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Sonntag, 5. August 2018

#granfondo_2018_14 Nach Wallhalben und dann flach


Vierzehnter Hunderter in 2018


Ein Sonntagnachmittag in der Pfalz

Kurz nach dem Start in der Waldstraße
Heute wollte ich einfach nur rollen, und da um 19 Uhr noch ein Abendtermin anstand, nicht mehr als dreieinhalb Stunden fahren.

Ich nahm mir eine im wesentlichen flache Strecke mit nur einer echten Steigung vor: Von Bruchmühlbach hoch auf die Sickinger Höhe gab's eigentlich nur einen von einer kurzen Zwischenabfahrt unterbrochenen nennenswerten Anstieg: Ca 5 km ging's bergan, von 250 m über N.N. bis auf 420 m über N.N.!

Ansonsten: Flach, flach, flach.

Es ging über Ludwigsthal, wo ich noch kurz beim SC auf dem Fußballplatz vorbeischaute, und dann über Limbach, die Windschnorr, Homburg und Bruchhof nach Vogelbach und schließlich Bruchmühlbach.
Nach langen Jahren hab ich mir mal wieder
einen "genoggert"!

Nach der Steigung ging's durch Martinshöhe und Gerhardsbrunn runter nach Wallhalben ins gleichnamige Tal der Wallhalbe und diese dann hinab in Richtung Schwarzbachtal. Hier hatte ich keine richtig guten Beine, es fiel mir schwerer als gedacht.

Erst ab dem Schwarzbachtal rollte es wieder besser. Durch Rieschweiler-Mühlbach, Dellfeld, Falkenbusch und Stambach kam ich schließlich über Contwig nach Zweibrücken.

Es war heiß, also besorgte ich mir noch was zu trinken an der Tanke und gönnte mir sogar ein Eis, ehe es über Einöd, Webenheim, Blieskastel, Lautzkirchen, Kirkel und den Eschweilerhof Richtung Heimat ging.

Um die hundert Kilometer auch vollzukriegen, lies ich den Franzosenweg links liegen und fuhr über die Kirkeler Straße weiter, dann über Scheib- und Hermannstraße nach Hause.


Sonntag, 11. März 2018

RTF Zweibrücken - Saisonauftakt Rennrad



Verregneter Saisonauftakt

Die ersten 50 Rennradkilometer 2018


Zum ersten Mal seit über drei Monaten (!) bestieg ich heute mein schwarzes Ross, um endlich mal wieder Rennrad zu fahren.

Schöner Blick auf Bierbach an der Blies
Trotz des Regens brauchte ich nur wenige Meter, um mich sofort wieder wohl zu fühlen. Es war, als wäre ich nie "weg gewesen"!

Über Furpach, Limbach, Wörschweiler und durch Zweibrücken-Ernstweiler ging's zum Westpfalzstadion, das ich mit einem Schnitt von 30 km/h erreichte. Dort machte ich ein wenig länger Pause und unterhielt mich am Start/Ziel mit Felix Drumms Vater Rainer und anderen Sportkameraden etwas länger. Schön war's!

Danach hatte der Regen aufgehört und es ging durch durch Landauer Straße mitten durch die City, und dann über Ernstweiler-Bubenhausen, Webenheim und Blieskastel das Kirkeler Bachtal hoch heim.

Am Ende wenigstens die 50 km vollgemacht und nicht mal kalt bekommen oder müde geworden. Gute Runde!


Freitag, 29. September 2017

Rule #10 It never gets easier, you just go faster



Manche Regeln sind einfach wahr


Je mehr man trainiert, umso schneller fährt man - aber leichter wird's nicht





Freitagsnachmittags hab ich oft, aber nicht immer, Zeit zum Radfahren - so ein Tag war heute, und das Wetter war toll, also plante ich drei Stunden und etwas über 80 km in Richtung Hornbach- und Felsalbtal, dann über die Wasserscheide zwischen Horn- und Schwarzbach und dann wieder heim.

Blick von der "großen Höhe" auf Wattweiler
Von Anfang an drückte ich dabei aufs Tempo, zum einen, weil ich gute Beine hatte, zum anderen, weil ich die Strecke der ersten 30 km schon drölfzig mal gefahren bin - so kommt wenigstens keine Langeweile auf! Auch wenn ich von meinem üblichen Weg ins Hornbachtal noch einen Anstieg hinter Webenheim über die große Höhe und Mittelbach eingestreut hatte - alles schon x-mal dagewesen.

In Dietrichingen fuhr ich allerdings zum ersten Mal überhaupt hoch in Richtung Monbijou.

Das heutige Hofgut Monbijou befindet sich an der Stelle des früheren Weilers Leichelbingen, der als Leichelvinga 1258 erstmals erwähnt wurde und zu Pfalz-Zweibrücken gehörte. Es liegt auf der Gemarkung von Dietrichingen am Zweibrücker Flugplatz.

1782 schenkte Herzog Karl II. August seinem Kammerherrn von Kreuzer Leichelbingen und die umliegenden Besitzungen. Von Kreuzer setzte die Güter in Stand und ließ ein Jagdschloss mit Gärten und Weinbergen errichten.

Bei einer Jagd 1785 war der Herzog von dem Anwesen so begeistert, dass er die Güter zurückhaben wollte. Er entschädigte von Kreuzer jedoch mit dem Mölschbacher Hof bei Wattweiler und 16.000 fl für die Inneneinrichtung. Durch Erlass bereits im selben Jahr wurde Leichelbingen in Monbijou umbenannt. In den folgenden Jahren hielt sich der Herzog sehr oft hier auf.
 
Das ehemalige Lustschloss Monbijou
Die umfangreichen Gartenanlagen wurden maßgeblich durch den Gartenarchitekten von Sckell gestaltet, der auch bei Schloss Karlsberg tätig war. Beim Einmarsch der französischen Revolutionstruppen ins Herzogtum im Jahr 1793 richteten diese auf Monbijou das Generalsquartier ein. Die Anlagen wurden erheblich in Mitleidenschaft gezogen, Monbijou war fortan wieder ein Hofgut.

1805 veräußerte die Witwe des Herzogs die Güter mit einer Fläche von ca. 2,12 km² an einen Kammerdirektor Böhmer aus Frankfurt am Main.

Von dem Jagdschloss war bis 1972 vor allem die Orangerie noch gut erhalten. Durch ein Feuer ist sie seitdem Ruine und dem Zerfall preisgegeben. (Quelle für all diese detaillierten Ausführungen: Wikipedia).

Dann ging's weiter den Hornbach hoch, ich folgte ab der Einmündung der Felsalbe in den Hornbach dann deren Tal bis Walshausen, wo ich dann den Anstieg in Richtung A8 nahm.

Oben ging's auf der Höhe vorbei am ehemaligen Flughafen Zweibrücken runter ins Schwarzbachtal und dann über Contwig und Zweibrücken, Einöd, Schwarzenhacker, Wörschweiler, Limbach, Kohlhof und Furpach heim. Am Ende klar über 30 km/h bei fast 1.000 hm - das war zufriedenstellend!


Dienstag, 11. Juli 2017

Bliesgau and some gpx-art



Regeneration nach Pausentag


Wenn auch mit ein-zwei Reizsteigungen...


Am Montag war ich erst mal platt von der anstrengenden Tour mit David vom Sonntag, daher hatte ich mir Ruhe verordnet. Aber heute nach der Arbeit juckten die Beine wieder, und ich machte mich auf eine Regenerationstour, bei der ich aber schon den einen oder anderen Reizpunkt setzen wollte.

Zu Beginn war die Straße noch regennass
Ich rollte mich auf bekannten Pfaden ein (Hermannstraße, Franzosenweg, Menschenhaus, Eschweiler Hof, Kirkel, Kirkeler Bachtal), ehe ich in Lautzkirchen das Würzbachtal hinauffuhr. Der Biesinger Berg sollte meine erste Herausforderung an diesem Tag werden. Das entsprechende STRAVA-Segment hat es echt in sich: Auf 700 Metern im Schnitt 10% Steigung, und die harten Teile kommen alle ungefähr in der Mitte. Als ich mich hochgekämpft hatte, war ich aber zufrieden: 360 Watt, 13 km/h. Das war ordentlich.

Dann ging's über die Biesinger Höhen bis zur Quelle des Mandelbachs, danach durch Assweiler rüber in Richtung Ommersheim und vorbei an der Saarbachquelle. Ich sprang dann wieder rüber ins Mandelbachtal und fuhr nach Erfweiler-Ehlingen, wo mich erst ein kurzer Schutt erwischte und dann der Anstieg auf der L231 aus dem Ort hinaus wartete. KOMs kann man da vergessen, und auch einen Platz unter den ersten 50 - wo die Trofeo entlangfährt, wächst diesbezüglich kein Gras mehr ;-). Aber auch hier war ich ganz zufrieden - 330 Watt auf 1,4 km und 17,2 km/h im Schnitt sind für mich ok.

Wolkenspiele über dem Bliesgau
Nach der Abfahrt über Rubenheim und Herbitzheim war ich wieder im Bliestal, und die nächste Herausforderung wartete bei Bliesdalheim: Von der L105 auf die L103 springt man hier auf einer Nebenstraße entlang bzw. unterhalb des Naturschutzgebietes "Böckweiler Wald" hoch aus dem Bliestal raus und genießt wunderbare Panoramen.

Oben auf der L103 fuhr ich zunächst zurück Richtung Blieskastel, bog dann aber rechts ab ins kleine Nebental des Schelmenbachs - hier war ich noch nie entlang gefahren. Danach ging's wieder hoch in Richtung Wattweiler und dann durch ein Neubaugebiet oberhalb Zweibrückens - das "Beckerswäldchen". Hier probierte ich mich mal in ein wenig GPX-Zeichenkunst...

Danach ging's über Zweibrücken-Bubenhausen, Einöd, Ingweiler, Wörschweiler und Limbach zurück nach Hause!




Mittwoch, 7. Juni 2017

Mittwochabendrunde den Wiesbach hinab

 

Mittwochabends ins Wiesbachtal

Die Altherrenrunde mal wieder vereint 

Endlich klappte es mal an zwei Mittwochen hintereinander, und heute fuhr ich auch wieder mit Elmar und Martin, nachdem diese letzten Mittwoch bei der Münchwies-Runde noch gepasst hatten. Mit dabei war auch Dirk, der allerdings auf die "Waffengleichheit" pfiff und mit dem E-Bike antrat. Aber da sind wir ja großzügig...

Für mich war's der erste Ausritt nach dem 518-km-Ritt über zwei Tage von Neunkirchen nach Dommartin, wobei die erste Etappe 380 km hatte, die zweite "nur" 138. Probleme? Keine!

Auf der Höhe hinter Käshofen Blickrichtung Rosenkopf
Wir fuhren über Furpach, Kohlhof, Limbach und Altstadt vorbei am alten Zollhaus nach Homburg, mitten durch die City und dann über die Bergrennstrecke bis ins Lambsbachtal. Dort verließen wir aber die Hauptstraße und fuhren den Lambsbach hinauf, ich wollte den Jungs die Strecke vorbei an der Schlagberg-Hütte zeigen, die voll asphaltiert ist (wenn auch am Anfang ziemlich steil) und zur Höhenstraße in Käshofen führt.

Danach ging's ein wenig über die Höhe, ehe wir ins Wiesbachtal abfuhren. Nun nahm der Zug ein wenig Fahrt auf und wir traten einen gepflegten 36,3er Schnitt von Wiesbach bis Zweibrücken: 11,5 km bei leicht abfallendem Profil (-31 Höhenmeter) in 19:08. Danach wurden die Beine aber wieder hochgenommen!

Über Einöd, Wörschweiler, Limbach, Kohlhof und Furpach ging's dann wieder zurück nach Hause. Schöne Runde!

Freitag, 12. Mai 2017

#granfondo_2017_03 Hornbach, Felsalbe, Rodalbe, Schwarzbach


Tolle Runde durch die Westpfalz mit einem Abstecher nach Frankreich!

Heute war unsere jüngste Tochter auf einem Geburtstag in der Zweibrücker World Of Fun eingeladen.

Im Hornbachtal
Da es mir im Rahmen der Arbeitsteilung der Elternschaft oblag, die Horde teilweise um 19 Uhr abzuholen, machte ich heute endlich mal eine Tour, die ich schon lange geplant hatte (bzw. die große Teile einer Runde beinhaltete, deren Vollendung ich im letzten Frühjahr wegen Krämpfen in Pirmasens abbrechen musste).

Ich wollte vor allem die Felsalbe erkunden, bis nahe an die Quelle, und dabei auch ein paar Höhenmeter sammeln, und endlich mal die schönen Abfahrten ins bzw. die Ansteige aus dem Felsalbtal absolvieren, Die zweite Hälfte der Runde war eher flach, immer an Rodalbe und Schwarzbach entlang zurück nach Zweibrücken, und dann ab Rimschweiler wieder hoch zum Start.

Walschbronn im Tal der Trualbe
Kurz nach 15 Uhr ging's los, und den ersten Aufreger gab's schon ca. 800m nach dem Start: "Pfft! Pfft! Pfft! Pfft! Pfft!" rief mein mit sieben Bar aufgepumpter "Schwalbe Pro One Evo"-Vorderreifen - offenbar ein Glassplitter oder sonst irgendwas.

Die Dichtmilch spritzte drei, vier Umdrehungen lang, dann hörte es kurz auf, fing wieder an, hörte dann endgültig auf. Ich war umgedreht und zurück Richtung Auto gefahren, aber als dann nichts mehr kam, prüfte ich händisch den Reifendruck (war ok) und entschied mich, mutig zu sein: Einfach mal losfahren. Zur Not hätte ich ja einen Schlauch und Co²-Patronen dabei gehabt.

Ich fuhr also zunächst das Zwerchtal runter auf der L 480 und dann am Hirschbacherhof auf die K13 Richtung Hornbach. Meine erste Neuerung an diesem Tag: Ich fuhr erstmals hoch in Richtung Birkwieserhof, links an diesem vorbei und dann weiter hoch auf einen gut ausgebauten Feldweg.

Das Tal der Felsalbe an der Eichelsbacher Mühle
Nach kurzer Zwischenabfahrt kam ich oberhalb von Dietrichingen auf der K80 raus und fuhr von dort hoch auf den Westpfalzweg (L 478) und dann wieder runter ins Hornbachtal auf die K18, am Zollhaus Riedelberg dann weiter auf der K81 hoch nach Riedelberg - der erste richtige Anstieg von insgesamt sieben mit einer Minimalhöhendifferenz von 100 m.

Oben aus Riedelberg raus fuhr ich über die Eichholzhöhe weiter auf der K81 - allerdings wollte ich einen Abstecher ins Tal der Trualbe, eines Nebenflußes des Hornbachs (französisch: Ruisseau d'Eppenbrunn), machen.


Ein kleiner Haken ist bei diesem wunderschönen Abstecher mit tollen Ausblicken auf das französische Dörfchen Walschbronn im Trualbetal allerdings dabei - die ersten 500m von der K81 aus und am Ende zur K81 sind nicht asphaltiert, der Weg ist allerdings gut befahrbar - man muss nur einigen Wasserlöchern ausweichen, aber wer sein Rennrad einigermaßen lenken kann, hat da keine Probleme.

Im Anstieg nach Pirmasens-Winzeln
Dann wird die Straße zum Asphaltweg, man kommt an einem verlassenen Hof vorbei, taucht in einen wunderschönen grünen Wald ein - und schon öffnet sich ein herrlicher Blick auf Walschbronn, nach drei Kurven ist man im Ort, und an der Kirche geht's gleich steil - 600 m mit 10% im Schnitt. Aber schon bald ist man wieder auf der Höhe, und flugs auf der K81. Lohnt sich!

Nach knapp zwei Kilometern beginnt dann auf der L 482 eine tolle Abfahrt ins Tal der Felsalbe, eines Nebenflusses des Hornbachs. 2,6 Kilometer, ich brauchte knapp 3 Minuten, erhaschte einen kurzen Blick auf den Bach, und schon ging's wieder ab der Eichelsbacher Mühle das Winzlertal hoch nach Pirmasens-Winzeln, an die südliche Ortsgrenze.

Das Rodalbetal kurz vor Ruppertsweiler
Ich hätte einfach in den Ort einfahren sollen, aber schwang mich über die Wasserscheide zwischen Winzlerbachtal und einem kleinen Nebenbach, fuhr vorbei am Dienstleistungszentrum der Wasgau AG und dann die K5 wieder runter ins Felsalbtal - das hätte ich mir besser gespart.

Starkes Gefälle, teilweise 16%, und den schlechtesten Straßenkörper, den ich - ich übertreibe nicht, jemals - befuhr.200mal geflickt, Schlaglöcher, ein einziges Geruckel, man konnte das Rad kaum halten. Mir taten die Hände vom Bremsen und den Schlägen weh, als ich endlich unten war - die erneute Auffahrt raus aus dem Tal nach Vinningen war da reine Erholung. Allerdings trafen mich hier die ersten von einigen Schauern - richtig nass wurde ich nicht, aber unangenehm war's teilweise doch, zumal der Wind heftig blies und die Temperaturen zwischenzeitlich "abstürzten".

Der Radweg das Lamsbachtal hoch
Auf der L484 ging's raus aus Vinningen und runter ins obere Felsalbtal, vorbei an Obersimten und entlang der jungen Felsalbe, die ich in Niedersimten letztmals überquerte, hoch zu deren Quellgebiet. Flugs war ich wieder in Pirmasens, am südlichen Stadteingang, und umfuhr den Taleinschnitt des Felsalbquellbereichs, vorbei am Schwimmbad und Gymnasium hoch zur Kuppe, wo es geradeaus nach Erlenbrunn und links runter ins Rodalbtal geht. Dort fuhr ich hin.

Die Rodalbe hinunter konnte ich mal was für den Schnitt tun. Ich blieb dabei im Flußsystem der Saar - um zur Lauter, die ja in den Rhein fließt, zu kommen, hätte ich in Lemberg noch einen Grat überspringen müssen. Dazu hatte ich heute aber keine Zeit.

Der Pirmasenser Wassertum
Und nachdem ich unter der B10 durch war, kam eine erneute Premiere - ich folgte nicht dem Verlauf der Rodalbe, sondern fuhr lange Zeit parallel zur B10, dann unter derselben durch, auf einem schönen Radweg letztmals das Lamsbachtal hoch in die Schuhstadt, diesmal in den nördlichen Stadtbereich. Es ging vorbei am Neuffenpark, auf der Rodalber Straße über die B10, entlang des markanten Wasserturms, vorbei am Stadion der FKP und dann auf einer langen, schönen Abfahrt wieder runter ins Rodalbtal.

Ab Rodalben war die Strecke kein Mysterium mehr und bot mir auch nix Neues. Ich wollte jetzt einfach nur noch zurück zum Start, zumal ich gut in der Zeit lag und sich auch schon der eine oder andere Wadenkrampf gemeldet hatte - dagegen hilft am besten gleichmäßiges Fahren mit hoher Trittfrequenz.

In Thaleischweiler-Fröschen fand ich noch eine schöne Apotheke mit einer netten Apothekerin, die mir gerne die Flasche mit Wasser auffüllte, so dass ich meine letzte Dextro-Energieration griffbereit hatte. Auch so was, was Versandapotheken einfach nicht tun, genau wie Nachtdienste und direkte, kompetente Beratung. Danke an die Löwen-Apotheke!
Im Schwarzbachtal kurz vor Rieschweiler-Mühlbach
Der Rest ist schnell erzählt: Es ging auf gut bekannten Wegen immer am Schwarzbach entlang zurück nach Zweibrücken, durch die Stadt und dann den Horbach hoch nach Rischweiler, wo ich den letzten Anstieg in Angriff nahm. Um kurz vor 19 Uhr war ich dann pünktlich zurück, um die Kiddies abzuholen. Der Vorderreifen hatte noch vier Bar - das reichte, die Dichtmilch hatte ihren Dienst getan. Ich werd nur wohl ein wenig nachfüllen müssen!

Mein dritter "Hunderter" für dieses Jahr - Kilometersammeln mit dem Rad macht Spaß, vor allem, wenn man immer wieder was Neues kennenlernt. Morgen wird gemütlich ein bißchen gerollt, vielleicht die Blies hoch in Richtung Sankt Wendel, und am Sonntag fahre ich die RTF in Körprich. Ich muss langsam in Form kommen, denn in diesem Jahr will ich beim Stadtradeln liefern!


Sonntag, 29. Januar 2017

Blies, Saar, Achenbach, Bickenalb


Erster Hunderter im neuen Jahr!

Das war knapp - kurz vor dem Ablauf des Januar, der ja von frostigen Temperaturen beherrscht war, habe ich es doch noch geschafft, einen "Gran Fondo", also eine Rennradfahrt von 100 km oder mehr, hinzubekommen.

Wofür mir diese Fahrt heute in Erinnerung bleiben wird, ist allerdings ein weniger schönes Erlebnis:

Ich fuhr zunächst mal, nachdem ich mich über Spiesen, Rohrbach und das Kirkeler Bachtal warmgefahren hatte, das Bliestal hinab. Ich blieb auf der Hauptstraße bzw. die sie begleitenden Radspuren, weil gerade die verschatteten und windgeschützten Bereiche des Bliestal-Radweges, so dachte ich mir, bestimmt noch problematisch sein würden.

Ortsausgangs Breitfurt sah ich es dann auch: Flächig weiß, mit viel Windbruch drauf, mit Schildern gesperrt bzw. vorm Befahren gewarnt - gut, dass ich auf der freien Hauptstraße war, dachte ich mir.

Als es dann aus Herbitzheim raus auf eine leichte Anhöhe und von dort in die Abfahrt nach Gersheim ging, passierte es: Ich fuhr mit ca. 35 km/h in den Ort rein, als plötzlich ein parkender großer VW mit IGB-Nummernschild, ohne auf mich zu achten, rückwärts auf die Straße ausparkte. Ich musste stark bremsen, konnte einen Sturz zwar verhindern, aber warf in einer Geste des Ärgers beide Hände in die Luft, als ich zum Stehen kam. Der Schwung aus der Abfahrt war weg, ich musste neu antreten, aber egal, Hauptsache nichts passiert.

Nachdem ich die Blies überquert hatte und fast schon wieder raus aus Gersheim war, fuhr mich der VW von hinten auf und überholte, der Beifahrer streckte den Kopf aus dem Fenster und schmetterte mir ein "Doo dafoor iss da Radwech doo!" entgegen, ehe er und der Fahrer mutig das Weite suchten.

Ich hätte ihm gern erklärt, dass der Radweg nicht zu befahren war, und selbst wenn er es gewesen wäre, ich jedes Recht habe, die Straße genauso zu benutzen wie er mit seiner CO²-Schleuder. Aber wahrscheinlich hätte ich genauso gut einem Ochsen ins Horn petzen können.

Ganz ehrlich: Was kann ich dafür, wenn der Fahrer nicht aufmerksam genug ist, um ein sich von hinten näherndes Fahrrad zu sehen? Darf er dem also die Vorfahrt nehmen, weil sein Fahrer nicht den Radweg benutzt? Was denken sich solche Leute? Dass die Straße nur den Autos gehört? Wenn ja, empfehle ich dringend mal die Lektüre der StVO. Traurig, einfach traurig.

Am Ortsausgang von Bliesbruck
Ich ließ mir aber die gute Laune nicht verderben, zumal ich mit einem 27,5er-Schnitt für Ende Januar ganz flott unterwegs war. Über Reinheim ging's nach Bliesbruck und Blies-Ébersing, dann links ab raus aus dem Bliestal hoch nach Sarreguemines über die Rue de Blies-Ebersing ins Stadtviertel Folpersviller, vorbei an der Kapelle der heiligen Barbara und zum Ende des Bliestal-Radweges, dann wieder raus aus Folpersviller und rein ins Industriegebiet von Sarreguemines. Den ersten Teil der Strecke bis zur Einmündung des Radweges auf die Hauptstraße war ich auch noch nie gefahren!

Von hier suchte ich mir den Weg nach Sarreinsming runter an die Saar, von wo aus ich den Anstieg nach Wiesviller in Angriff nehmen wollte. Da war ich letztmals vor fast drei Jahren hochgefahren und konnte mich schon fast nicht mehr erinnern!

Ortsausgangs Wiesviller probierte ich was neues aus: Kurz nach dem Ortsanfang von Woelfling-lès-Sarreguemines folgte ich erstmals der "Rue de la Forêt", um so auf die alte Römerstraße nach Gros-Rèderching zu kommen. Am Ende des Ortes ändert sie ihren Namen in "Rue des Étangs".

Die Saar (hinten der Kanal) bei Sarreinsming
Die Straße ist durchgehend asphaltiert, erschließt einige Gehöfte und führt entlang und mehrfach über den jungen Schwarzbach auf den Höhenzug, der das Achetal vom Schwarzbachtal trennt.

Mein Problem: Je höher ich kam, umso höher wurde in diesem wind- und sonnengeschützten Bereich dann doch der Resteisanteil auf der Straße.

Anfangs konnte man sich noch Rinnen aussuchen, aber auf der Höhe, wo man links abbiegen muss und an einigen riesigen Windmühlen vorbeikommt, war die Eisfläche praktisch geschlossen.

Ich kam mir fast vor wie die armen Jungs und Mädels bei der Cross-WM in Bieles (LUX) am gestrigen Tag, die mit ähnlich widrigen Bedingungen zu kämpfen hatten, und schlitterte mich durch in Richtung "Route Romaine".

Blick auf der Route Romaine nach Osten
Mit etwas Glück und etwas weniger, aber genügend Geschick vermied ich das eine oder andere Mal einen Sturz - puh!

Als ich dann endlich die schnurgerade Römerstraße erreicht hatte, ging's bis auf wenige, kurze Rest-Eis-Stücke. Von da oben kann man weit blicken, und ich erkannte in der Ferne den mächtigen Getreidesilo der L.O.R.C.A (Lorraine Céréales Approvisionnement) an der D84 bei Rohrbach-lès-Bitche.

Die "Rue Romaine" mündet quasi an der Brücke über die junge Ache am Ortseingang von Gros-Réderching auf die "Rue Principale", die Hauptstraße durch den Ort - auf den letzten Metern in der bebauten Ortslage heißt sie dann "Rue des Vergers". Nun befand ich mich wieder auf bekanntem Geläuf. Ich blieb nicht lange auf der Hauptstraße, sondern bog noch im Ort auf den Radweg nach Guising ab - es ging vorbei an der "Ferme d'Olferding" hoch auf die Wasserscheide zwischen Achenbach- und Bickenalbtal - mit 386 m über N.N. dem höchsten Punkt der Tour.

Nun waren es noch ca. 45 km bis nach Hause, und größtenteils sollte es, zumindest bis auf die letzten 10 km, erstmal bergab gehen!

Panoramablick von der Wasserscheide Achenbachtal/Bickenalbtal
Das war auch nötig. Ich hatte mich, was meine Leistungsfähigkeit anging, doch arg verschätzt. Eigentlich wollte ich einen 26,5er Schnitt fahren, aber am Ende des Tages lag ich da doch fette 2 km/h drunter.

Trotzdem rollte es ganz gut das Bickenalbtal hinab, die Strecke bin ich nun aber auch schon zigmal gefahren. Dann ging's durch Zweibrücken-Langental und -Bubenhausen, Einöd und Wörschweiler, Limbach, Kohlhof und Furpach heim.

Am Ende war ich doch ziemlich fertig. Aber für den ersten "Gran Fondo" 2017 bin ich dann doch zufrieden...