnerstadt im Yvelines 60 km westlich von Paris, fuhren wir am Mittwoch nachmittag in Neunkirchen los, um Donnerstags an der "Randonnée des Coteaux de la Seine" teilzunehmen, einer Rundfahrt, die mit einem Radmarathon bei einer RTF hierzulande vergleichbar ist

Unsere Truppe kurz vor der Abfahrt: v.l.n.r. Rolf Happel,
Peter Schmitt, Michael Hitzelberger, Beate Schneider,
Jörg Aumann und Peter Jung
Die über viele Jahrzehnte gewachsene und in den letzten Jahren wiedererstarkte Freundschaft zwischen den Neunkircher und Manteser Radfahrern, die mit zwei Vier-Tages-Fahrten des "Rathaus-Radler-Sparkassen-Teams" 2012 und 2013 begann und 2014 einen Gegenbesuch der CAMV-Truppe erfuhr, mündete schliesslich in der Einladung des CAMV an die Neunkircher, doch an ihrer Ranndonée teilzunehmen.

Es fanden sich schließlich fünf Männer aus der "Kerntruppe" und eine Frau, Beate Schneider, die bisher zwar noch nicht mit dabei war, aber als Mitglied des Städtepartnerschaftsvereins und geübte Radfahrerin bestens prädestiniert war, an der herausfordernden Runde durch die Seitentäler und Hügel seineabwärts von Mantes-La-Ville teilzunehmen.

Wir reisten Mittwochs nachmittags mit zwei Privat-PKW, bestückt mit je drei Passagieren und drei Rädern, an. Verkehrsmäßig gab es trotz Reisetag in Frankreich wenig Staus, und so waren wir nach fünfeinhalb Stunden Fahrt abends gegen 21.15 Uhr in Mantes-La-Ville. Flugs wurden die Gäste auf die Privatunterkünfte verteilt und alles vorbereitet für den folgenden Tag.

Auch kleinere und größere Probleme (einer hatte seine Schuhe vergessen, der andere eine defekte Schaltung) wurden durch großzügige Leihgaben unserer französischen Freunde, die keine Probleme kennen, nur Lösungen, behoben. So gingen wir gegen 07.30 Uhr bei bewölktem Himmel, aber trockener Straße, auf die Strecke.

Gasny im Tal der Epte von der
"Route des Crêtes" (D100) aus gesehen
Über Mantes-La-Jolie und die dortige Seine-Brücke kamen wir auf die andere Seite des Flusses, und nach einigen Kilometern Einrollen wartete dann schon der erste Anstieg, wir übersprangen eine Landzunge in Richtung Saint-Martin La Garenne und waren dann wieder an der Seine, ehe es in Vétheuil zum ersten Mal richtig hoch ging.

Ungefähr 100 Höhenmeter wurden überwunden, und dann blieben wir eine Zeitlang auf der Höhe bei Chérence, der sogenannten "Route des Crêtes" und genossen wunderschöne Panoramen, teils hinunter ins Seinetal, teils rechts ins Tal des Nebenflusses Epte.

Es sollte einige Zeit dauern, bis wir den "großen Fluss" wieder zu sehen bekamen. Wir fuhren hinunter ins Tal der Epte, durch Gommecourt, überquerten die Epte und kamen ins Département Eure, es ging ein wenig auf und ab, und nach einer rasanten Abfahrt kamen wir nach 33 km wieder an die Seine bei Vernon.

Erste Kontrolle am Château de Gaillard in Les Andelys
Nun ging es erst mal 10 km durchs Seinetal bis Port-Mort, wo der nächste Anstieg wartete. An dessen Ende durchfuhren wir kilometerlang auf schmalsten Straßen einen zauberhaften Laubwald mit starkem Farnbewuchs, der richtig mystisch wirkte.

In Cléry ging's dann plötzlich scharf links, geradeaus stand ohnehin ein Stier auf der Straße, und in eine serpentinenreiche Abfahrt hinunter nach Vézillon, von da waren es nur noch wenige Kilometer nach Les Andelys, wo bei km 55 die erste Kontrollstelle war.

Der Ort ist wohl gewählt: Auf einem Felsvorsprung über der Seine ließ Richard Löwenherz, König von England und Herzog der Normandie, im 12. Jh. das Château Gaillard erbauen.

Die Burg wurde durch Philippe II. von Frankreich (1165–1223) im Jahr 1203 belagert und 1204 erobert, wodurch die Normandie an das Königreich Frankreich fiel. Im Hundertjährigen Krieg (1337–1453) wurde sie wieder genutzt und schließlich in der Regierungszeit Heinrichs IV. von Frankreich und Navarra (1589–1610) zerstört (Quelle: Wikipedia).

Die teilweise geschliffene Festung diente später Mönchen als Abtei und thront majestätisch über der Seine und den sich seineabwärts anschließenden riesigen Kalkfelsen.

In Lyons-La-Fôret, rechts kommt die Mannschaft
Nach der Kontrollstelle, wo wir uns ordentlich stärkten, ging es weiter in Richtung Norden, nach einem weiteren Anstieg passierten wir Écouis, ehe es wieder hinunterging ins Tal des Fouillebroc-Baches, wir fuhren der Quelle entgegen. Vorbei ging's dabei an der Abtei von Mortemer und immer weiter bergan in Richtung Lyons-La-Fôret, einem wunderschönen Dörfchen und gleichzeitig nördlichster Punkt der Runde. Hier waren wir der Normandie schon sehr nahe...

Dann ging es das Tal der Lieure hinab, und just an der Stelle, wo der Fouillebroc, dem wir vorher noch entgegen gefahren waren, von links kommend in die Lieure fließt, erklommen wir über die D11 wieder den Höhenzug und fuhren in südwestlicher Richtung Bacqueville.

Vorbei ging's am schönen Château de Bonnemare und wieder hinunter ins Tal der Andelle, einem schon etwas größeren Nebenfluss der Seine, der auch die Lieure aufnimmt. Hier, bei Radepont, hatten wir mit etwas über 100 km auf den Tachos also "Bergfest".

So ein Mittagessen lässt man sich gefallen!
Ein paar Kilometer fuhren wir talabwärts, dann ging's wieder hoch auf die Route de Flipou Richtung Vatteville und nach Dabeuf, unserer zweiten Kontrollstation. Dort oben blies der Wind schon heftig, und schlechtes Wetter drohte.

Wir schafften es aber noch trocken zur Kontrollstelle, wo es auch ein deftig-schmackhaftes Mittagessen samt Dessert und Kaffee gab.

Auch hier: Eine unglaublich tolle Atmosphäre, Freundlichkeit und Hingabe für die Sportler, die die Strapazen auf sich nehmen. Von dem leckeren selbstgebackenen Kuchen rede ich gar nicht erst.

Wir hätten noch stundenlang bleiben können, mussten aber los. Den ersten Schutt warteten wir ab, aber als es sich einregnete, fuhren wir dann doch weiter.

Wir sprangen wieder über eine Höhe, passierten Le Thuit und kamen wieder hinunter ins Tal der Seine in Richtung Les Andelys, diesmal von Norden.

Beate, Michael u. Peter vor der Rückkehr nach Les Andelys
Diesmal überquerten wir die Seine und wendeten uns wieder nordwestwärts, am Fluß entlang, und auch entlang der imposanten Kalkfelswände, die der Fluss in Zehntausenden von Jahren geschliffen hat.

Wir freuten uns schon auf den uns als letzten richtig heftig angekündigten Anstieg nach Les Venables, als etwas viel heftigeres auf uns zukam: Von jetzt auf gleich brauste heftiger Gegenwind auf, und eine Minute später hatte sich der leichte Dauerregen in einen wütenden Sturm verwandelt. Das ganze dauerte ungefähr zehn Minuten, während denen wir klatschnass wurden.

Im Anstieg nach Les Venables schlug zudem der Plattenteufel zu: Gleich zwei Platte hielten uns etwas auf, aber nachdem wir wieder auf den Höhen über dem Seinetal waren und die Route uns nach Südwesten führte, wurde der Himmel blauer und blauer, und just in dem Moment, als wir durch Fontaine-Heudebourg durch waren und das Tal der Eure erreicht hatten (die Richtungsänderung dort in Südwest versprach und hielt Rückenwind!), schien die Sonne und es wurde wärmer, so Richtung 14°C. Genau das hatten wir gebraucht!

Die Kapelle in Les Venables
So vergingen die nächsten 20-30 km wie im Flug. In Cocherel, bei km 162, überquerten wir die Eure und machten uns auf in den letzten richtigen Anstieg Richtung La Heunière/Douains, wo die letzte Kontrollstelle auf uns wartete. Unter großem Hallo begrüßten wir unsere Freunde vom CAMV, und dann machten wir uns auf die letzten 35 km - ein Kinderspiel!

Dachten wir. Denn nun schlug der Plattenteufel richtig zu. Auf den letzten 35 km hatten wir noch vier (!) Platte, also insgesamt sechs, dreimal sogar am selben Rad! Mit ein Grund: Der heftige Regen, der auch hier niedergegangen war, hatte von den Feldwegen jede Menge kleinstes Geröll auf die Straße gespült, und die scharfkantigen Kalkstückchen sind ganz schön gemein und beißen herzhaft zu.

Ohne die Hilfe von Herve und Norbert, die uns nach dem Abbau der Kontrollstelle nach dem ersten "Crevaison" trafen und fortan mit dem Auto begleiteten, hätten wir es wohl kaum vor Anbruch der Dunkelheit zurück nach Mantes-La-Ville geschafft.

Die abendliche Feier im Vereinsheim des CAMV
So aber kamen wir nach der Passage von Saint-Illiers-La-Ville, Rosny-sur-Seine und Bouchelay gegen 18.30 Uhr wohlbehalten zurück im Stade Aimé Bergal in Mantes-La-Ville an.

Später, nachdem wir alle geduscht und umgezogen waren, bereiteten uns unsere französischen Freunde noch einen tollen Grillabend mit einigen superleckeren selbstgebackenen Quiches und Tartes, wir erhielten den Pokal für die am weitesten angereiste Gruppe und feierten noch einige Stunden mit unseren Sportkameradinnen und -kameraden. Es war supertoll!

Die Ranndonée ist spektakulär und unbedingt zu empfehlen. Die Anstiege sind zahlreich, aber alle für geübte Rennradfahrer machbar, ohne dass man eine ausgemachte Bergziege sein muss.

Die Schablone für die Wegmarkierungen
Die Aussichten sind atemberaubend, und die Organisation des CAMV läßt keine Wünschen offen. Ein Beispiel gefällig?

Anstatt Schilder wie hierzulande verwendet der CAMV Schablonen und sprüht die Richtungsangaben auf die Straße.

So ist ein Verfahren fast unmöglich, und die Gefahr des absichtlichen Stehlens, Verdrehens oder Versetzens der Hinweissschilder durch "Witzbolde" ist gebannt. Tolle Idee!

Ein weiterer Vorteil: Man spart sich die zweite Fahrt zwecks Einsammeln der Schilder. In zwei-drei Monaten, je nachdem, wie oft es regnet, sind die Markierungen dann verschwunden. Mal sehen, ob wir Ähnliches auch mal im Saarland einführen können. Man wird ja alt wie eine Kuh und lernt immer noch dazu...

Am nächsten Morgen gab es eine herzige Verabschiedung, wir nutzten den Tag noch zu einem Besuch der Pariser Innenstadt und kehrten gegen 20 Uhr müde, aber glücklich heim nach Neunkirchen.

Merci à tous et à la prochaine! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen, hoffentlich schon nächstes Jahr bei einer RTF hier im Saarland...






Sonntag, 10. Mai 2015

RTF Oberbexbach, kurze Strecke

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Wertungskarten-Premiere


Meine erste RTF mit Wertungskarte (aus Nostalgiegründen sammele ich 2015 Punkte für meinen Heimatverein, den SRC Schwarzenholz) fuhr ich heute in Oberbexbach beim RV Blitz

RTF (Radtourenfahren) ist die bekannteste und am meisten verbreitete Veranstaltungsform des Radsports für Jedermann im Bund Deutscher Radfahrer (BDR). Ich bin auch schon in den letzten Jahren einige gefahren, auch über längere Strecken, aber immer ohne Wertungskarte. Das soll sich in diesem Jahr mal ändern, auch, damit ich mich selbst diszipliniere und öfter fahre.

Heute ging's wie gesagt zum RV Blitz Oberbexbach. Start und Ziel waren an der Grund- und Hauptschule in Oberbexbach (Am Kälberberg). Ich wäre gerne eine der längeren Strecken durch die reizvolle Landschaft des Glantals und seiner Nebentäler gefahren, aber ich hatte um 10 Uhr schon einen offiziellen Termin in Saarbrücken, also blieb mir nur die kurze Strecke, wenn das hinhauen sollte.

Am Ortsausgang Kleinottweiler
Punkt sieben Uhr stand ich in Oberbexbach auch am Start, ich war der vierte Rennradfahrer, der losrollte. Kurz nach Kleinottweiler überholte ich den ersten, in Waldmohr den zweiten, den dritten sah ich nicht mehr, er war wohl auf einer längeren Strecke unterwegs, und ich bog in Elschbach an der Kreuzung L357/L358/K1 links ab in Richtung Ziegelhütte/Hütschenhausen.

Die K1 zählt zu meinen Lieblingsteilstrecken. Man fährt dem Glan entgegen, obwohl der ja eigentlich aus dem Saarland in Richtung Pfalz fließt. Nur macht er halt bei Ziegelhütte eine Schleife zurück und fließt dann ab Elschbach gen Norden in Richtung Nantzdietschweiler.

Nur kurz vor Schluss hab ich mal zwei km gelutscht...
In Hütschenhausen ging's dann rechts in Richtung Hauptstuhl, wo auch die einzige Kontrollstelle für mich war (ich war logischerweise der erste, der dort ankam), und dann ging's auch schon zurück über Bruchmühlbach, Vogelbach und Sanddorf, Erbach und Bexbach zurück zum Start.

Nachdem ich die ganze Zeit allein war, genoss ich auf den letzten Kilometern das Ausruhen in einer Gruppe Bliesransbacher, die unterwegs zum Start waren.

Die Runde selbst fuhr ich mit einem Schnitt von über 30 km/h, den Rückweg lies ich aber ruhig angehen. Insgesamt aber schön hochfrequent gefahren (92 insgesamt im Schnitt, 93 auf der Runde), so sollte es sein.

Um 09.10 Uhr war ich wieder zuhause und konnte noch bequem duschen, mich umziehen und ab nach Saarbrücken. So kann der Sonntag gern öfter beginnen! Und die ersten zwei Punkte sind im Sack...



Freitag, 8. Mai 2015

Rund um den Schwarzenberg

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Erstmals wieder deutschen Boden unter den Füßen


Nach über zwei Wochen Laufpause und 17 Tage nach dem Boston-Marathon zog ich gestern erstmals wieder in Deutschland die Laufschuhe an.

Los ging's an der Sportschule

Während der Sohnemann mit dem SRB-Jugendkader an der Sportschule 90 Minuten Rücken- und Muskeltraining betrieb, lief ich einmal rund um den Schwarzenbergturm.

Ich liess es betont locker angehen und machte daher einen reinen Regenerationslauf - keine Sprints, keine Steigerungen, einfach "logga" durch den schönen Frühlingswald. Die ersten beiden km ging's ohnehin bergauf, das war schon anstrengend genug.

Mein Knie tut immer noch ein bisschen weh, aber laut Auskunft meines Orthopäden ist es absolut in Ordnung - halt wahrscheinlich immer noch ein wenig beleidigt, weshalb ich auch in absehbarer Zeit auf Laufwettkämpfe verzichten werde.

Toll zu laufen: Der rote Weg Richtung Scheidt
Ich lief zunächst nach dem Verlassen des Sportschulen-Geländes für einige Meter den Schwarzenberg-Hangweg, dann aber hoch in Richtung Schwarzenberg-Bad und dann den roten, ausgeschilderten Laufweg in Richtung Scheidt.

Die ersten beiden km ging's fast nur bergauf, dann aber schön kange flach und bergab, und der Puls beruhigte sich auf 125 Schläge - perfekt zur Regeneration.

Nach links gingen immer wieder Wege hoch in Richtung Schwarzenbergturm, aber ich widerstand der Versuchung, ihnen zu folgen.

Unten im Tal angekommen, ging es wieder Richtung Campus, vorbei an den Studentenwohnheimen  und dann am Audimax nochmal auf den Schwarzenberg-Hangweg bis zur Vollendung der Bergumrundung, dann zurück zum Start.

Blick auf Scheidt und das Scheidterbachtal
Nach ca. 45 Minuten war ich dann auch schon wieder zurück und musste so gar nicht mehr lange auf das Ende der Trainingseinheit meines Sohnes warten.

Schöner, ruhiger Lauf, nicht mal das Knie hat gezwickt.

Auf diese Art werde ich in den nächsten Wochen öfter unterwegs sein. Entschleunigung tut auch mal gut...



Donnerstag, 7. Mai 2015

Mittwochabendrunde auf die Wattweiler Höhe

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Immer wieder Mittwochs


Zum ersten Mal in diesem Jahr, von den Laufverpflichtungen befreit, schaffte ich es zur Mittwochsabendsausfahrt der "Seniorenrunde". Stress geht anders. Schön war's!

Elmar vor einem Rapsfeld kurz vor Wattweiler
Elmar und Martin hatten mir echt gefehlt in den letzten Wochen. Noch gar nicht in 2015 war ich dazu gekommen, unsere geliebte Mittwochsabendsausfahrt mit den beiden zu bestreiten. Und nach dem Boston-Marathon war erstmal Stadtrat, so dass das für Elmar und mich sowieso flach fiel. Aber heute war's soweit!

Wir fuhren über Wellesweiler, Niederbexbach und Altstadt auf den Bliestalradweg und bei Ingweiler dann ins Schwarzbachtal. Der Gegenwind blies ganz schön heftig, aber als wir uns dann gen Osten wandten, war er bei weitem nicht mehr so schlimm.

Die einzige heftige Steigung aus Zweibrücken-Bubenhausen hoch auf die Höhen über Wattweiler liessen wir auch ruhig angehen. Oben blies der Wind nochmal heftig. In der Ferne über der Pfalz sahen wir ein schönes Unwetter, dass uns zum Glück verschonte.

In der Ferne Donnergrollen, bei uns Sonnenschein:
Die Wattweiler Höhe mit Blick Richtung Westpfalz
Dann ging's bergab in Richtung Webenheim, und über Blieskastel, Lautzkirchen und Kirkel zurück in Richtung Neunkirchen.

Wir feierten dann auch noch Hasenthalbrückenpremiere, was uns alle natürlich freute, ehe sich die Wege trennten und jeder gen Heimat fuhr. Elmar drängelte ein wenig, weil er unbedingt zum Anpfiff des Bayern-Spiels in Barcelona daheim sein wollte. Das klappte, aber das war wohl alles, was für die Bayern-Fans an diesem Abend nach Plan lief...

Hat jedenfalls Spaß gemacht!

Sonntag, 3. Mai 2015

Neunkirchen - Weselberg (EZF) - Schopp (WorldKlapp) - Neunkirchen

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Back in the saddle again...



Abgesehen von dem lockeren Lauf im Central Park Donnerstag letzte Woche war das heute meine erste sportliche Aktivität seit dem Boston-Marathon am 20.04.2015. Vielleicht ein bißchen viel für den Anfang, aber nach einem heißen Bad und zwei Stunden Couch fühle ich mich jetzt nicht mehr ganz so kaputt wie beim Heimkommen.

Dreckschweine! Eine andere Bezeichnung
fällt mir für Raucher, die ihre Kippen durchs
Seitenfenster "entsorgen", leider nicht ein.
Morgens gegen zehn ging's unter Begleitung von Jan-Robin los in Richtung Weselberg, wo die vom Pfälzischen und Saarländischen Radfahrer-Bund gemeinsam veranstalteten Landesmeisterschaften im Einzelzeitfahren stattfanden. Als SRB-Präsident war ich dort auch gefragt - Gespräche mit den Kollegen waren zu führen und Siegerehrungen waren vorzunehmen, alles gemeinsam mit meinen Präsidiumskollegen, die ebenfalls zahlreich vor Ort waren.

Wir fuhren über Wellesweiler, Bexbach und Jägersburg in die Pfalz, dann über Waldmohr, Schöneberg-Kübelberg und Hütschenhausen durch die Kaiserslauterer Senke an den Fuß der Sickinger Höhe bzw. des Zweibrücker Westrich, die Landschaft, die das Einzugsgebiet des Glan (Nahe) von dem des Schwarzbachs (Blies) trennt. Das Tempo war gemäßigt, es lagen ja noch einige Kilometer vor uns, wir wollten nicht überpacen.

Kurz vor Landstuhl ging's dann bergauf in Richtung L470, vorbei an einigen Einrichtungen der U.S.-Streitkräfte, u.a. der LRMC Physical Medicine Clinic, dann oben in Landstuhl auf die K60 Richtung Weselberg.

Hier befuhren wir auch die Rennstrecke des Sonntags stattfindenden Landesmeisterschaften Einer Straße - ein eklig langer Anstieg, der gerade im Rennbetrieb den Sportlern einiges abverlangt.

Die Sickinger Höhe von Miesau aus gesehen
Jan-Robin am Fuß der Sickinger Höhe (L395/L470)

In Weselberg angekommen, sahen wir uns ein paar Stunden lang die Wettkämpfe an, ich führte einige Ehrungen durch (nochmal Glückwunsch an alle Saarlandmeister und Podestgewinner!), Jan-Robin trennte sich hier von mir und fuhr schon etwas früher mit Thomas Roth und Marcus Rinke weiter nach Schopp und dann heim.

Auch ich fuhr später noch nach Schopp, um ein weltsportliches Highlight nicht zu verpassen: Die 24 Heures Le Schopp - die offiziell-inoffizielle Weltmeisterschaft im Klappradfahren.

Mit am Start mein alter Kumpel Berthold "Ironbart" Balg, Hawaii-Finisher, Ausdauermaschine und Ex-Nationalhoffnung im Fußballtor, der seine Talente nun auf dem Klapprad auslebt - jedenfalls solange, bis irgendeinem noch was Skurrileres einfällt!

Mit seinem Team "Early4Birds" belegte er nach einem taktisch ausgefeilten, fulminanten Finale unter 39 Mannschaften den dritten Platz. Glückwunsch!

Nach Schopp war ich nach einer Abfahrt ins Steinalbtal nach Linden gelangt, danach ging's natürlich wieder hoch, um über Krickenbach und die eklige Steigung dorthin ins Tal der Moosalbe zu gelangen, wo Schopp liegt, an der B270.

Mit dem Siegerpodest der U13.
Glückwunsch an Guliano, Hendrik und Jan-Ole!
Dieser kurze Ausflug ins Pfälzer Holzland an den Hängen des mittleren Pfälzerwaldes war aber schon ein rechter Umweg, bis Abend rechnete ich so doch mit fast 130 km.

Danach musste es also langsam Richtung Heimat gehen. Schon 65 km in den Beinen und zweimal gestoppt, das war nicht so optimal.

Die Strampler wurden schwer, ich pedalierte mit hoher Trittfrequenz in Richtung Waldfischbach-Burgalben und dann durchs Schwarzbachtal.

In Thaleischweiler-Fröschen gönnte ich mir ein leckeres Spaghettieis, aber das sollte dann mein letzter Stopp werden.

Mit Ironbart in Schopp. Ohne Bart kein Start!
Ich warf danach den Autopiloten an und fuhr im Nähmaschinenmodus mit einer 95-100er Trittfrequenz das Schwarzbachtal hinab in Richtung Zweibrücken, dann über Wörschweiler und Limbach nach Hause.

Puh! Das war ganz schön hart. Aber ein schönes Bad, etwas Ruhe und Pflege mit den hervorragenden Allgäuer Latschenkiefer-Produkten (Mobil-Gel heißt zurecht so!) brachten mich bis zum Abend wieder ins Lot.

Für den (Wieder-)Anfang war das mal gar nicht so schlecht!