Sonntag, 27. November 2016

Morgens mit Peter am Main



Genau wie letztes Jahr fand auch in diesem Jahr am Ende des Monats November das Treffen der 16 Landesverbände des BDR sowie der Verbandsrat mit dem Bundespräsidium in Frankfurt statt. Und auch diesmal war ich wild entschlossen, nach der Sitzung am Freitag nachmittag den nächsten Morgen vor Beginn der Samstagssitzung noch zu einem Lauf durch Niederrad, entlang des Mains, durch Schwanheim und den Frankfurter Stadtwald zu nutzen.

Nach 10 km leuchteten die Lichter
der Großstadt im Morgengrauen hinter der A5
Zwei Dinge waren dafür definitiv besser als letztes Jahr: Da hatte es geregnet und ich war allein, diesmal war's trocken und mein saarländischer Präsidiumskollege Peter Schwöbel, der auch in Frankfurt zur A-Trainer-Fortbildung war, war genau so motiviert wie ich. So trafen wir uns um 6:45 Uhr bei ziemlich persistenter Dunkelheit vor dem Hotel, und gleich ging's los mit ziemlich hohem Tempo (wir konnten uns aber die ganze Zeit unterhalten, das war sozusagen unsere selbst auferlegte Bremse) westwärts auf der Flughafenstraße, unter den Gleisen durch und ein wenig durch den Wald nach Niederrad.

Nach etwas mehr als drei Kilometern, schon wieder auf festem Asphalt unterwegs, kreuzten wir die Goldsteinstraße, über die noch vor wenigen Wochen der Marathon lief (etwa bei km 18). Kurz danach waren wir auch schon am Main, und es wurde langsam heller, so dass wir die Taschenlampe, die Peter glücklicherweise dabei hatte, nicht mehr brauchten. Ich muss mir fürs nächste Jahr merken, dass ich die Kopflampe entstecke!

Die Commerzbank-Arena - direkt neben dem Lindner-Hotel
Nach zweieinhalb Kilometern entlang des größten rechten Nebenflußes des Rheins (ein Teil der Strecke ist als "Brückensprint" sogar ein Strava-KOM, und natürlich hat der Florian Neuschwander die CR, wer denn auch sonst...) stand wieder ein kurzer Treppenlauf an: An der Schwanheimer Staustufe ging's auf einen Hochweg über die stark befahrene K807, und wir liefen kurz über die "Frankenfurt", dort, wo der Marathon bei exakt der Hälfte angekommen ist. Durch Schwanheim ging's noch für anderthalb Kilometer durch bewohntes Gebiet, ehe wir am Waldfriedhof Goldstein wieder in den Frankfurter Stadtwald kamen.

Nun waren wir doch noch fürs erste froh mit Peters Lampe, wenn auch die Wege recht gerade und sauber waren. Die Wege im Frankfurter Stadtwald tragen übrigens fast alle Namen, und so liefen wir über die Brandschneise (die beinhaltete die einzige richtige Steigung, 100m lang und 3-5% steil), dann die Brückenschneise unter den Schienen durch rüber über die Autobahn A5, und zwar über die Hinkelsteinschneise.

Vorm Tagungshotel an der Otto-Fleck-Schneise
Nun war es schon erträglich hell, und wir kamen langsam dem Ziel näher. Also wurde nochmal ein wenig beschleunigt, wir liefen wieder deutlich unter 5:00/km, und zwar auf der Goldsteinschneise, und schließlich auf der Flughafenschneise.

So kamen wir dann auch wieder zur Bahnstation "Stadion"  und gingen unsere letzte Schneise an, die Sperberschneise.

In deren Mitte trennten sich unsere Wege, Peter musste links ab, ich noch ca. 200m weiter und dann ebenfalls links.

Am Ende standen 12,5 km in einer Zeit, die schon fast "flotter Lauf"-Charakter hatte (4:56/km). Und das so früh am Morgen! Ich werde meinen sportlichen Leiter in Zukunft wohl ein wenig einbremsen müssen.

Der läuft in einem Trainingslauf, wie er Rad fährt: Immer Vollgas. Aber Spaß hat es trotzdem gemacht - oder vielleicht gerade deswegen...

Nach einer heißen Dusche ging ich jedenfalls mit Bärenhunger zum Frühstück. Es war ein richtig guter Start in den Tag!




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