Posts mit dem Label Glan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Glan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 2. Januar 2021

Jahrespremiere


Mit dem Gravelbike durchs Mutterbachtal und den Glan hinauf

Schöner Start ins Radjahr - auch wenn's kalt war!



 

Zu meinen guten Vorsätzen im Jahr 2021 zählt auch, wieder mit dem Bloggen anzufangen. Nicht zwingend bei jeder einzelnen Laufrunde oder Ausfahrt mit dem Rad, aber zumindest bei denen, auf die ich auch selbst ab und an gern zurückblicke. Der Blog ist nämlich nicht nur für die Radfahrer vor allem unserer Region gedacht, die sich hier Anregungen holen können, sondern auch als eine Art Tagebuch für mich selbst.

Der schmale Pfad zur Hermannstraße hoch
Der schmale Pfad zur Hermannstraße hoch

Gerade in diesen Corona-Zeiten gewinnt die Entdeckung der eigenen Heimat und ihrer besonders sehenswerten Ecken neue Bedeutung. Vieles kann man mit dem Rad toll erkunden und erleben.

Und auch laufend gibt es jede Menge zu sehen, wenn man sich auch mal aus seiner Komfortzone raustraut und ein wenig auf Entdeckertour geht. Mir macht das jede Menge Freude, und da bin ich nicht allein

Daher an alle Altleser: Willkommen zurück, und an alle neuen: Viel Spaß!

Vor einigen Wochen bekam ich mein Gravelbike, das ich mir schon seit langer Zeit gewünscht hatte. Man könnte es auch "Querfeldeinrad" nennen, aber das hört sich nicht so sexy an, oder?

Nun: Es ist ein Rad, mit dem neben normalen Straßen auch unbefestigte Wege befahren kann - im engeren Sinne ein Rad für komfortables wie auch schnelles Fahren auf Kies und Schotter.

In der Ferne der schneebedeckte Höcherberg
Gerade im Winter ist es für mich die beste Option, weil ich mich in der Zeit wirklich nur ungern auf der Straße bewege. Das hat verschiedene Gründe, die schlechte Sichtbarkeit für Autofahrer (an der man natürlich auch selbst was machen kann, ordentliche Reflektoren an der Kleidung und vernünftige Belampung sind keine Kür, sondern Pflicht) und öfter und mehr Spritzwasser, das ich gar nicht mag, sind nur zwei Gründe. Das schöne ist vor allem, dass man viel Neues entdecken kann, gerade im Wald und auf Feldwegen. Die Kopfkarte wächst beträchtlich, und seit neuestem habe ich viel Freude an der App wandrer.earth, die es einem als Strava-Nutzer ermöglicht, auf der Karte genau zu sehen, ob man die befahrene(n) Strecke(n) irgendwann schon mal gefahren ist.

Der Plan heute: Erstmal Richtung Mutterbachquelle, dann den Mutterbach runter bis zur Mündung in die Blies, danach rüber nach Waldmohr, Sven besuchen und ein wenig auf Entdeckertour an den jungen Glan und auf die Südflanke des Höcherbergs.

Der Glan ca. 2,5 km unterhalb der Quellen

Ich startete über den Franzosenweg und begab mich dann in den Wald entlang der Hänge des oberen Kleberbachtals. Von der Waldstraße, die von Menschenhaus nach Rohrbach führt, bog ich recht bald nach links ab - eine gaaaanz lange gerade Strecke führt dort über zwei Wellen, u.a. das Tal des Mooswiesbachs, der direkt dem Mutterbach zufließt, in eben das Tal desselben.

An der Stelle, wo ich den Wald verließ, führte früher eine Brücke über die A6 in Richtung Kirkel - leider fiel sie Sparmaßnahmen zum Opfer und wurde vor einigen Jahren abgerissen.

Sowas wäre in "reicheren" Bundesländern nie vorgekommen - doppelt ärgerlich, weil hier eigentlich nur der Bund Geld spart. Für Menschen, denen Naherholung wichtig ist, ein bedauernswerter Verlust.

Ich fuhr in Richtung Rohrbach und dann nach links in die Unterführung unter der A6, kurz danach traf ich Martin, der mit dem MTB unterwegs war. Wir "sproochten" ein bisschen, dann ging's weiter wieder zurück Richtung Kirkel, vorbei am Bildungszentrum der Arbeitskammer und durchs Industriegebiet Waldstraße in Richtung Mutterbachtal, wobei ich einen kleinen Pfad fuhr, den ich bis dahin auch noch nicht gekannt hatte.

Doppelt hält besser...
... vor allem bei kalten Füßen!

Dann ging's zügig über feste Straßen in Richtung Norden, kurz vor Kleinottweiler konnte man den schneebedeckten Höcherberg gut sehen. Der Jägersburger Weiher war schön zugefroren, langsam merkte man dann doch, wie kalt es war. Ich war aber gut angezogen: Kurze und lange Radhose, zwei Paar Überschuhe (ein Paar mit Neopren), doppelte Handschuhe und doppelte Jacke, dazu Bandana um den Hals und eine warme Mütze. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unzureichende Bekleidung!

 

Bei Sven gab's für mich eine schöne Tasse Kaffee und für ihn ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk, dann ging's den Glan hinauf immer entlang des Flusses.

Im oberen Glantal war das Geläuf ziemlich fordernd...

Eine wunderschöne Strecke, die ich bisher noch niemals gefahren war. Ich wollte unbedingt bis zu der Stelle knapp unterhalb von Höchen fahren, die ich bereits von einem Lauf 2017 kannte, und dann über Höchen und Websweiler sowie den jungen Feilbach zum südlichen Ortsende von Frankenholz fahren. Auch hier war ich mit dem Rad noch nie gewesen.

Dann ging's nur noch über bekannte Straßen: Die Frankenholzer Straße runter nach Bexbach, Neunkircher Straße und Streitweg Richtung Wellesweiler (wo ich noch kurz beim Ortsvorsteher einkehrte) und dann (im Dunkeln, aber gut belampt) heim.

Schöne Runde, wenn auch das obere Glantal nicht unbedingt erste Wahl fürs Gravelbike ist, jedenfalls nicht zu dieser Jahreszeit (das ist dann doch eher MTB-Revier). Zuviel Matsch, zuviel Blätter, zu wenig Gripp mit dem "Kompromissprofil".

Aber die ganze Gegend dort mal wieder mit dem MTB zu bestreifen (sobald's etwas trockener ist) dürfte sicher reizvoll sein.








Freitag, 22. Februar 2019

Mit Martin um den Höcherberg


Schöne Höcherbergumrundung

 Mit Trailfuchs Martin Stauch um den höchsten Berg Neunkirchens

 

Lächelnd in Höchen!
Nach den zwei doch ermutigenden Läufen zu Beginn dieser Woche wollte ich heute mal wieder einen etwas längeren Lauf (15 km oder mehr) wagen und löste die schon lange erteilte Einladung meines Arbeitskollegen Martin Stauch ein, mit ihm mal um den Höcherberg zu laufen.

Ich kenne das Revier vor allem von zahlreichen Mountainbiketouren, einige neue Trails waren dann aber doch dabei.

Auch vom Tempo her konnte ich gegenüber den Läufen vom Sonntag und Montag ein wenig draufpacken, um den Preis eines höheren Pulses, aber das Laufen war trotzdem angenehm.

Martin und ich unterhielten uns auch die ganze Zeit, was ihm allerdings deutlich leichter fiel als mir. Auch die dezente, aber gnadenvolle Tempoentschärfung an der einen oder anderen Stelle habe ich dankbar registriert - und dass Martin versucht hat, es mich nicht merken zu lassen (wenn auch erfolglos) weiß ich sehr zu schätzen!

Den Trail den jungen Betzenbach oberhalb von Lautenbach hoch kannte ich noch nicht.

Blick auf Homburg/Saar
Hier hat mir der Kollege eine tolle Option eröffnet, entweder für zukünftige Läufe oder aber einfach mal mit dem Mountainbike.

Ich behaupte ja, dass ich mich in und um Neunkirchen recht gut auskenne, aber man lernt halt eben nie aus. Die Kopfkarte ist jedenfalls wieder ein wenig erweitert worden.

Eine schöne Runde mit atemberaubenden Panoramen und einer teilweise märchenhaften Landschaft. Das machen wir mal wieder, wenn ich ein wenig fitter bin. Versprochen!

Freitag, 22. September 2017

Pfalzrunde mit Dampf


Erst flach und schnell, dann ein paar Höhenmeter


Zweieinhalb Stunden in die Pfalz


Am Nachmittag, nachdem ich die letzten Wochen-Dienst-Termine hinter mich gebracht hatte (eine Abendveranstaltung stand noch aus) hatte ich noch drei Stunden Zeit zum Radfahren. Also rauf auf die Mühle und ab Richtung Pfalz!

Heute wollte ich mal die Verbindung von Elschbach nach Gries erkunden, samt dem Bereich, wo der Ohmbach in den Glan mündet. Der Glan fließt in der Gegend ja schon lustig: Von Waldmohr kommend erst ostwärts, unten um das Army-Depot bei Miesau herum, dann kommt bei Hütschenhausen eine 180°-Wendung in Nordrichtung und der Fluß fließt wieder stramm nach Westen, um dann bei Eltschbach das gleiche Spielchen nochmal umgekehrt zu vollziehen, indem er dort eine weitere 180°-Wende nach Nordosten hinlegt und sich nach Nantzdietschweiler begibt. Kurz vor der zweiten Wende fließt ihm dann der Ohmbach zu, nachdem er den Kohlbach schon kurz vor der ersten aufgenommen hat (der Kohlbach begrenzt das Army-Depot auf der Nordseite).

Der Glan bei Elschbach

Erstmal ging's mit Dampf, flach und unter gnädiger Windassistenz für mich ostwärts. Furpach, Limbach, Homburg, Bruchhof, Bruchmühlbach - nach etwas mehr als einer Stunde hatte ich einen Schnitt von 34 km/h!

Danach nahm ich ein bisschen raus. Über Hütschenhausen ging's dann entlang des Naturschutzgebietes "Glanniederung" (wunderschön!) nach Elschbach, wo ich versuchte, mich der Mündung des Ohmbachs in den Glan zu nähern - war leider, zumindest mit dem Rennrad, nicht möglich.

Nun nahm ich erstmals den Weg von Elschbach (Am Bahnhof) durch das Ohmbachtal nach Gries und entlang des Ohmbachsees unter die Räder - fährt sich sehr schön!

In Wiebelskirchen tanzen die Ziegen auf den Dächern!
Von Gries aus ging's dann über Brücken immer den Ohmbach hoch bis kurz vor Herrschweiler-Pettersheim und Krottelbach, wo ich einen schönen, mir bekannten Feldweg nahm, um rüber nach Altenkirchen zu kommen. Von da kommend fahr ich die Strecke nicht so oft, deshalb hab ich mich noch kurz in Richtung Frohnhofen verfranst, dann aber über Altenkirchen den einzigen richtigen Anstieg des Tages genommen - aus Altenkirchen raus 1,7 km mit 6% im Schnitt, um aus dem Einzugsgebiet des Kohlbachs (Glan) in das des Schönbachs (Blies) zu kommen.

Der Rest war fast nur noch Rollenlassen - mit einer Ausnahme. Aus Lautenbach raus probierte ich mal den asphaltierten Erschließungsweg zum Elchhof - lohnt sich! Schöne Aussicht auf den Höcherberg hat man von da.

Dann ging's über Fürth, Hangard und Wiebelskirchen nach Hause.


Mittwoch, 6. September 2017

Pfalzrunde mit Mark




Feierabendrunde in die Glan-Nebentäler


Gute zwei Stunden in die Pfalz - macht definitiv mehr Spaß als allein!


Heute passte es endlich mal wieder, dass Mark und ich zusammen  fahren konnten. Ich holte ihn am Wibilohaus in Wiebelskirchen ab, und dann ging's gemeinsam das Ostertal hoch, entgegen unserer sonstigen Gewohnheiten aber zunächst erstmal nach Fürth und dann erst ins Schönbachtal nach Lautenbach.

Zwischen Breitenbach und Frohnhofen
Danach übersprangen wir die Wasserscheide zwischen Blies und Glan und fuhren über Frohnhofen, Altenkirchen und Dittweiler das Kohlbachtal hinab bis zum Paulengrund.

Dort ging's dann über den Brücker Stich rüber ins Ohmbachtal, wo wir - für mich erstmals - die Straße zur Höhe zwischen Gries und Bösborn befuhren. Mark war die Strecke in der Gegenrichtung zwar schon mal gefahren, für mich war's aber eine definitive Premiere. Gut so - jetzt kenn ich die Gegend noch besser!

Dann ging's Richtung Gries zurück ins Ohmbachtal. Wir wollten aber noch mehr Neues ausprobieren und fuhren direkt nach der Überquerung des Ohmbachs wieder rechts - etwas zu früh, ein kleiner Fehler, den wir aber schnell ausbügelten, und dann waren wir auf der geplanten Route den Ziegelberg in Schönenberg hoch, vorbei am Funkturm auf einer gut ausgebauten asphaltierten Straße - die dann aber jäh endete.

Als ich die Route bei gpsies.com geplant hatte, war der Weg als "befestigt" ausgezeichnet gewesen - die Realität sah anders aus.
Schöner Blick vom Ziegelberg in Schönenberg auf Gries

Wir standen vor einer Wiese, die ich vorsichtig mit dem Rennrad abtastete und dann nach 200 Metern, als ich unten die B423 sah, für Mark, der oben wartete, freigab. Es ging noch ca. 200m über eine normalerweise nur mit dem Crossrad zu bewältigende Strecke, ehe wir wieder Asphalt unter den Reifen hatten.


Die Straße kann man schon fahren, die Ausblicke lohnen auch, aber statt sie bis zum Ende zu fahren, biegt man besser knapp einen Kilometer nach dem Ende der Ortsbebauung am Ziegelberg links ab - dann kommt man auf asphaltierten Wegen in der Schönenberger Bergstraße raus.

Der Rest war Standard - über Kübelberg, Waldmohr, Jägersburg, Kleinottweiler, Bexbach und Wellesweiler ging's nach Hause. Mark fuhr die Wellesweiler Straße entlang, ich durchs Wagwiesental. Am Ende schöne 64 km und wieder 'ne Menge gelernt!


Mittwoch, 10. Mai 2017

SaarPfalzPark - Glanquellen und zurück


Erkundungsläufe sind die schönsten Läufe!

Einfach mal Trails, Wege und Straßen erlaufen, wo man noch nie vorher war - das ist eigentlich mit das Schönste am Laufen. Deshalb bin ich heute zum zweiten Mal im Bereich Bexbach/Jägersburg unterwegs gewesen, um mir die Gegend um das ehemalige Munitionsdepot sowie das Quellgebiet des Glan mal genauer anzusehen.

Die Strecke zum ehemaligen Munitionsdepot
Das Profil war nicht gerade trivial - es ging ab Kilometer eins bis fünf bis auf einen kleinen Ablauf ins Glantal fast ausschließlich bergan. Aber das Wetter war super und die Strecke wunderschön und gut zu laufen.

Nach der Überquerung des Feilbachs lief ich rechts am Depot vorbei und war auch ganz schnell am Golfplatz. Am Ende eines Feldweges kreuzte ich die Strecke, die ich einige Tage zuvor gelaufen war, und lief hoch durch Websweiler nach Höchen, die Strecke kannte ich von vielen Radtouren.

Oben angekommen, ging's gleich steil runter ins Glantal, und dann links entlang des Bachlaufs bis zur Glanhalle in Höchen. Nahe dieser entspringt einer der vielen kleinen Bäche, die sich dann etwas weiter im Tal zum Glan vereinen - später sollte ich auch noch am kleinen und großen Pfaffenwaldbach vorbeikommen.

Der junge Glan
Aber erst ging's zum höchsten Punkt der Runde. Ich musste ganz schön schnaufen, aber dann war es endlich soweit, und der Ablauf begann.

Die Sonne schien durch junges Grün der Laubbäume dort, man erkannte gut die sich bildenden Bachgräben, und schnell war ich wieder am Glan, den ich durch teilweise sumpfiges Gebiet - die Bohlen, die dort zur Überwindung von Schlammlöchern ausgelegt waren, haben auch schon mal bessere Tage gesehen - zu einer Brücke bei Kilometer Acht herab lief.

Hier begann der vorherige Zwischenablauf zum einzig wirklich schwierigen Anstieg der zweiten Hälfte der Runde zu werden.

Am Golfplatz - hinten das Kraftwerk Bexbach
Nachdem ich den gemeistert hatte, lief ich wenige hundert Meter entlang des Herkunftsweges, ehe ich nahe dem Sportplatz Websweiler dann eine etwas andere Route auf der Westseite des Golfplatzareals wählte.

Als ich unten am Websweiler Hof, dem Vereinssitz, angekommen war, hatte ich den Golfplatz nahezu komplett umrundet. Ich überquerte des Felsbach und begann die letzten beiden Kilometer.

Nun ging es auf bereits vom letzten Lauf hier bekannten Pfaden zurück zum Startpunkt.

Knapp über eine Stunde, aber immerhin fast 300 Höhenmeter. Eine schöne Runde, und man sieht allerhand. Einfach mal nachlaufen!

Sonntag, 30. April 2017

#granfondo_2017_02 Baumholderrunde mit Mark und Sven


Back in the saddle!

Drei Monate und einen Tag nach meinem letzten Ausritt mit dem Rennrad stand heute das gloriose Comeback an - und es war eine Wonne, ich bin total zufrieden und erfüllt. Rennradfahren bei schönem Wetter in freier Natur auf nicht allzu stark befahrenen Straßen ist einfach eine der besten Dinge, die es gibt.

Sven (links) und Mark (rechts) am
Treffpunkt Eichelthaler Mühle
Eigentlich wollte ich es heute mal ganz ruhig angehen lassen und mit Martin und Elmar durch die Bliesauen cruisen, die eine oder andere Steigung mitnehmen, aber wie gesagt, locker.

Allerdings zwang mich das Taxiunternehmen, das ich - allerdings nur für Familienmitglieder - nebenberuflich betreibe, noch zu einem Einsatz, so dass ich erst später als geplant loskonnte.

So schloss ich mich Mark und seinem Kumpel Sven an, die in Richtung Baumholder wollten. Ich war noch nie mit dem Rad in Baumholder gewesen. Mark hatte zwar eine Granfondo-Fahrt angekündigt, aber "ruhig" und "gemütlich" - wie das so ist, wenn Rennradfahrer so rumlügen.

Auf dem Radweg von Lautenbach nach Dörrenbach
Ich traf Mark in Wiebelskirchen und gemeinsam fuhren wir - auf der Strecke, die demnächst auch die erste Etappe der Trofeo sein wird - über Hangard und die Hanauer Mühle das Schönbachtal hoch in Richtung Münchwies. An der Eichelthaler Mühle trafen wir dann Sven, und gemeinsam ging's dem Schönach entgegen in Richtung Lautenbach, dort dann auf den Saarland-Radweg nach Dörrenbach und dann das Ostertal hoch.

Wie immer spannte sich Mark vorne ein und machte die Lok. Versuche, ihn mal aus dem Wind zu holen, sind da sinnlos - auf dem Ohr ist er taub.

Sven war da etwas forscher als ich - er setzte sich einfach ab und an vor Mark und führte dann eben so. Ich habe in den vielen Jahren, wo ich jetzt Rennrad fahre, eigentlich gelernt, dass man solange führt, wie es entweder abgesprochen ist, und wenn es an einer solchen Absprache mangelt, eben so lange, wie man will oder kann.

Ortsausgang Oberkirchen Richtung Schwarzerden
Von daher war mein schlechtes Gewissen klein. Wichtig ist halt, dass man Positionswechsel in „gut laufenden“ Gruppe immer ansagt bzw. abspricht und möglichst ohne große Störung des Gruppentempos durchführt. Das klappte bei uns aber gut, wir waren ja auch nur zu dritt.

So rollten wir durch Oberkirchen und dort ging's dann rechts ab nach Schwarzerden, die letzte Bastion im Saarland, ehe wir nach Rheinland-Pfalz kamen. In dem Revier, das wir geraden befuhren, war ich mit dem Rennrad letztmals vor knapp zwei Jahren unterwegs, bei der RTF der Bike-Bären Niederlinxweiler - damals hatten wir hier die Strecke von Rückweiler bzw. Freisen kommend gekreuzt, ehe es dann wieder das Ostertal runter ging.

Die Burg Thallichtenberg
Wir waren nun unterwegs auf der Kuseler Straße (L349) in Richtung Thallichtenberg - die Strecke kannte ich bisher nur aus der Gegenrichtung, es rollte schön bergab, wir taten was für den Schnitt.

In Thallichtenberg wartete allerdings der längste Anstieg des Tages - die L176 hoch in Richtung Baumholder. Bei der oben erwähnten RTF waren wir die auch gefahren, allerdings nicht bis zum "Pass", sondern kurz vorher links in Richtung Fohren/Linden abgebogen. Diesmal ging's ganz hoch, ich setzte mich ein wenig ab und testete mal die Form am Berg. Ganz ok: 4,6 km mit 16 km/h, 250 Höhenmeter (5,5% gleichmäßige Steigung, der Schnitt ist daher valide), 250 Watt, Puls immer unter 150.

Auf der L176 nordwärts, im Hintergrund Baumholder
An der Abzweigung auf die L347 wartete ich - nur kurz - auf Mark und Sven, ehe es weiter in Richtung Baumholder ging.

Bekannt ist die Stadt Baumholder als eine der größten US-Garnisonen in Deutschland, die sich seit den 1950er Jahren auf dem Gelände des direkt an das Stadtgebiet angrenzenden Truppenübungsplatzes Baumholder entwickelt hat.

Baumholder liegt zwischen dem Hunsrück im Norden und dem Nordpfälzer Bergland im Süden unmittelbar auf einem Höhenzug, der die nördliche Grenze des Nordpfälzer Berglandes markiert.

Im Glantal nahe der Steinalpmündung (Rathsweiler)
Dieses Gebiet wird auch Westrich genannt. Die Landschaft um Baumholder ist durch zahlreiche Wiesen, Felder sowie Laub- und Mischwälder gekennzeichnet. Ein Großteil des angrenzenden Truppenübungsplatzes dient als Rückzugsgebiet für zahlreiche selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, wie beispielsweise Eisvogel, Luchs und Dachs, welche teilweise in der „Rote Liste gefährdeter Arten“ stehen.

Von der Stadt sahen wir nicht viel, es ging gleichnach dem Ortseingang nach Osten. Die letzten Kilometer hatten wir auf der Wasserscheide Nahe/Glan verbracht, nun fuhren wir das Tal der Totenalp runter, die dann im Verlauf des Tals in die Steinalp mündet bis an deren Mündung in den Glan: 13,2 km in 21 Minuten (40er Schnitt) bei nur 130 Watt und 263 m Gefälle (im Schnitt -1,7%). Dabei verließen wir auch das Gelände des Truppenübungsplatzes, nicht ohne einen Fuchs gesehen zu haben, der die Straße querte!

In der "Scheune" in Rehweiler hatten die Rösser Pause
Nun hatten wir sogar den Wind im Rücken, und es ging den Glan hinauf. Dabeo fuhren wir zunächst auf der Hauptstraße, ehe wir dann doch die Abzweigung zum Glantalradweg fanden. dem folgten wir bis Theisbergstegen (trotz zweier Gravelabschnitte).

Dann ging's wieder auf die Straße, diesmal die B423 bis nach Rehweiler, wo wir im "Café zur Scheune" Pause machten und die Akkus aufluden.

In der Folge passierten wir Glan-Münchweiler und fuhren schließlich in Niedermohr über die K7/K54 rüber nach Nantzdietschweiler, und dann meist am Glan vorbei zurück - über Elschbach, Miesau und Vogelbach auch abseits der Hauptstraßen.

Auch in Nantzdietschweiler gibt's steile Passagen
In Waldmohr verabschiedeten wir Sven, aber schon kurz danach musste ich dann doch nochmal "auftanken" - ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee am Kletterpark Jägersburg, lecker!

Danach dudelten wir über Bexbach und Wellesweiler nach Hause.

Eine wunderschöne Runde! Danke an Mark und Sven, hat Spaß gemacht! Ich bin recht begeistert über meine Form - dass ich so schnell wieder auf dem Rennrad klarkommen würde (immerhin waren es ja 1.400 Höhenmeter, also beileibe nicht nur Flachrollen) hätte ich nicht gedacht. Morgen mach ich aber ob des Wetters mal Pause, schade um die RTF in Homburg, aber ich will gesundheitsmäßig nichts riskieren. Vielleicht ein Läufchen am Nachmittag - mal sehen...




Freitag, 30. Dezember 2016

Zittertour an Glan und Oster #festive500 #stage6 #92%




Heute sollte der kälteste Tag des Monats werden - und so kam es auch. Einige unserer Kompagnons sagten uns auch ab, aber die Härtesten der Harten trafen sich um 10.20 Uhr in Wellesweiler an der Stengelkirche. Ich hatte nochmal beim Extremzwiebeling zugelegt: Zwei lange Hosen, zwei Paar Strümpfe, Neoprenüberschuhe, zwei lange Unterhemden, Winterjacke, dünne und dicke Handschuhe übereinander und Balaclava. Das war auch nötig!

Bei Gries blühten Eisblumen - im Nebel sieht man die Jungs...
Am Start waren schließlich Mark, Dieter, Andreas, Michael und ich. Es war deutlich unter 0°C, und die Sonne schaffte es zumindest in diesen tiefen Lagen nicht durch den Nebel. Wir fuhren über Bexbach und Jägersburg nach Waldmohr, dort probierten wir mal was Neues aus - über die Rathausstraße, den jungen Glan und die Wasserstraße hoch auf den Weg zwischen Schönenberg-Kübelberg und Waldziegelhütte. Hier, oberhalb von 330 m über N.N., zeigte sich dann auch kurz die Sonne!

Wir mussten dann leider wieder ins Tal des Klingbachs und kamen über Schmittweiler, den Radweg entlang des Kohlbachs, in den der Klingbach mündet, und schließlich durch die Ortsmitte von Schönenberg-Kübelberg an die nächste Steigung vom Kohlbach- ins Ohmbachtal rüber nach Brücken. Am Ortseingang suchten und fanden wir den Radweg durch das Ohmbachtal bis Gries und schwangen uns hinauf auf die Straße nach Börsborn.

Oberhalb von Börsborn - endlich Sonne!
Mark verließ uns hier und fuhr über Brücken, das Kohlbachtal hoch und dann rüber ins Schönbach- und Ostertal nach Hause. Wir verließen Börsborn und, oh Wunder, sahen ab dem Erreichen der 350-m-über-N.N.-Marke wieder die Sonne zwischen Börsborn und Glan-Münchweiler - wenn auch nur kurz. Direkt nach dem Überfahren des höchsten Punktes in der Abfahrt ins Glantal hatte uns der Nebel wieder - und damit die Temperaturen unter 0°C, während es in der Sonne wenigstens genau 0°C waren.

Wir mussten vorsichtig runterfahren - das erklärt auch den recht mäßigen Schnitt. Abfahrten konnte man bei dieser Rutschgefahr einfach nicht mit Tempo nehmen, Kurven schon gar nicht. So gelangten wir aber sturzfrei nach Glan-Münchweiler und sahen den Glan, den wir bei km 2 in Waldmohr letztmals gesehen hatten, diesmal so ca. bei km 30 wieder - wir begleiteten ihn für ca. acht Kilometer seines Laufs bis Theisbergsteigen.

Der Fotograf als Schatten, der Nebel wawert - kurz vor'm
"Haselrech", dem Grat zw. Börsborn und Glan-Münchweiler
Im Tal hatte uns die Kälte wieder. Auf den Handschuhen und in den Armbeugen blühten Eisblumen von der abweichenden Körperwärme! Wir fuhren erst hoch nach Haschbach und dann wieder runter nach Kusel, ehe es wieder hoch ging in Richtung Bledesbach - immer noch bei Nebel und deutlich unter 0°C. Das ging schon an die Substanz.

So entschlossen wir uns in Bledesbach, ein wenig abzukürzen. Anstatt den Bledesbach hoch- und nach der Kuppe wieder ins Ohmbachtal runterzufahren, um dann später durch Langenbach eben jenem Tal bis zum Ende auf die B420 zwischen Konken und Selchenbach zu folgen, fuhren wir gleich auf die eben genannte Bundesstraße. So sparten wir uns sieben Kilometer und ca. 200 Höhenmeter.

Oberhalb von Kusel - Dieter im Nebel, die Sonne kämpft...
Noch besser: Oben in Konken schien die Sonne - und verließ uns nicht mehr, sondern blieb auch später im Ostertal unterhalb der "magischen" Grenze von 330 m über N.N. noch eine Zeitlang bei uns. Das Saarland ist eben ein Sonnenland!

So kamen wir gut das Ostertal runter, erst ab Hangard wurde es wieder neblig und kalt. Michael, Andreas und Dieter fuhren die Rombach hoch, ich über Wiebelskirchen heim. Am Ende war bei mir echt der Akku alle.

Anyway: 460 der 500 notwendigen Kilometer sind abgespult, die restlichen 40 duddel ich morgen flach in ca. anderthalb Stunden - und wirklich nicht mehr, glaub ich. Dieses Jahr war's ohnehin eindeutig schwerer: Ich hab schon jetzt 800 Höhenmeter mehr als bei der "Rapha Festive 500" letztes Jahr - und das bei noch über 100 km weniger! Die Durchschnittstemperatur letztes Jahr war 8°C, dieses Jahr sind's 2°C...

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Bechhofen-Runde mit Höhenstraße #festive500 #stage5 #74%



Nach dem heutigem Mittagsritt sind fast 3/4 der Strecke geschafft, die ich für die Vollendung der "Rapha Festive 500"-Challenge brauche. Bei viel besserem Wetter als prognostiziert (es schien die ganze Zeit die Sonne) habe ich heute, anstatt ganz auf Nummer Sicher zu gehen und nur bekannte Strecken zu fahren, meinem Entdeckerdrang nachgegeben und zum ersten Mal die Höhenstraße aus dem Lambsbachtal hinaus hoch nach Käshofen gefahren. Das war toll und hat sich echt gelohnt!

Der (obere) Jägersburger Weiher
Los ging's kurz nach 12 Uhr über Bexbach in Richtung Jägersburg, von wo aus ich das Einzugsgebiet der Blies (und auch das Saarland) verließ und einige Kilometer entlang des jungen Glan fuhr, ehe ich in Richtung Bechhofen abbog. Mit dem Erreichen der Ortslage dort war ich auch wieder im Lambsbachtal und damit an einem Nebenbach der Blies, wenn auch noch nicht wieder im Saarland - das sollte noch ein wenig dauern.

Es war zwar recht kalt, aber die Sonne schien und wärmte einen auch ab und an. Trotzdem hatte ich nach dem Erfahrungen der letzten Tage den Zwiebellook nochmals verstärkt: Zwei Paar Socken und Neos drüber, doppelt lange Hose, drei Lagen Oberbekleidung mit dicker Winterjacke. Dazu Winterhandschuhe, dicke Mütze und Schlauchschal. So ließ sich's auch bei Temperaturen nur knapp oberhalb des Gefrierpunktes aushalten.

Trotzdem ist gerade Rennradfahren bei Wetter wie diesem nicht ungefährlich. Wo die Sonne nicht hinkommt und der Raureif bleibt, rutscht man gerne. Ich fuhr daher auch sehr vorsichtig und an manchen Stellen sogar übervorsichtig. Passiert ist zum Glück nichts.

Ab Bechhofen ging's das Lambsbachtal hinab, die Strecke zwischen Bechhofen und Kirrberg ist zwar von eher schlechter Qualität, aber trotzdem ganz gut befahrbar. Hier war es mit 0°C auch am kältesten.

Der Beginn des Anstiegs zur Höhenstraße.
Wo's hinten weiß wird, wird's auch steil...
Dann kam der Anstieg zur Höhenstraße: Auf den ersten 700 Metern ab dem Beginn der Steigung überwindet man 86 Höhenmeter, das sind 12,2%. Nicht übel, wenn man vorher tagelang nur "gedudelt" hat. Aber dann ist das schlimmste auch schon geschafft, und mit gut vollgepumpter Beinmuskulatur fällt dann auch der Rest nicht schwer. Vom tiefsten Punkt (dem Bach) zum höchsten (der Ortsausgang von Käshofen) sind's nahezu 140 Meter bei fast 2 km Länge, das sind 7% im Schnitt. Ich brauchte dafür 8:40 Minuten, das ist ein Schnitt von 13,7 km/h bei einer Durchschnittsleistung von 300 Watt. Das genügte dann aber auch als einziger "Reiz" an diesem Tag...

Danach ging's über Mörsbach und Kirrberg nach Homburg und von dort über Limbach, Kohlhof und Furpach nach Hause.

Morgen dann bei voraussichtlichem Schnatterwetter eine 90-km-Tour mit Christian, Mark, Dieter und vielleicht noch dem einen oder anderen dabei. Aber hinterher gibt's heißen Kaffee, versprochen!