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Samstag, 30. Januar 2021

Nasse-Ritter-Ritt nach Roschberg

Nass? Pah! Kalt? Pah!

Nachdem das Wetter in den letzten Wochen ja nur noch Kapriolen schlug, hatten Mark und ich eigentlich auf einen - wie manchmal auch vorhergesagt - trockenen, zumindest aber milden Samstagmorgen gehofft. Es sollte anders kommen!

Zu unserer gemeinsamen Ausfahrt in Richtung Sankt Wendeler Land trafen wir uns am oberen Ende der Römerstraße in Wiebelskirchen - ich war bis dahin schon gut angefeuchtet, trotz wetterfester Kleidung. Aber noch zeigte das Thermometer am Tacho wenigstens 6-8° C, also fuhren wir erstmal los und hofften auf Besserung.

Hätten wir mehr Regen und kältere Temperaturen erhofft, wären unsere Erwartungen auch erfüllt worden - denn genau so kams. Am Faulenberger Hof oben auf der Wasserscheide zwischen Ill und Blies waren's plötzlich nur noch 2-3° C und es regnete immer stärker - aber wir waren jetzt warmgefahren und wenigstens war der Wind nicht stark, also: Weiter, immer weiter!

Eine genaue Route hatten wir nicht im Kopf, wir diskutierten hin und her und entschlossen uns schließlich auf Höhe Winterbach in den Ort zu fahren und von dort in Richtung Golfplatz Sankt Wendel, dann irgendwie in Richtung Bosenberg.

Am Golfplatz machten wir kurz Verpflegungsstop, aber schauten, dass wir schnell wieder ans Fahren kamen: Nur wenn das "innere Heizkraftwerk" ständig arbeitet, hält man so ein Wetter auf dem Rad aus. Also ab in Richtung Bliestal und auf den Wendalinus-Radweg, wir wollten nach Baltersweiler und von dort in Richtung Roschberg, wo wir schon sehr lange nicht mehr gewesen waren. Also ab vom Radweg und raus aus dem Bliestal rüber ins Tal des Tod-Bachs (der fließt übrigens in Sankt Wendel in der Nähe der Straße "Alter Woog" - der Name deutet auf eine frühere Stauung des Bachs hin - in die Blies).

Am nordwestlichen Rand des St. Wendeler Bannes liegt das Hofgut "Göckelmühle". Es hat seinen Namen von einer Getreidemühle, die über einen Mühlenteich aus der Blies gespeist und um 1795 errichtet wurde.

Dort verließen wir den Radweg und kamen nach Baltersweiler, von wo aus es weiter ging in Richtung Furschweiler (erst kommt ein kleiner, fieser Anstieg, der auf den Höhenzug führt, der das Breitbachtal bei Furschweiler vom Tod-Bachtal Richtung Hofeld-Mauschbach trennt, dann ging's wieder runter ins besagte Breitbachtal.

Wir überquerten den Breitbach zum zweiten Mal und erklommen den nächsten Höhenzug (von dem es ja im Sankt Wendeler Land so einige gibt...) in Richtung Roschberg.

Danach ging's über die Roschberger Straße wieder runter in Richtung Baltersweiler, von wo aus wir einen Weg befuhren, den Mark und ich bisher noch nicht kannten: parallel zur Bahnlinie in Richtung Urweiler. Es war ein wenig matschig, aber in Urweiler hatten wir wieder Asphalt unter den Reifen.

Den ursprünglichen Plan, noch den Bosenberg zu erklimmen und dann übers Ostertal heimzufahren, verwarfen wir: Zu kalt, zu nass. Stattdessen ging's über den Wurzelbach nach Oberlinxweiler (wenigstens noch ein paar Höhenmeter kamen so aufs Konto) und dann über Niederlinxweiler und Ottweiler bliesabwärts heim.

Wieder ein bisschen was gelernt und über sechs "neue" Kilometer gesammelt, die ich bisher noch nie gefahren war. Aber ich war dann doch froh, als ich das Rad sauber, die Klamotten in der Waschmaschine und mich selbst unter der Dusche hatte...









Montag, 6. August 2018

Wiebelskirchen - Illquellen - Wiebelskirchen



Trainingsfahrt während des Trainings


Tochter beim KUV, Vater bei den Illquellen

Feldweg zwischen Welschbach und Urexweiler
Nachdem ich meine jüngste Tochter zum Tanztraining gebracht hatte, hatte ich 90 Minuten Zeit, selbst was zu machen. Mit dem Rennrad ging's von der Römerstraße aus hoch entlang des Windparks und über die Stennweiler "Kipp" und den Ahlenbach in Welschbach hinunter ins Illtal, dann nach Urexweiler und hoch zu den Illquellen.

Ich machte noch einen kleinen Abstecher runter nach Marpingen und bog von der Ringelgasse ab hoch "Zum Hommerich" (eine heftige Steigung!), danach ging's zurück auf die Rheinstraße und dann den Remmesweiler Talbach ab der Habenichts runter nach Remmesweiler, wo ich zunächst in Richtung Mainzweiler fuhr, mich dann aber umentschied und entlang des Gerechbachs sowie über Niederlinxweiler in Richtung Blies fuhr.

Durch Ottweiler und Wiebelskirchen ging's dann zurück zum Start - eine perfekte 90-Minuten-Runde, über 1.000 kcal verbrannt!





Sonntag, 7. Januar 2018

#tokyo2018 #15 Langer Entdeckungslauf ins Ostertal





Erster Dreißiger in dieser Vorbereitung


Sonnenhof-Premiere im Ostertal bei viel Wind



„Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill)

Die Oster zwischen Hangard und Fürth
Über dieses Sprichwort musste ich heute viel nachdenken. Mein Hals kratzte seit drei Tagen, mein linkes Knie machte mir letzte Woche Probleme, den ersten Testlauf musste ich abschenken, zu Beginn des Dezembers fühlte ich mich auch oft schlapp und konnte mein Gewicht zunächst nicht so gut reduzieren, wie ich es mir vorgenommen hatte - trotzdem hab ich wahnsinnig Lust auf und auch jede Menge Spaß an dieser Vorbereitung.

Und eigentlich hab ich das Gefühl, jetzt auch langsam die Kurve zu kriegen. Der Lauf heute kam mir trotz der leichten Erkältung locker aus den Beinen, mein Knie wird von Tag zu Tag besser und vertrug auch die fast drei Stunden Dauerbelastung heute prima, und mittlerweile nähere ich mich der "7" als erster Stelle auf der Waage auch täglich mehr an.

Gestern Abend (oder besser gesagt, heute Früh) kam ich eigentlich später ins Bett, als mir lieb war. Aber die Jubiläumsveranstaltung für den sechs-mal-elften Geburtstag des Neunkircher Karnevalsausschusses in der Gebläsehalle dauerte nun mal lange, und schön war's auch.

Blick von den Hängen des Hungerbergs zum Sonnenhof
Heute Morgen dann Neujahrsempfang bei der evangelischen Kirchengemeinde in Furpach, noch ein Besuch bei den Stadtmeisterschaften der Aktiven im Fußball in Wiebelskirchen - dann war's endlich soweit, dass ich loslaufen konnte.

Meine Laufklamotten hatte ich mit nach Wiebelskirchen gebracht, denn in meinen üblichen Langstreckenrevieren in den Bliesauen ab Limbach brauche ich glaube ich noch einige Tage lang nicht an Laufen zu denken.

Aber auch das Ostertal hat seine Reize, und nachdem in Fürth die Straße "Zur Ring" nach langer Umbaubaupause endlich wieder offen ist, wollte ich gern über die Wetschhausener Straße rüber zur B420 und dann mal über den Sonnenhof nach Dörrenbach laufen - zwei kräftige Steigungen inbegriffen, die das Knie aber richtig gut verkraftete, sowohl im Anstieg wie im Ablauf.

Kurz nach der Wende: Die Oster in Saal
Die Strecke zum Sonnenhof kannte ich noch nicht, vor ca. einem Monat war ich aber schon mal in der Gegend gewesen und wollte nun meine Kopfkarte komplettieren. Hat sich gelohnt!

Ein wenig zu schaffen machte mir der kräftige Ostwind, aber dafür freute ich mich auf den "Rücklauf", wo ich den ja dann ein wenig mehr im Rücken haben sollte.




Durch Dörrenbach durch ging's wieder auf die B420, dann Richtung Werschweiler und durch die Kleinbachstraße in Richtung Saal, hier hatte ich "Bergfest" mit 15 km und fühlte mich richtig gut. Von den Werten her (Puls im Schnitt 130) ist der Lauf durchaus auf dem Niveau wie der erste Dreißiger vor Boston 2015 - da war ich mit einem 129er-Durchschnittspuls zwar 5 sec/km schneller, aber hatte dafür auch 200 Höhenmeter weniger zu bewältigen.

Kurz danach der Wendepunkt, vorbei an der Oster über die Straße "An der alten Mühle" - die kannte ich bisher auch noch nicht - und dann wieder auf die B420, von dort auf dem schnellsten Weg die Oster runter und über Fürth und Hangard wieder nach Wiebelskirchen.

Schöner Tagesabschluss beim TuS Wiebelskirchen Turnen
Ich hatte Riesenhunger, also gönnte ich mir in der Ohlenbachhalle bei den Fußballern noch eine gute Tasse Kaffee und zwei leckere Stücke Käsekuchen mit Mandarinenstückchen - hmmm!

Dann schnell heim, geduscht und umgezogen und ab auf den Neujahrsempfang der Turner des TuS Wiebelskirchen - so hat der Sonntag Struktur!

Erfreulich: Jetzt am Abend tut der Hals gar nicht mehr weh, und das Knie gibt auch wunderbar Ruhe!

 Jetzt hab ich die ersten 100 km Laufen im Jahr 2018 fast voll (99,7).

Morgen lockere 70 Minuten Ausjoggen, wohl an der Halde, und Dienstag ist dann mal wieder Ruhetag.








Montag, 25. September 2017

Fahrbachquellen und Kohlwald


Pfadfinderrunde


Eine Stunde Wegesuchen


Wieder mal eine gute Stunde Zeit zum Laufen, während die Tochter hüpft! Also ging's heute von der Freiherr-vom-Stein-Schule in Wiebelskirchen aus über den Römerweg rüber auf Schiffweiler Bann und dann ab zur Fahrbachquelle.

Zurück in Wiebelskirchen - verlängerte Landsweilerstraße
Stück für Stück will ich mir diesen Bach und den ihn umgebenden Wald mal erlaufen und ihn so kennenlernen. Heute hatte ich mir den oberen Teil vorgenommen, und bis Kilometer Fünf klappte das auch ganz gut, aber dann suchte ich an einer Stelle den Ausgang aus dem Wald, wo wirklich keiner war. Ich stand dann auf einem Feld, musste erstmal einen brutal steilen Hang hoch und kam schließlich japsend auf einen Weg, den ich vom Radfahren schon kannte - die verlängerte Bauernstraße.

Von dort ging's dann runter nach Schiffweiler, weiter den Bach entlang, der mittlerweile von rechts wieder zugefloßen war, und dann rüber durch die Krämerbergstraße bis an den Landsweilerer Sportplatz, zurück dann über Bauershaus.

Unten im Tal erlief ich dann erstmals die Kallenbergstraße über die Landsweilerstraße ohne den Brühlgraben, und nach knapp 70 Minuten war ich wieder zurück am Start. Interessant!

Dienstag, 4. Juli 2017

Abendrunde WND mit einer Prise Illtal



Nach Feierabend Höhenmeter gesammelt


Ausflug ins Sankt Wendeler Land


Heute wollte ich die Jahreszeit (noch nah an der Sommersonnenwende) mit den langen Tagen mal ausnutzen, um zum ersten Mal seit längerer Zeit - eigentlich das erste Mal für 2017) das Sankt Wendeler Land zu erkunden. Obwohl "erkunden" eigentlich nicht passt, denn neue Streckenteile waren eigentlich nicht dabei. Da gehen mir auch langsam die Optionen aus.

Blick vom Hungerberg ins obere Ostertal
Los ging's in Richtung Ostertal und gleich mal in den Anstieg nach Steinbach - auf dem entsprechenden Strava-Segment trat ich auf den 1,2 km 400 Watt im Schnitt, in der Spitze 700. Danach war ich so richtig warm. 

Über Steinbach und entlang der B420 ging's nach Dörrenbach und dort über den Radweg hoch zur Sankt Wendeler Marienhausklinik - rechts am Hungerberg vorbei und dann über den Billenborner Hof. Ich fuhr danach runter in die Stadt bis zum Sportzentrum und dann den Kniebrecher hoch. 500m bei durchschnittlich 11% fordern einen auch dort - so sehr, dass ich oben eine kurze Pause einlegte, auch, um die wunderbare Aussicht zu genießen.

Leider vergaß ich dabei, meinen Garmin wieder einzuschalten, so dass mir der Weg vorbei am Wendelinushof bis hinunter ins Tiefenbachtal in der Aufzeichnung fehlt.

In Sinnerthal ging die Sonne schon fast unter
Aus dem Tiefenbachtal hinaus nahm ich bekannte, aber abseits der Hauptstraßen liegende Feldwege rund um Schleifstein und Bosenberg, schließlich kam ich oberhalb von Leitersweiler auf etwas über 450m über N.N. an den höchsten Punkt der Strecke, wo ich einem Reh begegnete, das urplötzlich, nachdem ich eine Kurve umfahren hatte, keine zehn Meter vor mir stand. Ich bremste, wir sahen uns einige Sekunden an, ich wollte laaaaangsam meine Kamera zücken, aber da war es auch schon weg. Trotzdem - ich liebe diese magischen Momente, die man nur beim Radfahren so erleben kann.

Über Urweiler ging's dann in die Stadt hinein und wieder hinaus (das dauert bei Sankt Wendel ja nicht lange), in Oberlinxweiler entschloss ich mich dann aber doch, meine Runde noch ein wenig zu verlängern. Anstatt durchs Bliestal heimzufahren, blieb ich auf der rechten Bliesseite und fuhr durchs Tal des Niederlinxweiler Sulzbaches, der alle Bäche aus Remmesweiler und Mainzweiler zur Blies führt, durch eben diese beiden Dörfer, ehe ich für wenige Meter die Wasserscheide zur Ill überschritt, nur um kurz danach in Stennweiler wieder "Blies-Boden" zu betreten.

Von dort ging's nach Hause, allerdings nicht ohne bei meinem Ortsvorsteher Volker Fröhlich in der Schlawwerie noch kurz "einzukehren" - danke übrigens für die Erfrischung!




Donnerstag, 18. Mai 2017

Ultra-Cross im Kohlwaldbachtal



Dieser Weg wird kein leichter sein... ...oder auch gar kein Weg.

Wozu zuviel Technikgläubigkeit führen kann, will ich Euch heute in diesem Blog erzählen!

Heute hatte ich während des Tanztrainings meiner Tochter beim KUV mal die Gelegenheit, meine Kenntnisse des Kohlwaldgebietes zu verbessern - dachte ich.

Hier sollte eigentlich ein Weg sein...
Meine Cross- bzw. Trailläufe in der Region versuche ich ja immer im Vorfeld zu planen, so daß neben dem rein sportlichen Trainingseffekt auch immer noch die "Kopfkarte" verbessert wird. Heißt, ich laufe nach Möglichkeit immer zumindest teilweise Wege, die ich bisher noch nicht kenne.

Dazu nutze ich bevorzugt die Webseite http://www.gpsies.com, wo man Routen planen kann, und die übernehme ich dann auf mein jeweiliges Garmin-Gerät, also beim Laufen die fēnix und beim Radfahren den Edge. Das klappt gemeinhin ganz gut, wenn die Wege, die dort eingezeichnet sind, auch existieren. Wenn.

Ich lief also frohgemut los und kam unten am Tränkenweg und dem Mohrsbach an. Hier gabelt sich der Weg: Rechts bergan folgt man dem Lauf des Mohrsbachs in Richtung Quelle, links geht's in den Wald in Richtung Kohlbach. Dort war ich bisher noch nie.

Nur Kratzer! Kein Problem!
Ich lief meinem angezeigten Trail entlang und wunderte mich, dass man auf der offenen Fläche gar keinen Weg sah, sondern nur tiefe Baggerspuren. Aber so was bin ich ja gewöhnt und meisterte das Gelände, bis ich plötzlich im Unterholz stand, um mich herum nur Sumpf. Wo war der Weg? Ein Blick auf die Uhr zeigte: Ich war genau drauf. Nur da war keiner.

Der Rest dieser für mich peinlichen Story ist schnell erzählt: Ich folgte genau dem eingezeichneten Trail, in der Hoffnung, einen in der Realität zu finden. 20 Minuten kämpfte ich mich durch Dornen, Gebüsch und Unterholz, dann stand ich oben auf dem mir bekannten Haldenrundweg. Meine Beine sahen aus wie - na ja, man sieht's auf dem Bild.

So ist das halt mit den OpenSource-Karten. Da darf jeder "mitspielen" und Wege eintragen. Der, der das hier gemacht hat, war entweder besoffen oder wollte sich einen Spaß machen.

Ich ließ mir den Spaß am Laufen aber nicht vermiesen, drehte meine Runde um die Halde, lief wieder runter ins Tal und dann auf einem für mich neuen Weg durch die Wiesen parallel zum Tränkenweg (der war ziemlich steil!), bis ich wieder oben auf der Römerstraße war. Dann ging's rüber auf die Schiffweiler Seite, über den Strieberg in den Wald, in dem der Fahrbach entspringt. Dort drehte ich eine Runde und lief den gleichen Weg wieder zurück.

Fazit: Man muss es mit dem Entdeckerdrang nicht übertreiben!



Sonntag, 19. Februar 2017

#hamburg2017 #05 Erster langer Lauf (27 km)




Durchs schöne Ostertal!

Mein erster langer Lauf in dieser Vorbereitung fand bei zunächst angenehmen 9°C (da schien die Sonne auch noch ein wenig, später versteckte sie sich, und da bekam ich dann auch kalte Finger) statt, ich setzte meine jüngste Tochter beim Kinderfasching des KUV Wiebelskirchen ab, wo sie auftrat, und machte mich gleich auf die zweieinhalb Stunden dauernde Einheit. Die 27 Kilometer waren nach den 23,5 von vor 14 Tagen zum Itzenplitzer Weiher und zurück mein zweiter Lauf über die Halbmarathondistanz hinaus in den letzten vier Monaten seit dem Chicago-Marathon.

2012 war ich in der Berlin-Vorbereitung schon mal hier gelaufen, allerdings einen 30er, so weit sollte es heute nicht gehen.

Kurz vorm Wendepunkt bei Saal im Ostertal
Der Wind ging einigermaßen heftig, ich kam aber von Beginn an recht gut ins Rollen. Nach drei Kilometern, schon in Hangard angekommen, mäßigte ich mich tempomäßig ein wenig und lief von da an recht gleichmäßig im 5:28er-Schnitt entlang der L121, dann durch Fürth und die B420 vorbei an Dörrenbach und Werschweiler hoch bis auf die Höhe der Kläranlage Saal kurz vor dem Ort, wo ich dann nach 13,5 km wendete.

Der Rückweg ging irgendwie schneller, obwohl ich für beide Hälften am Ende fast exakt die gleiche Zeit (um die 1:13:45) brauchte, aber das ist bei mir immer so bei den langen Läufen: Je näher ich ans Ziel komme, vor allem, wenn ich, wie heute, sehr entspannt unterwegs ist, umso schneller purzeln die Kilometer.

Viel an der Straße gelaufen heut - daher die Signalfarbe Gelb!
Verglichen mit der entsprechenden Einheit in der Chicago-Vorbereitung letztes Jahr war ich auch heute bei vergleichbaren Zeiten (sogar 4 sec/km schneller) mit zehn Schlägen weniger unterwegs, in der Spitze zwölf - trotz wesentlich anspruchsvollerem Profil, 250 Höhenmeter statt 75.

Was mir in Erinnerung bleibt? Hunderte Schneeglöckchen am Straßenrand bei Dörrenbach - wunderschön. Vielleicht lauf ich einen der nächsten langen Läufe wieder hier, allein, um zu schauen, wie weit die dann sind. Diese Vorboten des nahenden Frühlings machten mir richtig das Herz warm!

Danach gab's auch eine Stärkung im Kulturhaus, eine superleckere Nutella-Crêpe vom Becker Rudi. Nicht gerade die optimale Sportlernahrung, vor allem wenn man abnehmen möchte, aber die hab ich mir ehrlich gesagt heute verdient. Und ich sah sogar noch den Tanz meiner Tochter mit ihrer Garde. Ein schöner Tag!

Mein VO²Max-Wert ist übrigens schon wieder einen Punkt nach oben geklettert - mitterweile beträgt er 54, das ist schon richtig gut. Laut der VO²Max-Standardbewertungstabelle von Garmin ist man in meiner Altersklasse ab 52,5 im Bereich "Überragend". So fühl ich mich zwar (noch) nicht, aber immer besser. Zumal der Wert am 30. Januar noch 48 betrug und seitdem kontinierlich anstieg - ich hab aber auch in den 20 Tagen 13 teilweise richtig gute Einheiten gehabt. Und von den 83,6 kg zu Beginn der Vorbereitung bin ich mitterweile auf unter 82 "abgeschmolzen". Das hilft auch - ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange!

Morgen nochmal 70 Minuten locker Joggen, am Dienstag dann 10*400m Intervalle in je 90 sec. und am Mittwoch ein 100-Minuten-Lauf - dann ist erstmal "Fetter-Donnerstags-Pause".


Samstag, 19. November 2016

Kohlwaldaufstiegsrunde mit Mark



Zwischen mehreren Samstagsterminen öffnete sich auf wundersame Weise ein Zeitfenster, und nicht nur das, es war auch noch eins auf der Sonnenseite: Nachdem die Morgenschauer abgezogen waren, liefen Mark und ich vom Ostpreußenweg in Wiebelskirchen los die Landsweilerstraße hoch, um den Kohlwald und "die andere Seite" in Schiffweiler ein wenig zu erkunden.

Oben an der Landsweiler Straße kurz vor der B41
Ich fühlte mich, wie schon in den letzten Tagen, zwar infektbedingt etwas schlapp (mein Magen und mein Verdauungstrakt sendeten auch eindeutige Signale), aber zu einem lockeren Lauf sollte es reichen, dachte ich mir.

Wir wählten ein gemäßigtes, gleichmäßiges Tempo, um uns auch ein wenig unterhalten zu können - "Laufen, ohne zu schnaufen" eben. Das klappte auch prima. Da wir schon länger keinen Sport mehr gemeinsam getrieben hatten, hatten wir uns auch einiges zu erzählen. Nur zwischen Tränkenweg und Römerstraße wurden wir ein wenig ruhiger - aber dazu später mehr.

Zunächst einmal liefen wir durch das Gebiet oberhalb des "Katzentümpels", das als Ausgleichsfläche für die "Betzenhölle" dienen soll, falls die GLOBUS-Ansiedlung in Neunkirchen, die sich so viele wünschen, realisiert wird. Eine herrliche Landschaft, links von uns sprang ein Reh durch das Unterholz, solche Begegnungen machen immer wieder Spaß beim Laufen.

Der obere Tränkenweg hinab ins Mohrsbachtal
Wir überquerten die Schiffweiler Straße und umrundeten die Halde "Grube Kohlwald" auf der West- und Nordseite, ehe wir das Mohrsbachtal hinab liefen, da waren die Wege ziemlich glitschig und gefährlich, also hieß es aufpassen.

Aber das meisterten wir auch und liefen am alten Annaschacht vobei an den tiefsten Punkt der Strecke, wo sich die drei Arme des Tränkenwegs treffen.

Von nun an ging's bergauf: Auf den nächsten 1,5 km erwarteten uns fast 80 Höhenmeter Differenz, es ging fast pausenlos und mit einer Durchschnittssteigung von 5% hoch. Unsere Gespräche verstummten da etwas, die Luft wurde an anderer Stelle gebraucht.

Sonnig war's - dann geht auch ein Schattenselfie!
In immerhin nur wenig über neun Minuten hatten wir dann die Höhe, über die die B41 verläuft, wieder erreicht. Uns begrüßte ein strammer Gegenwind, aber das war egal, Hauptsache keine Steigung mehr!

Wir kreuzten die B41 und liefen in Richtung Schiffweiler, vorbei an der Rosenzucht Brill ins Tal des Hohwiesbachs (später Fahrbach) und nach Erreichen der Straße "Am Kastelberg" weiter runter bis zur Überquerung des Blättschesgrabens.

Ab da ging's wieder bergauf, aber wir hatten nun ein schönes, angenehmes Tempo gefunden und trabten in Richtung Krämersbergstraße, die wir bis zum Ende durchliefen und kurz nach dem erneuten Erreichen des Waldes links abbogen in Richtung Gegenortschacht.

Mark kurz vor der Rosenzucht Brill oberhalb von Schiffweiler
Uns überholte ein Jogger, aber ein kurzer, geübter Blick reichte, um an der Beschaffenheit der Schuhe (die waren sauber) und Socken (die waren weiß) zu sehen, dass der Kollege wohl erst wenige Meter unterwegs war.

Ich nickte Mark zu, nach dem Motto: "Lass ihn laufen, der wird auch noch ruhiger!" - und tatsächlich, wir liefen unser Tempo durch, und kurz nach dem Passieren des Förderturms waren wir wieder an seinen Hacken.

Er bog dann rechts ab, wir links in Richtung Landsweilerstraße, diesmal aber bergab zurück zum Start. So blieb dem Sportkameraden die Demütigung des "Aufgelaufenwerdens" erspart...

Vom Regen verschont: Die Landsweilerstraße kurz vorm Ziel
Der Ablauf in Richtung bebaute Ortslage war eine gute Gelegenheit, den Puls wieder etwas runterzufahren.

Trotz relativ lockeren Laufens war ich doch recht hochpulsig unterwegs. Ein sicheres Zeichen, dass der Infekt immer noch an mir nagt. Von daher ist wohl in nächster Zeit intensiveres Training erstmal Tabu.

Wir hatten Riesenglück: Kaum angekommen, begann es zu regnen, aber da saß ich schon wieder im Auto und fuhr nach Hause.

Das war eine richtig schöne Runde, die nach Wiederholung schreit. Demnächst gerne wieder. Mark und mir hat es jedenfalls Spaß gemacht!