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Samstag, 22. Februar 2020

#london2020 #010 Locker durchs Mühlenbachtal


Noch nicht ganz übern Berg



Erholungslauf im Mühlenbachtal mit Abenteuerfaktor

Beine locker gehalten trotz weiter flauen Magens


Ja, mach nur einen Plan!
Sei nur ein großes Licht!
Und mach dann noch’nen zweiten Plan
Gehn tun sie beide nicht.

aus: Die Ballade von der Unzulänglichkeit
menschlichen Planens von Berthold Brecht
Der heutige Lauf musste "on the fly" umgeplant werden:

Der Steg über den Spieser Mühlenbach, durch den ich ins Rödchestal wollte, lag unpraktischerweise unterhalb der Wasserlinie.

So musste ich umplanen und lief über die Spiesermühle, dann das Tal rauf und runter und so auch wieder zurück.

Gegen Ende ging der Puls dann doch ein wenig (zu) hoch - der Infekt hat mich leider immer noch im Griff. Aber nicht so schlimm.

So geht's nun weiter: Morgen der zweite lange Lauf (27 km in 5:40/km). Am Rosenmontag dann Ruhetag, und am Dienstag wieder Intervalle: 4*3km im Marathontempo!


Sonntag, 10. Dezember 2017

Zehn Meilen Winter


Laufschuhe säubern!

Nichts macht die Treter reiner als 16 km im Schnee 

 

Als es heute morgen richtig zu schneien begann, war klar, was ich machen würde, sobald unsere französischen Freunde auf der Heimfahrt waren - Laufschuhe an, und ab in den Schnee!

Black on White - ich war gut zu sehen!
Läufe im frischen Schnee sind zwar ein gutes Stück anstrengender als auf normalem Untergrund, aber zum einen ist das für den Trainingseffekt ja nicht schlecht - und zum anderen werden die Schuhe dadurch so sauber wie bei einer Generalreinigung!

Ich war auch gut warm eingepackt, denn es war immer noch knapp unter 0°C, und als ich loslief, schneite es auch noch leicht - aber der Wetterumschwung begann gerade. Schon im Schlesierweg schlug der Schnee in Eisregen um, und ab da war's das mit der weißen Pracht, die zwar noch massenhaft auf dem Boden lag, aber von nun an nicht mehr fiel.

Über den Beckerwald und das WZB im Tal des jungen Spieser Mühlenbachs ging's zunächst mal bergauf zum CFK - ich lief einigermaßen angestrengt, aber kontrolliert. Hier merkte man besonders die erhöhte Anstrengung, die notwendig ist, wenn man im frischen Schnee läuft - der Fuß sinkt einfach ein, die Energie verpufft, um beim Abdrücken rutscht man auch immer noch ein wenig nach - es ist einfach eine andere Art zu laufen.

Die Hackenborner Trift runter ging's ins
Tal des Spieser Mühlenbachs
Aber Spaß macht es trotzdem, und man hat ja allzu selten mal die Gelegenheit dazu - also gilt es das auch auszunutzen. Über das CFK und die Hackenborner Trift ging's runter ins Spieser Mühlenbachtal, ich kam genau am neuen Hauptsammler des Entsorgungsverbands Saar raus.

Von da ging's das Tal runter, vorbei am Forstbrunnen und runter in Richtung Spiesermühle. Hinter dieser verließ ich für einige Zeit den Landkreis Neunkirchen und lief zum Ablauf des Glashütter Weihers, diesen an der Südseite entlang und dann immer den Kleberbach hoch.

Im Wald wechselte ich dann auf die rechte Seite des Bachs und lief ab der Einmündung des Weißelbachs in den Kleberbach den Weißelbach auf seiner rechten Seite eine Zeitlang hoch in Richtung Landkreisgrenze und zum Eingang des Grenzwegs Nassau-Pfalz, der wieder hinunter zum Weißelbach führt, ich blieb aber oben und lief zum höchsten Punkt der Gegend kurz vor der Kreuzung der verschiedenen Wanderwege am Waldrand in der Nähe des CFK.

Am Holzlagerplatz am Franzosenweg - noch drei Kilometer!
Von da an ging's nordostwärts wieder runter ins junge Kleberbachtal und gleich wieder hoch zum Holzlagerplatz, wo der Saarforst-Landesbetrieb wie jedes Jahr einige wirklich mächtige Stämme aus den Wäldern rund im Neunkirchen zum Verkauf ausgelegt hat.

Auf den letzten drei Kilometern traf ich noch Jenny Kriesche, die zu diesem Zeitpunkt mit 15 km ähnlich viele wie ich zurückgelegt hatte, aber noch 10 weitere lief, also insgesamt 25,4 - Respekt!

Ich begnügte mich mit dem Franzosenweg bis über die A8.

Warum heißt der eigentlich so?

Die Namensgebung geht auf die Reunionszeit (1648 - 1697) zurück, während der die französische Militärverwaltung aus rein strategischen Gründen eine Reihe alter Straßen erneuern, oder auch neue Straßen anlegen ließ.

Neunkirchen war ja nach dem 30jährigen Krieg völlig ausgeblutet, und so war der alte Kreuzweg wohl ganz vergessen oder zumindest nicht mehr instandgehalten worden. Er geriet erst wieder in den Blickpunkt des Interesses mit der nun von den Franzosen betriebenen Erneuerung, und so war dann der alte Kreuzweg von Bildstock herüber bis zum Auftreffen auf die Kirkelerstraße für die Einwohner von Neunkirchen zur Straße der Franzosen, zur Franzosenstraße und schließlich zu unserem heutigen Franzosenweg geworden.

Er war nichts weiter als ein kleines Teilstück einer langen Verbindungsstraße, die bei der von Ludwig  XIV. erbauten Festung Saarlouis ihren Anfang nahm, und über unseren Bereich hinaus den alten Kreuzwegen folgte. (Quelle: hvsn.de)

Oben an der Hermannstraße angekommen, ging es auf direktem Weg nach Hause. Schöne anderthalb Stunden im Schnee - wer weiß, wann ich das Vergnügen wieder haben werde!


Mittwoch, 14. September 2016

#chicago2016 #35 - 60 min. Jogging in 5:20/km rund um die Spiesermühle

#chicago2016 #35 - 60 min. Jogging in 5:20/km rund um die Spiesermühle





Sonnenuntergangsjogging im Mühlenbachtal


Rauhe Wege, aber alles geht, wenn der Boss singt


Beim Start...
Zur Wochenmitte der siebten Trainingswoche stand ein 60-min-Dauerlauf auf dem Programm. Ich empfand es aber eher als Jogging, was eigentlich gut ist, denn wenn so ein Lauf schon als locker empfunden wird, kann die Form nicht so schlecht sein, zumal ich noch 7 sec/km schneller lief als von Steffny verlangt und dabei immerhin fast 200 hm machte, u.a. den langen Anstieg vom Kleberbachtal bis auf die Höhe der Quelle des Weiselbachs.

Die Wege sind teilweise arg hart geschottert, aber es ist eine schöne Runde. Zumal ich Bruce Springsteen auf den Ohren hatte. Ich höre, wenn ich beim Laufen Musik mitnehme, ja alles quer beet (U2, Aimee Mann, Peter Gabriel, RHCP, Waterboys, The Pogues, Billy Talent usw...) aber am besten ist immer noch der Boss.

Seine Musik ist ohnehin über jeden Zweifel erhaben, aber auch die Geschichten, die er in seinen Liedern erzählt, sind so toll, dass man sich alles wie in einem Film vorstellen kann, wie z.B. eines meiner Lieblingslieder "Working On The Highway", in der Springsteen die Geschichte eines ewigen Pechvogels erzählt, der im Straßenbau arbeitet, mit einer Minderjährigen durchbrennt und dafür am Ende im Gefängnis landet, ohne aber je den Lebensmut zu verlieren.




Wie er das Mädchen trifft und sich in sie verliebt, beschreibt Springsteen unnachahmlich:

"I met her at a dance down at the union hall
She was standing with her brothers, back up against the wall
Sometimes we'd go walking down the Union tracks
One day I looked straight at her and she looked straight back"


Da ertapp ich mich oft dabei, wie ich laut mitsinge. Zum Glück laufe ich meistens alleine.

... und am Ziel
Ich startete am Regenrückhaltebacken und erst ging's mal das Mühlenbachtal runter, ich lief über die Holzbrücke, das Rödgestal hoch, am Wombacher und Glashütter Weiher vorbei, aus dem Kleberbachtal hoch zur Quelle des Weiselbachs und dann wieder runter ins Mühlenbachtal zurück zum Start. Als ich ankam, war's schon dunkel.

Eine wunderschöne Runde, die ich demnächst bestimmt nochmal laufe!