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Freitag, 30. Dezember 2016

Zittertour an Glan und Oster #festive500 #stage6 #92%




Heute sollte der kälteste Tag des Monats werden - und so kam es auch. Einige unserer Kompagnons sagten uns auch ab, aber die Härtesten der Harten trafen sich um 10.20 Uhr in Wellesweiler an der Stengelkirche. Ich hatte nochmal beim Extremzwiebeling zugelegt: Zwei lange Hosen, zwei Paar Strümpfe, Neoprenüberschuhe, zwei lange Unterhemden, Winterjacke, dünne und dicke Handschuhe übereinander und Balaclava. Das war auch nötig!

Bei Gries blühten Eisblumen - im Nebel sieht man die Jungs...
Am Start waren schließlich Mark, Dieter, Andreas, Michael und ich. Es war deutlich unter 0°C, und die Sonne schaffte es zumindest in diesen tiefen Lagen nicht durch den Nebel. Wir fuhren über Bexbach und Jägersburg nach Waldmohr, dort probierten wir mal was Neues aus - über die Rathausstraße, den jungen Glan und die Wasserstraße hoch auf den Weg zwischen Schönenberg-Kübelberg und Waldziegelhütte. Hier, oberhalb von 330 m über N.N., zeigte sich dann auch kurz die Sonne!

Wir mussten dann leider wieder ins Tal des Klingbachs und kamen über Schmittweiler, den Radweg entlang des Kohlbachs, in den der Klingbach mündet, und schließlich durch die Ortsmitte von Schönenberg-Kübelberg an die nächste Steigung vom Kohlbach- ins Ohmbachtal rüber nach Brücken. Am Ortseingang suchten und fanden wir den Radweg durch das Ohmbachtal bis Gries und schwangen uns hinauf auf die Straße nach Börsborn.

Oberhalb von Börsborn - endlich Sonne!
Mark verließ uns hier und fuhr über Brücken, das Kohlbachtal hoch und dann rüber ins Schönbach- und Ostertal nach Hause. Wir verließen Börsborn und, oh Wunder, sahen ab dem Erreichen der 350-m-über-N.N.-Marke wieder die Sonne zwischen Börsborn und Glan-Münchweiler - wenn auch nur kurz. Direkt nach dem Überfahren des höchsten Punktes in der Abfahrt ins Glantal hatte uns der Nebel wieder - und damit die Temperaturen unter 0°C, während es in der Sonne wenigstens genau 0°C waren.

Wir mussten vorsichtig runterfahren - das erklärt auch den recht mäßigen Schnitt. Abfahrten konnte man bei dieser Rutschgefahr einfach nicht mit Tempo nehmen, Kurven schon gar nicht. So gelangten wir aber sturzfrei nach Glan-Münchweiler und sahen den Glan, den wir bei km 2 in Waldmohr letztmals gesehen hatten, diesmal so ca. bei km 30 wieder - wir begleiteten ihn für ca. acht Kilometer seines Laufs bis Theisbergsteigen.

Der Fotograf als Schatten, der Nebel wawert - kurz vor'm
"Haselrech", dem Grat zw. Börsborn und Glan-Münchweiler
Im Tal hatte uns die Kälte wieder. Auf den Handschuhen und in den Armbeugen blühten Eisblumen von der abweichenden Körperwärme! Wir fuhren erst hoch nach Haschbach und dann wieder runter nach Kusel, ehe es wieder hoch ging in Richtung Bledesbach - immer noch bei Nebel und deutlich unter 0°C. Das ging schon an die Substanz.

So entschlossen wir uns in Bledesbach, ein wenig abzukürzen. Anstatt den Bledesbach hoch- und nach der Kuppe wieder ins Ohmbachtal runterzufahren, um dann später durch Langenbach eben jenem Tal bis zum Ende auf die B420 zwischen Konken und Selchenbach zu folgen, fuhren wir gleich auf die eben genannte Bundesstraße. So sparten wir uns sieben Kilometer und ca. 200 Höhenmeter.

Oberhalb von Kusel - Dieter im Nebel, die Sonne kämpft...
Noch besser: Oben in Konken schien die Sonne - und verließ uns nicht mehr, sondern blieb auch später im Ostertal unterhalb der "magischen" Grenze von 330 m über N.N. noch eine Zeitlang bei uns. Das Saarland ist eben ein Sonnenland!

So kamen wir gut das Ostertal runter, erst ab Hangard wurde es wieder neblig und kalt. Michael, Andreas und Dieter fuhren die Rombach hoch, ich über Wiebelskirchen heim. Am Ende war bei mir echt der Akku alle.

Anyway: 460 der 500 notwendigen Kilometer sind abgespult, die restlichen 40 duddel ich morgen flach in ca. anderthalb Stunden - und wirklich nicht mehr, glaub ich. Dieses Jahr war's ohnehin eindeutig schwerer: Ich hab schon jetzt 800 Höhenmeter mehr als bei der "Rapha Festive 500" letztes Jahr - und das bei noch über 100 km weniger! Die Durchschnittstemperatur letztes Jahr war 8°C, dieses Jahr sind's 2°C...

Sonntag, 27. November 2016

In die kalde Palz...



Ausnahmsweise ließ der heutige Sonntag termintechnisch mal eine Radrunde zu - so fuhr ich mit Mark und Chris gegen 10:30 Uhr zum Rennradfahrer-Treffpunkt an den Parkplatz nahe der B423 an der Autobahnauffahrt 9 (Homburg/Saar) der A6. Wir waren überpünktlich, und langsam trudelten die Kollegen auch ein, so daß wir schließlich zu zwölft waren und uns mehr oder weniger demokratisch zu einem Ausflug in die Pfalz entschieden.

Es gibt kein schlechtes Wetter,
nur schlechte Kleidung!
Über Reiskirchen und Jägersburg gings nach und durch Waldmohr, ostwärts entlang des Eichelscheider Hofs und über den Glan nach Vogelbach und Bruchmühlbach, ehe wir in Hauptstuhl links abbogen und nach Hütschenhausen fuhren. Kurz vor Spesbach trennte ich mich von der Truppe, weil ich einigermaßen früh zu Hause sein wollte. Bis dahin war ich bequem mitgerollt, knapp eineinhalb Stunden mit einem 29er Schnitt und einem Durchschnittspuls von nur 114 - das Fahren in der Gruppe ist wirklich sehr chillig!

Apropos "chill" - es war schon kalt. Ich war zwar gut warm angezogen, aber man merkte, dass ein Hochdruckgebiet mit Kälte im Anmarsch ist. Ab nun war ich auf mich allein gestellt und merkte die Kälte noch stärker, obwohl ich nun wesentlich mehr Kraft investieren musste - zumal auch noch einige Hügel vor mir lagen.

Über die K4 fuhr ich nach Dietschweiler und dann hoch nach Börsborn - eine meiner Lieblingsstrecken. Von da ging's über Gries und Schönenberg-Kübelberg nach Waldmohr.

Die ganze Gruppe kurz vor Reiskirchen
So wie die Durchschnittsgeschwindigkeit sank, stieg der Puls. Ich merkte schon, dass ich in den letzten Monaten doch relativ wenige Radkilometer gesammelt hatte. So ließ ich es besonders in Steigungen eher ruhig angehen und rollte über Jägersburg, Bexbach und Wellesweiler Richtung Heimat. Ab Wellesweiler suchte ich auch die relativ flache, bliesnahe Route und kam gegen 13.30 Uhr zuhause an.

Schöne Tour, aber an meiner Radform werd ich noch arbeiten müssen. Diese Woche werd ich nicht allzuviel machen und mal sehen, was ich beim Nikolauslauf so bringe. Und irgendwann muss ich mich auch entscheiden: Entweder werd ich im Dezember mehr laufen und dann den Silvesterlauf richtig angehen, oder ich verlege mich aufs Radfahren und die "Rapha Festive 500". Hängt auch vom Wetter ab!