Montag, 8. Januar 2018

#tokyo2018 #16 Haldenregeneration


Müde Beine

Fast ein Drittel der Vorbereitung auf Tokyo liegt schon hinter mir



Nach vier Tagen Training am Stück und acht an neun Tagen seit meiner Pause wegen der Kniebeschwerden war ich heute froh, als ich nach knapp 70 Minuten die Laufschuhe erstmal ausziehen und auf den morgigen Ruhetag Ausblick halten konnte.

Blick auf die Alm vom Weg um den Brönnchesthalweiher
Das Training war unspektakulär: Gut zwölf Kilometer ruhiges Joggen auf dem Freizeit- und Skaterweg an der Halde, wo ich schon zehn der ersten 16 Einheiten absolviert habe. Knie gibt weiter Ruhe, obwohl ich heute erstmals (aus Schusseligkeit, nicht mit Absicht!) ohne die Kasseler Patellarsehnenbandage lief - ich hatte sie schlicht zuhause vergessen.

Morgen wie gesagt ein Tag Ruhe, am Mittwoch werde ich wieder gefordert: Zwei Stunden laufen am Stück, und mit 5:15/km auch nicht gerade langsam.

Aber das muss sein: Am kommenden Sonntag steht mit dem 32er, den ich zum fünften Mal, also schon traditionell, im Lambsbachtal mache, das nächste harte Brett an. Und auf dem Weg dorthin muss ich am Freitag mit 3 *  3 km im Marathontempo (4:15/km) auch schon liefern!

Sonntag, 7. Januar 2018

#tokyo2018 #15 Langer Entdeckungslauf ins Ostertal





Erster Dreißiger in dieser Vorbereitung


Sonnenhof-Premiere im Ostertal bei viel Wind



„Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill)

Die Oster zwischen Hangard und Fürth
Über dieses Sprichwort musste ich heute viel nachdenken. Mein Hals kratzte seit drei Tagen, mein linkes Knie machte mir letzte Woche Probleme, den ersten Testlauf musste ich abschenken, zu Beginn des Dezembers fühlte ich mich auch oft schlapp und konnte mein Gewicht zunächst nicht so gut reduzieren, wie ich es mir vorgenommen hatte - trotzdem hab ich wahnsinnig Lust auf und auch jede Menge Spaß an dieser Vorbereitung.

Und eigentlich hab ich das Gefühl, jetzt auch langsam die Kurve zu kriegen. Der Lauf heute kam mir trotz der leichten Erkältung locker aus den Beinen, mein Knie wird von Tag zu Tag besser und vertrug auch die fast drei Stunden Dauerbelastung heute prima, und mittlerweile nähere ich mich der "7" als erster Stelle auf der Waage auch täglich mehr an.

Gestern Abend (oder besser gesagt, heute Früh) kam ich eigentlich später ins Bett, als mir lieb war. Aber die Jubiläumsveranstaltung für den sechs-mal-elften Geburtstag des Neunkircher Karnevalsausschusses in der Gebläsehalle dauerte nun mal lange, und schön war's auch.

Blick von den Hängen des Hungerbergs zum Sonnenhof
Heute Morgen dann Neujahrsempfang bei der evangelischen Kirchengemeinde in Furpach, noch ein Besuch bei den Stadtmeisterschaften der Aktiven im Fußball in Wiebelskirchen - dann war's endlich soweit, dass ich loslaufen konnte.

Meine Laufklamotten hatte ich mit nach Wiebelskirchen gebracht, denn in meinen üblichen Langstreckenrevieren in den Bliesauen ab Limbach brauche ich glaube ich noch einige Tage lang nicht an Laufen zu denken.

Aber auch das Ostertal hat seine Reize, und nachdem in Fürth die Straße "Zur Ring" nach langer Umbaubaupause endlich wieder offen ist, wollte ich gern über die Wetschhausener Straße rüber zur B420 und dann mal über den Sonnenhof nach Dörrenbach laufen - zwei kräftige Steigungen inbegriffen, die das Knie aber richtig gut verkraftete, sowohl im Anstieg wie im Ablauf.

Kurz nach der Wende: Die Oster in Saal
Die Strecke zum Sonnenhof kannte ich noch nicht, vor ca. einem Monat war ich aber schon mal in der Gegend gewesen und wollte nun meine Kopfkarte komplettieren. Hat sich gelohnt!

Ein wenig zu schaffen machte mir der kräftige Ostwind, aber dafür freute ich mich auf den "Rücklauf", wo ich den ja dann ein wenig mehr im Rücken haben sollte.




Durch Dörrenbach durch ging's wieder auf die B420, dann Richtung Werschweiler und durch die Kleinbachstraße in Richtung Saal, hier hatte ich "Bergfest" mit 15 km und fühlte mich richtig gut. Von den Werten her (Puls im Schnitt 130) ist der Lauf durchaus auf dem Niveau wie der erste Dreißiger vor Boston 2015 - da war ich mit einem 129er-Durchschnittspuls zwar 5 sec/km schneller, aber hatte dafür auch 200 Höhenmeter weniger zu bewältigen.

Kurz danach der Wendepunkt, vorbei an der Oster über die Straße "An der alten Mühle" - die kannte ich bisher auch noch nicht - und dann wieder auf die B420, von dort auf dem schnellsten Weg die Oster runter und über Fürth und Hangard wieder nach Wiebelskirchen.

Schöner Tagesabschluss beim TuS Wiebelskirchen Turnen
Ich hatte Riesenhunger, also gönnte ich mir in der Ohlenbachhalle bei den Fußballern noch eine gute Tasse Kaffee und zwei leckere Stücke Käsekuchen mit Mandarinenstückchen - hmmm!

Dann schnell heim, geduscht und umgezogen und ab auf den Neujahrsempfang der Turner des TuS Wiebelskirchen - so hat der Sonntag Struktur!

Erfreulich: Jetzt am Abend tut der Hals gar nicht mehr weh, und das Knie gibt auch wunderbar Ruhe!

 Jetzt hab ich die ersten 100 km Laufen im Jahr 2018 fast voll (99,7).

Morgen lockere 70 Minuten Ausjoggen, wohl an der Halde, und Dienstag ist dann mal wieder Ruhetag.








Samstag, 6. Januar 2018

#tokyo2018 #14 Ausflug nach Bexbach - Flughafen, Blumengarten, Gänseweiher



Die Zuversicht wächst!


Schöne 70-Minuten-Runde mit einigen neuen Abschnitten



Heute stand neben zahlreichen Terminen auch noch ein weiterer 70-Minuten-Lauf im gemäßigtem Tempo auf meinem Plan - eine gute Gelegenheit, die Nachhaltigkeit meiner positiven Wasserstandsmeldungen bzgl. meines sich bessernden linken Knies zu testen.

Auf dem Weg zum Flughafen Bexbach
Ich lief ab der Sporthalle Wellesweiler los, da ich noch dem ersten Turniertag des Paoloni-Cups des FV Neunkirchen einen Besuch abstattete.

Von da ging's über den Ochsenwald, wo ich einen ersten Blick auf die sich langsam leerenden Bliesauen bekam, Richtung Niederbexbach und dann hoch zum Flughafengelände.


Ich blieb auf der "Stadtseite", also im Nordwesten des Geländes, hier war ich noch nie gelaufen.

Es ging dann rund um den Flughafen und den Blumengarten herum, ehe ich mich wieder in den Wald begab - auf der Strecke, auf der ich noch vor wenigen Wochen erstmals mit Peter Jung auf dem Mountainbike unterwegs gewesen war, nur in anderer Richtung, in meiner letzten Radeinheit vor dem Trainingsplanauftakt.

Vorbei am Gänseweiher lief ich in Richtung Niederbexbach, auch diesen Streckenteil lief ich zum ersten Mal, ehe ich am Friedhof in Niederbexbach rauskam.

Der Niederbexbacher Gänseweiher
Dann ging's über die "Niederbexbacher Seenplatte" (man konnte den Rückfluß der Blies aus den Auen in ihr Bett richtig gut beobachten) rüber nach Kohlhof.

Dort am Sportplatz dann die dritte Premiere am heutigen Tag: Den matschigen, trailigen Fußweg vom Ende des Stockfeld direkt runter zur L287 war ich auch noch nie gelaufen. Bisschen schwierig, vor allem bei diesen Wetterbedingungen.

Dann ging's entlang der L287 zurück nach Wellesweiler.

Sehr entspannend, nur ganz leichter Regen, und wieder 70 Minuten weiter in Dan Brown's "Origin".

Hörbücher während des Laufens zu hören - das habe ich früher schon gemacht, letztes Jahr aber weniger.

Die Blies auf dem Weg zurück in ihr Bett
Dieses Mal macht es mir wieder richtig Spaß!

Morgen der erste Dreißiger, ich laufe im Ostertal ab Wiebelskirchen und durch Hangard, Fürth, Dörrenbach, Werschweiler und Saal.

Start wohl so gegen 13 Uhr an der Ohlenbachhalle, Tempo 5:30/km. Wer Lust hat, kann gerne mitlaufen!

Freitag, 5. Januar 2018

#tokyo2018 #13 12 flotte Kilometer an der Halde –  und das Knie hält!




 Aufatmen!


Pause und Bandage scheinen genau das Richtige gewesen zu sein...


Heute galt's!

Nachdem ich gestern bei meinem "Schamanen" Jörg Hüther-Funk gewesen war, sollte heute der erste Härtetest folgen: Zwölf Kilometer in 4:30/km - wenn die Patellasehne das aushält, steht der normalen Fortsetzung des Trainings nichts mehr im Wege, da waren wir uns einig.

Der Reihe nach: Nachdem die Schmerzen an der Patellasehne in meinem linken Knie am Donnerstag der letzten Woche des Jahres 2017 doch persistent und richtig stark spürbar wurden, hatte ich vom 29.-31.12. eine Trainingspause eingelegt, auf den Silvesterlauf verzichtet, das Knie gekühlt und mit Voltarenumschlägen schön beruhigt, woraufhin sich sofort eine deutliche Verbesserung einstellte. Also schien ich die Notbremse doch noch rechtzeitig gezogen zu haben.

Ab dem 01.01. trainierte ich vorsichtig und in gemäßigtem Tempo, mit wenig Bergauf- und Bergabprofil, und vor allem - auch das eine wesentliche Verbesserung - mit der mir von Mark überlassenen Kasseler Patellarsehnenbandage, einer sogenannten Propriozeptionsbandage, die durch "Aufbau von propriozeptiv stimulierendem infrapatellarem Druck" den Schmerz lindert und eine "Tonisierung des Musculus quadrizeps mit medialisierender Wirkung auf die Patella" erreicht.

Häh?

Auf Nichtmedizinerdeutsch: Die Patellasehnenbandage entlastet mit einer Spezialpelotte gezielt den Ansatz der Patellasehne. Dadurch ist die schmale Bandage in der Lage, Überlastungssymptome zu lindern. Anatomisch geformt , liegt die Bandage mit ihrer Aussparung am unteren Kniescheibenansatz an. Eine eingearbeitete Spezialpelotte wirkt mit mehreren Druckpunkten auf den Bereich um die Patellasehne, spart diese dabei aber aus. Friktionsnoppen verstärken die punktuelle Kompression, massieren bei Bewegung und stimulieren die Sehne.

Hat wie gesagt bei mir Wunder gewirkt, genau wie der Ruhetag am Donnerstag mit Behandlung bei meinem Physio. Jörg fand dann auch den Auslöser: Wie oft bei mir, lag die Ursache sowohl in meinem etwas in Mitleidenschaft gezogenen linken Huf und auch der Lendenwirbelsäule im unteren Bereich meines Rückens. Dadurch verhärtet meine Oberschenkel- und Wadenmuskulatur, und irgendwo zeigt sich das dann - diesmal wohl an der Patellasehne. Nach der Behandlung merkte ich sofort, dass die Muskulatur wieder weich war und ich auch ohne Bandage, die ich aber vorsichtshalber weiter trage, zu fast 100% schmerzfrei bin.

Wettermäßig hatte ich Glück - es regnete erst beim Auslaufen
Aber ob das hielt - das sollte der Lauf heute zeigen. 4:30/km - da muss man schon mit dem Knie abdrücken und die Patellasehne muss arbeiten. Was die Sache erschwerte, war, dass ich seit gestern einen ganz kratzigen Hals habe, also schon einen kleinen Infekt mir mir rumschleppe. Dass die Pulswerte da hoch werden würden, war mir klar.

Aber schon das Einlaufen klappte gut, und auch die ersten vier-fünf Kilometer machten keinerlei Probleme, ich war sogar mit 4:27/km etwas zu schnell unterwegs. Aber das Knie machte mir überhaupt keine Probleme! Eher noch der Puls, so ab Kilometer sechs, aber das war mir vorher klar. Trotzdem konnte ich das Tempo problemlos bringen, und auf den letzten beiden Kilometern sogar noch ein wenig rausnehmen, weil ich doch ca. 15-20 sec. vor meiner Pace lag.

Am Ende hatte ich für die Tempostrecke einen Durchschnittspuls von  155, max. 165. Das ist hoch, aber mit der leichten "Fregg" erklärbar. Ich fühlte mich jedenfalls gut. Vor Hamburg letztes Jahr musste ich diesen Lauf sogar - auch wegen einer Erkältung - nach sechs Kilometern abkürzen, diesmal zog ich's durch.

Am wichtigsten aber: Das Knie hielt, und machte mir gar keine Probleme, auch nach dem Lauf nicht!

Morgen 70 Minuten Jogging, am Sonntag dann der erste Dreißiger dieser Vorbereitung, und dann steig ich wieder in den Plan ab Woche vier ein. Juhu!

Mittwoch, 3. Januar 2018

#tokyo2018 #12 100 Minuten an der Halde – Knie scheint zu halten...

Kilometersammeln, Hoffen und Bangen...


Wie geht's weiter mit dem Knie?


12 Einheiten sind vorbei und 182 Kilometer laufend abgerissen, seit ich am 19.12.2017 mit der Vorbereitung auf den Tokyo-Marathon am 25.02.2018 angefangen habe. Wie in fast jeder Vorbereitung seit dem Beginn meiner "Läuferkarriere" quält mich irgendein Wehwehchen, diesmal ist's (zum ersten Mal) ein Patellaspitzensyndrom am linken Knie.

Am Brönnchesthalweiher
Heute stand ein 100-Minuten-Joggingeinheit auf dem Programm. Bereits in der zweiten und in der achten Einheit hatte ich solche Läufe absolviert, aber immer ins Ruhbachtal, also mit ein wenig Trail, und auch jeder Menge Höhenmetern.

Das wollte ich mir diesmal zur Schonung des kostbaren Gelenks aber sparen. Also ging's (mal wieder) an die Halde.

Ich hatte ein schönes "Sonnenfenster" im ansonsten regnerischen Tag erwischt, aber "Burglind" forderte mich trotzdem mit bemerkenswerten Windböen, die einen manchmal fast zum Stehen brachten.

Der Wind kam auch außerhalb der Böen stark aus Nordwesten, so dass man wirklich zur Hälfte in den Wind hineinlief, aber auf der anderen Seite auch guten Rückenwind hatte, wenn's andersrum ging. Das erklärt auch den etwas erhöhten Puls.

Auf den letzten Metern...
Aber ansonsten lief ich wie ein Uhrwerk, immer zwischen 5:29 und 5:32/km, und das Knie machte gut mit. Das Beste: Auch noch Stunden nach dem Lauf fühlte es sich richtig gut an!

Morgen ist erst mal Pause und endlich der Termin bei meinem Physio. Danach sehen wir weiter.

Ich bin ziemlich guter Dinge, dass Jörg Hüther-Funk mich wieder perfekt rebootet. Macht er eigentlich immer.

Und wenn das auch morgen klappt, kann ich Freitag vielleicht sogar die 12 km in 4:30/km angehen...

Dienstag, 2. Januar 2018

#tokyo2018 #11 Ruhiges Knieschonungs-Joggen an der Halde

Vorsichtig weitertasten...

Knie belasten, aber nicht überlasten - also die Grenzen richtig austesten




Nach dem ermutigenden ersten Test gestern mit der Kasseler Patellarsehnenbandage wollte ich heute mal austesten, wie das Knie weiter reagiert. Soviel vorab: Gut! Auch wenn's nass und windig war rund um den Brönnchesthalweiher und die Alm...

Wolken, Regen, Wind: War schon mal schöner an der Halde...
Mein Freund Christoph Gill, Major-Six-Sub-3-Finisher und Orthopäde, hat mir einige gut gemeinte Tipps gegeben: Auf Tempowechsel- und Bergläufe erstmal verzichten, Tokyo sei eh flach. Daran halte ich mich: Daher habe ich die heute eigentlich auf dem Plan stehende Intervall-Einheit durch ein 70-Minuten-Jogging ersetzt.

Das lief ganz gut, und das werd ich in den nächsten Tagen auch so beibehalten, auch wenn's langweilig wird, immer nur auf dem Freizeit- und Skaterweg rumzustrolchen. Aber bevor ich nicht am Donnerstag bei meinem Physio war, bleib ich erst mal dabei.

In jedem Fall auch heute: Selbst Stunden nach dem Training keine Schmerzverschlimmerung, insgesamt fühlt sich das Knie sogar etwas besser an als gestern noch. Mal sehen, wie es die 100-Minuten-Einheit morgen verträgt!


Montag, 1. Januar 2018

#tokyo2018 #10 Neujahrslauf mit Keltengräbern und Windradbaustellen


Die Hoffnung stirbt noch nicht


Erster Lauf nach Patellaproblemen und drei Tagen Pause


Letzten Donnerstag hatte ich meinen letzten Lauf, ruhiges Joggen mit Steigerungen, und die machten mir echt Probleme.

Das Patellaspitzensyndrom, das sich bei mir hartnäckig festgebissen hatte, weigerte sich nicht nur zu verschwinden, sondern nervte immer mehr.

Blick vom Krickelsberg rüber in den Köllner Wald
Zum Glück habe ich zwei Freunde, die als Ärzte nicht nur medizinisch kompetent, sondern auch selbst Läufer sind.

Mark und Christoph meinten beide, ich solle erst mal ein paar Tage pausieren und dann langsam wieder anfangen, also ohne Tempo- und patellasehnenfordernde Bergeinheiten.

So machte ich Freitag, Samstag und Sonntag nichts, ließ dabei, wenn auch schweren Herzens, den eigentlich geplanten Vorbereitungslauf in Saarbrücken ausfallen und gönnte der Sehne etwas Ruhe. Das half. Was auch sehr half, war die Kasseler Patellarsehnenbandage, die mir Mark verordnete.

Direkt nach dem Anlegen schon merkte ich, dass mir Bewegungen, die vorher Schmerzen oder zumindest ein ungutes Gefühl ausgelöst hatten, nun problemlos möglich waren. Ein Zaubermittel ist die Bandage sicher nicht, freies Heben des Beins ist immer noch unangenehm, aber eine deutliche Verbesserung der Gesamtsituation ist nicht zu leugnen - und es wurde von Tag zu Tag besser.
Nachgebautes Keltengrab nahe dem Hof am Forst Köllerbach

So wollte ich dann heute mal austesten, wie die Bandage beim Laufen hilft. Gelegenheit dazu bot mir der Neujahrsbesuch bei meinen Eltern verbunden mit meiner Neugier:

Im Köllner Wald neben der A8, dort, wo der durch Elm und Bous fließende Bommersbach entspringt bzw. an dessen Rand die "Sauwasen" liegen, wo jährlich das Rocco del Schlacko stattfindet, hatte ich zwei große Kräne stehen sehen.

Das konnten eigentlich nur Baustellen für Windräder sein, und die wollte ich mir mal ansehen.

Auf den ersten beiden Kilometern begann es nicht nur stark zu regnen, ich musste mich auch erst an das Gefühl der Bandage gewöhnen, aber spätestens, als ich am Sportplatz vorbei war, war's gut - keine Probleme mit der Patellasehne, ich lief aber auch bewußt nicht zu schnell, so im Bereich 5:20/km.

Eine der beiden im Entstehen begriffenen Windräder
Ich drehte noch eine Runde durch den Krickelsberger Wald auf dem Höhenzug zwischen Bommersbach- und Schwalbachtal, dann lief ich runter ins Bommersbachtal und wieder hoch in den Köllner Wald zur ersten der beiden Baustellen.

Diese liegt direkt an der Köllner Straße, einer kleinen Waldstraße, die von der Brücke über die A8 in Richtung Sauwasen rüber in Richtung L139, also zum Treffpunkt der LTF Köllertal, führt.

Ich lief kurz die Straße in Richtung Sauwasen, dann aber wieder in den Wald hinein. Das Geläuf war tief, und die Füße sowieso schon pitschnass, als ich auf dem höchsten Punkt der Runde, an der Grenze des Landkreises Saarlouis zum Regionalverband Saarbrücken und dem dortigen Keltengrab ankam.

Weiter ging's zu der anderen Baustelle, dann über die A8 und den Schwarzenholzer Grenzsteinweg entlang bis ans obere Ende der Köllerstraße, dann über die Mariengrotte durch die Humesstraße heim. Im Quellbereich des Wiebelsbruchs, der hinter der Humesstraße dem Lohbach zufließt, standen nicht nur die Felder, sondern auch die Straße komplett unter Wasser. Jetzt, da ich nur noch einen Kilometer zu laufen hatte, hörte der Regen auch auf.

Die Schwarzenholzer Mariengrotte in der Humes
Ich war nass bis auf die Haut. Aber das machte mir wenig aus. Viel wichtiger: Das Knie machte keinerlei Probleme, auch hinterher nicht. Trotzdem werde ich es in der nächsten Zeit schonend behandeln.

Ich werde das Training jetzt ein wenig umstellen: Keine Tempo- und Bergeinheiten mehr, frühestens in zehn Tagen werde ich mich wieder an Intervalle im Marathontempo wagen - falls ich bis dahin beschwerdefrei bleibe.

Morgen statt Intervallen nochmal eine 70-Minuten-Jogging-Einheit, am Sonntag hole ich den 30-km-Lauf, der eigentlich die zweite Trainingswoche hätte beschließen sollen, nach, den ersten Testlauf lasse ich ausfallen.

Sollte das Knie sich weiter beruhigen, kann ich in Woche vier und fünf noch genug fürs Tempo tun. Aber jetzt lass ich erstmal meinen Physio draufgucken und bremse mich. Ausserdem steht in drei Tagen noch mein Leistungstest bei Prof. Dr. Tim Meyer an.

Daumen drücken!