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Freitag, 22. Februar 2019

Mit Martin um den Höcherberg


Schöne Höcherbergumrundung

 Mit Trailfuchs Martin Stauch um den höchsten Berg Neunkirchens

 

Lächelnd in Höchen!
Nach den zwei doch ermutigenden Läufen zu Beginn dieser Woche wollte ich heute mal wieder einen etwas längeren Lauf (15 km oder mehr) wagen und löste die schon lange erteilte Einladung meines Arbeitskollegen Martin Stauch ein, mit ihm mal um den Höcherberg zu laufen.

Ich kenne das Revier vor allem von zahlreichen Mountainbiketouren, einige neue Trails waren dann aber doch dabei.

Auch vom Tempo her konnte ich gegenüber den Läufen vom Sonntag und Montag ein wenig draufpacken, um den Preis eines höheren Pulses, aber das Laufen war trotzdem angenehm.

Martin und ich unterhielten uns auch die ganze Zeit, was ihm allerdings deutlich leichter fiel als mir. Auch die dezente, aber gnadenvolle Tempoentschärfung an der einen oder anderen Stelle habe ich dankbar registriert - und dass Martin versucht hat, es mich nicht merken zu lassen (wenn auch erfolglos) weiß ich sehr zu schätzen!

Den Trail den jungen Betzenbach oberhalb von Lautenbach hoch kannte ich noch nicht.

Blick auf Homburg/Saar
Hier hat mir der Kollege eine tolle Option eröffnet, entweder für zukünftige Läufe oder aber einfach mal mit dem Mountainbike.

Ich behaupte ja, dass ich mich in und um Neunkirchen recht gut auskenne, aber man lernt halt eben nie aus. Die Kopfkarte ist jedenfalls wieder ein wenig erweitert worden.

Eine schöne Runde mit atemberaubenden Panoramen und einer teilweise märchenhaften Landschaft. Das machen wir mal wieder, wenn ich ein wenig fitter bin. Versprochen!

Montag, 18. Februar 2019

Spieser Mühlenbachtal mit Treppenlauf


Huff! Puff! Uff!


Aller Wiederanfang ist schwer...


Nach dem Lauf gestern dachte ich mir heute: Dranbleiben!

So nutzte ich die Mittagspause für einen Ein-Stunden-Lauf - um den Preis des Opfers eines warmen Mittagessens, denn dafür ist dann keine Zeit mehr. Zwei Bananen müssen dann halt auch genügen.

Ablauf vom CFK ins Mühlenbachtal
Was soll ich sagen? Es ist halt immer noch schwer, die 6-7 Kilo "extra", die ich im Vergleich zum letzten Frühjahr, als ich mich auf den Tokyo-Marathon vorbereitete, merke ich vor allem an den Steigungen, aber das Laufen macht wie immer Spaß, und ich bin derzeit verletzungs- und schmerzfrei. Das ist die Hauptsache!

Heute ging's über den Franzosenweg, vorbei am CFK, dann runter ins Mühlenbachtal und durch Spiesen wieder heim, inclusive des supersteilen Stücks bei km 8 Am Freidelbrunnen und die Treppenanlage Am Marienwäldchen hoch.

Aber auch das meisterte ich ganz ok.

Die letzten zwei Kilometer oben über die "Spieser Höh" machten dann sogar nochmal richtig Spaß!

Auch wenn der VO²Max-Wert mittlerweile klar unter 50 ist (voriges Jahr um die Zeit hatte ich 65!), so kann ich damit echt gut leben. Das wird schon wieder, wenn's jetzt ins Frühjahr geht.

Weiter, immer weiter!

Sonntag, 17. Februar 2019

Schalkenbachtal und Hersdorf




Endlich mal wieder in der Schönecker Schweiz!


Vorfrühlingslauf in einem meiner liebsten Reviere

 
Mündung des Schalkenbachs in die Nims
Eigentlich wollte ich heute Morgen mit dem Rennrad zum Geburtstag meiner Schwiegermutter nach Schönecken fahren. Die 135 km traute ich mir, insbesondere nach dieser tollen Wettervorhersage, durch aus zu.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Nachdem ich um 6:00 Uhr aufgestanden war, gefrühstückt hatte, das Rad soweit vorbereitet hatte (Akkus für Lampen und Taro waren voll geladen,Der Proviant verstaut) machte ich mich ans aufpumpen der Reifen. Bei 6,5 bar auf dem Hinterrad kann das Geräusch, dass auf keinen Fall hätt kommen dürfen: Pfffffft! Tja, hat es sich doch gerächt, dass ich den Schlappen schon seit über einem Jahr fahre und die Dichtmilch auch schon genau so alt ist.

Jetzt auf die Schnelle noch den Reifen zu wechseln, hätte mir zum einen keine Freude bereitet und zum anderen meinen Zeitplan völlig durcheinandergeworfen - ich wollte schließlich zum Mittagessen da sein! Also: Planänderung, Radsachen ausgezogen, Laufschuhe eingepackt und den Sport am heutigen Tag auf den Nachmittag verschoben.

Ein bizarres Eisgebilde im Schalkenbachtal
So fuhr ich am späten Nachmittag mit der Familie mit dem Auto, nach dem Essen gingen die anderen spazieren und ich laufen.

Ich hatte mir eine ca. elf Kilometer lange Runde durchs Schalkenbachtal vorgenommen, den ersten größeren Nebenbach der jungen Nims, die diesen nach ca. 8 Kilometern nach ihrer Quelle aufnimmt.

Auf der ersten Brücke bot sich ein bizarres Bild: Die Eisdecke aus den kalten Vortagen war noch vorhanden, allerdings war ob der Wärme offenbar ein Großteil des Wassers aus dem Flußbett in die Auenlandschaft eingesickert. So hing die Eisdecke quasi "in der Luft". Sowas hatte ich vorher noch nie gesehen!

Es ging das Schalkenbachtal hinauf, und ich merkte, dass mein letzter Lauf schon sechs Wochen zurücklag. Ich lief im wesentlichen meiner Form hinterher. Aber Spaß machte es trotzdem, wenn's auch nicht so flott ging, wie ich es gewohnt bin. So entdeckte ich halt die Langsamkeit.

Die Kraniche fliegen!
Nach vier Kilometern gesamt verlies ich den Schalkenbach kurz und lief etwas mehr als 500m den Kupferbach hoch, kam ich an die dritte Brücke und wendete. Nun gings etwas mehr als einen halben Kilometer etwas bergab, und mein Puls "erholte" sich auf Werte knapp über 130. Ein deutliches Zeichen, dass ich derzeit so richtig außer Form bin. Normalerweise sollte bei solchen Abläufen in dem Tempo da 'ne 110 oder so stehen.

Nun ging's eh bergan, und zwar das Tal des Schalkenbachs hoch in Richtung Tropfsteinhöhle. Das "dunkle Tal" lag wie im Märchenwald, und das Geläuf war teilweise noch vereist. Ich kannte die Strecke - nach nicht ganz einem Kilometer querte ich den Bach und musste nun eine lange, eklige Steigung hoch, um rüber in Richtung Burgalbtal zu kommen.

Über mir flogen Kraniche, die ich vorher im Wald schon gehört hatte - die Bande machte einen Höllenlärm, aber der Blick war majestätisch. Die besten Frühlingsboten!

Zurück in Schönecken
Während ich die Steigung in Richtung Höhenzug zwischen Schalkenbachtal und Altburgtal hinauf lief, stieg mein Puls trotz gemächlichen Tempos deutlich über 150 an. Ich fügte mich in mein Schicksal, lief auf Puls (wenigstens nicht über 160 kommen!) und überquerte schließlich den "Pass", und auch den höchsten Punkt der Strecke, ehe ein erholsamer Ablauf ins Altburgtal folgte.

In Hersdorf angekommen, musste ich in der Straße "Am Gieresberg" hoch zum Alten Weg, danach kam ein längerer Ablauf in Richtung Schönecken, aber so richtig beruhigen wollte sich mein Puls auch nicht mehr. Bis auf 134 ging's runter. Puh.

Dann kam der letzte Anstieg nach Schönecken rein, ehe es durch das Oberdorf wieder zurück zu Schwiegermuttern ging.

Am Ende 1:15h toller Landschaftslauf, aber auch die Erkenntnis, dass es mal wieder Zeit wird, ein paar Kilometer in die Beine zu hauen. So macht das nämlich nur Muskelkater und einen roten Kopf. Aber das wird schon!








Sonntag, 30. Dezember 2018

Mit Timo den Brunnenpfad zum Jahresabschluss


Den Brunnenpfad zum Abschluss des Sportjahres!

Auf MTB folgt Laufen - gemeinsam mit Timo Leidinger


Timo Leidinger und ich sind beide groß und dünn (unterschiedlich dünn - er deutlich dünner als ich) und lieben den Ausdauersport, besonders Marathon und Triathlon. Wir kennen uns schon einige Jahre aus der Neunkircher Sportszene heraus und hatten uns gestern bei der "Ledschd Schicht" des RV Tempo Hirzweiler darauf geeinigt, heute den Brunnenpfad in Hangard als Jahresabschlusslauf gemeinsam zu machen.

Der Brunnenpfad ist einer meiner Lieblingswanderwege, eigentlich mein liebster in unserer an schönen Wegen reichen Region - und er eignet sich auch hervorragend zum Laufen, insbesondere wenn man Trailrunning und einen anspruchsvollen Kurs liebt. Über 400 Höhenmeter auf 15 km, inclusive "Himmelsleiter" und dem brutalen Anstieg vom zweitletzten Brunnen hoch auf den Höhenweg - das ist, wenn man läuft, nichts für Anfänger.

Vom Startpunkt aus, dem Dorfbrunnen Hangard, verläuft der Weg die Straße entlang, vorbei an der Ostertalhalle bis zum Sportplatz. Hier geht es auf einem Pfad entlang bis zum Kameradschaftsbrunnen.

Ich bat Timo gleich, Rücksicht auf meine echt miese Form zu nehmen (mein derzeitiger VO²-Max ist 45, so niedrig war er seit Jahren nicht mehr!) und so liefen wir ein sehr ruhiges Tempo, bei dem wir uns auch noch gut unterhalten konnten - ca. 7:15/km.

Oberhalb der Himmelsleiter - Blick auf Münchwies
Nach einem kurzen Stück bergab auf einem breiteren Weg gelangten zum Lautenbach. Hier liefen wir auf der Hochwasserumgehung. Weiter auf dem Pfad kommt auch bald die Rasthütte an der Ebertsquelle.

Weiter am Bachlauf des Münchwieser Saubachs entlang kamen wir aus dem Wald hinaus zur  "Heiligenwiese", ein Abschnitt mit Blick auf Streuobstwiesen und den Waldsaum.

Nach einem ersten heftigen Anstieg an den Ortsrand von Münchwies, dem "Dorf am Himmel", geht es auch gleich wieder bergab ins Tal des Saubachs und über die genannte "Himmelsleiter", einen steileren Anstieg, zum nächsten Rastplatz mit einer Hütte.

Von hier an geht es zum Frankenbrunnen und über pfadige, schmale Wege zum Karlsbrunnen.

Mittlerweile hatten Timo und ich ein gutes gemeinsames Tempo gefunden, an Anstiegen ließ ich ihn jedoch ziehen und sein eigenes Tempo laufen.

Der Weg führt hier vorbei am Steinernen Mann, dem Standort eines römischen Viergöttersteins.

Auf dem Lichtenkopf am höchsten Punkt (413m über N.N.)
Zudem passierten wir zahlreiche Grenzsteine, deren Ursprünge zum Teil bis in das Jahr 1560 zurückreichen.

Der Trail verläuft nach dem Karlsbrunnen wieder leicht bergan zur Steinberghütte mit Aussicht Richtung Bexbach. Nach einem kurzen Stück auf Wirtschaftswegen mit dem erwähnten heftigen Anstieg vom Hollerbrunnen (hollerdiboller!) ging es wieder auf Pfade und in einem Bogen verlief der Weg zum Bruderbrunnen.

Vorher genossen wir aber an den Sinnebänken eine schöne Aussicht auf Hangard, dann ging's hinauf zum Aussichtspunkt am Lichterkopf -  auch hier ist ein Rastplatz mit Schutzhütte und einer schönen Fernsicht.

Über den Abschnitt "Schluchtenpfad" ging es hinab zur Oster vorbei an dem Naturdenkmal Zimmermannskanzel.

Unten an der Oster, einen Kilometer vorm Ziel
An der Oster liefen wir direkt am Flußlauf entlang bis zum Ortseingang von Hangard, dann noch einen kurzen Stich bergan zu einem Aussichtspunkt mit Blick über die Ortschaft, bevor wir wieder an den Dorfbrunnen und somit zum Ausgangspunkt des Laufs kamen.

Knapp eindreiviertel Stunden - da war ich schon mal schneller unterwegs, aber das ist auch schon  vier Jahre her und meine Form war eine ganz andere kurz vorm Boston-Marathon.

In jedem Fall hat es total Spaß gemacht und Timo und ich haben uns den Lauf für 2019 auch gleich wieder vorgenommen...






Donnerstag, 23. August 2018

Dechen-Hüttenpark-Ellenfeld-Runde


Morgenläufe sind wieder en vogue!

Schöner, entspannter Lauf im Einzugsgebiet des Heinitzbachs

 

Nach dem Lauf kurz ausgespannt - auf der heimischen Terrasse
Die letzten Tage haben mir wieder ein wenig mehr Lust aufs Laufen gemacht. So habe ich auch heute vor dem Dienst die Gelegenheit genutzt, noch schnell ein Morgenläufchen einzuschieben.

Es ging los über den Schlesierweg und die B41-Brücke direkt dahinter auf den "großen Rundweg" um Heinitz, hinunter ins Tal des Weilerbachs, über den Holzsteg und dann am Bach entlang.

Ich sprang über die Grubenstraße, lief runter ins Heinitzbachtal und am blau/grünen Weiher vorbei auf die andere Seite der L125, dann die Bildstocker Straße entlang in Richtung Gasometer.

Von dort aus ging's über die Königsbahnstraße in Richtung Westspange und den Südring.

Ich wollte schon die zehn vollmachen und machte demzufolge einen kleinen Haken in Richtung Ellenfeld, ehe es durchs Wohngebiet Munklerswies nach Hause ging.




Dienstag, 22. Mai 2018

Heckbachrunde



Mal wieder in meinem Lieblingsrevier laufen!

Nach "Spätdienst" in Homburg die Chance genutzt


Die interkommunale Zusammenarbeit ist eine gute Sache. Heute hatte ich eine Arbeitssitzung in Homburg, die bis ca. 19.30 Uhr dauerte. Was macht man mit so einem angebrochenen Abend in der zweitschönsten Kreisstadt des Ostsaarlandes?

Im Lambsbachtal bei der Ruine Merburg
Richtig, man geht laufen, und zwar in eins der unstreitig schönsten Laufreviere des Saarlandes: Der Gebirgszug zwischen Erbach- und Lambsbachtal mit dem Karlsberg und dem Stumpfen Gipfel!

Heute wollte ich mal den Heckbach hochlaufen, das hatte ich noch nie gemacht, obwohl ich schon oft in der Gegend war.

Der Heckbach ist ein Nebenbach des Lambsbachs auf saarländischer Seite (allerdings auf seinen letzten Metern pfälzisch), der der Blies zufließt, in Rheinland-Pfalz entspringt und eine Zeitlang den Grenzverlauf der beiden Bundesländer darstellt.

Das Klima war äußerst angenehm, von der großen Hitze tagsüber spürte man im sauerstoffreichen, kühlen Wald nicht mehr viel.

Hier überquerte ich den Hirschbrunnenbach
Ich lief vorbei an Kirrberg zur Ruine Merburg, dann den Lambsbach hoch bis zur Heckbachmündung, und dann ging's das lange Tal hinauf. Irgendwann kommt man an einem kleinen Weiler vorbei, wo sich Hirschbrunnenbach und Hirschwurzbach zum Heckbach vereinen.

Ich schaffte mich weiter den Hirschbrunnenbach hoch, irgendwann überquerte ich ihn dann an einem Damm und dann ging's steil nach oben (ich hätte auch geradeaus laufen können bis zur Quelle, das mach ich aber ein andermal).

Über die Orangerie des ehemaligen Schlosses Karlsberg ging's dann zurück ins Lambsbachtal und danach machte ich noch einige Extrakilometer, so kam ich am Ende fast auf 14. Das hat Spaß gemacht!


Montag, 12. Februar 2018

#tokyo2018 #45 70 Minuten locker, aber auch trailig



Rosenmontagsgeneration mit Trail und Entdeckerfaktor

Rund um die Halde, aber auch ein wenig Höferbachtal



Trailig war's im Höferbachtal
Heute wollte ich eigentlich vor dem Rosenmontagsumzug ganz langweilige 70 Minuten an der Halde dackeln, aber entschied mich kurzfristig um und erkundete einige Wege und Pfade, die ich noch nicht so gut - oder nicht mehr so gut - kannte.

Ich lief den Weg um den Brönnchesthalweiher über einige Trails an, drehte dann eine "Acht" und machte mich dann rüber ins Höferbachtal, wo ich auch einige Wege zum ersten Mal lief, aber ansonsten ungefähr meinen Crosslauf von vor einigen Tagen "anders herum".

Ging ganz locker aus den Beinen, und die Sonne schien teilweise auch toll - hat richtig Spaß gemacht!

Morgen dann zehn schnelle Kilometer an der Halde, und dann ist auch mal wieder Ruhetag angesagt.

Kurz vorm Ziel in Reden
Ich versuch den Zehner doch vielleicht etwas verschärft anzugehen - so in Richtung 4:25/km oder sogar ein wenig schneller. No risk, no fun!

Mein linkes "Problembein" fühlt sich mitterweile aber auch richtig gut an.

Ich denke, ich kann's auch riskieren, nach dem Ruhetag am Donnerstag die 3*5 km im Marathontempo zu wagen.

Aber sicher bin ich mir da noch nicht. Wenn ich die "nur" in 4:20/km laufe und der Muskel hält, ist's auch gut.




Samstag, 13. Januar 2018

#tokyo2018 #19 Statt Steigerungen Trailrunning am Bexbach



Härtetest fürs Knie an den Hängen des Höcherbergs

Und mal wieder ein bisschen Limnologie - diesmal am Bexbach



Am heutigen Samstag sollte ich eigentlich 70 Minuten Joggen, wobei ich einige Steigerungen einbauen sollte. Diese Einheit hatte mich vor etwas mehr als zwei Wochen zur Pause gezwungen, weil gerade bei den ersten Schritten nach der Beschleunigung meine Patellasehne Warnmeldungen abgab, die keinen Zweifel mehr zuließen, dass etwas nicht stimmte.

Der Bexbach am Start meines Laufs nah der Höcherberghalle
Das war der Anlass zu einer mehrtägigen Pause mit entsprechender ärztlicher und physiotherapeutischer Behandlung meines Patellaspitzensyndroms, das ich mittlerweile glücklicherweise einigermaßen im Griff habe.

Nach dem doch anspruchsvollen Intervalltraining gestern sollte das heute nochmal ein Belastungstest fürs Knie werden - wenn ich die Trilogie überstehen sollte, die ich dann am Sonntag mit dem langen Lauf über 32 km beenden will, und das Knie weiter Ruhe gibt, bin ich auch fürs Erste beruhigt.

Ich hatte allerdings überhaupt keine Lust, schon wieder an die Halde laufen zu gehen - da war ich eindeutig zu oft in letzter Zeit. Stattdessen wollte ich den Bexbach hoch, einige Wege erkunden, die ich noch nicht kannte, und auch ansonsten im und ums Quellgebiet des Baches, der unserer Nachbarstadt den Namen gibt, ein wenig meine hydrologische Neugier befriedigen.

Der Bexbach kurz vorm Ortseintritt, rechts der Weg hoch
auf den Höcherberg über den Tiefenbach
Das viele Auf und Ab sollte mir da auch eine Idee geben, wie mein Knie entsprechende Belastung verträgt.

Ich startete am Parkplatz an der Höcherberghalle, dort kam ich gleich an den Bach und konnte parallel durch den Park den ersten Kilometer ruhig absolvieren, um warm zu werden.

Vorbei an der Einmündung des Eberfurtbachs in den Bexbach, der vom Kraftwerk her kommt, den dortigen Stausee speist und an dessen Quelle ich später noch vorbeikommen sollte, lief ich zwischen den beiden Kreiseln über die Süßhübelstraße, dort, wo ein weiterer Nebenbach des Bexbachs, dessen Quelle ich später auch noch passieren sollte, in diesen einmündet - er trägt den Namen "Rolschbach".

Den kann man auch hochlaufen, bis zur Quelle. Heute aber wollte ich wie gesagt mal einen Weg austesten, den ich bisher am Höcherberg noch nicht gelaufen bzw. gefahren war.

Oberes Bexbachtal - viele kleine Bäche fließen hier zusammen
Er führt als Fuß/Feldweg von der Straße "Zu den Maiwiesen" einige hundert Meter am Bexbach vorbei, dann geht's bergan über das Nebenbächlein "Tiefenbach" hoch zum Weg, der zum Sportplatz des VfR Frankenholz führt. Eng, schmal, trailig und steil - ich musste ganz schön schnaufen. Oben kannte ich mich dann aus, hier war ich vor einigen Wochen mit Peter Jung mit dem MTB vorbeigekommen. Am Sportplatz ging's dann links und wieder runter, über den Dorfbrunnenbach ins obere Tal des Bexbachs.

Nun bergan den Bexbach hinauf baute ich dann doch einige Steigerungen ein. Von links kam der Hofwiesenbach, kurz darauf von rechts der Karlsbrunnenbach (also für mich war's umgekehrt, aber Zuflüsse von Fließgewässern werden korrekt immer in Flussrichtung angegeben).

Der Frankenbrunnen - hier entspringt der Bexbach
Immer weiter bergauf ging's, und langsam kam ich ins eigentliche Quellgebiet des Bexbachs. Der Bach wird von sehr vielen kleinen Bächen in diesem stark zerfurchten Gebiet gespeist - ich lief über den von links kommenden Frankenbrunnenbach, der allerdings nicht am Frankenbrunnen entspringt - der Frankenbrunnen ist die am höchsten gelegene Quelle des Bexbachs selbst, auch an ihm sollte ich später noch vorbeikommen.

Ich überquerte den Bachlauf und lief eine langgezogene Rechtskurve, während der ich schließlich mehrere kleine Bäche überquerte, die teils über, teils unter dem Weg durch liefen.

Der starke Regen der letzten Wochen hatte hier wie an vielen anderen Orten dazu geführt, dass Bachläufe, die normalerweise gar nicht als solche zu erkennen sind, plötzlich Wasser führen - neben jenen, die man gemeinhin kennt.

So überquerte ich dann auch den oberen Bexbach, den Bexbach selbst, dabei aber noch zahllose Rinnsale, die quer über den Weg führten und kam schließlich ans Ende der Straße "Zum Frankenbrunnen" in  Frankenholz raus.

Am "Steinernen Mann"
Ich blieb aber im Wald, folgte dem Fußweg zum Frankenbrunnen und kam so schließlich an der Quelle des Bexbachs selbst vorbei. Über all waren die Wege tief und morastig, und unmittelbar neben der Quelle kamen von oben auch mehrere kleine Bächlein geflossen, die man im Sommer gar nicht sieht - jetzt waren sie aber da, und man musste schon ordentlich hüpfen, um halbwegs trockenen Fußen drüberzukommen.

Kurz danach war ich am "Steinernen Mann", einem der vielen markanten Punkte des Premiumwanderwegs "Brunnenpfad", dem ich ja seit dem Frankenbrunnen schon folgte. Jetzt verließ ich den Weg kurz wieder, um kurz danach parallel auf Höhe des Karlsbrunnens, der ebenfalls zum Brunnenpfad gehört und den eben schon erwähnten "oberen Bexbach" speist, auf dem oberhalb gelegenen Weg nach rechts abzubiegen - in Richtung Lichtenkopfweg hinüber nach Hangard. Auch hier waren die Wege, bedingt durch die hier sehr intensiven Waldbewirtschaftungsarbeiten, sehr tief und morastig. Das kostete Kraft, war aber auch ein gutes Training.

Blick ins Ostertal - man erkennt Wiebelskirchen und Hangard
Auf dem Lichtenkopfweg angekommen, genoss ich den kurzen Blick ins Ostertal, dann ging's wieder zurück auf die südlichen Hänge des Höcherbergs.

Zuerst kam ich am Bruderbrunnen vorbei, der den Eberfurtbach speist - jener bereits erwähnte Bach, der das Kraftwerk Bexbach durchfließt und unten in Bexbach in eben jenen mündet.

Dann ging's weiter in Richtung Hollerbrunnen - dieser speist den Rolschbach und liegt in einer markanten Senke.

Hier kreuzte auch wieder der Brunnenpfad meine Strecke - kurz danach passierte ich die Steinberghütte, eine Hütte des Saarwaldvereins, bog kurz darauf rechts in Richtung Tal ab, kreuzte wiederum den Brunnenpfad und lief nun zurück in Richtung Bexbach.


Das Kraftwerk Bexbach mit dem gestauten Eberfurtbach
Lang war der Ablauf, und der Puls beruhigte sich bis auf 117, trotzdem ich mit ca 5:00/km unterwegs war.

Im Tal dann ging's wieder über den Rolschbach, über die Neunkircher Straße in Richtung Kraftwerk, über den Eberfurtbach und durchs Wohngebiet zurück zum Auto.

Schöne Strecke, das Knie hat's gut vertragen, und Spaß hat's auch gemacht. Jetzt freu ich mich auf den langen Lauf morgen - traditionell für den 32er werde ich ab Schwarzenbach den Lambsbach von der Mündung bis zur Quelle und zurück laufen!






Samstag, 16. Dezember 2017

Rund um Bauershaus und Annaschacht




Schöne Runde mit Mark


Letzte Laufeinheit vor dem Einstieg in den Trainingsplan 

 

Kurz vor dem höchsten Punkt unserer Runde

Die Wochenenden vor Weihnachten sind normalerweise mit Terminen vollgepfropft. Das ist auch dieses Jahr nicht anders. Trotzdem fand ich heute zwischen dem PROCON-Cup der SVGG Hangard, dem Spiel der Hockey-Damen des HTC Neunkirchen und den Weihnachtsmärkten in Wellesweiler und der Innenstadt noch die Zeit, fast 100 Minuten zu laufen!

 

Mit Mark ging's zunächst in Richtung Bauershaus, dann über den Kohlwaldweg runter ins Sinnerbachtal. Wir suchten uns ziemlich crossig einen Weg den Buchenkopfbach hoch, über die Gleise und dann Richtung Krämerbergstraße, ehe wir über die Hohlwaldstraße und den Kastelberg hoch zum höchsten Punkt unserer Runde gelangten, die Römerstraße, wo wir die B41 kreuzten und dann runter nach Wiebelskirchen liefen.

 

So fertig, wie wir hier aussahen, waren wir eigentlich nie!

Über den "Labenacker" ging's dann runter ins Tal und zurück zum Start. Schöne Runde, nicht ganz unangestrengt, aber trotzdem entspannt.

 

 Danach gab's bei Mark noch lecker Käsekuchen und Kaffee. Den hatten wir uns aber auch verdient! 

 

Das war meine letzte Laufeinheit vor dem Start in den Trainingsplan am Dienstag. Morgen steht noch eine MTB-Runde mit Mark und Sven an, meine letzte Radausfahrt 2017. Freu mich drauf!



 

 

 


 

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Sieben Fichten, Peters Eiche, Felsenpfad, Hoher Kopf und Gengelsberg



Eigentlich wollt' ich nur die Beine ausschütteln...


...am Ende war's dann doch wieder ein richtiger Lauf

 

 

Heute hatte ich nur eine knappe Stunde Zeit zu laufen. Da ich vor der Mittagspause in der Nachbargemeinde Kirkel zu tun hatte, entschied ich mich, mal wieder im Taubental laufen zu gehen. Hier war ich schon lange nicht mehr gewesen (zumindest laufend, mit dem MTB noch vor wenigen Tagen) und die Strecken dort sind wirklich toll und abwechselungsreich.

Start und Ziel: Parkplatz bei der A8 gegenüber der Sandgrube
Start war wie immer in diesem Revier am Parkplatz zu Beginn des Taubentals. Ich lief zunächst mal selbiges hoch, nach ca. einem Kilometer ging's links ab in Richtung Sieben Fichten. 1,4 km Steigung, 7% im Schnitt, fast 100 Höhenmeter - da ging der Puls erstmals, aber nur leicht, aus der Komfortzone raus.

Oben angekommen, ging's gleich wieder ein wenig bergab in den Quellbereich des Höchen- und des Bierbachs, ehe der nächste Anstieg in Richtung Peters Eiche den Puls wieder leicht nach oben trieb.

Ich fühlte ich aber richtig wohl. Es hatte nun leicht zu "tripsen" angefangen, aber noch war das harmlos. Ich kam nun auf dem Weg an, der aus dem Frauentalgraben heraus links vom Graben auf die Höhe des Hirschbergs führt. Oben angekommen merkte ich, dass das Schneetreiben langsam zunahm. Spontan entschied ich mich, nicht den oberen Felsenpfad zu laufen, sondern den unteren, trailigeren in Richtung Hollerkanzel zu nehmen. Das ging zwar sowohl zulasten des Tempos wie auch des Pulses, machte aber richtig Spaß - hier war ich schon lange nicht mehr gelaufen!

Etwa acht Minuten dauerte der Trail, bis ich oben wieder draußen war. Jetzt erst nahm ich wahr, dass es richtig heftig schneite! In den Tiefen der Felsformationen, die die obere Grenze des Taubentals bilden, war mir das gar nicht richtig aufgefallen, weil ich da meist die Augen auf dem Boden hatte.

Nun ging's rüber auf den Weg oberhalb des Schmetterlingspfads zwischen Hohem Kopf und Gengelsberg, dieser führt zunächst mal einige Zeit nach oben bis auf den höchsten Punkt (349m) dieses Abschnitts, dafür geht's ab da die letzten drei Kilometer fast nur noch bergab, hier lief ich deutlich unter 5:00/km, ohne mich anstrengen zu müssen.

Nach knapp 56 Minuten war ich wieder am Auto, schwupps nach Hause, 5 Minuten duschen und um 14 Uhr war ich pünktlich zum nächsten Termin!

Morgen mach ich wohl mal Trainingspause, Freitag noch mal Studio, und am Wochenende lass ich's locker angehen, vielleicht ein letztes Mal Radfahren, ehe am Dienstag in den Zehn-Wochen-Plan eingestiegen wird!

Mein Gewicht konnte ich mittlerweile seit Anfang November von 86 auf 82 kg reduzieren, das Körperfett hab ich auch runter auf um die 10%, das sind schon mal gute Voraussetzungen, die ich im Training richtig spüre: Beim Laufen, insbesondere wenn's bergauf geht, trailig wird oder einfach nur beim Tempodauerlauf, merkt man wirklich jedes Kilo!






Dienstag, 9. Mai 2017

Mäusbach- und Ruhbachtal


Dem Alter davonlaufen? Geht nicht!

Am Morgen meines 48. Geburtstags ahnte ich schon, dass dies ein Tag voller kalorienhaltiger Getränke, Kuchen, Schnittchen und ähnlichem werden würde.

Der "größte Schwenker der Welt" am Siouxweiher
Prophylaxe betreiben war angesagt, und ich erkundete einige Wege im Laufrevier Schüren und Umgebung, die ich bisher noch nicht kannte. 250 Höhenmeter auf 9 km sind nicht ohne, dachte ich mir bei der Planung.

Ich plante die Runde als einfache .gpx-Datei mit (lt. gpsies.com) 50 Abbiegehinweisen und markierten Kilometerpunkten.

Das mit den Abbiegehinweisen funktionierte aber nicht, ich musste also doch immer aufs Display lugen. Nicht so toll.

Ich lief vorbei am "größten Schwenker der Welt" hinunter ins Mäusbachtal und rund um den Weiher, ehe es wieder bergan ging.

Am tiefsten Punkt der Strecke am Schafweiher
Vom tiefsten Punkt (250m über N.N.) bei km 1,6 am Schafweiher musste ich auf 1,8 km 118 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt (368m über N.N. bei km 3,4) nahe der L244 hoch über dem Ruhbachtal überwinden.

Oben angekommen, ging's leicht bergab. Der in der Karte eingezeichnete "Pfad", auf den ich links abbiegen sollte, war aber nicht zu finden.

Ich musste mich ein wenig durchs Unterholz kämpfen, vorbei an einem verlassenen Hochsitz, runter in ein kleines Sumpfgebiet und mitten hindurch, ehe ich endlich wieder auf dem Hauptweg zwischen dem Schnappacher Sportplatz und dem Karl-May-Weg war. Da hätte ich besser den mir bekannten Konzelmann-Pfad genommen.

Ein "Pfad". Soso...
Unten angekommen, ging's dann wieder bergan nach Schüren und rechts des Ruhbaches Richtung Elversberger Friedhof.

Ich saß zum zweiten Mal einem Irtum auf und kämpfte mich wieder auf einem angeblichen "Pfad" durch tiefes Laub und dürre Äste runter ins Ruhbachtal, ehe der steilste Anstieg des Tages hoch zum Friedhof meinen Puls fast auf 170 trieb.

So lernt man vergessene Strecken wieder kennen! Den Abschnitt war ich vor Jahren mal mit dem MTB hoch, schon damals hatte ich gekeucht. Heute nochmal.

Dann gings den Weg von vorher wieder runter zurück an den Parkplatz . Das war 'ne anspruchsvolle, aber auch schöne Runde. Das Revier werde ich weiter erkunden!