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Sonntag, 15. Juli 2018

Alte Liebe rostet nicht!


Endlich mal wieder mit dem Stammverein unterwegs

Kurz vorm Kurzurlaub in Richtung Tour de France noch ein schönes Einrollen


Bis auf Walter waren alle ordentlich gekleidet!
Heute traf ich endlich mal wieder 'ne Menge alte Freunde: Meinem Stammverein, dem SRC Spanische Bergziege Schwarzenholz, gehöre ich aus alter Verbundenheit selbstverständlich immer noch an, auch wenn ich seit fast neun Jahren in Neunkirchen wohne.

Heute waren die Mitglieder der RTF-Gruppe unterwegs nach Oberbexbach zur dortigen RTF, also mussten sie ja quasi vor meiner Haustür vorbei - eine schöne Gelegenheit zu einem Wiedersehen.

Ich fuhr nach Heinitz, die Freunde abholen, und zeigte ihnen einen kleinen, feinen "Schleichweg" rund um den gesperrten "Pläddchesdohle" herum, dann ging's durch die Innenstadt, und zwar durch die Wellesweilerstraße, in Richtung Wellesweiler und schließlich Niederbexbach.

In der Hermannstraße in Neunkirchen
Dann fuhren wir über Altstadt nach Kleinottweiler, wo der RV Blitz Oberbexbach am Sportplatz seinen Start-Ziel-Bereich hatte.

Nach einigen alkoholfreien Weizen und schönen Gesprächen ging's dann über Limbach, Kohlhof, Furpach und die Scheib zurück, oben in der Hermannstraße verabschiedete ich die Truppe. Ich hatte noch einige Termine vor der Brust, sonst wäre ich gern die RTF der "Blitzer" aus Oberebxbach gefahren - so musste es eine Sternfahrt tun.

Morgen geht's "en France" zur Tour an den Lac d'Annecy!

Sonntag, 24. Juni 2018

#granfondo_2018_07 RTF RSC Überherrn: Iwwa die schwarz Katz!



Endlich mal die große Runde beim RSC!

Mit Christian und den Ford-RSGlern durchs "Loddringe"



In den letzten Jahren wollte ich immer mal die große Runde beim RSC Überherrn fahren, die mit eine der schönsten RTFs im Saarland und Umgebung ist. Aber immer wieder: Termine, Termine. 2017 reichte meine Zeit nur für eine Sternfahrt, 2016 nur für die kleine Runde. Heute aber sollte es soweit sein!

Die RSG-Truppe am Start
Wegen Folgeterminen reiste ich nicht mit dem Rad an, sondern fuhr "klassisch" mit dem Auto nach Altforweiler, geplant war mit Christian Klein und einigen Mitglieder der RSG Ford Saarlouis ein Start um 07:30 Uhr, und mit knapp zehn Minuten Verspätung ging's dann auch los!

Das Wetter war klasse, nicht zu kalt, nicht zu heiß, trocken, windarm, sonnig mit ein paar Wölkchen. Wir fuhren über Bisten in Richtung Landesgrenze, vorbei an der Adolf-Collet-Halle in Überherrn, wo sonst immer der Start war, in Richtung Merten.

Dort ging's über die D63B parallel zur Landesgrenze leicht bergan. Die Gruppe harmonierte gut.

In der Abfahrt nach Zeurange (Heltenbachtal)
Wir passierten Berviller-en-Moselle, durchfuhren Villing und Voelfling-lès-Bouzonville und kamen nach Château-Rouge, wo wir erst den Dumbach überquerten, der später mit dem Trinkbach, den wir bereits in Villing überfahren hatten, zum Ihner Bach zusammenfließt, dann bogen wir scharf rechts ab auf einen asphaltierten Feldweg, der uns zum vorerst höchsten Punkt, der Rue de Saarlouis (D918), führen sollte.

Von hier oben hat man herrliche Panoramablicke über den Saargau!

Nun ging es wieder bergab, durch Heining-lès-Bouzonville kurz entlang der Grenze und dann runter ins Ihner Bachtal wieder auf die deutsche Seite nach Leidingen, ehe wir dann im Ihner Bachtal entlang der Rennstrecke des RSC-Überherrn-Rennens durch Ihn in Richtung Niedaltdorf rollten, mit einem Schnitt gut jenseits der 30 km/h.

Zwischen Rémeling und Ritzing
In Niedaltdorf gab's dann die erste Kontrolle, die Familie Messinger versorgte und bestempelte uns lieb, und dann ging's weiter über die Nied und zurück nach Frankreich, wo wir fast den kompletten Rest des Tags verbringen sollten.

Über Neunkirchen-lès-Bouzonville, ging's tendenziell immer nach oben, schließlich mussten wir aus dem Niedtal bis hoch nach Ritzing zur Kontrolle Nr. 2 (und auch dem zweithöchsten Punkt der Runde) ca. 150 Höhenmeter netto erklimmen (brutto waren's einige mehr, es ging öfter mal auf und ab).

Über Zeurange, Grindorff-Bizing und Rémeling durchfuhren wir einige Bachtäler, die ersten davon floßen in Richtung Nied, die späteren Richtung Mosel. Oben auf der Höhe kurz vor Ritzing genossen wir den Blick auf das Château de Malbrouck und steuerten schließlich die zweite Kontrolle an.
Blick aufs Château de Malbrouck

Danach rollte es wieder richtig gut, es ging ja auch tendentiell bergab entlang des Forêt de Sierck runter nach Oudrenne, wo wir einen kleinen, aber gemeinen Zwischenanstieg meisterten und schließlich nach einer weiteren Abfahrt runter an den tiefsten Punkt der Runde kamen, ins Tal der Canner ca. 6 km vor deren Mündung in die Mosel, nach Inglange. Von da ging's leicht wellig weiter nach Metzervisse und Metzeresche.

Die Gruppe war ein wenig auseinander gefallen, ich fuhr vorneweg, als ich kurz vor dem Ortseingang von Luttange eine schwarze Katze auf der Straße sah, die mit einer Maus spielte. Ich konnte diese sadistisch anmutende Angewohnheit der "Felis silvestris catus" nie leiden, hier ist es ganz gut erklärt.

Blick ins Moseltal
Vor allem war das Tier so konzentriert, dass es mich gar nicht bemerkte! Ich rief laut, die Katze schreckte auf, starrte mich an und wich, just in dem Moment, als ich links an ihr vorbeifahren wollte, nach links aus. Ich zog den Lenker nach rechts, die Katze sprang - logisch - ebenfalls nach rechts.
Schwuppdiwupp war ich über ihren Schwanz gefahren und streifte sie mit dem Vorderreifen, sie miaute protestierend, fauchte und lief davon. Die Maus hingegen rettete sich, ihrem Schicksal und mir dankend, auf die andere Straßenseite und verschwand im Gebüsch.

Ich war ein wenig erschrocken, und als die Jungs mich kurz danach auffuhren, forderte ich sie auf, ohne mich weiterzufahren - "ich bring jetzt vierfach Pech!"

Glücklicherweise war's nicht so, wir fuhren weiter über Bettelainville und kamen nach einer schnellen Abfahrt wiederum über die (hier noch jüngere) Canner, ehe wir in St. Hubert die dritte Kontrolle erreichten.

Über Vigy und Vry, wo die Canner entspringt, ging's auf die D3, stetig bergan, bis wir wieder auf der selben Höhe (343 m über N.N.) waren wie an Kontrolle 2 in Ritzing. Es folgte eine schöne Abfahrt und über Burtoncourt und Gomelange kamen wir bis fast an die Nied, dann ging es über Anzeling, Hestroff und Bibiche zur Kontrolle Nr. 4, wo uns Roman, Nicole und Sebastian erwarteten.

Noch einmal auftanken, und ab in Richtung letzter (und höchster) Berg: Der Mont de Trombon wartete. Mit 385 m über N.N. ist die Erhebung kurz hinter der Ortslage der höchste Punkt dieser Runde.

Sebastian, Nicole und Roman an der letzten Kontroll- und
Futterstelle. Stellvertretend an sie "Merci bien!" an alle Helfer!
Aber erst mussten wir durch Bouzonville, Alzing und Brettnach. Ich schwächelte ein wenig und musste die Gruppe um Christian und die RSGler ziehen lassen, einige holte ich bis zum Schluss nochmal ein, aber Christian nicht mehr, er erreichte das Ziel 2-3 Minuten vor mir. Ich hatte vorher zu viele Körner verschossen.

So genoss ich aber die Abfahrt vorbei an Rémering besonders, und dann waren wir schon wieder auf der Strecke wie auf dem Hinweg. In Bisten gab's noch eine kleine Variation, anstatt auf der Hauptstraße durchfuhren wir hier die Straße "Am Wald", ehe wir kurz vor Altforweiler wieder auf den Radweg kamen.

Am Ende kamen 162 km, 2.000 hm und ein respektabler Schnitt von 29,7 km/h zusammen. Das war eine wunderschöne Runde! Nächstes Jahr wieder, dann aber ohne schwarze Katze! Danke an den RSC und vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer für diese tolle RTF!

Sonntag, 10. Juni 2018

#granfondo_2018_06 Sternfahrt RTF Riegelsberg mit Bliestal


Dritter Wochenhunderter

Mit Mark als Sternfahrer nach Riegelsberg - und dann ab über Saar und Blies!

 


Nebliger Start am Neunkircher Bahnhof
Zum Abschluss einer schönen Rennradwoche wollte ich meinen dritten Hunderter machen - aber nicht wie die beiden ersten mit dem ersten Hahnenschrei, sondern zu zivileren Starzeiten. schließlich war Sonntag.

Schön, dass mein Freund Mark Neufang auch Zeit und Lust hatte. So fuhr ich ihn nach Wiebelskirchen abholen, und wir starteten in Richtung Riegelsberg, um zur dortigen RTF eine Sternfahrt mit kleinem Umweg auf dem Heimweg zu machen - durchs Saar- und Bliestal.

Es war noch leicht neblig im Bliestal nach den Unwettern der Vortage, das Wetter sollte sich aber bessern - später war es eigentlich perfekt. Mark und ich fuhren zunächst über Schiffweiler nach Heiligenwald, dann über die Göttelborner Höhe in Richtung Riegelsberg.

Bei Burbach - his English makes him so easy nobody after!
Beim Einschreiben in Walpershofen hatte ich noch die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch mit meinem Vizepräsidenten und guten Freund Günter Eisenbach, ehe es für Mark und mich wieder auf die Strecke ging - und es rollte prima, den Rest der Runde sollten wir in einem glatten 30er-Schnitt bewältigen!

Über Köllerbach und Püttlingen ging's nach Völklingen und an die Saar, dann durch Saarbrücken und bis nach Sarreguemines.

Dort zeigte ich Mark die Auffahrt auf die D662, in dem Gewirr der Straßen hinterher verfuhr ich mich aber mal wieder - ich muss wohl noch ein paar Mal nach Sarreguemines fahren, bis ich lerne, mich da richtig auszukennen.

In "Saarbrigge"
Schließlich kamen wir aber auf den Bliestalradweg, trafen noch Sven, der in die Gegenrichtung unterwegs war, und zogen das Tempo auf dem Weg ab Herbitzheim nochmal richtig an.

Später ging's über Lautzkirchen und Kirkel nach Hause. Schöne Runde!


Sonntag, 11. März 2018

RTF Zweibrücken - Saisonauftakt Rennrad



Verregneter Saisonauftakt

Die ersten 50 Rennradkilometer 2018


Zum ersten Mal seit über drei Monaten (!) bestieg ich heute mein schwarzes Ross, um endlich mal wieder Rennrad zu fahren.

Schöner Blick auf Bierbach an der Blies
Trotz des Regens brauchte ich nur wenige Meter, um mich sofort wieder wohl zu fühlen. Es war, als wäre ich nie "weg gewesen"!

Über Furpach, Limbach, Wörschweiler und durch Zweibrücken-Ernstweiler ging's zum Westpfalzstadion, das ich mit einem Schnitt von 30 km/h erreichte. Dort machte ich ein wenig länger Pause und unterhielt mich am Start/Ziel mit Felix Drumms Vater Rainer und anderen Sportkameraden etwas länger. Schön war's!

Danach hatte der Regen aufgehört und es ging durch durch Landauer Straße mitten durch die City, und dann über Ernstweiler-Bubenhausen, Webenheim und Blieskastel das Kirkeler Bachtal hoch heim.

Am Ende wenigstens die 50 km vollgemacht und nicht mal kalt bekommen oder müde geworden. Gute Runde!


Sonntag, 3. September 2017

#granfondo_2017_18 RTF Schwarzenholz


Back to the roots - and fast!


Im Tiefflug entlang der RTF-Strecke meines Heimatvereins


Über 100 km solo, insgesamt fast 109, über 1.000 hm, Schnitt klar über 32 km/h - heute hatte ich wirklich gute Beine!

Die RTF meines Heimatvereins war ich schon viele Jahre nicht mehr gefahren, heute sollte es mal wieder soweit sein.

Das Wetter war so lala, als ich morgens nach Schwarzenholz kam - weil ich mittags noch Termine hatte und außerdem noch meine Eltern besuchen wollte, hatte ich von der eigentlich geplanten Sternfahrt abgesehen.

Schon bei der Anmeldung gab es ein großes Hallo, viele langjährige Radsportfreunde aus dem Verein, der mich zum Radsport gebracht hat, sehe ich ja viel zu selten heutzutage. Umso schöner, heute - sowohl bei Start und Ziel sowie später auch bei den Kontrollpunkten - begrüßen zu können!

Ich fuhr dann los, leider allein, weil einfach keiner derer, mit denen ich sonst so fahre, da war. So ließ ich es zunächst auch durch Schwalbach, Ensdorf und Lisdorf locker angehen, dann kam die lange Gerade aus Saarlouis hinaus in Richtung Wallerfangen, und dann begann am Fuße des Oberlimbergs die erste echte Prüfung.

Mit Uwe und Jupp in Gerlfangen
Den unter saarländischen Rennradfahrern schon als "legendär" geführten Anstieg hatte ich letztmals 2013 erklommen, damals in 11:02, meine Bestzeit lag bei 8:45 - da kann ich mich noch gut dran erinnern, 2010 war das, und ich hatte mich damals echt entleibt, um unter 9 Minuten hoch zu kommen.

Umso erstaunter war ich, als ich nach einer zumindest zu Beginn noch recht ökonomischen Fahrweise (erst auf dem letzten Kilometer gab ich richtig Gas) am Ende in 8:17 oben war.

Von da an war ich "angefixt" - und fuhr zwei Gänge schneller, auch, weil der triste, graue Tag nicht gerade Anlaß gab, die Landschaft zu bestaunen. Durch Oberlimberg, Gisingen und nach einer kurzen Ab- und wieder Auffahrt schließlich runter nach Hemmersdorf.

Dort, am Fuße des Anstiegs hoch auf den Saargau, war meine Durchschnittsgeschwindigkeit moderate 29,6 km/h, und bis hoch zur ersten Kontrollstelle am Gerlfanger Sportplatz sollte sich der noch auf 28,1 km/h beruhigen. An der Kontrollstelle standen mit Jupp und Uwe zwei alte Kumpels und Mitveteranen der Bergziegen-Alpenüberquerungen von 2007 und 2009 - das war richtig schön!

Danach fuhr ich solo weiter durch den Nebel und hielt die Pedale unter Druck. Nach der Abfahrt zurück ins Saartal hatte ich dann mal zwischen Fremersdorf und Rehlingen für etwas mehr als drei Kilometer eine Gruppe - da konnte ich mich ein wenig erholen, ohne Geschwindigkeit einzubüßen.

Dann ging's das Haustadter Tal hoch. Ich war nun wieder allein, weil ich die Steigung in Beckingen voll fuhr und plötzlich niemand mehr bei mir war. In Reimsbach dann Kontrollstelle zwei, hier traf ich mit Günther und Wolfgang nochmal zwei alte Freunde, ehe es aus dem Haustadter Tal raus und hoch in Richtung Nunkirchen ging.

Von Fremersdorf nach Rehlingen: Drei Kilometer en groupe!
Mein Schnitt lag gut über 30 km/h, fast bei 31. Die Beine waren richtig gut, und nun sollte es ja bald primsabwärts gehen - da ging noch mehr!
Ab Noswendel drückte ich nochmal ein bisschen mehr drauf. Der Schnitt wanderte hoch in Richtung 32 km/h, und ich war noch nicht am Ende! In Schattertriesch dann die letzte Kontrolle, Carlo und Bodo waren dort eingesetzt, und ab weiter durch Schmelz und Hüttersdorf in Richtung Körprich!

Kurz bevor ich das Primstal bei Nalbach verließ und damit die heutige Fahrt mit dem Überschreiten der 100-km-Marke offiziell zum "Granfondo" wurde, hatte ich mit 32,1 km/h den höchsten Tagesschnitt - mit über 32 wollte ich dann doch ankommen und mobilisierte die letzten Reserven.

Volle Karotte die Bahnhofstraße hoch und wieder runter, zügig durch Saarwellingen durch - da wußte ich, das reicht für heute und nahm auf der Straße nach Schwarzenholz dann doch ein bisserl die Beine hoch.

Am Ende standen 32,2 km/h auf fast 109 km mit fast 1.100 Höhenmetern, fast 300 Watt normalisiert. Mein schnellster Granfondo aller Zeiten - und das trotz 105 Kilometern Solofahrt!



Sonntag, 9. Juli 2017

#granfondo_2017_12 RTF Püttlingen mit Johnny Montana



Mit Johnny M. geheizt


Los in Neunkirchen, angekommen in der alten Heimat, dazwischen 3 3/4 Stunden Vollgas


Zur RTF in Püttlingen hatte ich mich mit anderen Sportkameraden verabredet. In der Gruppe machen solche Runden einfach mehr Spaß! Ich fuhr morgens zeitig gegen 7:30 Uhr zuhause los durch das Sulzbachtal in Richtung Landeshauptstadt, von dort dann entlang der Saar bis zur Mündung des Köllerbaches und dann das Köllertal hoch bis zum über den Dächern von Püttlingen gelegenen Startplatz beim Püttlinger Sportplatz "Am Jungenwald". Damit war ich schon mal richtig gut warmgefahren - 1:15h mit 227 Watt "Normalized Power" (211 Watt laut Messung) im Schnitt.

Morgens kurz vor Völklingen
In Püttlingen traf ich zwar einige der Überherrner Spezis, aber die machten heute "halblang" und wollten die 115er-Runde nicht fahren. David a.k.a. "Johnny Montana" war der einzige, der sich das antun wollte, und so stürzten wir uns gemeinsam wieder hinab ins Köllertal und fuhren dieses weiter hinauf bis zur ersten ernsthaften Steigung hoch in Richtung Holz.

David machte zunächst mächtig Druck, und ich wollte ihn schon fahren lassen, aber irgendwie schaffte ich dann doch den Anschluss, und wir fuhren gemeinsam hoch nach Holz und von dort wieder runter in Richtung Fischbachtal.

Wir hatten schon ein gutes Tempo drauf, und auch das Fischbachtal hoch rollte es passabel. Die nächste Steigung hoch durch Quierschied auf die Göttelborner Höhe war hart, es wurde auch immer heißer, aber dann kam eine lange Abfahrt, nur von wenigen Flachpassagen und leichten Gegensteigungen unterbrochen hinunter ins Wiesbachtal.

In Knorrscheid bei der Kontrolle
Über die Habach sprangen wir rüber nach Eiweiler vorbei an der Köllerbachquelle direkt bei der Grißwald-Brauerei und dann runter ins Tal, nur um gleich wieder über die Wasserscheide Köllerbach-Theel und Landsweiler nach Lebach zu fahren.

Im Theeltal fuhren wir dann bis zur Primsmündung in Körprich, danach mit Highspeed von Körprich nach Diefflen (40,2 km/h im Schnitt!) und dann hoch zum Hoxberg, schließlich über Düppenweiler und den Gischberg nach Schmelz-Aussen.

Von dort ging's dann wieder das Primstal hinab bis nach Primsweiler und dort entlang des Radwegs zurück nach Knorrscheid, wo wir zum zweiten Mal an der Kontrollstelle halt machten. Ich zweckentfremdete den Brunnen dort zuerst als Kopfdusche und dann auch noch als Kühlschrank für die Trinkflaschen bzw. als Fußbad - die brutale Hitze machte erfinderisch!

Kurz vor Schmelz-Aussen
Dann machten David und ich uns auf die letzte "Etappe" über Bilsdorf, Saarwellingen, Hüzweiler und Schwalbach zurück nach Elm. Oben auf dem Morgenstern wußten wir, was wir geleistet hatten! 30,8 km/h im Schnitt, bei 262 Watt "Normalized Power" (248 gemessen) - bei der Hitze war das schon was.

Nach einen erfrischenden Kaltgetränk (sans alcohol, naturallement!) verabschiedeten wir uns und ich fuhr über Sprengen das Bommersbachtal hoch nach Schwrarzenholz zu meinen Eltern, wo der Rest der Familie bereits mit dem Mittagessen wartete.

Das hat Spaß gemacht! Mit mehr Leuten wäre es zwar noch schöner gewesen, aber auch so hatten wir jede Menge Fun. Jederzeit gerne wieder!





Sonntag, 25. Juni 2017

#granfondo_2017_10 Sternfahrt RTF Überherrn




Schnelle Runde zu den Freunden vom RSC

Leider war nicht mehr drin bei einer meiner liebsten RTF-Veranstaltungen...

Manchmal (eigentlich eher meistens) steckt in einem Bürgermeisterleben auch der Sonntag voller Termine. So auch heute. Das ermöglichte mir leider nicht, an der RTF in Überherrn durch das Absolvieren einer der vielen angebotenen Strecken durchs schöne Lothringen teilzunehmen, aber immerhin eine Sternfahrt am Morgen war drin.

Staustufe Burbach bei Sonnenaufgang
Um 05:00 Uhr morgens ging's also los in Richtung Überherrn. Ich fuhr über Elversberg und dann das Sulzbachtal runter nach Saarbrücken, von dort dann entlang der Saar und über Velsen (der Berg, der nie endet...) ins Rosseltal.

Bis dahin hielt ich den 30er Schnitt sogar, allerdings kostete mich der brutale Anstieg in Ludweiler (Grubenstraße) zunächst mal die "3" vorne. Durchs Lauterbachtal und dann Richtung Friedrichweiler ging's zum Start nach Überherrn, wo ich gegen 7 Uhr eintraf - Schnitt 29,9... ;-)

Ich plauderte eine Zeitlang mit den Organisatoren, die größtenteils gute Bekannte, ja sogar Freunde sind, manche schon jahrelang. Das hat Spaß gemacht!

Hier wohnt die deutsche Meisterin! Glückwunsch, Lisa!
Dann ging's aber heimwärts, über Merten und Creutzwald wieder nach Deutschland, wo ich in Lauterbach rauskam, dem Heimatort der frisch gebackenen deutschen Meisterin Lisa Klein. Wir vom Saarländischen Radfahrerbund sind total stolz auf sie! Ihr zu Ehren nahm ich mir vor, nicht nur die 100 km vollzumachen, sondern auch den 30er-Schnitt heimzuretten. Alors, allez, les jambes!

Der Warndt ist wirklich wunderschön - ich war schon viel zu lange nicht mehr dort. Über Karlsbrunn und St. Nikolaus ging's nach Emmersweiler und dann wieder ein Stück durch Frankreich (Forbach), wo ich mich einmal noch kurz verfuhr, ehe ich im Deutschmühlental rauskam. Danach nur noch vorwärts!

Am Ende machte ich noch einen "Schlenker" über den Stand der SPD Stadtmitte beim Stadtfest, ehe ich ziemlich platt zu Hause ankam. Das Tacho zeigte 30,1 km/h - Mission erfüllt! Immerhin mein zehnter "Hunderter" in 2017 - es läuft!




Donnerstag, 15. Juni 2017

#granfondo_2017_09 RTF Pirmasens "Schlabbeflicker-Marathon"



Wie der Blitz durch die Pfalz!

Geile Premiere beim "Schlabbeflicker"-Marathon dank toller Teamleistung

Den "Schlabbeflicker"-Marathon in Pirmasens wollte ich immer schon mal fahren. Heute war es endlich so weit, und ich freute mich wahnsinnig darauf: Mit Roman und Mark war ich zum gemeinsamen Hinfahren verabredet, und treffen wollten wir noch einige Saarländer mehr, um dann als Team von mindestens acht Fahrern richtig einen rauszuhauen.

Unser Zug im Hornbachtal
Pünktlich um fünf Uhr trafen wir uns bei mir zuhause, flugs waren die Räder in Romans Vito verstaut, noch schnell eine Tasse Kaffee, und ab ging's nach "Schlabbeflicker-City", wo wir um 05:40 Uhr eintrafen.

Dank scan&bike waren wir schnell angemeldet, und wenn wir auch den "offiziellen" Start um 06:00 Uhr verpassten, gingen wir dann doch nur wenige Minuten später auf die Piste. Sebastian, Christian, Maximilian, Eric und auch weitere Saar-Fahrer bildeten insgesamt eine zwölf Mann starke Truppe, die von Beginn an toll harmonierte. Über Winzeln und durchs Felsalbtal ging es rüber auf die Riedelberger Höhe und dann runter ins Hornbachtal.

Die Zitadelle in Bitche
Wir rollten gut zusammen und spätestens ab Waldhouse klappte auch der Zug so richtig gut. Die 11,6 km bis Bitche rissen wir in zwanzig Minuten ab, ein Schnitt von 34 km/h. Kurz vor Bitche fuhren wir eine vor uns gestartete Gruppe auf, und an der ersten Rast unterhalb der Zitadelle trafen wir auch noch einige Jungs aus Hirzweiler und Umgebung.

So fuhren wir ab Camp Bitche mit einem 21er-Feld nach Osten. Auch hier wurde schön geheizt. Für die knapp 34 km von Bitche bis zum Fuß des Col du Pfaffenschlick hinter Lembach brauchten wir nur knapp 56 Minuten - ein Schnitt von über 36 km/h. Da sieht man mal, was so ein großes Feld ausmacht.

Mark kurz vor Wissembourg - am Horizont der Schwarzwald
Ich hatte allerdings auf den letzten 20 Minuten Probleme - mir war ein ekliges Sonnencreme-Schweiß-Gemisch ins linke Auge gelaufen, und da kann man, zumal bei dem Tempo, nicht viel machen, außer sich nach hinten begeben, vorsichtig dranbleiben und hoffen, dass die verstärkte Tränenproduktion das ganze irgendwann auswäscht. Das klappte zum Glück auch, und am Fuß des Col du Pfaffenschlick hatte ich wieder freie Sicht.

Am Berg fuhr jeder sein Tempo, doch oben warteten alle an der zweiten Kontrollstelle. Danach ging's gemeinsam weiter in Richtung Wissembourg - auf dieser welligen Piste harmonierte das Feld nicht so gut wie vorher, besser wurde es erst wieder nach Wissembourg, als wir die Wieslauter hinauffuhren.

Auf der Höhe hinter Hermersbergerhof
Im Reisbachtal auf der L492 passierten wir die 100-km-Marke, und meine Uhr zeigte 2:59:50 reine Fahrzeit - so schnelle 100 km war ich noch nie gefahren, ein 33,3er Schnitt - wow!

Wir passierten die Anhöhe des Grates zwischen dem großen Eichelberg und der hohen Derst und fuhren ab ins Erlenbachtal an den Ortseingang von Bad Bergzabern, hier war der Tagesschnitt mit 33,7 km/h am höchsten, dann ging's nach links den Erlenbach hoch.

Und da passierte es leider - in dem kleinen Örtchen Birkenhördt hörte ich es kurz hinter mir krachen. Maximilian und Mark waren irgendwie zusammengerasselt und stürzten beide. Unsere Kerntruppe bleib zusammen, dank einer netten Einwohnerin bekamen wir auch einen Eimer warmes Wasser und einige Handtücher, und so konnten beide ihre Schrammen erstversorgen und zum Glück weiterfahren.

Im Speyerbachtal bei Kontrolle 5: Nudelsalat, baby!
Bei der nächsten Kontrolle in Vorderweidenthal musste Mark dann leider passen - sein Handgelenk schmerzte, er entschied sich zur Heimfahrt und wollte eigentlich in Pirmasens abgeholt werden. Der alte Kämpfer fuhr dann aber tatsächlich bis nach Hause - Chapeau, aber so lädiert wie er war, wären die nun folgenden Anstiege wirklich nicht zu empfehlen gewesen.

Wir fuhren zu elft etwas wellig, dann das Spirkelbachtal hinab bis ins Tal der Queich, und in Wilgartswiesen wartete dann der erste richtig lange und schwere Anstieg des Tages - von 240 m über N.N. ging's 300 hm hoch nach Hermersbergerhof.

Ein Selfie muss sein - hier nahe bei Höheinöd!
Hier fuhr wieder jeder sein Tempo, dem Bergfloh Maximilian oder einem starken Fahrer wie Roman konnte ich zwar nicht ganz folgen, kam aber ansonsten richtig gut hoch: Ca. 22 Minuten für den 6,5 km-Anstieg bedeuteten einen Schnitt von immerhin 17,5 km/h bei einer Steigung von fast 5% im Schnitt mit Spitzen um 10-11%. Immerhin 264 Watt im Schnitt, obwohl im mich auch eingedenk der Restdistanz nicht voll auspowerte.

Nach einer kurzen Pause, bis wir wieder alle zusammen waren, ging's in Richtung Johanniskreuz und dann auf eine rasende, lange Abfahrt über 5 km mit einem 56er-Schnitt (Spitze 77 km/h) über Iggelbach runter nach Elmstein ins Speyerbachtal.

161 km waren absolviert, und bei der vierten Kontrolle gab's Nudelsalat! Wir kloppten uns die Bäuche voll und gingen in den nächsten Anstieg, zurück hoch ans Johanniskreuz. Ich kam super hoch und hatte das Gefühl, mit wachsender Distanz sogar noch stärker zu werden - klasse!

Noch ca. 15 km...
Oben angekommen, ging's gleich unweit der Quelle der Moosalbe hinunter und über Hermersberg durchs Weihertal nach Waldfischbach-Burgalben. Hier verpassten wir leider die Einfahrt zur nächsten Kontrolle, weil irgendein Witzbold den Pfeil entfernt hatte. So gab's drei Kilometer extra, bis wir schließlich umkehrten und dann doch den Weg Richtung Heltersberg und zur fünften Kontrolle fanden.

Danach nahmen wir den zweitletzten Anstieg auf die Weselberger Höhe in Angriff, und kaum waren wir oben, ging's über Höheinöd auch schon wieder runter ins Schwarzbachtal nach Thaleischweiler-Fröschen. Die Gruppe war nun ein wenig auseinandergeflogen, aber nun war es ja auch nicht mehr weit. Den Schnitt von über 31 km/h wollte ich unbedingt noch retten, und das gelang mit 31,3 km/h auch trotz des letzten, nun doch nicht mehr so leichten Anstiegs hoch nach Höheischweiler und zurück zum Start.

Am Stadion kamen wir dann doch wieder alle zusammen, und nach einer guten Dusche und einigen alkoholfreien Weizenbieren (wir tranken den armen Schlabbeflicker-Organisatoren den ganzen Vorrat leer) nahmen wir dankbar unser Geschenk (ich ein Poloshirt) entgegen und beschlossen einen tollen Marathon-Tag.

Knapp unter sieben Stunden reine Fahrzeit für 218,5 km mit fast 3.600 Höhenmetern, einer 86er-Trittfrequenz und 211 Watt im Schnitt - mit diesen Werten war ich sehr zufrieden.

Roman und ich fuhren dann nach Hause, nicht ohne uns nach Mark zu erkundigen und erleichtert von seiner Heimfahrt zu hören. Das war der einzige Negativpunkt an einem ansonsten nahezu perfekten Marathontag!

Danke an alle, die mitgefahren sind, und an die Jungs vom RSV Pirmasens für dieses tolle Erlebnis. Da sind 20,- € Startgeld nix - fünf mal Essen, immer was anderes, auch heimische Delikatessen wie den weißen Käse in Vorderweidenthal, und dann noch ein tolles Poloshirt obendrauf, sind echt geschenkt - die RSVler lieben ihren Marathon und geben sich echt richtige Mühe. Gerne wieder!






Sonntag, 11. Juni 2017

Sternfahrt RTF Phönix Riegelsberg



Kurze Runde zu früher Stunde

Wegen Zeitmangel heute leider keine Strecke - nur Sternfahrt...

Blick von Bildstock auf die Sulzbachtalbrücke
Am heutigen Sonntag war mir leider die Voll-Teilnahme an einer der schönsten RTF-Veranstaltungen im Saarland nicht möglich.

Die RTF "Vom Köllertal zum Saargau" der RSF Phönix Riegelsberg bietet abwechselungsreiche Strecken von 50/ 80/ 115 bzw. 154 km, aber ich hatte nur Zeit für eine Sternfahrt.

Also ging's um kurz nach 8 Uhr los, einen ordentlichen Anstieg baute ich mir aber doch ein: Aus dem Fischbachtal ging's über Quierschied hoch auf die Göttelborner Höhe bis kurz vor Holz.

Danach runter ins Köllertal an die Köllertalhalle in Walpershofen, wo ich nicht nur meinen SRB-Vizepräsidenten Günter Eisenbach traf, sondern eine große Gruppe des RV Blitz Oberbexbach.

Die alten Recken vom RV Blitz Oberbexbach
Ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee später machte ich mich dann auch schon auf die Heimfahrt durch das Köllertal bis nach Völklingen an die Saar, von dort nach Saarbrücken und durchs Rohrbachtal wieder zurück nach Hause.

Die "Spieser Hohl" nahm ich diesmal leicht. Mir fehlte ehrlich gesagt die Motivation, heute hier hochzukeulen - vor allem bei der Hitze. Trotzdem: Eine schöne Runde!

Sonntag, 28. Mai 2017

#granfondo_2017_06 RTF RSC IGB 150 km mit Sternfahrt



Unterwegs mit dem Roman-Express

Letzter Test vor der Frankreich-Tour

Am letzten Mai-Sonntag wollte ich nochmal meine Form antesten, insbesondere was längeres, gleichmäßiges Rennradfahren angeht.

Die zwei Romans vor Bitche (im Hintergrund die Zitadelle)
Hierzu hatte ich mich mit Roman Baltes, dem "Roadtrain" aus Hüttigweiler, mit dem ich bereits in Schmelz letzte Woche richtig gut zusammen gefahren war, und Roman Schmidt aus Blieskastel, den ich schon länger als Radsportkollegen kenne und schätze, zur RTF des RSC St. Ingbert verabredet. Roman B. und ich trafen uns in Neunkirchen und rollten gemütlich zusammen zum Start nach Hassel, wo wir den "anderen Roman" trafen und gleich loszogen.

Leider hatte ich meinen Vector-Sensor für die Wattmessung nicht synchronisiert, weshalb ich nun die entsprechenden Werte nicht analysieren, sondern allenfalls schätzen kann. Aber so wie wir fuhren, waren das schon 200 Watt im Schnitt. Gleiches plane ich für die Solotour nach Dommartin über immerhin ca. 510 km am 02.06.2017.

Kurz gesagt: Es war ein wunderschöner Sonntagmorgen, die beiden Romans und ich harmonierten richtig gut, und bis auf einige Anstiege, bei denen ich mich bewußt zurückhielt und wo die beiden dann aber auch auf mich warteten, kam ich auch prima mit.

Im Ziel beim Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes
Ab und an fuhren wir einzelne Gruppen und Fahrer auf, aber am Ende blieben wir doch meist zu dritt, weil wir ein recht hohes Tempo hielten. Hierfür war meist Roman Baltes verantwortlich, der den Großteil der Strecke von vorne fuhr, aber immer auf uns achtgab und den "Zug" nicht auseinanderreißen lies.

So schafften wir während der 150 km RTF-Strecke einen Schnitt von fast 32 km/h - schier unglaublich, ich hätte nie gedacht, dass ich eine dermaßen anspruchsvolle Strecke mit der Geschwindigkeit fahren kann.

Besonders schon war der Abschnitt durch die "Petite Suisse" schon im Einzugsbereich des Rheins hinter Bitche und die von mir erstmals absolvierte Waldstrecke von der D662 hoch ins Quellgebiet des Hornbachs war wunderschön.


Danke an die beiden Romans für ein unvergeßliches Erlebnis! Jederzeit gerne wieder!

Sonntag, 14. Mai 2017

#granfondo_2017_04 RTF RSF Körprich 114 km


A tale of two halves: Erst gebummelt, dann geheizt

Meine erste RTF im Jahr 2017 brachte mir drei Punkte auf meinem bisher jungfräulichen Konto, aber auch wunderschöne Eindrücke der herrlichen Landschaft im Nordsaarland und entlang der Saar hinter der Landesgrenze, die teilweise auch mal wieder aufgefrischt wurden.

Mein Zug ab Serrig: Jochen, Harald, Gerhard, Thorsten! (v.l.)
Dort oben war ich - mit wenigen Ausnahmen - lange nicht unterwegs, in jedem Fall nicht bei so schönem Wetter (also, bis zu km 102, wo's anfing zu schütten, aber dazu später mehr). Und mit "schönem Wetter" meine ich nicht blauer Himmel. Die Schönheit der Landschaft dort kommt vor allem dann zum Tragen, wenn auch Wolken am Himmel sind - solange die Sonne scheint. Man sieht's auf den Bildern!

Eigentlich wollte ich nach dem Hunderter vom Freitag ja auch gestern fahren, aber viele Termine über den ganzen Samstag verteilt machten die Planung schwierig, und ehrlich gesagt steckte mir die profilierte Tour am Freitag rund um Pirmasens schon ein wenig in den Knochen. Also Ruhetag!

Solche Ortsnamen gibt's nur bei uns!
Das tat mir heute gut. Ich stand früh auf, packte meine Sachen ins Auto und fuhr nach Körprich, wo ich gegen 07.30 Uhr "eincheckte" und freudig von den Verantwortlichen der ausrichtenden RSF Körprich begrüßt wurde.

Auch die Kameraden dort nutzen mittlerweile wie nahezu alle das Verfahren "Scan & Bike", dessen Einführung eine "schwere Geburt" war, aber das sich mittlerweile auch dank der Beharrlichkeit von Günther Eisenbach, meines Vizepräsidenten im SRB, durchgesetzt hat. Verkürzung der Anmeldezeiten, weniger nervige Arbeit fürs Anmeldungsbüro, weniger Fehler, schnellere und bessere Auswertung - what's not to like?

Noch von Wolken umhüllt: Der Osburger Hochwald
4,- € gezahlt (das Preis-Leistungs-Verhältnis bei RTF/CTF-Veranstaltungen ist einfach konkurrenzlos günstig) und schon ging's los. Vor der Halle traf ich einen ins stylishe "Unterlenker"-Design gehüllten Fahrer, Thorsten aus Mettlach, und fragte ihn nach seinem angepeilten Schnitt, weil ich eigentlich nicht allein fahren wollte. "Irgendwas mit 30", meinte er, aber er wolle noch auf einen Kollegen warten, der käme erst um 8 Uhr. "Fein", sagte ich, "dann sehen wir uns, wenn ihr mich auffahrt!", und fuhr los.

Es ging zunächst die schöne Prims hoch in Richtung Hüttersdorf und Schmelz, die Strecke kannte ich aus meinem früheren Leben als Radsportler im Westsaarland gut. Hinter Schmelz blieb ich im Primstal, über Schattertriesch, Limbach und Büschfeld kam ich nach Bardenbach und schliesslich nach Noswendel, wo die erste Kontrollstelle wartete.

Die "schöne Aussicht" zwischen Waldhölzbach und Scheiden
Mein Schnitt lag so bei gemütlichen 28 km/h, es ging ja auch nur die ganze Zeit leicht aufwärts. Nach der Kontrollstelle bog ich auf  die L151 ein, über sie und die L157, auf die ich in Weiskirchen stieß, führte 2002 die Tour-Etappe durchs Saarland. Rechts sah man den beeindruckenden Höhenzug des Osburger Hochwalds mit dem fast 700m über N.N. aufragenden Schimmelkopf.

Ab Rappweiler dann ging's richtig bergan. Über Zwalbach und Waldhölzbach kam ich vorbei an der "schönen Aussicht", einem der meiner Ansicht nach schönsten Plätze des Saarlandes mit einem tollen Panorama. Dann war ich auch schon in Scheiden, dem höchsten im Saarland gelegenen Punkt der Tour (später, kurz vor Serrig, ging's noch ein paar Meter höher über den Grat zwischen Saar- und Großbachtal, einem Nebental des Ruwertals).

Auf der Abfahrt ins Saartal
Auf der Abfahrt in Bergen verfuhr ich mich kurz (ich war der Ausschilderung gefolgt, aber die .gpx-Datei auf meinem Garmin-Edge-Fahrradcomputer, die ich mir von der Homepage der RSF Körprich runtergeladen hatte, sagte was anderes, und das verwirrte mich), fand dann aber den Weg Richtung Britten und war dann auch schon unterwegs nach Serrig. Nach der Überwindung des höchsten Streckenpunktes (knapp 500m über N.N.) ging's in rasender Abfahrt hinunter ins Saartal, und in Serrig war dann auch schon die zweite Kontrollstelle.

Ich wartete dort auf Thorsten, weil ich jetzt echt keine Lust mehr hatte, alleine das Saartal hinaufzufahren - und siehe da, knapp fünf Minuten nach mir war er auch schon da, und zwar nicht allein, sondern mit drei weiteren Kameraden, seinem Mit-Mettlacher Gerhard und zwei anderen schnell aussehenden Fahrern, Jochen und Harald, die vom TV Elm kamen.

Wir fanden uns schnell auf der Hauptstraße, ich machte den Anfang, und es rollte super in der Gruppe, trotz leichtem Gegenwind brachten wir einen 35er-Schnitt auf den 11,5 km bis Mettlach zustande, wobei ich im Schnitt nur einen 133er Puls hatte. Von den 11,5 Kilometerm war ich etwas mehr als zwei vorne im Wind - währenddessen hatte ich einen Puls so um 153 im Schnitt, ansonsten unter 130. Da sieht man mal, was so ein Zug ausmacht!

Ganz hinten ist's am einfachsten - da kann man sogar knipsen!
Ab Mettlach ging's mit unverändertem Druck weiter. Nun stieg das Profil auf dem Weg entlang der L158 in Richtung Selfersbachtal oberhalb von Brotdorf zunächst kontinuierlich an, dann folgten zwei Wellen. Ab dem Selfersbachtal allerdings kam ein Anstieg von 2,5 km Länge mit einer Höhendifferenz von 100 m hoch zum Losheimer Stausee, wo ich echt kämpfen musste und auch zweimal die Gruppe verlor. Die Jungs machten brutal Dampf.

Ich biss mich aber wieder ran, wissend, dass der 30er-Schnitt, der plötzlich wieder möglich schien, auf keinen Fall drin sein würde, wenn ich jetzt abreissen lassen müsste. Schließlich gelang mir der Wiederanschluss und wir fuhren das Tal des Losheimer Bachs über Münchweiler wieder in einem schönen Zug runter, neun Kilometer im 39er-Schnitt, das machte echt Laune.

So kamen wir nach Nunkirchen, aber nach dem Ortsausgang dort kamen zwei Wellen, und ich konnte einfach nicht mehr beißen. Ich ließ die Jungs fahren, wissend, dass wir ja bald wieder an der Prims sein würden. Die würde ich schon alleine runterkommen. So war's dann auch. Ich konnte den Schnitt auch alleine locker jenseits der 30 km/h halten. Leider verpasste ich die letzte Kontrollstelle (die auch gleichzeitig die erste gewesen war), weil ich nicht checkte, dass es nochmal nach Noswendel rein ging und gleich der Beschilderung für die Rückkehrer von der Kontrollstelle folgte. Die vier km, die mir so fehlten, holte ich am Ende der Runde in Körprich und Bilsdorf aber nach...

SaarGummi in Büschfeld
Ab Schattertriesch, bei km 102, machten die schon länger drohenden dunklen Wolken aber ernst: Es kam ein Schutt nach dem anderen, ich wurde gründlich gewaschen. Das war aber nicht so schlimm, zumal ich ja wußte, dass es nicht mehr lang sein würde bis zum Ziel.

Das erreichte ich schließlich gegen 11.50 Uhr, und zu meiner Freude traf ich dort auch noch Peter und Bernd, zwei alte Radkumpels, der eine aus Diefflen, der andere aus Neunkirchen, und meinen Vorstandskollegen und Fachwart Cross Stefan aus Schmelz, bei "dessen" RTF ich nächste Woche wieder am Start bin. Ich bedankte mich bei meinem Zug, der kurz nach mir eintraf, wir feixten noch ein wenig. Eins ist sicher: Wenn ich die Jungs nochmal bei einer RTF treffe, häng ich mich wieder dran. Und wenn ich dabei eingehe. Das hat einfach brutal viel Spaß gemacht!

Zum Abschluss gab's noch leckeren Käsekuchen und einen Kaffee, wieder zum Spottpreis von je 1,- €. Ich werd nie verstehen, warum manche lieber bei groß aufgepretzelten "Challenges", "Gran Fondos" oder anderen schick benamten, aber im Grunde gleichwertigen Veranstaltungen 30-40 € hinblättern, um dabei sein zu dürfen.

Leckeren Kuchen und Kaffee gibt's immer am Ende einer RTF
Die RTF/CTF-Veranstaltungen nicht nur im Saarland, sondern in der ganzen Region bieten da mindestens Gleichwertiges für unvergleichlich weniger Geld.

Danke an die RSF für die tolle Veranstaltung, vor allem an die netten Jungs und Mädels an den Kontrollstellen. Und fetten Dank an meinen Zug! Die Jungs haben mir echt geholfen. Mal zur Klarstellung: Die ersten 57 Kilometer alleine absolvierte ich in 2:04 Stunden, die zweiten 57, zum Großteil (42 km) mit der Gruppe, in 1:45!

Ich freu mich schon auf den Radmarathon in Schmelz nächsten Sonntag. Mit An- und Abfahrt (falls das Wetter mitspielt, mach ich das) sind das 280 km. Soviel hatte ich vorher noch nie, mein "Rekord" liegt bei 230,1 km. Aber das wird sich diesen Sommer definitiv ändern!