Posts mit dem Label Saarbrücken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Saarbrücken werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 16. Februar 2020

#london2020 #006 Erster langer Lauf NK-SB


Ab in die Landeshauptstadt!



Längster Lauf seit dem Tokyo-Marathon am 25.02.2018

Guter Einstieg in die langen Einheiten, aber da ist noch Luft nach oben...


Gut gelaunt ging's durchs Sulzbachtal
In den Trainingsplänen von Herbert Steffny spielen die langen Läufe an Sonntagen eine sehr wichtige Rolle: Steffny steigert zunächst die Distanzen, baut dann später auch Intervalle ein und reduziert zum Ende hin wieder. So gewöhnt sich der Körper an den Rhythmus der langen Belastungen an Sonntagen - beim Marathon ist er dann daran gewöhnt und reagiert entsprechend.

So stand bei mir heute der erste längere Lauf an: 25 km. Anstatt wie üblich von Kohlhof aus über Limbach an die Blies und dann immer den Bliestal-Radweg entlang zu laufen, machte ich heute mal was Neues: In einem Facebook-Post diese Woche hat einer meiner Freunde, Thomas Schäfer aus Hoof (WND), mich auf die Idee gebracht, einfach mal nach Saarbrücken zu laufen.

Gesagt, getan: Ich bastelte mir eine entsprechende Strecke über Elversberg, das Sulzbachtal und noch einige Extrakurven in der Innenstadt, um dann genau am Hauptbahnhof die 25 km voll zu machen.

Start um 9:20 Uhr: Noch war's trüb und grau
Los ging's um 9:20 Uhr. Der Lauf sollte 2:21h (am Ende waren's eineinhalb Minuten weniger) dauern, und so konnte ich bequem den RE um 11:51 zurück nach Neunkirchen nehmen.

Zu Beginn des Laufs regnete es noch, und der erste Kilometer fiel wie üblich schwer, weil ich ja auch 50 Höhenmeter überwinden musste, ehe ich auf der Wasserscheide Rohrbach/Blies (L285) angekommen war.

Von da ging's in Richtung Spiesen, dann kam Elversberg, und auch hier ging's auf und ab, ehe ich nach ca. 5 km kurz vorm Stadion Kaiserlinde am höchsten Punkt der Strecke angekommen war. Dann war ich aber endlich ordentlich warm und eingelaufen und genoß die nächsten Kilometer.

Es fiel nun auch leichter, weil's hinab ins Sulzbachtal ging. Die Quelle des Ruhbachs, einer der beiden Bäche, die sich später (ganz in der Nähe meiner Strecke) zum Sulzbach vereinigen, hatte ich kurz nach dem Stadion links auf der anderen Straßenseite liegenlassen.

Nun, auf dem Weg hinunter ins Sulzbachtal, sollte ich auch nicht unweit der Quelle des kürzeren Morbachs vorbeikommen, der aus einem kleinen Weiher nahe der Straße "Untere Hofwiesen" in Friedrichsthal entspringt, fast genau unter der imposanten Sulzbachtalbrücke, über die die A8 verläuft.

Kurz vor Dudweiler - der Regen hatte längst aufgehört
Wenig später, in Sulzbach-Altenwald, vereinigen sich dann Ruh- und Morbach zum Sulzbach, nachdem kurz zuvor auch der "kleine Morbach" dem Morbach zufließt.

Genug der Potamologie! Auch der Übergang von Friedrichsthal nach Sulzbach ist mit einigen kleinen, aber giftigen Steigungen "gesegnet". Kurz vor der Ortsmitte Sulzbach hatte ich dann die ersten 10 km voll. Spätestens jetzt hatte der Regen vollständig aufgehört, die Sonne kam raus und das Laufen war sehr angenehm, und die Temperatur, so rund um die 10° C, ebenfalls.

In der Duweiler Landstraße - gut zu erkennen ist der Winterberg

Schwuppdiwupp war ich in Dudweiler, und über Jägersfreude, wo die letzte merkliche Steigung für danach längere Zeit lag, ging's hinein in die Innenstadt von Saarbrücken, entlang der Dudweiler Landstraße, mittlerweile im schönsten Sonnenschein.

Ich merkte nun, nach fast 20 km, schon, dass meine Muskulatur sich erst wieder an die langen Laufbelastungen gewöhnen muss. Aber die letzten fünf km wollte ich schon noch ordentlich durchziehen.

In der Innenstadt ging's also vorbei am Staatstheater und über die Bismackbrücke runter an die Saar, bis zur Westspange, und über ebenjene in die Hafenstraße, die ich bis zum Kreisel an der Congresshalle durchlief, dann wieder durch die Trierer Straße zurück und einmal um die ehemalige Bergwerksdirektion, die heute die Europa-Galerie beherrbergt, herum zum Bahnhof.

Entlang der Saar ging's bei blauem Himmel dem Ziel entgegen
Dabei merkte ich zunächst gar nicht, dass ich teilweise (also auf den letzten 2,2 km) auf der Strecke des 14. GO!-Halbmarathons des SV Saar 05 lief! Der war um 10:30 Uhr gestartet und dessen Spitzenläufer sollten höchstwahrscheinlich nur wenige Minuten, nachdem ich das Ziel an der Congresshalle passiert hatte, einlaufen. Den Lauf hatte ich bei der Streckenplanung gar nicht bedacht...

Nach einem kurzen "Sprooche" mit einer netten Journalistin der Saarbrücker Zeitung, die genau an dem Punkt, wo ich meine 25 km voll hatte, auf den Bus wartete, schaffte ich es mit genügend "time to spare" in den Hauptbahnhof, erwarb ein Billet und trat die Rückreise mit dem Zug an.

Zu Fuß hin, mit dem Zug zurück. Gute CO²-Bilanz!
Das hat in jedem Fall Spaß gemacht, auch wenn die Muskeln nun doch ein wenig schmerzen. Aber dafür trainier ich ja!


So geht's nun weiter: Morgen Ruhetag, der ist auch mal nötig.

Dienstag dann die erste Einheit mit richtig Tempo (4*1 km in 4:10/km mit je 400m Trabpause und Ein/Auslaufen).

Und am Mittwoch ein lockerer Dauerlauf (70 min. in 5:40/km) zur Erholung.

Bisher kann ich sowohl orthopädisch wie auch ansonsten "Ruhe an der Front" vermelden. Mit dem Tempolaufen hab ich noch so meine Probleme. Aber das gibt sich sicher mit der Zeit. Der Einstieg in die Vorbereitung ist jedenfalls bisher durchaus gelungen und stimmt vorsichtig optimistisch!

Mittwoch, 1. August 2018

Dienstfahrt - CO2-neutral: ja, trocken: nein


Erste August-Ausfahrt


Mit dem Rad zur eGo-Saar-Dienstbesprechung - hin trocken, zurück nass



Dunkle Wolken - aber zumindest die Hinfahrt blieb trocken
Heute ging's dienstlich in die Landeshauptstadt: Mit einigen Kollegen hatten wir ein Arbeits-Mittagessen, bei dem es um unseren Zweckverband für elektronische Verwaltung ging. Diese Dienstbesprechung erfoderte keine Unterlagen - bis auf zwei Dateien, die ich auf dem Handy dabeihatte.

Also rauf aufs Rad und ab nach Saarbrücken! Es rollte prima das Sulzbachtal hinab, und nach nicht mal 45 Minuten war ich angekommen - trotz drohendem Regen war es trocken geblieben.

Nach eineinhalb Stunden konzentrierten Essens und Arbeitens (übrigens bezahlte jeder selbst, nicht dass da einer auf falsche Gedanken kommt...) trat ich den Heimweg an.

Im Grumbachtal auf der Rückfahrt
Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen. Bei Regenwetter halte ich mich vor allem im Stadtverkehr - trotz StVO-konformer Beleuchtung an Rad - lieber aus dem Straßenverkehr mit Autos heraus - aus Gründen.

Zunächst ging's also entlang der Saar, dann ab dem Lyonerring auf dem Radweg und ab Schafbrücke durchs Grumbachtal. Ab St. Ingbert war's dann trocken, und über Rohrbach, das Spieser Mühlental und am Ende über die Spieser Hohl (ich trat schon ordentlich rein, 350 Watt im Schnitt, blieb aber eine Minute hinter meiner Bestzeit) kam ich dann zuhause an.

Trotz längerem Rückweg - insgesamt 1:33:26 ist auch nicht viel langsamer als mit dem Auto, vor allem bei dem Wetter.

Montag, 4. Juni 2018

NK-SB-NK, hin durchs Sulzbachtal, zurück durchs Saar- und Bliestal




Dienstfahrt nach Saarbrücken

Mit dem Auto geht's auch nicht wesentlich schneller...


Heute hatte ich eine dienstliche Besprechung im Landtag des Saarlandes - ausnahmsweise erlaubte ich mir einmal eine Verletzung der Kleiderordnung, damit ich mit dem Rad hinfahren konnte.

Entlang der Saar in Höhe des Kraftwerks Römerbrücke
Mit dem Rennrad ins 21 km entfernte und 170 hm niedriger liegende Saarbrücken kann man, wie ich herausfand, bequem mit weniger als 200 Watt Durchschnittsleistung in unter vierzig Minuten fahren!

Nach dem dienstlichen Termin - es war mittlerweile nach 16 Uhr - erlaubte ich mir eine etwas längere Heimfahrt über Sarreguemines, ich wollte dort mal die Brücke über die D662 fahren, die ich bisher noch nie gefahren war.

Auf dem Weg dorthin sah ich in Sarreguemines angekommen auf dem Radweg ein Auto entgegenkommen - ungewöhnlich, dachte ich mir. Es stellte sich heraus, dass dies die Polizei war, hinter dem Wagen gingen mehrere Beamte und durchsuchten das Schilf.

Die Brücke über die Saar (D662) bei Sarreguemines
Ich hatte keine Ahnung, wieso, bis mir einfiel, dass die Nachrichten von einem jungen Mann berichtet hatten, der in der Blies schwimmen wollte, obwohl Hochwasser war.

Wenige hundert Meter später sah ich auf der Wiese neben dem Radweg mehrere Frauen und einige Kinder und Jugendliche laut klagen und weinen. Mir lief es eiskalt de Rücken runter. Später gab es dann wohl die traurige Gewissheit...

Ich musste das eine Zeitlang aus den Kleidern schütteln und verpasste fast die Einfahrt auf die D662, fand aber schließlich die Brücke und den anschließenden Radweg durchs Industrie- und Gewerbegebiet. Letztlich verließ ich Sarreguemines über die D662 und folgte dem Bliestalradweg flußaufwärts bis Blieskastel, dann ging's durchs Kirkeler Bachtal und über den Eschweilerhof heim.

Sonntag, 20. Mai 2018

Sternfahrt RTF Ford Saarlouis


Fast schon wieder ein Granfondo...

Flach zu den FORD-Werken Saarlouis, hügelig zurück!


Heute wagte ich mich erstmals seit langem wieder an eine Strecke von nahezu 100 km. Die bisherigen Versuche meines Comebacks auf dem Rennrad waren ja vielversprechend, und heute sollte der erste echte Härtetest bestanden werden.

Das alte Schleusenwärterhaus an der Saar
Ich rollte über Spiesen-Elversberg los ins Sulzbachtal und war mir nix, Dir nix in Saarbrücken.

Eine kurze Esspause machte ich nahe der Westspange. Dort steht das alte Schleusenwärterhaus wie eine Spinne auf vielen Beinen. Architektonisch ein interessantes Objekt, doch gibt's leider Stillstand in Sachen Nutzung.

Leider hatte ich nicht auf den Akkuladestand meines Tachos geachtet - als ich die 13% sah, war mir klar, dass ich bestenfalls noch die Hinfahrt damit aufzeichnen konnte.

Es rollte gut - bis Saarlouis konnte ich einen 30er-Schnitt problemlos halten. Na ja, viel flacher geht ja auch nicht. In Saarlouis quatschte ich noch ein wenig mit Peter von der Orga und einigen Fahrerinnen und Fahrern, ehe es dann über Saarwellingen, Schwarzenholz und Heusweiler zurück ging. Ich überkletterte die Göttelborner Höhe, der Schnitt sank, aber die Stimmung nicht.

Über Merchweiler, Bildstock und Niederneunkirchen ging es dann wieder nach Hause.




Sonntag, 11. Februar 2018

#tokyo2018 #44 Nochmal langer Lauf am Leinpfad, aber ein bisschen flotter



Bäääääm!

Super langer Lauf mit Rekord-VO²-Max-Wert!


Heute morgen schälte ich mich schon um 6 Uhr aus dem Bett, denn ich wollte früh zu meinem letzten richtig langen Lauf starten (nächste Woche sind's eine Woche vor dem Marathon ja "nur" noch 27 km).

Vorgenommen hatte ich mir eine Wiederholung des Laufs der Woche davor vom Kanu-Club in Saarbrücken, kurz vor dem Kraftwerk Römerbrücke bis nach Sarreguemines an der Pont de Steinbach, wo der Saarkanal so richtig beginnt, und dann dieselbe Strecke zurück.

Kurz vor acht Uhr in Frankreich: Weiße Strecke!
Ich war deshalb so früh dran, weil ich im Abschluss unbedingt noch auf die närrische Verhandlung nach Wellesweiler wollte - vorweggenommen, das klappte auch und hat sich echt gelohnt!

Um 07.30 Uhr ging's also los, und schon auf den ersten Metern spürte ich heftigen Gegenwind und bekam jede Menge Schnee ins Gesicht.

Sollte das so bleiben? Zum Glück nicht, nach fünf Minuten ließ der Schnee nach und hörte zwischenzeitlich sogar ganz auf, und der Wind flaute ein wenig ab, wenn er auch konstant aus der Richtung kam, in die ich unterwegs war.

Egal, dachte ich mir, dann hab ich halt auf dem Rückweg Rückenwind - war auch so.


km 10 bzw. 25 Höhe  Fonderie Lorraine SAS
Ich lief nach Gefühl, Ziel waren eigentlich 5:20/km, aber die 5:13/km kamen mir derart locker aus den Beinen, dass ich dabei blieb.

Auf dem Rückweg, nun mit dem Wind im Rücken, musste ich sogar bewusst bremsen, um nicht zu schnell zu werden.

Ab dem "alten Kran" bei Grossbliederstroff auf Höhe des Betriebsgeländes der Fonderie Lorraine SAS (übrigens ein Joint Venture der ZF Friedrichshafen AG und der VOIT Automotive GmbH unter Technologieführerschaft der VOIT Automotive und ein tolles Beispiel für den gemeinsamen Wirtschaftsraum SaarLorLux und die klasse grenzüberschreitende Zusammenarbeit!) löste ich dann die Handbremse und testete mal meine Tempohärte aus. Ziel waren eigentlich 4:40/km, aber ich lief ganz locker und ohne jedes Problem im Bereich 4:25-4:27/km, so dass ich dabei blieb, bis die 35 km voll waren.

Am Ende stand eine 2:55er-Zeit, ein Gesamtschnitt von 5:00/km. Ich war sehr zufrieden. Vor allem machte die Muskulatur das Ganze super mit, und am Ende warf mir meine Garmin noch eine neue Rekordmarke für den VO²-Max-Wert aus: 62!

Wahnsinn, letzte Woche hatte ich mit der 60 erstmals die "6" vorne, und jetzt das. Die Uhr prophezeit mir sogar eine Marathonbestzeit von 2:38:06! Spätestens da weiß ich dann aber, dass das schon sehr pseudowissenschaftlich ist...

Trotzdem: Das sieht gut aus! Ich werde vielleicht beim Training diese Woche noch ein bisschen vorsichtig bleiben und die Intervalle am Donnerstag (3*5 km im Marathontempo) lieber etwas langsamer laufen (4:25/km oder so) um mit dem Muskel nichts zu riskieren. Dass es notfalls auch schneller geht, weiß ich jetzt!

Was meine Gesamtlaufleistung seit meinem "Comeback" als Läufer Ende 2008 angeht, habe ich heute die 14.000 km überwunden. Bis Ende des Jahres (zum zehnjährigen) will ich wie gesagt bei 15.000 km sein!

Mittwoch, 7. Februar 2018

#tokyo2018 #40 Unn nommo Saarbrigge: Doppelschleife ab Römerbrücke



Die Saar rauf und runter

Bis nach Frankreich und zum Messegelände


Nach zwei Nachmittagsterminen in verschiedenen Saarbrücker Ministerien nutzte ich die einzige Möglichkeit zum Training am heutigen Tag, ehe es gegen 18 Uhr nochmal für zwei Stunden ins Büro ging: Von der Daarler Brigg aus lief ich zunächst mal 25 Minuten bis ein Stück hinter die Grenze nach Frankreich, dann zurück und nach dem Startpunkt 25 Minuten durchs Gelände der Kleingärtner unter der Malstatter Brücke bis hinter die Eisenbahnbrücke am Messegelände, dann nochmal zurück zum Ausgangspunkt.

Es war ein ruhiger, gleichmäßiger Lauf, der Muskel gibt nach wie vor Ruhe, das Knie auch, nur der Rücken macht mir nach wie vor ein wenig zu schaffen. Aber eigentlich vergingen die 100 Minuten wie im Flug.

Schon auf der zweiten Hälfte: SB-City mit Landtag und Schloss
Schön war vor allem, dass die Sonne mal wieder zu sehen war. Da sind die kalten Temperaturen auf einmal nur noch halb so schlimm.

Mit den 19,2 km heute hab ich die 500-km-Marke für 2018 geknackt - so früh im Laufjahr hatte ich noch nie 500 km zusammen.

2017 waren's 100, 2016 180, 2015 150, 2014 null (Verletzung), 2013 100, 2012 150, 2011 null (Verletzung), 2010 160, 2009 100.

Morgen am fetten Donnerstag muss der Schweinehund früh aufstehen! 70 Minuten auf der Hausstrecke stehen an, Freitags dann 90 Minuten Dauerlauf in 5:00/km.

Sonntag, 4. Februar 2018

#tokyo2018 #38 Langer Lauf am Leinpfad


Längster Lauf der Vorbereitung - Ausgabe 1/2

Von Saarbrücken nach Sarreguemines und zurück



Start war am "Huwel" beim Durchstich unter der A620
Heute hätte eigentlich der obligatorische Test-Halbmarathon zum Abschluss der siebten von zehn Trainingswochen auf dem Plan gestanden.

Nachdem ich mir aber vor 14 Tagen in Köln beim zweiten angesetzten Testlauf den biceps fermoris im linken Oberschenkel verletzt habe (ob's "nur" eine Verhärtung war oder sogar ein leichter Riss, weiß ich bis heute nicht), habe ich nach zwei Tagen Pause mit ruhigem, aber beständigem Laufen den Muskel wieder einigermaßen stabilisiert, auch dank der Hilfe meines Physios Jörg-Hüther Funk und meines Freundes und Docs Mark Neufang. Ich vermeide seitdem aber schnellere Läufe als 4:45/km, Steigerungen und Antritte - offenbar der richtige Ansatz, denn der Muskel erholt sich offenbar.

Ein Testhalbmarathon mit 4:00/km wollte ich dem biceps fermoris aber auf keinen Fall zumuten - ich weiß, wie schnell ich laufen kann, dafür bin ich schon lange genug "im Geschäft", und je mehr Zeit seit der Verletzung vergeht, bis ich wieder richtig belaste, desto besser.

Der Leinpfad war immer noch gezeichnet vom Hochwasser
Lieber schone ich die Fasern bis zum 25.02. und entscheide wohl erst in Tokyo, ob ich's riskiere und es mit der Pace 4:15/km über 42,195 km probiere - oder ob ich eher defensiv laufe und keine erneute Verletzung riskiere.

Nach meinem Körpergefühl wäre jedenfalls ein so schnelles Laufen schon heute viel zu früh und nicht gut für den Muskel. Also habe ich lieber den langen Lauf vom nächsten Sonntag heute schon gemacht und werde ihn am nächsten Sonntag - dann plangemäß - wiederholen.

Heute ging's von Saarbrücken nach Sarreguemines - eine Strecke, die ich sowohl vom Deutsch-Französischen Halbmarathon, der regelmäßig um März stattfindet, wie von unzähligen Radfahrten wie aus dem Effeff kenne.

Vom Saarbrücker Kanu-Club in Sankt Arnual bis zur Pont de Steinbach am Ortsausgang von Sarreguemines in Richtung Rémelfing sind's genau 17,5 km, hin und zurück also 35.

Zusammenfluß von Blies und Saar in Sarreguemines
Ich lief gegen 10.30 Uhr los, auf den Ohren "Eine kurze Geschichte der Menschheit" des Universalhistorikers Yuval Noah Harari. Total interessant!

U.a. vertritt Harari die These, von seinen psychischen und organischen Voraussetzungen her sei der Mensch noch immer ein Jäger und Sammler.

Unsere heutige Lebensform bezeichnet er als Selbstversklavung. Jetzt versteh ich viel besser, warum ich so gerne laufe...


Zwischen km 13 und 15 hatte ich heute einen kleinen Hänger, danach lief's aber wie geschmiert, vor allem die letzten zehn Kilometer in etwas schnellerer Pace. Das machte auch der Oberschenkel problemlos mit!

Interessant, was man auf der Strecke so alles sieht, wenn man nicht mit dem Rad und 25-30 km/h unterwegs ist.

Kurz vorm Wendepunkt - hinten die Pont de Steinbach
Den Zufluß des Strichbachs in die Saar in Sarreguemines  erkannte ich erstmals so richtig, ebenso den des Lixinger Bachs in Grossbliederstroff.

Auch total schön - eine Darstellung des Verlaufs der Saar von "Saarelouis" bis nach Sarrealbe an der Mauer gegenüber des Port de plaisance in Sarreguemines mit einer kurzen Darstellung aller Kommunen am Flusslauf nebst ihrer Sehenswürdigkeiten.

Auf dem Rückweg setzte mir neben dem Gegenwind vor allem der einsetzende Schnee- und Graupelfall ein wenig zu.

Kurz vor Grossbliederstroff bei km 25 schaltete ich dann einen Gang höher auf ein Tempo so um die 4:37/km, was der Muskel problemlos mitmachte. Ich konnte das Tempo auch gut halten.

So war ich knapp 3 Stunden nach dem Start wieder zurück in Saarbrücken. Das hat richtig Spaß gemacht!

Aller Voraussicht nach mach ich genau das Gleiche nächsten Sonntag noch einmal!

Schöner Nebeneffekt: Meine Garmin fenix 3 zeigte mir einen VO²Max-Wert von 60 an.

Die "6" hatte ich noch nie vorne, seit ich Laufuhren nutze, die den Wert ermitteln.

Viel drauf geben sollte man nicht, die "Messung" ist keine wissenschaftliche und eher als "Schätzung" zu verstehen, aber einen groben Hinweis gibt sie schon!

Morgen geht's dann weiter mit einem lockeren Lauf über 70 Minuten in 5:40/km, wahrscheinlich in der Mittagspause.

Mittwoch, 1. November 2017

Durch den Warndt nach Schwarzenholz


Futtern bei Muttern - mit kleinen Umwegen

So kann der November gern beginnen - und bleiben!

 

Ich besuche meine Eltern immer gerne, vor allem, wenn meine Mutter kocht! Die sonntäglichen Mahlzeiten mit der ganzen Familie kriegen wir zwar nicht jedes Wochenende hin, aber ab und an dann doch, so auch heute.
Unter der Johannisbrücke
Damit ich den sonnigen Tag aber auch wenigstens ein bisschen dem Sport widmen konnte, fuhr ich schon vor 10 Uhr los nach Schwarzenholz - mit einem kleinen "Schlenker" über den Warndt.

Das Wetter war herrlich, und ich fuhr über das Sulzbachtal nach Saarbrücken. Dort probierte ich den lange geschlossenen, nun aber wieder befahrbaren Radweg unter der Johannisbrücke mal aus und  verfuhr mich auf der anderen Seite kurz.


Dann fand ich aber den Weg über den Rodenhof und durchquerte noch das Quartier Eurobahnhof, ehe ich mich auf die andere Saarseite begab und über die Forbacher/Metzer Straße die Bellevue überquerte.

Nun ging's rüber über die Grenze nach Stiring-Wendel, ich erkundete dort mal den Stadtteil Habsterdick und fuhr dann über Forbach in Richtung Rossel, die ich bei Emmersweiler überquerte.

In Karlsbrunn - im Hintergrund die alte Grube Warndt

Nun war ich wieder in Deutschland und fuhr über St. Nikloaus und Karlsbrunn vorbei an der ehemaligen Grube Warndt und durchs Warndtdorf (korrekt: Dorf im Warndt), dann Richtung Eichenkopf runter ins Rosseltal und über Ludweiler und Völklingen an die Saar.

Ich fuhr den Leinpfad entlang nach Bous, wie unzählige Male während meiner Berufslaufbahn in Saarbrücken, aber in den letzten Jahren eher selten.

Dann ging's über die L140 (Bachtalstraße) durch das Bommersbachtal und Papiermühle, Drelen, Knausholz, Elm und Sprengen raus aus dem Schwalbacher Ortsteil "Elm", den Quellen des Bommersbachs und der Wasserscheide Richtung Ellbacheinzugsgebiet entgegen.

Über den "Wallenborn" ging's schließlich runter in das Dorf meiner Kindheit, Jugend und einem guten Teil meines Lebens als erwachsener Mensch. Bis 2010 war ich hier zuhause, und zurückzukommen ist irgendwie immer noch schön und auch aufregend.

Und bei Muttern hat's auch gut geschmeckt!

Samstag, 30. September 2017

Tour de mauvaise conscience




Schlechtes Gewissen


Und trotzdem eine schöne Fahrt


Besch... die Wetteraussichten - aber eigentlich hatte ich unserem Landesausbildungsguru Christian Klein versprochen, ihn und einige andere Ausdauerbolzer heute mit dem Rad in Richtung Metz zu begleiten.

Mit Seb in SB
Für mich wären das mit An- und Rückfahrt nach Saarlouis über 200 km gewesen. In Anbetracht der miesen Prognosen sagte ich kurzfristig schweren Herzens ab.

Aber ein wenig Radfahren wollte ich trotzdem. Meine Frau und unsere Tochter wollten ins IKEA nach Saarlouis. Also gut: Ich plante eine Tour über das Grenzgebiet in der Nähe der Rosselquelle, die mich zeitig in das schwedische Möbelhaus und die Arme meiner Lieben treiben sollte.

Los ging's ganz unspektakulär über das Rohrbachtal, am Halberg vorbei und dann an der Saarbrücker Ostspange an die Saar. Das Wetter hielt, noch war's trocken, und ich traf erfreulicherweise sogar noch den Sportkameraden Sebastian Giffhorn vom RSC Überherrn, mit dem ich diese Sasion schon einige 200-km-RTFs gerockt habe. Er hat auch die tolle Kappe kreiiert, die mir der RSC Überherrn kürzlich vermachte und die ich seitdem mit Stolz trage.

Mit Elke Ferner und Christiane Blatt in Ludweiler
Er fuhr saaraufwärts, ich saarabwärts: Nicht lange danach war ich schon in Völklingen und fuhr nun die Rossel hinauf in Richtung Ludweiler. Es zog schon zu, genau wie vorhergesagt.

Ich war nun im Lauterbachtal, und mitten in Ludweiler traf ich zufällig auf die Genossinnen und Genossen rund um Christiane Blatt, die fleißig wahlkämpften für die OB-Stichwahl in Völklingen. Ich wünschte viel Glück und machte mich weiter auf in Richtung Lauterbach und die Grenze. In Carling dann wurde es dunkler und dunkler, und in Diesen begann es zu regnen - der Regen sollte mich für den Rest der Fahrt begleiten. Ich zog die Jacke über und fuhr tapfer weiter.

Der Anstieg nach Boucheporn
Nun wurde es auch langsam ein wenig hügeliger, ich kam durch Porcelette in Richtung des Geisbergs, um den herum sich die Ortschaften Diesen, Porcelette, Boucheporn, Obervisse, Niedervisse, Bisten-en-Lorraine, Varsberg und Ham-sous-Vasberg gruppieren und an dessen Hängen sowohl die Rossel wie auch die Bist entspringen.

Die Gebirgsgruppe, zu der auch der Warsberg und der Schlossberg gehören und auf deren Rückseite der Einzugsbereich der deutschen Nied beginnt, ist ein echtes Radfahrerparadies.

Ich fuhr erstmal hoch nach Boucheporn, hier war ich schon öfter hochgekommen, aber im Ort fuhr ich erstmals überhaupt die C1, den "Chemin de Bisten" und kam so nach Bisten-en-Lorraine, wo die Bist entspringt.

Bisten-en-Lorraine
Ich folgte dem Bachlauf über Varsberg und Ham-sous-Varsberg bis nach Creutzwald, verließ dann aber kurz den Lauf der Bist und fuhr über die alte Grenzstraße vorbei an Überherrn-Wohnstadt zurück ins "Reich".

Dann ging's Richtung Linslerhof und über den Radweg durch den Wald entlang des parallel zur Bist fließenden Höllengrabens nach Wadgassen bis fast zur Bistmündung, dann in Richtung Autobahn und auf dem parallel verlaufenden Radweg auch entlang der Saar Richtung IKEA.

Der Regen hatte wie gesagt die ganze Zeit nicht aufgehört. Entsprechend durchnässt kam ich dann auch an. Aber halb so wild - zu kalt war es glücklicherweise nicht. Und auch nur halb so lang, wie's gewesen wäre, wenn ich morgens früh nach Saarlouis gefahren wäre, um nach Metz zu fahren, und dann das ganze nochmal zurück. Gute Entscheidung - trotz schlechtem Gewissen.







Donnerstag, 24. August 2017

SRB-Arbeitsgruppensitzung beim LSVS



Zum Olympiastützpunkt und zurück


Abendsitzung beim SRB/LSVS


Heute ging's nach Feierabend im Rathaus noch zu einer Arbeitsgruppensitzung des Saarländischen Radfahrer-Bundes beim Landessportverband: Gelegenheit für mich, dem ansonsten vollen Terminplan, der mir keine Zeit für Sport ließ, ein Schnippchen zu schlagen.

Ich fuhr also mit dem Rad zur Sitzung.
Pause für das schwarze Ross...


Hin ging's oben über Elversberg und Sankt Ingbert bis kurz hinter den Ortseingang von Rentrisch, dann über den Hübel aus dem Rohrbachtal hinaus, das Dudweilertal hoch.

Zurück dann leicht variiert über Scheidt und Spiesen, am Schluß die "Hohl" hoch.

Beide Male waren es knapp über 17 km, insgesamt ein Schnitt von ganz knapp über 30 km/h. Intensiv, aber gut!

Sonntag, 25. Dezember 2016

Futtern bei Muttern #festive500 #stage1 #12%




Heute bin ich mal ganz vorsichtig in die Rapha Festive 500 eingestiegen, nachdem ich gestern ja statt dessen mit dem Flo und ungefähr 60-70 anderen lieben Menschen laufen war. Nun ist Aufholen angesagt!

Nein, nicht Hollywood - Völklingen!
Morgen kommen nochmal so 155 km dabei, wenn alles gut geht, wenn ich zur Schwiegermama in die Eifel fahre. Start wird 6.30 Uhr sein, die ersten beiden Stunden mit Lampe...

Gegen 10.40 Uhr fuhr ich los, es ging erst mal über Elversberg ins Rohrbachtal nach Sankt Ingbert. Eine Umleitung zwang mich ins Rischbachtal, und dort verfranste ich mich ein wenig. Am Ende der Gehnbachstraße blieb mir, um auf die Dudweilerstraße zu kommen, nur die Flucht in den Wald (die Alternative wäre Umdrehen gewesen, aber das mach ich nicht so gern).

Bei Lisdorf - rechts das Saarstahl-Kraftwerk, hinten das
Polygon auf der Bergehalde bei Ensdorf
Gar kein Problem: Hinter den Häusern ging ein gut befahrbarer Waldtrail entlang, und schwuppdiwupp war ich auf der Straße hoch in Richtung Sulzbachtal.

Von dort war's einfach: Das Sulzbachtal runter bis in die Saarbrücker City, durch das Ohr des Herren (oder Kaldnaggisch, wie man hier sagt)  und die Freude des Jägers bis an die Saar, von dort meine Strecke, die ich jahrelang vom und zum Dienst fuhr, in Richtung Bous immer an der Saar entlang.

Ich trat um die 200 Watt, schraubte den Schnitt vorsichtig in Richtung 26 km/h hoch, und fuhr mit gebremstem Schaum - Kraft sparen für die Eifeltour war angesagt!

Nach 60 km wieder in der alten Heimat...
Bei Völklingen lief mir ein Irish Setter 3-400m lang neben dem Rad her, die Rufe seines "Herrchens" (der Diminutiv ist hier angebracht) verhalten ungehört. Zum Glück fehlte seiner Aggression die letzte Konsequenz - er lief nur mit und bellte, irgendwann war er dann zum Glück müde. Da fuhr mir der Schreck ganz schön in die Knochen. Maximalpuls war da 154, sonst nie mehr als 141 auf der ganzen Fahrt...

Bei Völklingen kam mir eine Bekannte entgegen, Verena fuhr aber lieber MTB als Rennrad. Aber immer schön, wenn man Leute trifft, die man kennt. Ich blieb bis Saarlouis an der Saar und sah sogar noch ein bekanntes Gesicht, der Sebastian kam gerade von der Tour mit den Überherrnern zurück. Von Saarlouis ging's dann über Fraulautern und Saarwellingen nach Schwarzenholz.

Mit dem Wetter hatte ich Glück. Der Wind war teilweise eklig, aber nicht allzu stark, und geregnet hat es eigentlich auch nicht, bis auf zweimal fünf Minuten Nieseln. Ich hab ein bisschen wenig getrunken und hatte die Waden hart und ganz leichte Krämpfe. Hoffentlich beißt mich das morgen nicht. Aber Sorgen machen hilft ja auch nix. Einfach fahren!

Sonntag, 11. Dezember 2016

115 km mit Staatskanzlei und viel Lothringen




Nach zwei Tagen Pause machte ich mich heute an einen Versuch meines ersten 100-km-Gran Fondo seit fast vier Monaten, als ich im Italien-Urlaub am Monte Baldo unterwegs war.

Der Fischbach in Saarbrücken-Rußhütte
Die Wettervorhersage war so la-la, aber soviel vorweg: Ich hatte Glück. Bis auf einen ganz kurzen Schauer, den ich kaum spürte, blieb mir Regen erspart, gegen Ende zeigte sich sogar die Sonne.

Kurz vor 10 Uhr ging's los, um 11 Uhr musste ich in Saarbrücken in der Staatskanzlei sein, um Bernhard Walzer, unserem SRB-Bahnfachwart, Vorsitzender der RF Homburg und Vater von Bahn-Olympiasieger Andreas Walzer, zur Verleihung der Sportplakette des Saarlandes zu gratulieren.

Über Elversberg, Bildstock, Quierschied, Fischbach, Saarbrücken-Rußhütte ging's in die Landeshauptstadt zur Staatskanzlei.

Bei der Ehrung mit Sportminister Klaus Boullion, Bernhard
Walzer und Homburgs OB Rüdiger Schneidewind
Ich schaffte es locker pünktlich und konnte nach der Verleihung gegen 11.40 Uhr meine Fahrt fortsetzen.

Über die Forbacher Straße anstatt der Metzer Straße (weniger befahren und am Ende mit einem tollen Kopfsteinpflaster-Part, da fühlte man sich wie bei Paris-Roubaix) ging's über die Bellevue in Richtung Goldene Bremm und dann hoch nach Spicheren. Der Himmel zog zu, und es gab für zwei Minuten einen ganz leichten Niesel, aber als der dann aufhörte, war's das mit Regen.

In Spicheren fuhr ich oben aus dem Ort raus und runter nach Etzing ins Tal des Waeschbachs, einens Nebenbachs des Lixinger Bachs, der direkt neben der Großbliederstroffer Schleuse in die Saar fließt.

Die Spicherer Höhen, Schauplatz der berühmten Schlacht 1870
Dann ging's gleich wieder hoch auf die D31 zwischen Behren-lès-Forbach und Kerbach. Dann kam eine lange Abfahrt runter ins Lixinger Bachtal, ehe eine der längste Auffahrten des Tages kam - da trat ich immerhin im Schnitt fast 300 Watt hoch, das stellte mich ganz zufrieden.

Zwischen Cadenbronn und Nousseviller-Saint-Nabor kreuzte ich die Römerstraße, die oben auf der Höhe zwischen den Tälern des Lixinger Bachs und des Strichbachs verläuft.

Sie war ich schon öfter gefahren, unter anderem beim RAID Sarre-Moselle 2015.

Puttelange-aux-Lacs
Runter nach Metzing, und gleich wieder hoch nach Guebenhouse, ehe es Richtung Autobahn A4 ging und dann unter dieser durch nach Puttelange-aux-Lacs. Nun war klar, was mich erwartete: Fast zehn  Kilometer geradeaus mit einigen Wellen in Richtung Sarrealbe, vorbei an der Ligne Maginot Aquatique.

Ich hatte zwischendrin nach 57,5 km auch Bergfest, aber fühlte jetzt schon, dass ich's mal wieder übertrieben hatte.25,8 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, 200 Watt - definitiv zuviel. So nahm ich erstmal ein wenig Druck vom Pedal.

In Sarrealbe angekommen, probierte ich anstatt der Route am Kanal vorbei mal einen neuen Weg - hoch nach Willerwald und dann rechts über die Rue de Herbitzheim. Kurzes und klares Fazit: Not recommended!

Sarrealbe
Die Straße ist nach der bebauten Ortslage superschlecht und für Rennrad kaum geeignet, bestenfalls teilweise - und auch dann nur bedingt.

Man kommt dann irgendwie unten in Herbitzheim raus, fährt unter der Autobahn durch und ist froh, endlich wieder richtigen Aspahlt unter den Reifen zu haben.

Auf dem Stück vorbei am Kanal zwischen Herbitzheim und Wittring kam ich mit 196 Watt Leistung immerhin auf einen Schnitt von 33,4 km/h.

Auf den Höhen zwischen Saar- und Bliestal
Ich sparte dann aber wieder Energie, denn nun stand die schlimmste Steigung des Tages an - kurz, aber brutal.

Auf 1,1 km auf dem Chemin de Wiesviller überwand ich 83 Höhenmeter - und das mit immerhin schon 75 Kilometern in den Beinen. Das ist im Winter was anderes als im Sommer.

Ich war schon ganz schön müde. Trotzdem schaffte ich das Auf und Ab durch Wiesviller und Woelfling-lès-Sarreguemines hoch auf die Hermeskappel-Höhe, dann ging's in rasender Fahrt runter nach Bliesbruck ins Bliestal und dort endlich auf den flachen Radweg.

Ich war ziemlich platt. Zwar hatte ich meine Fahrweise auf der zweiten Hälfte bisher etwas ökonomischer gestaltet, aber trotzdem merkte ich die Müdigkeit.

Der Eschweilerhof in der Nachmittagssonne
Die folgenden 16 km auf dem Bliestal-Radweg bis Blieskastel fuhr ich auf Sparflamme: 30er-Schnitt, 161 Watt.

So hatte ich noch genügend Kraft für die letzten Steigungen hoch nach Kirkel, aus Kirkel raus und durch Eschweilerhof sowie am Ende den Franzosenweg. Der fiel mir trotz allem richtig schwer, die Beine waren ganz schön dick.

Am Ende war ich aber zufrieden: Eine schöne Tour, im Zeitplan geblieben war ich auch, und so kam ich noch ohne Stress aufs Weihnachtskonzert des Verkehrsvereins!

Mit der Fahrt heute habe ich immerhin die 5000-km-Schallmauer (Laufen und Radfahren kombiniert) für 2016 durchbrochen - nach 7.394 (2014), 6.819 (2015) und 5.682 (2013) das vierte Jahr in Folge mit mehr als 5.000 km, wobei bis auf 2014, wo ich im ersten Halbjahr verletzungsbedingt fast gar nicht lief, immer so ca. 1.500 km davon Laufkilometer dabei waren. Da ist also noch ein wenig Luft nach oben im Dezember - hoffentlich gibt es noch ein paar schöne Wochenenden zum Radfahren, vor allem für die Rapha Festive 500!

Die Fahrt als Video



Dienstag, 22. November 2016

Zehn Kilometer entlang der Saar




Im Anschluss an einen Termin im Innenministerium nutzte ich heute - anstatt einer eher traditionellen Mittagspause - ein Zeitfenster von einer Stunde zu einem schönen, recht flachen Lauf entlang der Saar, ehe es später in Neunkirchen wieder an die Arbeit ging.

Die "Dood Brigg" - ein Relikt des - glücklicherweise -
nie realisierten Industriegebietes
Los ging's in Richtung Unterführung der A6 am Kanu-Club Saarbrücken und dann entlang des Leinpfads bis zur "Dood Brigg" ("Tote Brücke"), die das Naturschutzgebiet Sankt Arnualer Wiesen erschließt - auf dieser Strecke verläuft auch der Westspangenlauf  der LAG Saarbrücken , wo ich meine zweitbeste jemals gelaufene Zeit über zehn Kilometer gerannt bin - ist auch schon drei Jahre her!

Die ersten drei Kilometer war ich recht ruhig angegangen, und auch jetzt auf dem etwas ruppigeren Teil durch die Sankt Arnualer Wiesen hielt ich mich noch zurück, verspürte aber Lust, schneller zu laufen.

Also lockerte ich langsam die Handbremse, der Puls ging über 145 und blieb nun auch dort. Es ging vorbei am Silo, auf den Lyonerring und schließlich entlang des Stadens. Ich lief jetzt nahe einem Schnitt von 5:00/km bis zum Finanzamt, änderte dann meine Pläne, bis zur Westspange zu laufen und kreuzte die Saar an der Wilhelm-Heinrich-Brücke.

Dann ging's auf der anderen Seite zurück und zum "Vollmachen" der zehn Kilometer noch ein wenig durch Sankt Arnual, ehe ich nach 52 Minuten wieder am Auto war.

Es geht immer besser! Und der VO²Max-Wert hat nun auch wieder eine Fünf vorne stehen - immerhin. Morgen lauf ich nochmal zehn, wahrscheinlich erst abends unter Beleuchtung. Donnerstag dann nochmal, eventuell auch mal ein paar Intervalle, und dann schau ich, wo ich stehe.