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Sonntag, 17. Dezember 2017

Mit Pit auf den eiskalten Höcherberg


Letzte Radausfahrt 2017?


Noch einmal mit Pit auf den Trails - ab Dienstag Vorbereitung auf #tokyo2018


Eigentlich sollte es ja heute mit Mark auf die Trails gehen, nachdem wir gestern laufen waren - aber der Doc musste arbeiten, und so fuhr ich halt zum "Treffpunkt am Brezelstand" (also an den Furpacher Weiher). Der einzige, der kam, war Peter Jung, und wir entschieden uns für den Höcherberg als unser heutiges Revier.

Start war am Furpacher Weiher
Zunächst ging's mal runter über die wirklich beeindruckende Blies - der Wasserstand ist immer noch hoch.

Ab Niederbexbach Ortseingang fuhren wir in Richtung Ortsweilerhof, dann aber gleich hoch in den Wald über eine ziemlich "zerrittene" Strecke in Richtung Flugplatz (hier konnte ich dem Pit mal die Story erzählen, wie sich hier ein wahrer "Rosenkrieg" zwischen einer dem Verein angehörenden Dame und dem Vorstand abspielt, zu Lasten des Sportbetriebs - schade), dann vorbei am Rosengarten und runter in den Ort.

Ab der Ortsmitte folgten wir dem Bexbach bis zur Kreuzung Süßhübelstraße/Frankenholzer Straße, dann ging's den Rolschbach hoch. Ich war hier schon mal laufend bergab unterwegs gewesen, trotzdem war ich der irrigen Annahme, es handele sich um den Bexbach. Da war der letzte Lauf hier wohl schon zu lange her - ich wußte nur noch, dass ich den Bach kenne, aber dass es nicht der Bexbach war, war mir in dem Moment nicht klar.

Blick auf den kleinen Eiffelturm im Rosengarten Bexbach
Ich suchte mehrfach einen Weg auf der linken Bachseite, fand aber keinen. So fuhren wir hoch bis zur Quelle - nun war mir klar, dass das nicht der Bexbach sein konnte - dann rüber in Richtung Steinberghütte, und dann auf dem Weg zwischen Lichtenkopf und Frankenholz runter in Richtung Ende der Straße "Zum Frankenbrunnen".

Ab dort fuhren wir dann mitten durch das Quellgebiet des Bexbaches, teilweise über den Brunnenpfad (bis der Bexbach als ein singulärer Bach fließt, speisen ihn bis zu sieben Quellbäche).

Dann ging's den Bexbach runter bis zurück zu der Stelle, wo wir ca. 45 Minuten vorher den Rolschbach hoch gestartet waren. Und nochmal den Höcherberg hoch!

Oben auf dem Höcherberg
Diesmal ging's über die Frankenholzer Straße mit einem Ausflug zum Eckersberger Hof, dann über einen Feldweg hin zum Sportplatz des VfR Frankenholz und dann  wieder über Trails und vorbei am Obst- und Gartenbauverein hoch in die Ortslage von Frankenholz. Jede Menge Trails und Wege, die ich noch nie gefahren bin. Klasse!

Wir gelangten schließlich zum Höcherbergturm, hier oben war's richtig winterlich. Dann ging's vorbei am Münchwieser Friedhof, durchs obere Saubachtal und wieder zurück an die Stelle, an der wir bei unserer ersten Kletterpartie rausgekommen waren.

Nun aber heim! Über den Lichtenkopf und die alte Rombachstraße gelangten wir nach Wellesweiler und erkundeten im Winterfloß noch den Weg in Richtung Zoo, den wir nach einiger Sucherei auch fanden.

Am Zoo trennten Peter und ich uns, ich fuhr durch den Steinwald und das Wagwiesental heim.

Auf dem Lichtenkopf
Nach dem Putzen hängte ich mein MTB weg. Das wird's für mich wohl gewesen sein mit dem Radfahren 2017: Ab Dienstag beginnt meine Vorbereitung für den Tokyo-Marathon, da steht nur noch Laufen auf dem Trainingsplan.

Die Bilanz für 2017: Bei 70 Fahrten mit dem Rennrad hab ich 5.882 km zurückgelegt, gut 207 Stunden im Sattel gesessen. Knapp über 74.000 Höhenmeter, 231 Watt im Schnitt, 28,4 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit.

Mit dem MTB waren's 20 Fahrten mit 621 km in 36,5 Stunden, fast 9.000 Höhenmeter, 17,1 km/h im Schnitt.

Insgesamt bei 90 Fahrten 6.503 km. Das sind 2.200 mehr als 2016, fast 1.200 mehr als 2015 und nur ca. 65 km weniger als 2014, meinem bisher besten Radjahr, seit wir in Neunkirchen wohnen.

In dem Jahr hab ich aber auch nur 815 km gelaufen, jetzt bin ich schon kurz vor 1.500.

Ich kann also jetzt schon mit meiner Gesamtleistung zufrieden sein.



Dienstag, 9. Mai 2017

Mäusbach- und Ruhbachtal


Dem Alter davonlaufen? Geht nicht!

Am Morgen meines 48. Geburtstags ahnte ich schon, dass dies ein Tag voller kalorienhaltiger Getränke, Kuchen, Schnittchen und ähnlichem werden würde.

Der "größte Schwenker der Welt" am Siouxweiher
Prophylaxe betreiben war angesagt, und ich erkundete einige Wege im Laufrevier Schüren und Umgebung, die ich bisher noch nicht kannte. 250 Höhenmeter auf 9 km sind nicht ohne, dachte ich mir bei der Planung.

Ich plante die Runde als einfache .gpx-Datei mit (lt. gpsies.com) 50 Abbiegehinweisen und markierten Kilometerpunkten.

Das mit den Abbiegehinweisen funktionierte aber nicht, ich musste also doch immer aufs Display lugen. Nicht so toll.

Ich lief vorbei am "größten Schwenker der Welt" hinunter ins Mäusbachtal und rund um den Weiher, ehe es wieder bergan ging.

Am tiefsten Punkt der Strecke am Schafweiher
Vom tiefsten Punkt (250m über N.N.) bei km 1,6 am Schafweiher musste ich auf 1,8 km 118 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt (368m über N.N. bei km 3,4) nahe der L244 hoch über dem Ruhbachtal überwinden.

Oben angekommen, ging's leicht bergab. Der in der Karte eingezeichnete "Pfad", auf den ich links abbiegen sollte, war aber nicht zu finden.

Ich musste mich ein wenig durchs Unterholz kämpfen, vorbei an einem verlassenen Hochsitz, runter in ein kleines Sumpfgebiet und mitten hindurch, ehe ich endlich wieder auf dem Hauptweg zwischen dem Schnappacher Sportplatz und dem Karl-May-Weg war. Da hätte ich besser den mir bekannten Konzelmann-Pfad genommen.

Ein "Pfad". Soso...
Unten angekommen, ging's dann wieder bergan nach Schüren und rechts des Ruhbaches Richtung Elversberger Friedhof.

Ich saß zum zweiten Mal einem Irtum auf und kämpfte mich wieder auf einem angeblichen "Pfad" durch tiefes Laub und dürre Äste runter ins Ruhbachtal, ehe der steilste Anstieg des Tages hoch zum Friedhof meinen Puls fast auf 170 trieb.

So lernt man vergessene Strecken wieder kennen! Den Abschnitt war ich vor Jahren mal mit dem MTB hoch, schon damals hatte ich gekeucht. Heute nochmal.

Dann gings den Weg von vorher wieder runter zurück an den Parkplatz . Das war 'ne anspruchsvolle, aber auch schöne Runde. Das Revier werde ich weiter erkunden!


Montag, 1. Mai 2017

Itzenplitzer Irrungen und Wirrungen



Herz-und-Nieren-Test der Navigationsfunktionen meiner Garmin Fēnix 3 HR Saphir - oder: Adventures with running gadgets

Heute morgen Bauchweh, und dazu Regen - da ließ ich die RTF-Teilnahme in Homburg besser aus, zumal ich gestern 120 km gefahren war. Das Bauchweh besserte sich, der Regen ließ nach: Gegen 13 Uhr entschied ich mich, doch noch was zu tun, und um 14 Uhr ging's am vom Feiervolk belagerten Itzenplitzer Weiher los.

Modisch fragwürdig, aber zweckmäßig - mein Garmin-Buff
Seit etwas mehr als einer Woche bin ich stolzer Besitzer einer Garmin Fēnix 3 HR Saphir, und ich erspare mir jetzt aufzuzählen, was das Ding so alles kann.

Jedenfalls danke ich meiner Frau recht schön für das verfrühte Geburtstagsgeschenk, das beim Hamburg-Marathon seine Premiere feierte und mir gleich mal klarmachte, dass ich eine Dysbalance zwischen linkem und rechtem Bein habe. Und jede Menge andere Informationen, die für Hobbyläufer wie mich zwar wenig bringen bzw. aussagen - aber ich bin nun mal ein Geek, was solche Dinge angeht.

Was es aber auch kann, und was auch meine Vor-Vorgängeruhr von Garmin, der Forerunner 405CX, schon konnte und sein Nachfolger, der Forerunner 620, leider nicht: Navigieren und routen. Ein schönes Feature, wenn man in unbekanntem Terrain läuft.

Oben im Erkersbachtal
Das ist für mich zwar rund um Neunkirchen fast nicht mehr möglich, aber: Kommt man aber mal in eine fremde Stadt oder ein anderes Land und kennt sich nicht so aus, ist es komfortabel, sich vorher einige Laufstrecken bequem am PC basteln zu können und diese dann auf die Uhr zu übertragen.

Das wollte ich heute testen, am besten in einem Terrain, wo ich nicht so oft laufe und mich daher auch nicht auskenne: Der Wald oberhalb des Itzenplitzer Weihers zwischen Bildstock, Merchweiler, Wemmetsweiler und Heiligenwald sollte mein Testgebiet sein.

Das Übertragen der .gpx-Datei auf die Uhr ging super einfach, das war schon mal schwieriger mit der alten Forerunner.

Erste Abweichung - plötzlich war ich auf der L112
Um 14 Uhr ging's also los. Ich wollte schon sportlich laufen, es aber nicht übertreiben. Irgendwas zwischen 5:00/km und 5:30/km. Schließlich war die Strecke auch ein bisschen profiliert!

In der Theorie ist das immer alles ganz toll. Man probiert die Uhr aus, erforscht die Menüs, das Navigieren durch dieselben mit vier bis fünf Knöpfen, und meint dann, man könne es. Dann läuft man los.

Ich hatte mir die Strecke ja gebastelt und von daher eine ungefähre Ahnung, wo's lang geht. Trotzdem schaut man natürlich immer auf die Uhr, um zu sehen, wie's aussieht und ob's stimmt. Und da war ich von Anfang an total unsicher.

Kurz vor Wemmetsweiler und dem Schwambachtal
Der Richtungszeiger wechselte ständig, Hinweise gab's nur bei Abweichungen. Machte mich nicht gerade sicher. Aber ich lief mal das Tal des Erkersbachs hoch (jetzt weiß ich auch, wo der Name der Höhe herkommt), da konnte ich nicht viel falsch machen.

Trotzdem: Alles recht umständlich, viel zu viele Optionen und Fenster, und das Zoomen während das Laufens gestaltete sich als ziemlich schwierig. Ich verlor mich in den Menüs und Optionen und verpasste gleich mal den ersten richtigen Trail, landete stattdessen auf der L112.

Nicht schlimm, auf Richtung Erkershöhe, kurz danach ging's dann wieder zurück in den Wald und ein, zwei Irrungen und Wirrungen danach hatte ich die Strecke wieder. Ich kam an Alt Steigershaus vorbei und lief dann wieder in den Wald, immer dem Pfeil nach.

Der Tafelbrunnen kurz vor Heiligenwald
Das klappte nun ganz gut bis Ortseingang Merchweiler. Aber als ich nach Querung der L129 die Bildstockstraße entlanglief, war es mehr oder weniger Glücksache, dass ich den Eingang runter auf den Waldweg fand. Dann der GAU: Irgendwie war ich auf einen falschen Knopf gekommen, der Track war weg. Frust.

Es dauerte ca. eine Minute, bis ich ihn wieder hatte und den "Verlaufer" korrigiert hatte. Auch ärgerlich: Ungefragt verläßt die Anzeige die Karte und zeigt Rundenzeit oder ein anderes Feld an, und man musste wieder x-mal drücken, bis die Karte wieder kam, nur um kurz danach wieder zu verschwinden. Die Lösung für dieses Problem fand ich erst später...

Dann ging's Richtung Wemmetsweiler und runter ins Schwambachtal (der Schwambach ist ein Nebenbach des Schiffweiler Mühlbachs und durchfließt etwas weiter bei Schiffweiler an der "Graulheck" noch einen Teich, bevor er in den Mühlbach mündet), nach Querung des Bachs wieder hoch.

Der kleine rote Pfeil weißt die Richtung - aha!
Nächster Fehler: Wegegabelung mit drei Optionen, welche nehmen? Die Karte, viel zu klein, gab keinen rechten Aufschluss. Hmm, also gut, den mittleren. 100 m danach in der steilen Steigung: Piiiep - Streckenabweichung. Ich lief trotzdem hoch bis zur L296, die kannte ich und wußte, wie ich wieder auf den Weg komme.

Ich überquerte letztmals eine Hauptstraße, zum zweiten mal die L129, und war wieder im Wald. Jetzt hatte ich es auch verstanden: Springt die Uhr von der Karte aus um, zeigt ein roter Pfeil am Rand trotzdem die Richtung weiter an. Aha!

Mit diesem Wissen ausgestattet, war der Rest der Runde kein Problem mehr. Ich verlief mich zwar noch dreimal, aber immer nur kurz und konnte daher entsprechend schnell umdrehen. Der letzte Trail, den die Karte auswies, war in der Realität nicht zu sehen.

Kurz vorm Ziel ging's nochmal steil bergab
Egal, ich lief schon eine Zeit oberhalb des Weihers und wußte, wo ich hinmusste. Am Ende des Trails lief ich diesen nochmal ein Stück hoch, aber überlegte es mir dann und drehte um. Genug für heute!

Kurz danach war ich wieder am Auto. Puh! Das Gelände ist ja eh schon profiliert und teilweise richtig trailig, und wenn man dann noch dauernd an der Uhr rumspielt, wird das stressig. Aber das nächste Mal klappt das besser!

Abends zuhause am Computer fand ich auch noch raus, dass mit Garmin Connect erstellte Trails offenbar Abbiegehinweise geben. Praktisch! Das Problem, wie ich mit gpsies.com erstellte TCX-Wegmarkedateien auf die Uhr kriege, löse ich bestimmt auch noch irgendwann - ich hab sogar schon eine Ahnung wie. Vielleicht hilft mir mein Garmin Edge 1000 ein bißchen dabei...




Donnerstag, 19. Januar 2017

Mühlen-, Krockenwald-, Weißel- und Kleberbachtal



Frosttrotzen!

Seit einigen Tagen will ich laufen, aber ich will nicht...

Das eine oder andere Hindernis...
Es war mir einfach immer zu kalt, zumal ich ja eh empfindliche Bronchien habe. Aber heute hab ich mich mal gezwungen.

Gelaufen bin ich dieselbe Strecke wie letztmals vor neun Tagen, allerdings habe ich gegenüber dem letzten Mal bei km 1,7 abgekürzt und dadurch ca. 250m gespart.

Es war auch nicht so schön wie damals im Tiefschnee, zwar weniger anstrengend, da die Strecke teilweise sogar schneefrei war, aber manchmal auch gefährlich wegen Eisplatten.

...wartete drauf, überwunden zu werden
Einmal hab ich sogar flachgelegen, aber dank meiner zweijährigen Judo-Grundausbildung weiß ich ja zum Glück, wie man richtig fällt...

Dass ich seit Weihnachten erst dreimal auf der Piste war, merke ich in jedem Fall. Es wird Zeit, dass sich das ändert!

Ich hoffe nur inständig auf langsam wärmeres Wetter. Der Dauerfrost ist definitiv nichts für mich.

Dienstag, 10. Januar 2017

Snow run (Mühlen-, Kleber- und Weißelbachtal)



Wie kriegt man verschlammte Laufschuhe am besten sauber? Man rennt im Tiefschnee!

Zehn Zentimeter Neuschnee!
So machte ich das heute über Mittag. Nach Schneefall die ganze Nacht hindurch hatten wir zehn Zentimeter Neuschnee in Neunkirchen, und es schneite sogar noch weiter. Läufe im frischen Schnee sind, wenn auch sehr anstrengend, mit das Schönste und auch was ganz Besonderes.

Das Knirschen des Schnees, wenn er komprimiert wird, ist ein tolles Geräusch, das mühsame, kraftraubende Laufen gibt einem trotz allem ein Gefühl des Schweben-Könnens. Vor allem aber ist es ansonsten total still, und die Luft ist so frisch und sauber  wie sonst nie.

Die Chance wollte ich unbedingt nutzen, zumal ja auch Tauwetter vorhergesagt war.

So lief ich gegen 12.30 Uhr los, ich startete am Regenüberlaufbecken am Ortsausgang von Spiesen in Richtung Rohrbach und lief erst mal hoch in Richtung Hackenborner Trift, ehe ich nach rechts ins obere Krockenwaldbachtal abbog - kurz danach kommt man am "Hakenbrunnen" vorbei, wo der Krockenwaldbach entspringt.

Oben kurz vorm "Hakenbrunnen"
"Hackenborner Trift" zum einen, "Hakenbrunnen" zum anderen - auch wenn da ein "c" verlorengegangen ist, der Straßenname und der Name des Brunnens haben wohl denselben Ursprung.

Hier oben war mein Puls schon am Anschlag - 158! Zu meinem Glück war mein Schnürsenkel aufgegangen, so hatte ich eine Ausrede zum Anhalten.

Nun wurde es auch flacher, ich durchlief den oberen Teil des Talkessels, traf auf den Hauptweg Richtung CFK und lief gleich in das nächste Nebental des Spieser Mühlenbachtals rein.

Dort testete ich einen Singletrail, den ich schon öfter von verschiedenen Seiten angelaufen war, aber nie so richtig Anfang und Ende verbinden konnte. Heute schon. Wieder was gelernt!

Oberhalb des Weißelbruchs
Ich kam auf dem nächsten Hauptweg raus (dem, wenn man oben an der Kreuzung steht, mittleren) und folgte kurz vor dem Einstieg in den Grenzsteinweg dem aus dem Tal des Weißelbachs hochmäandernden Waldweg, den ich normalerweise laufend nur "von unten nach oben" kenne. Heute also mal andersrum!

Das war auch gut, um den Puls mal runterzubringen. So kam ich ins Weißelbachtal runter, lief am "Weißelbruch", dem Quellgebiet des Nebenbachs des Kleberbachs vorbei und von dort leicht wellig runter ins Kleberbachtal.

Nach dessen Überquerung gings runter bis fast an den Glashütter Weiher, dann (an der tiefsten Stelle des Kleberbachtals) wieder über den Bach und die zweite lange Steigung bergan. Hier waren heute schon einige Spaziergänger und auch ein Mountainbiker unterwegs gewesen, wie man an den Spuren gut sehen konnte.

Diese zweite Steigung nahm ich wesentlich ruhiger als die erste (Maximalpuls 152) und kam schließlich wieder oben am Einstieg in den Grenzsteinweg raus.

Wieder im Spieser Mühlenbachtal - noch ca. zwei Kilometer!
Nun ging's links, am Eulenbrunnen vorbei und kurvig und wellig wieder ins Mühlenbachtal, eher der letzte Anstieg das Krockenwaldbachtal hoch anstand.

Zunächst lief ich über den Bach, dann aber wieder aus dem Tal heraus und hinten um einen Talflanke herum, ehe ich danach wieder ins Tal kam und nun unterhalb des Hakenbrunnens, wo dieser einen kleinen Weiher speißt, der noch zugeeist war, rauskam.

Direkt davor ist ein zweiter kleiner Weiher, der vom Taleinschnitt gespeisst wird, beide Ausläufe vereinen sich dann zum Krockenwaldbach.
 
Jetzt ging's Richtung Finale und zum Glück nur noch bergab. In einer weiteren langen Rechtskurve nahm ich den letzten Ablauf in Richtung Auto in Angriff.

Wie geleckt!
Zwischendurch war das Wetter in Tauwetter umgeschlagen. Es regnete jetzt auch, und von den Ästen fielen richtig dicke Schneepackungen runter. Aber egal, das "Schöne" hatte ich ja mitgenommen!

Man läuft im tiefen, frischen Schnee schon anders.

Meine Schrittlänge lag klar unter einem Meter (0,97 m), wo ich sonst locker 1,05-1,10 laufe. Und auch die Bodenkontaktzeit ist wesentlich länger.

Hinzu kommt, dass das innerhalb der letzten 18 Tage nur mein dritter Lauf war - insgesamt sind in den letzten 30 Tagen nicht mal 70 Kilometer zusammen gekommen.

Mein VO²-Max-Wert, den mir meine Garmin auswirft, ist mit 48 dann auch so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Dass ich auf dem Rad (derzeit 54) mal soviel mehr drauf hätte, hätte ich nie für möglich gehalten, wiewohl der wissenschaftliche Wert dieser "Ermittlung" wohl eher nicht sehr hoch ist.

Aber Spaß hat es trotzdem gemacht! Und wie gesagt: Die Schuhe, vorher noch schwer mitgenommen vom "Easy Christmas Trail" und dem ersten Laufversuch in diesem Jahr, wurden auch sauber!

Samstag, 24. Dezember 2016

Easy Christmas Trail mit Flo Neuschwander und vielen anderen



Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt - diese Abwandlung eines auf Wilhelm Busch zurückgehenden Spruchs ("Aber hier, wie überhaupt, kommt es anders, als man glaubt" aus dem Gedicht "Plisch und Plum" (1. Kapitel, 1882)) passte heute für mich.

Mit Monika und Florian Neuschwander
Eigentlich wollte ich ja das Laufjahr mit dem Lauf vom Donnerstag abgeschlossen haben und mich ab dem heiligen Abend wegen der Rapha Festive 500 nur noch aufs Radfahren konzentrieren. Zwei Dinge änderten das: Zunächst mal das äußerst miese Wetter am heutigen Morgen, aber auch die Lektüre der Saarbrücker Zeitung, wo ich von Florians "Easy Christmas Trail"-Projekt erfuhr.

Mark und ich waren uns schnell einig: Das Radfahren musste mindestens mal noch einen Tag warten. So trafen wir uns kurz vor 11 Uhr mit ca. 50-60 Gleichgesinnten sowie Florian und seiner lieben Mama Monika am Sportplatz Eberstein. Flo erklärte fix die Regeln: Es gab keine, außer das die, die wollten, zwei Runden laufen konnten, die, die weniger vorhatten, eben nur eine - in jedem Fall gäbe es nachher was zu trinken und noch ein kleines Weihnachtsgeschenk von ihm. Super!

Vor dem Start: Florian macht den Erklärbär!
Flo hatte eine 6-km-Runde zusammengestellt, mit ganz viel Trail und schmalen Pfädchen, und die Gruppe zog sich wie eine Perlenschnur auf. Flo hatte die Strecke noch mit zwei Strava-Segmenten "garniert": Ein Trail nur bergauf, ein Kilometer mit 57 Höhenmetern, und einen Ein-Kilometer-Zielsprint zum Eberstein.

Die erste Runde lief ich voll und ziemlich vorne mit, vor der zweiten Runde passte ich Mark ab und wir liefen zusammen weiter.

Kurz vorm Einstieg in den Trail nach Beginn der zweiten Runde entschieden wir uns aber, es locker angehen zu lassen und blieben auf der Asphaltstrecke.

Wie an 'ner Schnur aufgezogen meisterte die Gruppe die Trails
Wir sammelten noch eine weitere Läuferin ein, zu dritt drehten wir die zweite Runde über Ebersteinstraße und Philosophenweg, bis uns die Kollegin dort in Richtung Heimat verließ.

Kurz vorm Ziel kam uns Flo entgegen, der wie ein guter Hirte die Herde im Blick behielt und gleich mal fragte: "Habt ihr abgekürzt?". Ich wieß das entrüstet zurück, ehe ich es eingestand - Spaß gehört beim Laufen halt dazu.

Mark und ich liefen uns am Ende der zweiten Runde noch ein wenig aus, dann gab's noch das eine oder andere Schwätzchen. Ehe wir anfingen zu frieren, löste sich die Gruppe langsam auf, nicht ohne jede Menge netter Weihnachtswünsche.

Das war toll! Jederzeit wieder! Danke an Florian, seine Mama Monika, die eine echt gute Fee war, und an alle, die dabei waren!


Samstag, 17. Dezember 2016

Hassel-Frohnbachstal-Franzosenkopf



Die erste ernsthafte Mountainbiketour seit einem halben Jahr führte mich in ein Revier, das ich schon lange mal erkunden wollte: Rechts des Frohnbaches zwischen dem Tal und Hassel liegt eine schöne Gegend mit zwei Höfen - dem Sonnenhof, der eine offenbar stark frequentierte Hundeschule beherbergt, und dem Triebscheider Hof, einem echten Pferdeparadies.

Abfahrt ins Kleberbachtal
Ich startete zuhause und fuhr über CFK und den angrenzenden Wald hinunter ins Kleberbachtal unterhalb des Glashütter Weihers, dort wechselte ich die Talseite und kam über einen Singletrail und eine 500m lange Aluminiumrampe - wohl nur zeitweise dort verlegt wegen Arbeiten an einem Strommast - an den Rand des oberen Rohrbachs, hinter den Häusern fand ich einen Pfad in Richtung Autobahnauffahrt.

Von dort ging's bis zum Geistkircher Hof und dann runter ins Frohnbachtal. Nachdem ich am Sonnenhof vorbeigekommen war, drehte ich eine Runde durch den Wald und kam eben wieder am Sonnenhof raus, ehe es in Richtung Ortslage Hassel ging. Dann wieder in den Wald hinein, und nach einigen Kilometern kam ich an eine Kreuzung, die ich später wiedersehen sollte.

Der Downhill-Trail "DB Trail" - für mich 'ne Nummer zu hart
Erstmal ging's auf einer schönen Abfahrt runter ins Tal in Richtung der Bahngleise und dann den "DB-Trail" hoch. Leider musste ich einmal absteigen und kam nur sehr schwer wieder in Tritt, ehe ich oben stand und auf den Downhill-Trail hinunterblickte. Ganz ehrlich: Ich fahr gern MTB und scheue mich auch nicht vor technisch schwierigen Trails, aber das war mir eine Nummer zu heftig. Da bremste ich mich lieber vorsichtig runter und fuhr dann wieder bergan zurück zu der Kreuzung, an der ich vorher schon war.

Von dort ging's Richtung Triebscheider Hof, dann Richtung Niederwürzbacher Weiher und nach dem Überqueren des Frohnbachs kurz vor dessen Mündung in den Weiher wieder bergan in Richtung Franzosenkopf.

Blick oberhalb des Triebscheider Hofes auf Hirschberg (links) und Hutschucker Kupp (rechts)
Der Rest war altbekannt: Hinter den Häusern der Allmendstraße ging's auf einer langen Auffahrt auf die Höhe. Nun war ich richtig warmgefahren und kam richtig gut über die wellige Höhenstrecke bis fast nach Kirkel, ehe es runter in Richtung Siedlung Waldland, dann entlang der L119 bis kurz vor Rohrbach und danach durch den Wald in Richtung Steigberg. Von dort fuhr ich zum Gutshof Menschenhaus und über die L113 bis nach Neunkirchen, anschließend über die Hermannstraße nach Hause.

Eine schöne, stramme, aber nicht übertrieben harte Runde: 18 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit auf dem MTB sind für mich schon ein hohes Tempo. Der Asphaltanteil war aber auch nicht unerheblich. In jedem Fall hab ich mal wieder ein paar neue Trails kennengelernt und jede Menge Spaß gehabt!