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Sonntag, 10. Dezember 2017

Zehn Meilen Winter


Laufschuhe säubern!

Nichts macht die Treter reiner als 16 km im Schnee 

 

Als es heute morgen richtig zu schneien begann, war klar, was ich machen würde, sobald unsere französischen Freunde auf der Heimfahrt waren - Laufschuhe an, und ab in den Schnee!

Black on White - ich war gut zu sehen!
Läufe im frischen Schnee sind zwar ein gutes Stück anstrengender als auf normalem Untergrund, aber zum einen ist das für den Trainingseffekt ja nicht schlecht - und zum anderen werden die Schuhe dadurch so sauber wie bei einer Generalreinigung!

Ich war auch gut warm eingepackt, denn es war immer noch knapp unter 0°C, und als ich loslief, schneite es auch noch leicht - aber der Wetterumschwung begann gerade. Schon im Schlesierweg schlug der Schnee in Eisregen um, und ab da war's das mit der weißen Pracht, die zwar noch massenhaft auf dem Boden lag, aber von nun an nicht mehr fiel.

Über den Beckerwald und das WZB im Tal des jungen Spieser Mühlenbachs ging's zunächst mal bergauf zum CFK - ich lief einigermaßen angestrengt, aber kontrolliert. Hier merkte man besonders die erhöhte Anstrengung, die notwendig ist, wenn man im frischen Schnee läuft - der Fuß sinkt einfach ein, die Energie verpufft, um beim Abdrücken rutscht man auch immer noch ein wenig nach - es ist einfach eine andere Art zu laufen.

Die Hackenborner Trift runter ging's ins
Tal des Spieser Mühlenbachs
Aber Spaß macht es trotzdem, und man hat ja allzu selten mal die Gelegenheit dazu - also gilt es das auch auszunutzen. Über das CFK und die Hackenborner Trift ging's runter ins Spieser Mühlenbachtal, ich kam genau am neuen Hauptsammler des Entsorgungsverbands Saar raus.

Von da ging's das Tal runter, vorbei am Forstbrunnen und runter in Richtung Spiesermühle. Hinter dieser verließ ich für einige Zeit den Landkreis Neunkirchen und lief zum Ablauf des Glashütter Weihers, diesen an der Südseite entlang und dann immer den Kleberbach hoch.

Im Wald wechselte ich dann auf die rechte Seite des Bachs und lief ab der Einmündung des Weißelbachs in den Kleberbach den Weißelbach auf seiner rechten Seite eine Zeitlang hoch in Richtung Landkreisgrenze und zum Eingang des Grenzwegs Nassau-Pfalz, der wieder hinunter zum Weißelbach führt, ich blieb aber oben und lief zum höchsten Punkt der Gegend kurz vor der Kreuzung der verschiedenen Wanderwege am Waldrand in der Nähe des CFK.

Am Holzlagerplatz am Franzosenweg - noch drei Kilometer!
Von da an ging's nordostwärts wieder runter ins junge Kleberbachtal und gleich wieder hoch zum Holzlagerplatz, wo der Saarforst-Landesbetrieb wie jedes Jahr einige wirklich mächtige Stämme aus den Wäldern rund im Neunkirchen zum Verkauf ausgelegt hat.

Auf den letzten drei Kilometern traf ich noch Jenny Kriesche, die zu diesem Zeitpunkt mit 15 km ähnlich viele wie ich zurückgelegt hatte, aber noch 10 weitere lief, also insgesamt 25,4 - Respekt!

Ich begnügte mich mit dem Franzosenweg bis über die A8.

Warum heißt der eigentlich so?

Die Namensgebung geht auf die Reunionszeit (1648 - 1697) zurück, während der die französische Militärverwaltung aus rein strategischen Gründen eine Reihe alter Straßen erneuern, oder auch neue Straßen anlegen ließ.

Neunkirchen war ja nach dem 30jährigen Krieg völlig ausgeblutet, und so war der alte Kreuzweg wohl ganz vergessen oder zumindest nicht mehr instandgehalten worden. Er geriet erst wieder in den Blickpunkt des Interesses mit der nun von den Franzosen betriebenen Erneuerung, und so war dann der alte Kreuzweg von Bildstock herüber bis zum Auftreffen auf die Kirkelerstraße für die Einwohner von Neunkirchen zur Straße der Franzosen, zur Franzosenstraße und schließlich zu unserem heutigen Franzosenweg geworden.

Er war nichts weiter als ein kleines Teilstück einer langen Verbindungsstraße, die bei der von Ludwig  XIV. erbauten Festung Saarlouis ihren Anfang nahm, und über unseren Bereich hinaus den alten Kreuzwegen folgte. (Quelle: hvsn.de)

Oben an der Hermannstraße angekommen, ging es auf direktem Weg nach Hause. Schöne anderthalb Stunden im Schnee - wer weiß, wann ich das Vergnügen wieder haben werde!


Samstag, 21. Januar 2017

Unterwegs mit den Matschfindern - aber fast ohne Matsch




Rutschpartie in der Wintersonne!

Eigentlich wollte ich ja schon morgens recht früh fahren - aber Peter Schmitt überzeugte mich davon, erst am frühen Nachmittag zu starten. Das war eine gute Entscheidung! Statt -7°C um 10 Uhr waren es beim Start um 12:50 Uhr gerade mal noch -1°C - das ließ sich deutlich besser aushalten.

Blick vom Galgenbergturm in Richtung Rohrbachtal
Um kurz nach 13 Uhr trafen Peter und ich uns am Furpacher Weiher und fuhren am Bielersweiher vorbei hoch zur L113, die wir querten, bevor es runter ins Kleberbachtal ging. Im Anstieg hätte ich fast eine Sturz gebaut - Das Tau- und Wiederfrostwetter der vergangenen Tage hatte einige gefährliche und kaum merkbare Eisplatten unter manche Schneefläche gezaubert.

So fuhren wir fortan eher defensiv. Ich zeigte Peter das Weißelbachtal und seine Nebentäler, zunächst umfuhren wir den Weißelbruch und kamen dann über den Nassau-Zweibrücken-Grenzsteinweg hoch und hinüber ins Krockenwaldbachtal.

Durch die Spieser Ortslage ging's dann zum Galgenbergturm, wo wir die Freunde der Matschfinder trafen. Mit insgesamt sieben Fahrern machten wir uns auf in Richtung Würzbacher Weiher, Peter und ich wollten allerdings nur eine Zeitlang mitfahren.

Begrüßungsrituale im Winter - Handschuhe aus und schütteln!
Auch hier ließen wir es gemütlich angehen, Vorsicht war die Mutter der Porzellankiste. Über die Herrenstraße fuhren wir runter zur L243 und dann in Richtung Wombacher Weiher. Unterwegs begegnete uns eine Familie mit ihren Hängebauchhausschwein. Ja, genau!

Von dort ging es ins Kleberbachtal vorbei am Glashütter Weiher, einige hundert Meter vorm Glashütter Hof bogen wir rechts ab in den Wald. Diesen Weg war ich noch nie gefahren, oben auf der Höhe traf dieser dann aber auf mir gut bekannte Pfade.

Temperaturmäßig war's gut auszuhalten. Die Sonne wärmte sogar ab und an, begann aber gegen 14.30 Uhr merklich an Kraft zu verlieren.

Wir blieben noch ein wenig bei den Matschfindern und befuhren die Pfädchen entlang der A6, aber an der Brücke im Wald bei der Wasserscheide Rohrbach/Blies trennten wir uns, die Jungs fuhren rechts, wir links in Richtung Kleberbachtal und dort wieder das Weißelbachtal hoch, diesmal allerdings auf der anderen Seite.

Vorbei am CFK ging's Richtung Heimat, Peter verließ mich am Holzablageplatz und fuhr seiner wohlverdienten Hühnersuppe entgegen. Ich gönnte mir zwei heiße Tassen Tee und freute mich aufs Hockeyspiel einige Stunden später. War 'ne schöne Runde!

Donnerstag, 19. Januar 2017

Mühlen-, Krockenwald-, Weißel- und Kleberbachtal



Frosttrotzen!

Seit einigen Tagen will ich laufen, aber ich will nicht...

Das eine oder andere Hindernis...
Es war mir einfach immer zu kalt, zumal ich ja eh empfindliche Bronchien habe. Aber heute hab ich mich mal gezwungen.

Gelaufen bin ich dieselbe Strecke wie letztmals vor neun Tagen, allerdings habe ich gegenüber dem letzten Mal bei km 1,7 abgekürzt und dadurch ca. 250m gespart.

Es war auch nicht so schön wie damals im Tiefschnee, zwar weniger anstrengend, da die Strecke teilweise sogar schneefrei war, aber manchmal auch gefährlich wegen Eisplatten.

...wartete drauf, überwunden zu werden
Einmal hab ich sogar flachgelegen, aber dank meiner zweijährigen Judo-Grundausbildung weiß ich ja zum Glück, wie man richtig fällt...

Dass ich seit Weihnachten erst dreimal auf der Piste war, merke ich in jedem Fall. Es wird Zeit, dass sich das ändert!

Ich hoffe nur inständig auf langsam wärmeres Wetter. Der Dauerfrost ist definitiv nichts für mich.

Samstag, 14. Januar 2017

Peters Eiche mit Peter




Seit langem mal wieder eine MTB-Schneetour, wenn auch mit nur einem Peter!

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach meiner letzten MTB-Runde im Schnee, damals mit Peter Jung und Peter Schmitt, fuhr ich heute mit Peter Jung alleine. Gestern abend auf dem Fest der Meister, der jährlichen Sportlerehrung des Neunkircher Sportverbandes, hatten wir uns spontan verabredet.

Treffpunkt war wie meist am Furpacher Weiher
Nach den neuerlichen Schneefällen der letzten beiden Tage war es noch leicht gefroren, als ich gegen 9.10 Uhr losfuhr, Treffpunkt war 9.30 Uhr am Furpacher Weiher, unserem "Standardtreff".

Es fuhr sich recht gut, wenn auch unter der frischen Schneedecke manchmal Gefahren lauerten. Man musste schon konzentriert fahren.

Nachdem ich das Robinsondorf passiert hatte, fuhr ich erstmals den parallelen Waldpfad zum Spazierweg links oben im Erlenbrunnenbachtal, ehe ich mich mit Peter traf und wir den Maltitzweg hoch weiterfuhren in Richtung L117.

Ab und an gab's halt Tragepassagen...
Von dort ging's wieder in den Wald, wo der Maltitzweg in den Grenzsteinweg übergeht, bogen wir rechts ab runter ins Mutterbachtal.

Peter fuhr mir in den Abfahrten immer ein wenig davon, ich hab da, besonders bei diesem Wetter, einige "Gamaschen".

Ich bin schon seit fast drei Jahren mit dem Rad nicht mehr gestürzt, und je länger der letzte Sturz zurückliegt, umso mehr fürchte ich den nächsten.

Aber unten im Tal wartete mein Kollege ja, und so ging's gemeinsam weiter vorbei an der Silbersandquelle nach Kirkel und dann an der Burg hoch in Richtung Hirschberg bzw. Geologischer Lehrpfad / Frauenbrunnenquelle.

Oben angekommen (bergauf lies sich in dem frischen, aber nicht allzu tiefen Schnee richtig gut fahren, und man blieb trotz mittlerweile einsetzendem Tauwetter auch sauber) ging's über den Höhenzug in Richtung Sieben Fichten, wobei wir den höchsten Punkt der gesamten Bergkette überfuhren. Ein wenig spürten wir noch die Nachwirkungen von Egon, dem Sturmtief von vor zwei Nächten, aber im Großen und Ganzen fuhr es sich prima.

Gedenkstein am Kreisel in Kirkel-Neuhäusel
Von "Sieben Fichten" ging's zu "Peters Eiche", einer weiteren bekannten Landmarke im Wald zwischen Kirkel, Wörschweiler und Lautzkirchen, und dann runter in den Frauenbrunnengraben. Wir kreuzten sodann die L113 und fuhren hoch in Richtung Bellem, dann vorbei am Waldklassenzimmer und genossen nochmal den wunderschönen Blick auf Kirkel, ehe wir wieder ins Kirkeler Bachtal abfuhren.

Von dort wählten wir dann doch asphaltierte Straßen, weil es Zeit war, nach Hause zu kommen - die Verpflichtungen des Tages warteten. In Neuhäusel am Kreisel war aber noch soviel Zeit, dass Peter der Liste der "verschwundenen Dörfer", an denen bzw. über deren Fläche wir schon vorbeigefahren sind, ein weiteres hinzufügte: Dort, wo sich seit 1700 Neuhäusel befindet, stand früher das Dorf "Volkerskirchen". Wieder was gelernt!




Dienstag, 10. Januar 2017

Snow run (Mühlen-, Kleber- und Weißelbachtal)



Wie kriegt man verschlammte Laufschuhe am besten sauber? Man rennt im Tiefschnee!

Zehn Zentimeter Neuschnee!
So machte ich das heute über Mittag. Nach Schneefall die ganze Nacht hindurch hatten wir zehn Zentimeter Neuschnee in Neunkirchen, und es schneite sogar noch weiter. Läufe im frischen Schnee sind, wenn auch sehr anstrengend, mit das Schönste und auch was ganz Besonderes.

Das Knirschen des Schnees, wenn er komprimiert wird, ist ein tolles Geräusch, das mühsame, kraftraubende Laufen gibt einem trotz allem ein Gefühl des Schweben-Könnens. Vor allem aber ist es ansonsten total still, und die Luft ist so frisch und sauber  wie sonst nie.

Die Chance wollte ich unbedingt nutzen, zumal ja auch Tauwetter vorhergesagt war.

So lief ich gegen 12.30 Uhr los, ich startete am Regenüberlaufbecken am Ortsausgang von Spiesen in Richtung Rohrbach und lief erst mal hoch in Richtung Hackenborner Trift, ehe ich nach rechts ins obere Krockenwaldbachtal abbog - kurz danach kommt man am "Hakenbrunnen" vorbei, wo der Krockenwaldbach entspringt.

Oben kurz vorm "Hakenbrunnen"
"Hackenborner Trift" zum einen, "Hakenbrunnen" zum anderen - auch wenn da ein "c" verlorengegangen ist, der Straßenname und der Name des Brunnens haben wohl denselben Ursprung.

Hier oben war mein Puls schon am Anschlag - 158! Zu meinem Glück war mein Schnürsenkel aufgegangen, so hatte ich eine Ausrede zum Anhalten.

Nun wurde es auch flacher, ich durchlief den oberen Teil des Talkessels, traf auf den Hauptweg Richtung CFK und lief gleich in das nächste Nebental des Spieser Mühlenbachtals rein.

Dort testete ich einen Singletrail, den ich schon öfter von verschiedenen Seiten angelaufen war, aber nie so richtig Anfang und Ende verbinden konnte. Heute schon. Wieder was gelernt!

Oberhalb des Weißelbruchs
Ich kam auf dem nächsten Hauptweg raus (dem, wenn man oben an der Kreuzung steht, mittleren) und folgte kurz vor dem Einstieg in den Grenzsteinweg dem aus dem Tal des Weißelbachs hochmäandernden Waldweg, den ich normalerweise laufend nur "von unten nach oben" kenne. Heute also mal andersrum!

Das war auch gut, um den Puls mal runterzubringen. So kam ich ins Weißelbachtal runter, lief am "Weißelbruch", dem Quellgebiet des Nebenbachs des Kleberbachs vorbei und von dort leicht wellig runter ins Kleberbachtal.

Nach dessen Überquerung gings runter bis fast an den Glashütter Weiher, dann (an der tiefsten Stelle des Kleberbachtals) wieder über den Bach und die zweite lange Steigung bergan. Hier waren heute schon einige Spaziergänger und auch ein Mountainbiker unterwegs gewesen, wie man an den Spuren gut sehen konnte.

Diese zweite Steigung nahm ich wesentlich ruhiger als die erste (Maximalpuls 152) und kam schließlich wieder oben am Einstieg in den Grenzsteinweg raus.

Wieder im Spieser Mühlenbachtal - noch ca. zwei Kilometer!
Nun ging's links, am Eulenbrunnen vorbei und kurvig und wellig wieder ins Mühlenbachtal, eher der letzte Anstieg das Krockenwaldbachtal hoch anstand.

Zunächst lief ich über den Bach, dann aber wieder aus dem Tal heraus und hinten um einen Talflanke herum, ehe ich danach wieder ins Tal kam und nun unterhalb des Hakenbrunnens, wo dieser einen kleinen Weiher speißt, der noch zugeeist war, rauskam.

Direkt davor ist ein zweiter kleiner Weiher, der vom Taleinschnitt gespeisst wird, beide Ausläufe vereinen sich dann zum Krockenwaldbach.
 
Jetzt ging's Richtung Finale und zum Glück nur noch bergab. In einer weiteren langen Rechtskurve nahm ich den letzten Ablauf in Richtung Auto in Angriff.

Wie geleckt!
Zwischendurch war das Wetter in Tauwetter umgeschlagen. Es regnete jetzt auch, und von den Ästen fielen richtig dicke Schneepackungen runter. Aber egal, das "Schöne" hatte ich ja mitgenommen!

Man läuft im tiefen, frischen Schnee schon anders.

Meine Schrittlänge lag klar unter einem Meter (0,97 m), wo ich sonst locker 1,05-1,10 laufe. Und auch die Bodenkontaktzeit ist wesentlich länger.

Hinzu kommt, dass das innerhalb der letzten 18 Tage nur mein dritter Lauf war - insgesamt sind in den letzten 30 Tagen nicht mal 70 Kilometer zusammen gekommen.

Mein VO²-Max-Wert, den mir meine Garmin auswirft, ist mit 48 dann auch so niedrig wie schon lange nicht mehr.

Dass ich auf dem Rad (derzeit 54) mal soviel mehr drauf hätte, hätte ich nie für möglich gehalten, wiewohl der wissenschaftliche Wert dieser "Ermittlung" wohl eher nicht sehr hoch ist.

Aber Spaß hat es trotzdem gemacht! Und wie gesagt: Die Schuhe, vorher noch schwer mitgenommen vom "Easy Christmas Trail" und dem ersten Laufversuch in diesem Jahr, wurden auch sauber!