Sonntag, 1. Mai 2016

RTF Homburg 150 km




Erste RTF 2016 - hart war's!

Wetterkapriolen am 01. Mai - und dann insgesamt fast 170 km mit viel Auf und Ab - Puh!


Kontrolle eins bei Blickweiler
Auf die Homburger RTF hatte ich mich schon lange gefreut. Trotz meiner relativen "Unfitness" hatte ich mir fest vorgenommen, die "Scharte" von 2014 auszumerzen, als ich nach etwas über 40 km RTF und 60 km insgesamt übel gestürzt war (wenn auch in die weiche Wiese) und mir das halbe Kreuz komplett "verschammeriert" hatte.

Morgens um 07.20 Uhr ging's los, und es regnete übelst, bis ich nach ca. 10 min. in Furpach am Treffpunkt war. Da hörte es zwar auf, aber Peter war der einzige, der kam, und so fuhren wir gemeinsam zum Start. Die Straße war immer noch nass (auch noch während der nächsten zwei Stunden), aber in Homburg trafen wir drei Jungs unseres Triathlonvereins "Dreikraft" Neunkirchen, so dass wir mit einer Fünfer-Gruppe die 150 km in Angriff nahmen.

Das Team bei Kontrolle zwei in Brenschelbach
Die ersten 30-40 km waren unspektakulär, ein Platter in der Gruppe, aber ansonsten "easy going", ich fuhr viel vorne und fühlte mich auch gut. Am ersten echten Anstieg in Gersheim Richtung Medelsheim musste Peter ein wenig abreissen lassen, ich wartete auf ihn, als einige Überherrner Jungs uns auffuhren. Nachdem wir die anderen in Peppenkum wieder trafen, fuhren wir von da an gemeinsam weiter.

Kurz nach Grenzübertritt im oberen Bickenalbtal ließ Peter aber dann endgültig abreißen. Er war nach einem harten Wettkampf am Vorsonntag und einer pausenarmen Woche ohnehin skeptisch gewesen und entschloss sich, abzukürzen. Nachdem ich auf ihn gewartet hatte, jagte ich den anderen hinterher, die ich schliesslich an der zweiten Kontrollstelle in Brenschelbach wieder traf.

Dort warteten wir alle noch auf Peter, und jetzt, da die Sonne rausgekommen war, bot sich noch die Gelegenheit für ein schönes Gruppenfoto...

Das Bickenalbtal zwischen Mittelbach und Altheim
Ein Überherrner stieg noch zu und "ersetzte" quasi Peter, dann ging's über Schweyen und Rolbing ins Hornbachtal, ab Waldhousse spannte sich Christian vor den Zug und dieselte mit 35 km/h Richtung Bitche. Alle anderen klemmten sich hintendran. Und los ging die wilde Fahrt! Das hat richtig Spass gemacht, mittlerweile schien die Sonne, die Straße war trocken, alles super!

Dann ging's bergauf auf die Höhe nah der "Ferme du Gendersberg" und wieder runter ins Breidenbachtal, ab Breidenbach wieder hoch Richtung Loutzviller. Ich fing da an, ein wenig zu schwächeln, konnte aber den Anschluss noch halten.

Mit Christian zwischen Seyweiler und Walsheim
Wieder in Brenschelbach bei Kontrolle Nr. 3 waren wir wieder alle zusammen, aber nach Hornbach flog die Gruppe doch ein wenig auseinander, die Dreikraft-Jungs waren einfach zu gut drauf. Ich hielt mich bei den Überherrnern, und zusammen ging's über Altheim, Pinningen, Seyweiler, Walsheim und Gersheim (nachher war ich nur noch mit Christian, aber selbst so fertig, dass ich mich nur noch in seinen Windschatten retten konnte).

Über Wolfersheim ging's zur letzten Kontrolle nach Blickweiler. Christian wollte auf seine Jungs warten, ich musste aber heim und war daher froh, dass ich die Dreikraftler gerade noch erwischte. Allein im Wind hätte ich es kaum noch geschafft.

Wieder sauber...
Über Blieskastel, Lautzkirchen, Wörschweiler, Beeden und Homburg ging's zurück nach Erbach. Nach insgesamt 6:15h auf dem Rad war ich froh, dass Sebastian mich mit dem Auto zurück bringen konnte.

Ein schöner Sonntag, der zwar eklig begann, aber toll endete! Abends wurde die "schwarze Dame" noch einer gründlichen Reinigung unterzogen. Das hatte sie aber auch bitter nötig gehabt.

Auch wenn am Ende die Sonne geschienen hatte - der Morgen war ja weniger erbaulich gewesen, und so war dann doch einiges zu tun, damit das Rad wieder gut aussah. Aber das gehört dazu, wenn man RTF fährt.

Donnerstag, 28. April 2016

Eine Stunde Qual - fast





Langsam pendelt sich's ein...


Dritter Lauf auf der "neuen" Standardstrecke


Der verlängerte Römerweg in Spiesen

Normalerweise versuche ich beim Radfahren wie beim Laufen, mir immer wieder neue Strecken auszudenken bzw. auszusuchen. Ab und an aber laufe ich, vor allem nach längeren Pausen, ein und dieselbe Strecke mehrmals, auch, um zu sehen, wie sich die Form entwickelt.

Seit einigen Wochen fühle ich mich ein wenig unfit, habe Probleme mit der Wirbelsäule und den Bronchien, und das merke ich vor allem beim Laufen. Aber heute ging es ganz gut, wenigstens ein Schnitt nahe der 5:30/km auf der zugegebenermaßen doch recht fordernden Strecke zwischen Spiesen, Beckerwald, CFK, Kleberbachtal, Holzlagerplatz und Franzosenweg.

Mal sehen, was sich die nächsten Wochen so entwickelt...



Samstag, 23. April 2016

Sanssouci







Sanssouci



Hier ist der Frühling schon da!



Am Grünen Gitter
Um kurz nach sechs Uhr klingelte der Wecker in meinem Hotelzimmer am Luisenplatz in Potsdam.

Bevor mit der Fortsetzung der Antragsberatungen ab 9 Uhr die SGK-Bundesdelegiertenkonferenz mich wieder fordern würde, forderte ich mich erstmal selbst und quälte mich aus dem Bett - der erste Sieg des Tages!

Wenig später stand ich dann bei angenehmen 8°C und Sonnenschein vor dem Hotel und startete meinen Lauf in Richtung der "Allee nach Sanssouci".

Kurz danach lief ich durchs "Grüne Gitter" und befand mich auf dem Weg in Richtung Schloss.

Eine scharfe Rechtskurve folgte, dann sah ich bereits in ca. 500m Entfernung die berühmten Weinbergterrassen.

Das "Chinesische Haus"
Ich bog links auf den Ökonomieweg ab, lief vorbei am Chinesischen Haus, verließ den Ökonomieweg in Richtung Parkinneres und genoß den wunderschönen Park.

An den aufknospenden Bäumen sah man, dass der Frühling hier gegenüber dem Saarland mindestens zwei Wochen Vorsprung hat.

Es war auch wirklich äußerst angenehm, kein Wind, prima Laufklima. Aus den Berichten von zuhause hatte ich von schlechtem Wetter erfahren, Regen, Wind, kalt und weitere Horrorstories. Davon konnte hier überhaupt keine Rede sein. Diesbezüglich hatte ich wirklich Glück und wußte das auch zu schätzen.

Die Form stimmte ebenfalls. Zeiten knapp über 5:10/km bei Puls mitten im Bereich GA1 - das war schon richtig gut, und meine Stimmung hob sich dementsprechend. Es stellte sich ein richtiger "Flow" ein und ich genoß die verschlungenen Parkpfade noch mehr, als ich es ohnehin erwartet und erhofft hatte.

Das "Neue Palais" im Panoramablick
Kurz danach war ich auch schon am Freundschaftstempel und kam wieder zurück auf den Ökonomieweg, ehe ich dann zwischen dem "Neuen Palais" und der Colonnade auf dem Gebiet der Universität Potsdam nordwärts lief.

Für kurze Zeit verließ ich das Parkinnere und lief die Straße "Am neuen Palais" entlang, dann ging's rechts in die Maulbeerallee.

Aha! Daher das "Holländerviertel" in Potsdam...
Es ging wieder in den Park hinein. Ich lief den Lindstedter Weg entlang, vorbei am Botanischen Garten Potsdam in Richtung der Hauptallee, die ich dann entlanglief bis vor die Weinbergterrassen.

Aus dem Schwärmen kam ich gar nicht mehr heraus. Wenn ich hier leben würde, würde ich mindestens einmal täglich hier laufen!

So dachten offenbar mehr Menschen. Ich begegnete massenhaft Läufern und Spaziergängern, obwohl es doch noch recht früh am Tag war.

Nach etwas mehr als einer halben Stunde war ich wieder im Hotel und ließ mir nach einer ausgiebigen Dusche ein leckeres Frühstück schmecken. So kann der Tag immer beginnen!


Freitag, 22. April 2016

Potsdam: Holländerviertel - Marmorpalais - Glienicker Brücke - Park Babelsberg





Na also!


 Manchmal bewirkt ein Ortswechsel doch was - und flaches Profil...



Das Holländerviertel in Potsdam
Meine letzten beiden Lauf-Trainingseinheiten ließen mich ja schon daran zweifeln, ob ich jemals in meinem Leben wieder in der Lage sein würde, vernünftige Wettkampfleistungen zu erbringen. Nun denn, seit heute bin ich da wieder etwas optimistischer.

Als Delegierter der Saar-SGK (Sozialdemokatische Gemeinschaft für Kommunalpolitik) besuchte ich die Bundesdelegiertenversammlung in Potsdam. Die Beratungen endeten zeitig, und bis zur Abendveranstaltung war noch etwas Zeit.

So entschloss ich mich, noch ca. eine Stunde laufen zu gehen, und da ich mich in Potsdam von früheren Besuchen ein klein wenig auskenne, war die Route schnell geplant:

Am Heiligen See - im Hintergrund Schloss Cecilienhof
Durchs Holländerviertel, halb rund um den Heiligen See vorbei am Marmorpalais und dem Schloss Cecilienhof, die Schwanenallee entlang und über die Glienicker Brücke mit einem sehr kurzen Ausflug nach Berlin und dann rund um den Park Babelsberg und über die Havel zurück.

Es rollte von Beginn an gut, ich achtete darauf, dass ich möglichst unterhalb meiner GA2-Schwelle (143 bpm) blieb. Trotzdem war ich recht flott unterwegs.

Das Wetter war aber auch traumhaft, und die optischen Reize machten richtig Freude. Das Schöne am Laufen ist ja, dass man soviel mehr wahrnimmt, als wenn man mit dem Auto - oder auch mit dem Rennrad - unterwegs ist.

Über die Glienicker Brücke ging's auch
Und mir ging's auch während des Laufs richtig gut, trotz der Bronchienprobleme, die mich derzeit plagen und die auch mit Sicherheit ihre Ursache in dem einen oder anderen Teilchen haben, dass die Natur derzeit so streut. Solange ich laufe, ist das gar kein Problem.

Und es lief gut: Ich hatte ja früher schon mal geschrieben, dass mich die Gegend in und um Berlin irgendwie immer schneller macht. Das liegt nicht nur an dem brettflachen Terrain - aber sicher auch.

Eine kleine Erhebung gabs dann doch: Den "Eierberg" direkt neben dem "roten Haus" am Heiligen See. Auf 50m 10m Höhenunterschied!

Zufallstreffer: Mit Corinna am Luisenplatz. Toll!
Auf wechselndem Untergrund (Schotter, Asphalt, Kopfsteinpflaster) ging's dann bis zur Humboldtbrücke, wo ich dann zweimal "Treppe musste" - das hat aber die Beine gut durchgeschüttelt.

Danach war schon Auslaufen angesagt, als ich plötzlich und unerwartet eine liebe Freundin aus der Heimat traf. Das war nochmal ein schöner Abschluss eines sehr schönen Laufs!

Potsdam ist einfach ein Läuferparadies. Jede Menge tolle Panoramen, schöne, ruhige Wege und vor allem Verständnis für laufende Menschen und Radfahrer, einfach weil das hier dazugehört.

Morgen früh wird der Wecker zeitig gestellt, dann geht's wenigstens noch auf eine kleine Runde durch den Park Sanssouci! Man muss mitnehmen, was geht...













Donnerstag, 21. April 2016

Eine Stunde Qual, reloaded





Schlimmer geht immer



Langsam krieg ich Angst...




Ein alter Büroaphorismus sagt:

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: "Lächle und sei froh, es
könnte schlimmer kommen!", und ich lächelte und war froh, und es kam
schlimmer...!



So ging es mir heute. Vorgestern war ich zum ersten Mal eine 10,6-km-Runde gelaufen, die ich mir unter den Gesichtspunkten: "möglichst wenig flach, viel Auf und Ab, Großteil Cross und wenig Asphalt" zusammengestellt hatte - eine Stunde manierliche Belastung. Der Einstieg fiel mir schon schwer, aber die Einheit heute, die ich eigentlich besser erwartet hätte, war noch viel schwerer. Argh!

Abhaken, vergessen. Irgendwann wird's sicher besser. Am Wochenende geht's nach Potsdam, da sind die Wege flacher. Mal sehen...


Mittwoch, 20. April 2016

Eine Stunde Qual



Eine Stunde Qual


24 Tage nicht gelaufen - und das auch gemerkt...

 

Im Beckerwald bei Spiesen
Eigentlich ungewöhnlich - zwar habe ich in den letzten Wochen etwas Probleme mit der Muskulatur, und auch ab und an Anflüge von Bronchitis, aber sonst keinen richtigen Grund gehabt, nicht mal ein wenig zu laufen. Radgefahren bin ich ja genug. Nein, ich hatte einfach keine Lust.

Seit nunmehr zehn Jahren betreibe ich regelmäßig Ausdauersport, zunächst fast nur Radfahren, seit Ende 2008 laufe ich ernsthaft. Eins hab ich dabei gelernt: Wenn Du absolut keinen Antrieb verspürst, lass es.

Und so ging's mir in den letzten Wochen mit dem Laufen einfach. Nun war es endlich mal wieder soweit, dass ich wollte, also schnürte ich, kaum, dass ich von der Arbeit zuhause war, die Laufschuhe für eine 10-km-Runde.

Oben am Holzlagerplatz nahe der L113
Die Sonne schien, ich war motiviert - allein, ich kam schwer in Tritt. Der erste Kilometer in etwas mehr als 5:30/km, und ich huffte und puffte mehr, als es mir lieb war. Trotzdem schaffte ich es auf den nächsten beiden Kilometern, wo es auch etwas bergab ging, den Puls zu beruhigen.

Ich lief vorbei am Quellbereich des Spieser Mühlenbaches und hoch zum Holzlagerplatz, von dort zum CFK, runter ins Quelltal des Kleberbaches und wieder hoch zum Holzlagerplatz, aber auf die andere Seite.

Danach ging's über den Franzosenweg zurück nach Hause.

Genau eine Stunde war ich unterwegs gewesen - bzw. hatte mich mehr gequält als alles andere. Ein "Flow" stellte sich in keinem Fall ein. Aber das liegt offenbar wirklich an der langen Pause. Ich werde mich jetzt wohl doch wieder öfter selbst motivieren müssen, zu laufen. Dann wird das auch wieder...




Sonntag, 17. April 2016

CTF Tempo Hirzweiler  'Ochsentour' - nomen est omen




Auftakt der CTF/RTF-Saison


Bei der "Ochsentour" des RV Tempo Hirzweiler war der Name Programm



Am Sonntag nahm ich zum ersten Mal seit Jahren an einer CTF-Veranstaltung teil - es handelte sich um den Saisonstart der Reihe im Saarland, der RV Tempo Hirzweiler machte den Auftakt einer Reihe interessanter Touren, die demnächst ihre Fortsetzung in Niederlinxweiler, Saarlouis und Püttlingen finden - die gesamten Termine sind auf diesen Internetseiten des Saarländischen Radfahrer-Bundes zu finden.

Country-Tourenfahren ist die breitensportliche Variante - ohne Zeitnahme und Rangliste - des Tourenfahrens mit dem Geländerad (ATB, MTB), die jenseits des öffentlichen Straßenverkehrs durchgeführt wird.

Auf öffentlichen Feld- und Waldwegen verlaufen die Strecken, die von den Mitgliedsvereinen im SRB, aber auch außerhalb des Saarlandes im BDR unter Berücksichtigung der allgemeinen Naturschutzbestimmungen und der Umweltregeln des BDR besonders ausgesucht sind. Das Naturerlebnis steht bei dieser neuen Variante im Vordergrund; und  es möchte einen offensiven Beitrag gegen das "wilde" Biken quer durch Wald und Flur leisten.

Verschiedene Streckenlängen stehen den Startern zur Auswahl. Die kürzeren (bis 25 km) werden dabei meist über einfach zu befahrende und breite Wege geführt, sind also für Einsteiger und Familien geeignet.

Die längeren Strecken verlangen in der Regel schon mehr fahrerisches Können sowie Fahrradbeherrschung auf vergleichsweise unwegsamerem Terrain. Insgesamt sind alle Strecken mit den zuständigen Forstämtern abgestimmt. Wie beim Radtourenfahren (RTF) gibt es unterwegs Verpflegungs-, Sanitäts- und Pannenservice.

Einen wesentlichen Beitrag müssen jedoch alle Teilnehmer leisten: "Faires Fahren zu Natur und Umwelt". Besonders im Wald ist große Rücksicht auf andere Erholung suchende Mitmenschen zu nehmen (Wanderer, Reiter, Spaziergänger). Langsames Annähern und freundliches Grüßen sind ein Gebot der Höflichkeit und Sportlichkeit.

Technisch einwandfreie Räder und das Einhalten der gekennzeichneten Wege stellen ein unabdingbares Muss dar.

Auch die CTF in Hirzweiler bot verschiedene Längen an, drei standen zur Auswahl, ich ging auf die längste, mit weißen Pfeilen ausgeschilderte Strecke von 55 km.

Irgendwie kam ich aber an diesem Sonntag schlecht in die Gänge: Erst gegen 10.15 Uhr war ich eingeschrieben und abfahrbereit. Dank Scan & Bike, dem elektronischen Anmeldesystem für RTF- und CTF-Veranstaltungen, ging das ganz schnell.

Oberhalb der Tholeyer Straße war der erste Kontrollpunkt
Ein leichter Nieselregen begrüßte mich auf dem Weg raus aus der Halle. Und auf der Strecke ging es zunächst mal 2 km über Asphaltwege und immer schön bergauf. Als es das erste Mal "ins Gelände" ging, war ich also schon schön warm, und ich merkte auch gleich, dass ein später Start das ganze nicht einfacher macht: Meine "Vorfahrer" hatten schon ganz schöne Furchen gezogen.

Zunächst ging's auf einer kleinen Runde durch das Quellgebiet des Wustweiler Seelbaches, dann, zurück auf der Tholeyer Straße, dem mir schon aus Rennradtouren gut bekannten Verbindungsweg von  Urexweiler nach Hüttigweiler, just in diese Richtung.

Dann wandte sich die Strecke nach rechts in die Wälder zwischen Hüttigweiler und Wustweiler. Man "kratzt" dabei einmal kurz die Ortslage von Wustweiler, aber dann geht's auch gleich wieder in den Wald, mit viel Auf und Ab. Nach 8 km kann man, wenn man, aus dem Wald kommend, den Blick nach links wendet, die Statio Dominus Mundi sehen, einen quadratischen Sakral- und Kunstbau, der wie eine Festung auf einer Anhöhe thront.

Danach folgt eine längere Abfahrt ins Tal des Wustweiler Seelbaches, und man kommt kurz in den Ort, wo man den Bach überquert, die Jägerstraße wieder verläßt und sich in eine 1,5 km lange, immer steiler werdende Rampe hineinwindet, die fast 60 hm überwindet und überdies auf den letzten 200m auch noch sehr trailig wird. Das war die erste echte Prüfung des Tages!

Auch die nächsten sieben Kilometer oberhalb des Illtales, auf denen ich meist durch Wald, aber teilweise auch über offene Pläne fuhr, hatten es in sich - es ging oft und lange auf und ab, entlang des Dusterbaches und im Quellbereich seiner Nebenbäche. Zum Schluss wartet eine schwere, am Ende sehr matschige Steigung hoch zur Tholeyer Straße, die mir nochmal alles abverlangte.

Auf der Tholeyer Straße konnte ich mich dann kurz erholen, ehe es - zwar auf Asphaltplatten, aber sehr steil - bei km 19 zur ersten Kontrollstelle ging. Ich war froh über die kurze Pause und stärkte mich mit Marmorkuchen und Bananen.

Der Biberpfad oberhalb von Berschweiler...
Die nächsten 5 km begannen schwer - obwohl es zunächst leicht bergab ging, war doch die Strecke sehr verfahren und technisch schwierig, zumal tief. Hier oben in der Nähe des ehemaligen Munitionsdepots bedurfte es schon einiger technischer Fertigkeiten, mit denen ich im Vergleich zu geübten MTB-Fahrern nicht allzu reich gesegnet bin, aber ich kam zurecht. Danach wurde es leichter, es folgte eine schöne Abfahrt bis fast in die Dirminger Ortslage, oberhalb des Zusammenflußes von Aschbach und Ill. Dann ging's parallel zum Verlauf des Aschbachs hoch in Richtung Berschweiler. Ich überquerte den Kaselswaldbach und dann den Frankenbach - diese Überquerung verlangte mir technisch alles ab, man fährt mitten durchs Bachbett und dann direkt steil nach oben raus aus dem Kerbtal.

Was folgte, waren die knapp zwei schlimmsten Kilometer der ganzen Runde. Entlang des Biberpfades war der Schlamm knöcheltief, zudem der Boden extrem lehmig und voll mit Blättern. Trotz neuer Reifen mit gutem Profil - ich bekam fast keinen Grip. Zwei Tage Regen, nicht wenige Pferde und viele Fahrer vor mir an diesem Tag hatten da ganze Arbeit geleistet. Ich fluchte mehrfach in meinen nicht vorhandenen Bart und war froh, als ich wieder oberhalb des Frankenbachs war, den ich auf nun festeren Wegen seiner Quelle entgegen begleitete.

Fahrraddusche an der Dorfwaldhalle
Ich war nun wieder fast oben auf dem Höhenzug zwischen Alsbach- und Illtal und hatte "Bergfest", d.h. die Hälfte der Strecke hinter mir. Es ging nun über die L318 zwischen Marpingen und Urexweiler, dann durch den Härtelwald und schließlich vorbei am Keltenhof hoch auf die Rheinstraße, wo der zweite Kontrollpunkt bei km 35 wartete. Hier gab's leckere Käsestullen, persönlich zubereitet von den Inhabern der Schaukäserei Hirzweiler, und ich labte mich genussvoll.

Mittlerweile war die Sonne rausgekommen, und nicht nur dadurch ging es nun auf den schönsten Part der Strecke: Im Einzugsgebiet des Wurzelbachs ging es mehrfach über dessen Nebenbach, den Grießbach, kreuz und quer, auf und ab durch den schönen Nadelwald mit tollen Trails.

Schließlich überquerte ich, raus aus dem Wald, den Mühlbach und fuhr vorbei am Mariahof zwischen Erschbergbach und Furtbach den letzten langen Anstieg Richtung Habenichts hoch. Das ging nochmal kräftig in die Beine. Hier oben vereinigten sich dann die drei verschiedenen Strecken wieder und man kam durch Habenichts über die L130 auf die Höhe oberhalb von Mainzweiler, vorbei am Faulenberger Hof. Jetzt konnte ich das Ziel schon fast sehen.

Sauber! Jedenfalls ein wenig, die Endreinigung folgte später...
Einen kleinen Schlenker gab's noch: Kurz vor dem Ortseingang nach Hirzweiler verließ die Strecke die Faulenbergstraße und wandte sich in Richtung Fichtenhof, ehe es dann doch hinunter ins Tal der Ill ging. Angenehm: Überall waren Hinweisschilder auf den Themenweg "Rund ums liebe Vieh" mit der Bitte um Rücksichtnahme zwischen Radfahrern und Wanderern. Vorbildlich - nur so geht es.

Schließlich war ich dann schon im "Zielkanal": Entlang der Ill führte der Weg in die Hirzweilerer Ortslage, wo man dann den Fluß überquerte und zurück zur Dorfwaldhalle gelangte.

Auch sehr praktisch: Der RV Tempo Hirzweiler bietet den CTF-Fahrern eine "Fahrraddusche" an - nicht selbstverständlich, aber sehr hilfreich. So konnte ich meinen verschlammten Drahtesel wenigstens einigermaßen aufhübschen, bevor er im Kofferraum verschwand. Danach stärkte ich mich noch mit Kaffee und Kuchen und trat müde, aber zufrieden die Heimreise an.

Ein dickes Lob an den RV Tempo Hirzweiler und alle Sportkameraden dort: Die "Ochsentour" hat riesig Spaß gemacht. Gerne wieder!