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Samstag, 26. Mai 2018

#granfondo_2018_01 Stadtradelstart - auf nach Bitche!


Erster "Hunderter" für 2018


Der Start der Aktion "Stadtradeln" führte mich nach Bitche

 

Erste Pause in Hornbach!

Aufgrund der Konzentration auf den Tokyo-Marathon im Frühjahr und einer OP danach hatte ich vor dieser Fahrt weniger als 500 Radkilometer in 2018 - zum Vergleich: 2016 hatte ich 1.800 und selbst letztes Jahr immerhin noch knapp 1.000 (trotz "Frühjahrsmarathon" in Hamburg).

Trotzdem ging mir die Runde leicht "von der Hand". Über den Eschweilerhof, Kirkel, Lautzkirchen und Zweibrücken ging's nach Hornbach und dann im Uhrzeigersinn den Fluß aufwärts bis zur deutsch-französischen Grenze, dann hoch nach Riedelberg und über die Riedelberger Höhe nach Vinningen und Kröppen.

Hier probierte ich mal was Neues, eine toll asphaltierte schmale Straße führt von der Bitscher Straße (L483) hinab ins Tal des Eppenbrunner Baches.

Liederschiedt

Die kannte ich bisher noch nicht! Danach ging's hoch nach Schweix und wieder rüber "en France" nach Liederscheidt, das schnuckelige Grenzdorf mit der "école maternelle franco-allemande", einem deutsch-französischen Kindergarten - unsere Region ist halt die Nahtstelle von Europa!

Meine Route führte mich weiter hinunter ins Tal des Schwarzbachs, eines Nebenbachs des Hornbachs, den ich hinauffuhr, durch Haspelscheidt durch und dann weiter mitten durch den Truppenübungsplatz nach Bitche.

 

Dort angekommen, ging's gleich wieder runter ins Schwalbtal und dann den Fluß hinab über Volmunster zurück nach Hornbach, wo Hornbach und Schwalb zusammenfließen.

 

Livin' on the edge!

Hinter Zweibrücken bog ich über Schwarzenacker ab nach Homburg, wo die landesweite Auftaktveranstaltung von "Stadtradeln" stattfand.

 

 Ein nettes Interview mit Sonja Marx vom Saarländischen Rundfunk und viele Begegnungen mit Radsportfreunden aus dem ganzen Land später ging's dann über Limbach und Furpach heim.

 

Am Ende war dann doch ein 29er-Schnitt rausgekommen - für den ersten Hunderter mit nicht eben wenigen Höhenmetern (fast 1.500) nicht mal schlecht!


Freitag, 23. Juni 2017

Lemberg - Melch - Lichtenberg - Waldeck



Ausflug ins Bitcher Land

Ein gelungener Freitagnachmittag!

Die Zeit zwischen Dienstschluß im Rathaus und den abendlichen Repräsentanzterminen nutzte ich heute optimal für einen knackigen Ritt entlang und über die Wasserscheide Saar/Rhein südlich von Bitche.

Mouterhouse im Tal der nördlichen Zinsel (Baerenthal)
Dort, wo auf der einen Seite Hornbach, Schwalb und Thalbach (auch als Spielersbach bekannt) entspringen, die in Blies und Eichel, zwei Nebenflüsse der Saar, münden, und auf der anderen Seite sich der Falkensteiner Bach, die nördliche Zinsel und die Moder auf den Weg zueinander bzw. in Richtung Rhein machen, wollte ich eine schöne 60-km-Runde in etwas mehr als zwei Stunden drehen, bevor ich im Intermarché in Bitche noch einige Dinge kaufen wollte, die man so in Deutschland einfach schlecht bekommt. Kleiner Tipp: Ausschließlich Speisen und Getränke...

Ich parkte das voiture am Étang d'Hasselfurth, der erste See, den der Hornbach durchfließt, und fuhr erstmal auf dem toll ausgebauten Radweg in Richtung Lemberg, dann runter ins Tal der nördlichen Zinsel nach Mouterhouse. Dort bog ich nach rechts ab in die Auffahrt in Richtung Goetzenbruck/Althorn - um kurz danach nochmal links abzubiegen und eine neue Strecke zu erkunden, die ich noch nie zuvor gefahren war: Die Auffahrt nach Melch in eines der Quelltäler des Rothbachs, des ersten größeren linken Nebenbachs der Moder.

Oben auf dem Col du Kammbuhl
Von dort ging's runter in Richtung Modertal mit einem kleinen Zwischenanstieg durch Wildenguth, dann kurz vor Wimmenau im Modertal wieder bergan in Richtung Lichtenberg. Ich umfuhr den Ort mit seiner wunderschönen Burg und machte mich dann wieder auf in Richtung Reipertsviller, wäre aber am Ende der Rue Jacques Le Barbu von der Kirche in Lichtenberg kommend fast gestürzt: Die Straße ist dort extrem steil, geschätzt 20%, und wird dann plötzlich sehr rau. Meine ohnehin schon gequälten Bremsen hätten da fast versagt. Schrecksekunde überstanden, durchschnaufen - und weiter geht's!

Ich fuhr hinab ins Rohrbachtal und dann rüber über den Col du Kammbuhl über die Route forestiere de la Kundschaft runter ins Tal der nördlichen Zinsel, von dort dann durchs Schmalenthal über die Route Communale du Hammerschless rüber ins Falkensteinerbachtal.

Der letzte Anstieg kam kurz danach: Vorbei am Schloß Waldeck ging's aus dem Tal hinaus wieder hoch in den Einzugsbereich des Hornbachs, zurück zum Start.

Tolle Runde, einiges Neues kennengelernt und was für die Kopfkarte getan. Hoffentlich bald wieder!

Donnerstag, 15. Juni 2017

#granfondo_2017_09 RTF Pirmasens "Schlabbeflicker-Marathon"



Wie der Blitz durch die Pfalz!

Geile Premiere beim "Schlabbeflicker"-Marathon dank toller Teamleistung

Den "Schlabbeflicker"-Marathon in Pirmasens wollte ich immer schon mal fahren. Heute war es endlich so weit, und ich freute mich wahnsinnig darauf: Mit Roman und Mark war ich zum gemeinsamen Hinfahren verabredet, und treffen wollten wir noch einige Saarländer mehr, um dann als Team von mindestens acht Fahrern richtig einen rauszuhauen.

Unser Zug im Hornbachtal
Pünktlich um fünf Uhr trafen wir uns bei mir zuhause, flugs waren die Räder in Romans Vito verstaut, noch schnell eine Tasse Kaffee, und ab ging's nach "Schlabbeflicker-City", wo wir um 05:40 Uhr eintrafen.

Dank scan&bike waren wir schnell angemeldet, und wenn wir auch den "offiziellen" Start um 06:00 Uhr verpassten, gingen wir dann doch nur wenige Minuten später auf die Piste. Sebastian, Christian, Maximilian, Eric und auch weitere Saar-Fahrer bildeten insgesamt eine zwölf Mann starke Truppe, die von Beginn an toll harmonierte. Über Winzeln und durchs Felsalbtal ging es rüber auf die Riedelberger Höhe und dann runter ins Hornbachtal.

Die Zitadelle in Bitche
Wir rollten gut zusammen und spätestens ab Waldhouse klappte auch der Zug so richtig gut. Die 11,6 km bis Bitche rissen wir in zwanzig Minuten ab, ein Schnitt von 34 km/h. Kurz vor Bitche fuhren wir eine vor uns gestartete Gruppe auf, und an der ersten Rast unterhalb der Zitadelle trafen wir auch noch einige Jungs aus Hirzweiler und Umgebung.

So fuhren wir ab Camp Bitche mit einem 21er-Feld nach Osten. Auch hier wurde schön geheizt. Für die knapp 34 km von Bitche bis zum Fuß des Col du Pfaffenschlick hinter Lembach brauchten wir nur knapp 56 Minuten - ein Schnitt von über 36 km/h. Da sieht man mal, was so ein großes Feld ausmacht.

Mark kurz vor Wissembourg - am Horizont der Schwarzwald
Ich hatte allerdings auf den letzten 20 Minuten Probleme - mir war ein ekliges Sonnencreme-Schweiß-Gemisch ins linke Auge gelaufen, und da kann man, zumal bei dem Tempo, nicht viel machen, außer sich nach hinten begeben, vorsichtig dranbleiben und hoffen, dass die verstärkte Tränenproduktion das ganze irgendwann auswäscht. Das klappte zum Glück auch, und am Fuß des Col du Pfaffenschlick hatte ich wieder freie Sicht.

Am Berg fuhr jeder sein Tempo, doch oben warteten alle an der zweiten Kontrollstelle. Danach ging's gemeinsam weiter in Richtung Wissembourg - auf dieser welligen Piste harmonierte das Feld nicht so gut wie vorher, besser wurde es erst wieder nach Wissembourg, als wir die Wieslauter hinauffuhren.

Auf der Höhe hinter Hermersbergerhof
Im Reisbachtal auf der L492 passierten wir die 100-km-Marke, und meine Uhr zeigte 2:59:50 reine Fahrzeit - so schnelle 100 km war ich noch nie gefahren, ein 33,3er Schnitt - wow!

Wir passierten die Anhöhe des Grates zwischen dem großen Eichelberg und der hohen Derst und fuhren ab ins Erlenbachtal an den Ortseingang von Bad Bergzabern, hier war der Tagesschnitt mit 33,7 km/h am höchsten, dann ging's nach links den Erlenbach hoch.

Und da passierte es leider - in dem kleinen Örtchen Birkenhördt hörte ich es kurz hinter mir krachen. Maximilian und Mark waren irgendwie zusammengerasselt und stürzten beide. Unsere Kerntruppe bleib zusammen, dank einer netten Einwohnerin bekamen wir auch einen Eimer warmes Wasser und einige Handtücher, und so konnten beide ihre Schrammen erstversorgen und zum Glück weiterfahren.

Im Speyerbachtal bei Kontrolle 5: Nudelsalat, baby!
Bei der nächsten Kontrolle in Vorderweidenthal musste Mark dann leider passen - sein Handgelenk schmerzte, er entschied sich zur Heimfahrt und wollte eigentlich in Pirmasens abgeholt werden. Der alte Kämpfer fuhr dann aber tatsächlich bis nach Hause - Chapeau, aber so lädiert wie er war, wären die nun folgenden Anstiege wirklich nicht zu empfehlen gewesen.

Wir fuhren zu elft etwas wellig, dann das Spirkelbachtal hinab bis ins Tal der Queich, und in Wilgartswiesen wartete dann der erste richtig lange und schwere Anstieg des Tages - von 240 m über N.N. ging's 300 hm hoch nach Hermersbergerhof.

Ein Selfie muss sein - hier nahe bei Höheinöd!
Hier fuhr wieder jeder sein Tempo, dem Bergfloh Maximilian oder einem starken Fahrer wie Roman konnte ich zwar nicht ganz folgen, kam aber ansonsten richtig gut hoch: Ca. 22 Minuten für den 6,5 km-Anstieg bedeuteten einen Schnitt von immerhin 17,5 km/h bei einer Steigung von fast 5% im Schnitt mit Spitzen um 10-11%. Immerhin 264 Watt im Schnitt, obwohl im mich auch eingedenk der Restdistanz nicht voll auspowerte.

Nach einer kurzen Pause, bis wir wieder alle zusammen waren, ging's in Richtung Johanniskreuz und dann auf eine rasende, lange Abfahrt über 5 km mit einem 56er-Schnitt (Spitze 77 km/h) über Iggelbach runter nach Elmstein ins Speyerbachtal.

161 km waren absolviert, und bei der vierten Kontrolle gab's Nudelsalat! Wir kloppten uns die Bäuche voll und gingen in den nächsten Anstieg, zurück hoch ans Johanniskreuz. Ich kam super hoch und hatte das Gefühl, mit wachsender Distanz sogar noch stärker zu werden - klasse!

Noch ca. 15 km...
Oben angekommen, ging's gleich unweit der Quelle der Moosalbe hinunter und über Hermersberg durchs Weihertal nach Waldfischbach-Burgalben. Hier verpassten wir leider die Einfahrt zur nächsten Kontrolle, weil irgendein Witzbold den Pfeil entfernt hatte. So gab's drei Kilometer extra, bis wir schließlich umkehrten und dann doch den Weg Richtung Heltersberg und zur fünften Kontrolle fanden.

Danach nahmen wir den zweitletzten Anstieg auf die Weselberger Höhe in Angriff, und kaum waren wir oben, ging's über Höheinöd auch schon wieder runter ins Schwarzbachtal nach Thaleischweiler-Fröschen. Die Gruppe war nun ein wenig auseinandergeflogen, aber nun war es ja auch nicht mehr weit. Den Schnitt von über 31 km/h wollte ich unbedingt noch retten, und das gelang mit 31,3 km/h auch trotz des letzten, nun doch nicht mehr so leichten Anstiegs hoch nach Höheischweiler und zurück zum Start.

Am Stadion kamen wir dann doch wieder alle zusammen, und nach einer guten Dusche und einigen alkoholfreien Weizenbieren (wir tranken den armen Schlabbeflicker-Organisatoren den ganzen Vorrat leer) nahmen wir dankbar unser Geschenk (ich ein Poloshirt) entgegen und beschlossen einen tollen Marathon-Tag.

Knapp unter sieben Stunden reine Fahrzeit für 218,5 km mit fast 3.600 Höhenmetern, einer 86er-Trittfrequenz und 211 Watt im Schnitt - mit diesen Werten war ich sehr zufrieden.

Roman und ich fuhren dann nach Hause, nicht ohne uns nach Mark zu erkundigen und erleichtert von seiner Heimfahrt zu hören. Das war der einzige Negativpunkt an einem ansonsten nahezu perfekten Marathontag!

Danke an alle, die mitgefahren sind, und an die Jungs vom RSV Pirmasens für dieses tolle Erlebnis. Da sind 20,- € Startgeld nix - fünf mal Essen, immer was anderes, auch heimische Delikatessen wie den weißen Käse in Vorderweidenthal, und dann noch ein tolles Poloshirt obendrauf, sind echt geschenkt - die RSVler lieben ihren Marathon und geben sich echt richtige Mühe. Gerne wieder!






Sonntag, 28. Mai 2017

#granfondo_2017_06 RTF RSC IGB 150 km mit Sternfahrt



Unterwegs mit dem Roman-Express

Letzter Test vor der Frankreich-Tour

Am letzten Mai-Sonntag wollte ich nochmal meine Form antesten, insbesondere was längeres, gleichmäßiges Rennradfahren angeht.

Die zwei Romans vor Bitche (im Hintergrund die Zitadelle)
Hierzu hatte ich mich mit Roman Baltes, dem "Roadtrain" aus Hüttigweiler, mit dem ich bereits in Schmelz letzte Woche richtig gut zusammen gefahren war, und Roman Schmidt aus Blieskastel, den ich schon länger als Radsportkollegen kenne und schätze, zur RTF des RSC St. Ingbert verabredet. Roman B. und ich trafen uns in Neunkirchen und rollten gemütlich zusammen zum Start nach Hassel, wo wir den "anderen Roman" trafen und gleich loszogen.

Leider hatte ich meinen Vector-Sensor für die Wattmessung nicht synchronisiert, weshalb ich nun die entsprechenden Werte nicht analysieren, sondern allenfalls schätzen kann. Aber so wie wir fuhren, waren das schon 200 Watt im Schnitt. Gleiches plane ich für die Solotour nach Dommartin über immerhin ca. 510 km am 02.06.2017.

Kurz gesagt: Es war ein wunderschöner Sonntagmorgen, die beiden Romans und ich harmonierten richtig gut, und bis auf einige Anstiege, bei denen ich mich bewußt zurückhielt und wo die beiden dann aber auch auf mich warteten, kam ich auch prima mit.

Im Ziel beim Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes
Ab und an fuhren wir einzelne Gruppen und Fahrer auf, aber am Ende blieben wir doch meist zu dritt, weil wir ein recht hohes Tempo hielten. Hierfür war meist Roman Baltes verantwortlich, der den Großteil der Strecke von vorne fuhr, aber immer auf uns achtgab und den "Zug" nicht auseinanderreißen lies.

So schafften wir während der 150 km RTF-Strecke einen Schnitt von fast 32 km/h - schier unglaublich, ich hätte nie gedacht, dass ich eine dermaßen anspruchsvolle Strecke mit der Geschwindigkeit fahren kann.

Besonders schon war der Abschnitt durch die "Petite Suisse" schon im Einzugsbereich des Rheins hinter Bitche und die von mir erstmals absolvierte Waldstrecke von der D662 hoch ins Quellgebiet des Hornbachs war wunderschön.


Danke an die beiden Romans für ein unvergeßliches Erlebnis! Jederzeit gerne wieder!