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Sonntag, 7. Januar 2018

#tokyo2018 #15 Langer Entdeckungslauf ins Ostertal





Erster Dreißiger in dieser Vorbereitung


Sonnenhof-Premiere im Ostertal bei viel Wind



„Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill)

Die Oster zwischen Hangard und Fürth
Über dieses Sprichwort musste ich heute viel nachdenken. Mein Hals kratzte seit drei Tagen, mein linkes Knie machte mir letzte Woche Probleme, den ersten Testlauf musste ich abschenken, zu Beginn des Dezembers fühlte ich mich auch oft schlapp und konnte mein Gewicht zunächst nicht so gut reduzieren, wie ich es mir vorgenommen hatte - trotzdem hab ich wahnsinnig Lust auf und auch jede Menge Spaß an dieser Vorbereitung.

Und eigentlich hab ich das Gefühl, jetzt auch langsam die Kurve zu kriegen. Der Lauf heute kam mir trotz der leichten Erkältung locker aus den Beinen, mein Knie wird von Tag zu Tag besser und vertrug auch die fast drei Stunden Dauerbelastung heute prima, und mittlerweile nähere ich mich der "7" als erster Stelle auf der Waage auch täglich mehr an.

Gestern Abend (oder besser gesagt, heute Früh) kam ich eigentlich später ins Bett, als mir lieb war. Aber die Jubiläumsveranstaltung für den sechs-mal-elften Geburtstag des Neunkircher Karnevalsausschusses in der Gebläsehalle dauerte nun mal lange, und schön war's auch.

Blick von den Hängen des Hungerbergs zum Sonnenhof
Heute Morgen dann Neujahrsempfang bei der evangelischen Kirchengemeinde in Furpach, noch ein Besuch bei den Stadtmeisterschaften der Aktiven im Fußball in Wiebelskirchen - dann war's endlich soweit, dass ich loslaufen konnte.

Meine Laufklamotten hatte ich mit nach Wiebelskirchen gebracht, denn in meinen üblichen Langstreckenrevieren in den Bliesauen ab Limbach brauche ich glaube ich noch einige Tage lang nicht an Laufen zu denken.

Aber auch das Ostertal hat seine Reize, und nachdem in Fürth die Straße "Zur Ring" nach langer Umbaubaupause endlich wieder offen ist, wollte ich gern über die Wetschhausener Straße rüber zur B420 und dann mal über den Sonnenhof nach Dörrenbach laufen - zwei kräftige Steigungen inbegriffen, die das Knie aber richtig gut verkraftete, sowohl im Anstieg wie im Ablauf.

Kurz nach der Wende: Die Oster in Saal
Die Strecke zum Sonnenhof kannte ich noch nicht, vor ca. einem Monat war ich aber schon mal in der Gegend gewesen und wollte nun meine Kopfkarte komplettieren. Hat sich gelohnt!

Ein wenig zu schaffen machte mir der kräftige Ostwind, aber dafür freute ich mich auf den "Rücklauf", wo ich den ja dann ein wenig mehr im Rücken haben sollte.




Durch Dörrenbach durch ging's wieder auf die B420, dann Richtung Werschweiler und durch die Kleinbachstraße in Richtung Saal, hier hatte ich "Bergfest" mit 15 km und fühlte mich richtig gut. Von den Werten her (Puls im Schnitt 130) ist der Lauf durchaus auf dem Niveau wie der erste Dreißiger vor Boston 2015 - da war ich mit einem 129er-Durchschnittspuls zwar 5 sec/km schneller, aber hatte dafür auch 200 Höhenmeter weniger zu bewältigen.

Kurz danach der Wendepunkt, vorbei an der Oster über die Straße "An der alten Mühle" - die kannte ich bisher auch noch nicht - und dann wieder auf die B420, von dort auf dem schnellsten Weg die Oster runter und über Fürth und Hangard wieder nach Wiebelskirchen.

Schöner Tagesabschluss beim TuS Wiebelskirchen Turnen
Ich hatte Riesenhunger, also gönnte ich mir in der Ohlenbachhalle bei den Fußballern noch eine gute Tasse Kaffee und zwei leckere Stücke Käsekuchen mit Mandarinenstückchen - hmmm!

Dann schnell heim, geduscht und umgezogen und ab auf den Neujahrsempfang der Turner des TuS Wiebelskirchen - so hat der Sonntag Struktur!

Erfreulich: Jetzt am Abend tut der Hals gar nicht mehr weh, und das Knie gibt auch wunderbar Ruhe!

 Jetzt hab ich die ersten 100 km Laufen im Jahr 2018 fast voll (99,7).

Morgen lockere 70 Minuten Ausjoggen, wohl an der Halde, und Dienstag ist dann mal wieder Ruhetag.








Dienstag, 26. September 2017

Hungerberg, Illquellen und jede Menge neuer Wege


Landpartie mit Entdeckerdrang


Wunderschöne Runde mit tollem Sonnenuntergang


Direkt nach Feierabend hüpfte ich auf die Mühle und machte mich über das Ostertal auf ins Sankt Wendeler Land.

Dabei fuhr ich zunächst eine meiner Lieblingsstrecken: Aus Dörrenbach raus über die verlängerte Brückwiesstraße den Hungerberg hoch in Richtung Sankt Wendel.

Blick vom Hungerberg ins mittlere Ostertal
Die Aussicht von dort oben aufs mittlere Ostertal ist einfach grandios, und das Licht spielte an diesem Abend richtig mit.

Dann ging's weiter, und erstmals fuhr ich den Radweg in Richtung Niederlinxweiler durch, anstatt rechts in Richtung Billenborner Hof/Marienkrankenhaus Sankt Wendel abzubiegen.

Die Strecke ist echt rumpelig, aber auch hier ist das Panorama lohnenswert, und schließlich kam ich auch wieder in dei Ortslage und fuhr über die Blies in Richtung Heckwies/Kiesmühle rüber ins Tal des Niederlinxweiler Sulzbachs.
Schön ist, beim Radfahren alte Freunde zu treffen!

So kam ich nach Remmesweiler, und dort ging's gleich hoch in Richtung Habenichts, dann über die Römerstraße bis kurz vor den Marpinger Ortsteil Rheinstraße, wo ich links abbog und oberhalb der Illquellen den Talkessel umfuhr.

Ich traf den früheren Bürgermeister Werner Laub, der gerade mit seinem Hund spazierenging, und wir hielten noch ein kleines Schwätzchen, dann musste ich aber weiter - die Sonne ging langsam unter.

Die Strecke ab hier war ich auch noch nie gefahren, und ich genoß das sehr.

Windräder oder die Cattenom-Dampfsäule  - was ist besser?
Dann ging's auf bekannten Wegen über die L318 runter nach Urexweiler, aber dort nahm ich auch einen bisher mir noch unbekannten Weg - über die Gruben- bzw. Leitenackerstraße links der jungen Ill war ich auch noch nie gefahren, bis auf ein kurzes Stück vom Faulenbergerhof runter (damals in anderer Richtung und mit dem MTB).

Vorbei am Fischweiher des Hirzweilerer Angelvereins und entlang des Ahlenbachs ging's dann Richtung Ortsausgang Welschbach und rüber nach Stennweiler. Ich machte noch einen kleinen Extraschlenk in Richung Wemmetsweiler, dann aber gleich zurück nach Schiffweiler, bei der Graulheck dann an den Mühlbach und diesen immer runter bis ins Sinnerbachtal. Über die Schlawerie ging's dann nach Hause.

Soviel neue, mir bisher unbekannte Straßen bin ich schon lange nicht mehr gefahren. Es werden halt immer weniger im Ostsaarland...

Dienstag, 4. Juli 2017

Abendrunde WND mit einer Prise Illtal



Nach Feierabend Höhenmeter gesammelt


Ausflug ins Sankt Wendeler Land


Heute wollte ich die Jahreszeit (noch nah an der Sommersonnenwende) mit den langen Tagen mal ausnutzen, um zum ersten Mal seit längerer Zeit - eigentlich das erste Mal für 2017) das Sankt Wendeler Land zu erkunden. Obwohl "erkunden" eigentlich nicht passt, denn neue Streckenteile waren eigentlich nicht dabei. Da gehen mir auch langsam die Optionen aus.

Blick vom Hungerberg ins obere Ostertal
Los ging's in Richtung Ostertal und gleich mal in den Anstieg nach Steinbach - auf dem entsprechenden Strava-Segment trat ich auf den 1,2 km 400 Watt im Schnitt, in der Spitze 700. Danach war ich so richtig warm. 

Über Steinbach und entlang der B420 ging's nach Dörrenbach und dort über den Radweg hoch zur Sankt Wendeler Marienhausklinik - rechts am Hungerberg vorbei und dann über den Billenborner Hof. Ich fuhr danach runter in die Stadt bis zum Sportzentrum und dann den Kniebrecher hoch. 500m bei durchschnittlich 11% fordern einen auch dort - so sehr, dass ich oben eine kurze Pause einlegte, auch, um die wunderbare Aussicht zu genießen.

Leider vergaß ich dabei, meinen Garmin wieder einzuschalten, so dass mir der Weg vorbei am Wendelinushof bis hinunter ins Tiefenbachtal in der Aufzeichnung fehlt.

In Sinnerthal ging die Sonne schon fast unter
Aus dem Tiefenbachtal hinaus nahm ich bekannte, aber abseits der Hauptstraßen liegende Feldwege rund um Schleifstein und Bosenberg, schließlich kam ich oberhalb von Leitersweiler auf etwas über 450m über N.N. an den höchsten Punkt der Strecke, wo ich einem Reh begegnete, das urplötzlich, nachdem ich eine Kurve umfahren hatte, keine zehn Meter vor mir stand. Ich bremste, wir sahen uns einige Sekunden an, ich wollte laaaaangsam meine Kamera zücken, aber da war es auch schon weg. Trotzdem - ich liebe diese magischen Momente, die man nur beim Radfahren so erleben kann.

Über Urweiler ging's dann in die Stadt hinein und wieder hinaus (das dauert bei Sankt Wendel ja nicht lange), in Oberlinxweiler entschloss ich mich dann aber doch, meine Runde noch ein wenig zu verlängern. Anstatt durchs Bliestal heimzufahren, blieb ich auf der rechten Bliesseite und fuhr durchs Tal des Niederlinxweiler Sulzbaches, der alle Bäche aus Remmesweiler und Mainzweiler zur Blies führt, durch eben diese beiden Dörfer, ehe ich für wenige Meter die Wasserscheide zur Ill überschritt, nur um kurz danach in Stennweiler wieder "Blies-Boden" zu betreten.

Von dort ging's nach Hause, allerdings nicht ohne bei meinem Ortsvorsteher Volker Fröhlich in der Schlawwerie noch kurz "einzukehren" - danke übrigens für die Erfrischung!




Sonntag, 19. Februar 2017

#hamburg2017 #05 Erster langer Lauf (27 km)




Durchs schöne Ostertal!

Mein erster langer Lauf in dieser Vorbereitung fand bei zunächst angenehmen 9°C (da schien die Sonne auch noch ein wenig, später versteckte sie sich, und da bekam ich dann auch kalte Finger) statt, ich setzte meine jüngste Tochter beim Kinderfasching des KUV Wiebelskirchen ab, wo sie auftrat, und machte mich gleich auf die zweieinhalb Stunden dauernde Einheit. Die 27 Kilometer waren nach den 23,5 von vor 14 Tagen zum Itzenplitzer Weiher und zurück mein zweiter Lauf über die Halbmarathondistanz hinaus in den letzten vier Monaten seit dem Chicago-Marathon.

2012 war ich in der Berlin-Vorbereitung schon mal hier gelaufen, allerdings einen 30er, so weit sollte es heute nicht gehen.

Kurz vorm Wendepunkt bei Saal im Ostertal
Der Wind ging einigermaßen heftig, ich kam aber von Beginn an recht gut ins Rollen. Nach drei Kilometern, schon in Hangard angekommen, mäßigte ich mich tempomäßig ein wenig und lief von da an recht gleichmäßig im 5:28er-Schnitt entlang der L121, dann durch Fürth und die B420 vorbei an Dörrenbach und Werschweiler hoch bis auf die Höhe der Kläranlage Saal kurz vor dem Ort, wo ich dann nach 13,5 km wendete.

Der Rückweg ging irgendwie schneller, obwohl ich für beide Hälften am Ende fast exakt die gleiche Zeit (um die 1:13:45) brauchte, aber das ist bei mir immer so bei den langen Läufen: Je näher ich ans Ziel komme, vor allem, wenn ich, wie heute, sehr entspannt unterwegs ist, umso schneller purzeln die Kilometer.

Viel an der Straße gelaufen heut - daher die Signalfarbe Gelb!
Verglichen mit der entsprechenden Einheit in der Chicago-Vorbereitung letztes Jahr war ich auch heute bei vergleichbaren Zeiten (sogar 4 sec/km schneller) mit zehn Schlägen weniger unterwegs, in der Spitze zwölf - trotz wesentlich anspruchsvollerem Profil, 250 Höhenmeter statt 75.

Was mir in Erinnerung bleibt? Hunderte Schneeglöckchen am Straßenrand bei Dörrenbach - wunderschön. Vielleicht lauf ich einen der nächsten langen Läufe wieder hier, allein, um zu schauen, wie weit die dann sind. Diese Vorboten des nahenden Frühlings machten mir richtig das Herz warm!

Danach gab's auch eine Stärkung im Kulturhaus, eine superleckere Nutella-Crêpe vom Becker Rudi. Nicht gerade die optimale Sportlernahrung, vor allem wenn man abnehmen möchte, aber die hab ich mir ehrlich gesagt heute verdient. Und ich sah sogar noch den Tanz meiner Tochter mit ihrer Garde. Ein schöner Tag!

Mein VO²Max-Wert ist übrigens schon wieder einen Punkt nach oben geklettert - mitterweile beträgt er 54, das ist schon richtig gut. Laut der VO²Max-Standardbewertungstabelle von Garmin ist man in meiner Altersklasse ab 52,5 im Bereich "Überragend". So fühl ich mich zwar (noch) nicht, aber immer besser. Zumal der Wert am 30. Januar noch 48 betrug und seitdem kontinierlich anstieg - ich hab aber auch in den 20 Tagen 13 teilweise richtig gute Einheiten gehabt. Und von den 83,6 kg zu Beginn der Vorbereitung bin ich mitterweile auf unter 82 "abgeschmolzen". Das hilft auch - ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange!

Morgen nochmal 70 Minuten locker Joggen, am Dienstag dann 10*400m Intervalle in je 90 sec. und am Mittwoch ein 100-Minuten-Lauf - dann ist erstmal "Fetter-Donnerstags-Pause".