Samstag, 8. April 2017

#hamburg2017 #42 Kasbruch kreuz und quer


In danger of overanalyzing?

Ihr erinnert Euch: Um meinen Fitnesszustand im Vergleich zur Vorbereitung auf den Chicago-Marathon beurteilen zu können, habe ich mir ja vorgenommen, in den letzten drei Wochen die Einheiten vergleichbar zu halten, d.h. auf möglichst denselben Strecken zu laufen. Aber kein Lauf ist wie der andere, es macht einen Unterschied, ob man morgens, mittags oder abends läuft, ob bei sechs, 16 oder 26° C, ob bei Regen oder Trockenheit.

Die Brücke über den Kasbruchgraben
Vor allem aber: Man kann sich auch zu Tode analysieren. Oder sich verrückt machen. Beispiel: Am Mittwoch lag nach dem Training der von meiner Laufuhr ermittelte VO²Max-Wert bei 56, Donnerstag fiel er dann nach dem Regenerationstraining auf 55, obwohl sich die Einheit echt gut anfühlte, und heute sogar auf 54. Dabei fühlte ich mich mindestens genau so fit wie am Mittwoch, eher noch besser.

Also so richtig schlau werd ich aus alledem nicht, demnach werd ich mich auch weiterhin auf mein Gefühl verlassen. Ich bin von daher sehr gespannt auf den langen Lauf am Sonntag, wo ich 25 km in 5:20 und die restlichen zehn dann in 4:40/km laufen will. Vor Chicago musste ich den mit gebremstem Schaum zu Ende laufen, weil ich das "Runterschalten" zehn Kilometer vor Schluß nicht verkraftete, aber an dem Tag war es auch superwarm.

Start und Ziel nahe der A8 bzw. der Lakai
Trotzdem: Die Wettervorhersage prophezeit für Sonntag Sonne, es soll bis 25° C warm werden, und ich laufe ca. 13.30 Uhr los. Vergleichbare Verhältnisse - mal sehen, was wird.

Zum Lauf heute: Im Kasbruch war es mal wieder herrlich. Trailiges Laufen ist hier einfach am schönsten. Ich sah wahnsinnig viele Schmetterlinge und freute mich, dass der eine oder andere zugewachsene Rückeweg, vor allem die ersten 800 Meter der Strecke, wieder mal ein bisschen freier ist, wenn es auch wohl bis in den Herbst dauernd wird, bis der Boden dort wieder fest ist. Ich lief ca. zwei Minuten schneller als bei meinem "Jubiläumslauf" (Nr. 1.000) vor einigen Monaten und daher auch mit etwas höherem Puls - aber es hat Spaß gemacht und ich fühlte mich gut. War vielleicht mit 5:08/km statt der "vorgeschriebenen" 5:40/km doch eine Spur zu hart. Falls ja, werde ich das morgen spüren.

Montag dann Regeneration, Dienstag und Donnerstag zwei flotte Einheiten - und dann fängt schon das Tapering an!

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